DE249353C - - Google Patents
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- DE249353C DE249353C DENDAT249353D DE249353DA DE249353C DE 249353 C DE249353 C DE 249353C DE NDAT249353 D DENDAT249353 D DE NDAT249353D DE 249353D A DE249353D A DE 249353DA DE 249353 C DE249353 C DE 249353C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F3/00—Closers or openers with braking devices, e.g. checks; Construction of pneumatic or liquid braking devices
Landscapes
- Closing And Opening Devices For Wings, And Checks For Wings (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249353 KLASSE 68 tf. GRUPPE
Türschließer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Oktober 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Türschließer, welcher in dem Augenblick, wo die Tür ins
Schloß gedrückt werden soll, eine besonders starke Kraftäußerung abgibt, ohne daß dadurch
beim öffnen der Tür ein besonders erheblicher Widerstand überwunden werden muß.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der Wegraum, auf welchem die beim Öffnen
der Tür aufgespeicherte Arbeit beim Schließen zur Wirkung gelangt, wesentlich kürzer ist als
derjenige Weg, der beim Öffnen zur Aufspeicherung der gleichen Arbeitsmenge benutzt
wird.
Die Erfindung wird nachstehend in zwei
X5 Ausführungsbeispielen erläutert.
Fig. ι zeigt einen Türschließer, bei welchem die Schließungsarbeit durch eine komprimierte
Luftsäule geleistet wird, in schematischer Anordnung. In einem Zylinder α schiebt sich
ein Druckkolben b. Dieser ist in derjenigen Stellung gezeichnet, in welcher die Tür c ganz
geschlossen ist, die durch eine bei d und e
mit Gelenken versehene Druckstange f an dem Hebel g angelenkt ist, der bei h drehbar ist
und mittels des Zahnrades i die Zahnstange k beim Öffnen der Tür verschiebt. Der Kolben b
ist durchbohrt und trägt an der durchbohrten Stelle ein Ventil I, welches sich beim Hereindrücken
des Kolbens schließt und die Flüssigkeit, mit der der Zylinder α und das ganze
System gefüllt ist, durch die Rohrleitung W1 und w2 in das geschlossene Gefäß η leitet,
so daß die darin enthaltene Luftsäule korn-, primiert wird. Geht die Tür zu, so verhin-
dert das Ventil ο das Zurücktreten der Flüssigkeit
in den Zylinder a, dagegen tritt die von dem Kolben b aus dem offenen Gefäß p angesaugte
Flüssigkeit durch den Kolben in den Zylinderraum. Nun befindet sich auf der Kolbenstange ζ des Kolbens b noch ein zweiter,
wesentlich größerer Kolben q, der sich in dem Zylinder r bewegen kann, welcher ebenfalls
mit Flüssigkeit gefüllt ist. Während des Öffnungs- und des Schließungswegs, mit Ausnahme
des letzten Teils desselben, welcher benötigt wird, um die Tür ins Schloß zu drücken, bewegt der Kolben q die Flüssigkeit
durch die Rohrleitung s S1 frei hin und her, wobei dieselbe den Dreiweghahn t durchläuft,
der dabei so steht, daß das an dem Rohr W1
angeschlossene Rohrstück u verschlossen ist, während die Verbindung in der Richtung des
Pfeils frei ist. Ist die Tür jedoch so weit geschlossen, daß sie zugedrückt werden soll,
so wird durch eine in der Zeichnung fortgelassene, der näheren Beschreibung nicht bedürfende
Schalteinrichtung der Hahn t so gedreht, daß er u und s verbindet, S1 dagegen
abschließt. Dadurch wird der Druck der gespannten Luftsäule η auf den Kolben q ausgeübt,
der infolge seiner größeren Fläche einen starken Druck auf die Tür ausübt. Im Augenblick,
wo die Tür fertig geschlossen ist, wird der Hahn t wieder in die Anfangsstellung gedreht.
Das Gefäß p ist noch durch ein Rohr ν mit dem Zylinder r verbunden, damit während
des Zudrückens die Flüssigkeit in das Gefäß p entweichen kann, von wo sie vom Kolben b
bei einem neuen Arbeitsgang wieder angesaugt wird. Es erübrigt noch, darauf hinzuweisen,
daß, um die geöffnete Tür so weit zu schließen, daß sie zugedrückt werden soll, eine
Druckfeder w vorgesehen werden kann, die aber, da sie nur geringfügige Arbeit zu leisten
hat, nur schwach zu sein braucht. Die gleiche
Wirkung kann erzielt werden, indem man noch einen dritten Zylinder mit Druckkolben auf
die gemeinsame Kolbenstange ζ wirken läßt, der, ohne mit einem Ventil versehen zu sein,
an die Leitung m2 und das Gefäß η angeschlossen
ist und somit bei der Öffnungsperiode die Luftsäule η komprimieren hilft,
beim Schließen aber die Tür bewegt. An geeigneter Stelle, beispielsweise in die Leitung S1,
kann eine Dämpfung eingeschaltet sein, um ein langsames Arbeiten zu erzielen.
Fig. 2 zeigt nun eine Ausführungsfonn des Türschließers, bei der die Arbeit des Zudrückens
nicht durch Luftexpansion, sondern durch Federspannung bewirkt wird. Ein um den Zapfen 1 drehbarer Hebel 2 ist durch die
Gelenke 3 und 4 mit der zu bewegenden Tür 5 verbunden. Er trägt bei 6 einen Lagerbolzen,
auf dem ein doppelarmiger Hebel 7 angebracht ist, dessen eines Ende eine Laufrolle 8 trägt,
während das andere Ende durch eine Feder 9 so angezogen wird, daß die Rolle 8 dem Drehpunkt
ι des Hebels 2 zuzustreben sucht. Nun ist als Lauffläche für die Rolle 8 eine Kurve
a-b-c fest angebracht, und zwar so, daß sich die Rolle 8 beim öffnen der Tür, während
sie die Strecke a-b durchläuft, entgegen der Spannung der Feder 9 vom Drehpunkt des
Hebels 2 entfernen muß, und zwar entspricht das Stück a-b einem Öffnungsweg, um den
die Tür notwendig geöffnet werden muß, um eine Person hindurchzulassen. Wird die Tür
noch weiter geöffnet, so läuft die Rolle 8 ebenfalls weiter, schließlich bis c. Das Stück b-c
der Lauffläche ist nun aber konzentrisch zum Drehpunkt 1 des Hebels 2, so daß eine weitere
Spannung der Feder 9 nicht erfolgen kann. Indem die Rolle 8 das Kurvenstück a-b durchlaufen
hat, hat sie ferner eine Falle 10 angehoben, welche sich an die Stelle b an der
Kurvenfläche a-b-c unter der Wirkung einer beliebig angebrachten, in der Zeichnung weggelassenen
Feder anlegt. Ist nun die Tür geöffnet worden, so ist die Rolle 8 von α bis c
gelaufen und hat dabei die Falle 10 aufgehoben, welche darauf wieder in die ursprüngliche
Stellung zurückgeschnellt ist. Beim Schließen der Tür gelangt die Rolle nicht auf
dem Wege b-a in die Anfangsstellung, sondern sie läuft, von c kommend, bei b auf die Außenfläche
der Falle 10 auf, die als Lauffläche ausgebildet ist und so weit konzentrisch zu 1
ausgebildet ist, als die Tür während des Zugehens keinen besonders starken Kraftaufwand
erfahren soll, etwa bis d. Von d aus fällt die Kurve der Falle 10 steil nach a ab, wodurch
sich die Feder 9 entspannt, und die in ihr aufgespeicherte Arbeit, welche beim Öffnen
auf dem verhältnismäßig langen Wege a-b gewonnen wurde, gelangt auf dem kurzen Wege
d-a zur Entfaltung, so daß eine große Zudrückkraft
erzielt wird. Um die geöffnete Tür bis zum Zudrücken zuzumachen, kann eine Feder 11 an dem Hebel 2 angebracht werden,
welche denselben Zweck hat, als bei dem in Fig. ι dargestellten Türschließer die Feder w.
Der gleiche Zweck kann aber auch dadurch erreicht werden, daß die Kurvenfläche c-b-d
nicht konzentrisch zu 1, sondern so ausgeführt wird, daß sie auf dem Wege c-b-d gleichmäßig
nach dem Mittelpunkt 1 geneigt ist und somit den Hebel 2 auch während des Zugehwegs
antreibt. Eine Dämpfung, welche ein langsames Wirken des Mechanismus bewirkt, kann in beliebiger Weise damit vereinigt werden.
Beide beschriebene Ausführungsformen des Türschließers können in mannigfacher Weise
Änderungen erfahren, da zur langsamen Spannung und schnellen Entspannung einer Luftsäule
oder einer Feder die mannigfachsten technischen Hilfsmittel zur Verfügung stehen.
Auch kann anstatt der Spannung einer Feder die Hebung eines Gewichts zur Wirkung des
Türschließers benutzt werden.
Claims (3)
1. Türschließer, bei welchem die zum Schließen der Tür nötige Arbeit bei deren
Öffnung gewonnen und bis zum Schließen aufgespeichert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Wegraum, auf welchem die
aufgespeicherte Arbeit beim Schließen zur Wirkung gelangt, wesentlich kürzer ist als
derjenige Weg, der beim Öffnen zur Aufspeicherung der gleichen Arbeit benutzt wird.
2. Türschließer nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnungsarbeit zur Kompression einer Luftsäule benutzt wird, deren Expansion beim
Schließen der Tür erst kurz vor deren Zudrücken erfolgt.
3. Türschließer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufrolle (8)
eines unter der Wirkung der Feder (9), die die Schließungsarbeit leisten soll, stehenden
Hebels (7) bei der öffnung auf einer langsam und mit nahezu gleicher Steigung
ansteigenden Kurvenfläche (a-b) läuft, während sie beim Schließen auf einer Kurvenfläche
(b-d-a) zurückläuft, bei welcher das ganze Gefälle in denjenigen kurzen Wegraum
verlegt ist, auf dem die Tür zügedrückt werden soll.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249353C true DE249353C (de) |
Family
ID=507982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249353D Active DE249353C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249353C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136609B (de) * | 1953-12-01 | 1962-09-13 | Vapor Corp | Vorrichtung zum OEffnen und Schliessen von Tuerfluegeln od. dgl. mit einem hydraulisch betaetigten Kolben-Zylinder-Antrieb |
-
0
- DE DENDAT249353D patent/DE249353C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136609B (de) * | 1953-12-01 | 1962-09-13 | Vapor Corp | Vorrichtung zum OEffnen und Schliessen von Tuerfluegeln od. dgl. mit einem hydraulisch betaetigten Kolben-Zylinder-Antrieb |
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