DE249332C - - Google Patents
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- DE249332C DE249332C DENDAT249332D DE249332DA DE249332C DE 249332 C DE249332 C DE 249332C DE NDAT249332 D DENDAT249332 D DE NDAT249332D DE 249332D A DE249332D A DE 249332DA DE 249332 C DE249332 C DE 249332C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07F—ACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
- C07F3/00—Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
- C07F3/10—Mercury compounds
- C07F3/12—Aromatic substances containing mercury
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- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249332 KLASSE 12o. GRUPPE
der Benzoesäure.
Zusatz zum Patent 234914 vom 22. März igio.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. April 1911 ab.
Längste Dauer: 21. März 1925.
Durch das Hauptpatent 234914 ist ein Verfahren zur Darstellung von im Kern durch
Quecksilber substituierten Alkyl- und Halogenderivaten der Benzoesäure geschützt, das darin
besteht, daß man Alkyl- oder Halogenbenzoesäuren oder Alkylhalogcnbenzoesäuren mit
Quecksilberoxyd oder Quecksilbersalzen erhitzt, oder die Quecksilbersalze der genannten Säuren
in An- oder Abwesenheit von Verdünnungs- oder Lösungsmitteln erhitzt.
Es wurde nun gefunden, daß man zu diesem Zwecke auch die in dem Hauptpatent
nicht erwähnten Derivate der Benzoesäure verwenden kann, welche zwei und mehr Alkylgruppen
oder Halogenatome oder andere Substituenten im Kern enthalten. Die so erhältlichen
Quecksilberverbindungen unterscheiden sich von den in dem Hauptpatent beschriebenen
sowie den analogen Produkten aus Oxybenzoesulfosäuren durch ihre höhere
Desinfektionskraft.
Im Chemischen Centralblatt 1906, I, S. 1445,
wird erwähnt, daß durch die Einführung von Halogen in Phenole die Desinfektionskraft der
so erhaltenen Produkte entsprechend der Zahl der Halogenatome gesteigert werden soll. Es
war jedoch nicht zu erwarten, daß Quecksilberverbindungen mit Carbonsäuren, die beweglicher
gemachte Halogenatome enthalten, zu der normalen Bildung von kernsubstituier-,
ten Quecksilberderivaten führen würden. Außerdem erhalten durch die Einführung mehrerer
Halogenatome die merkurierten Verbindungen einen verstärkt sauren Charakter, wodurch die
Alkalisalze dieser Säuren nicht in dem Maße hydrolytisch gespalten, also viel beständiger
sind, als die der weniger stark substituierten Benzoesäuren, eine Eigenschaft, die einen erheblichen
technischen Fortschritt bezüglich der Verwertung der neuen Körper zur Folge hat.
Gegenüber den im Chemischen Centralblatt 1910, II, S. 1396 erwähnten substituierten Phenolen
besitzen die neuen Quecksilberverbindungen der Carbonsäuren den Vorzug, weniger ätzende Alkaliverbindungen zu geben, wodurch
ihre Anwendungsmöglichkeit beträchtlich vereinfacht und erweitert wird.
Beispiel 1. g0
100 Teile 1 · 4-Dimethyl-2-benzoesäure werden
mit 40 Teilen Quecksilberoxyd gut gemischt und so lange im ölbad auf 140 bis
150 ° erhitzt, bis sich eine Probe der Schmelze klar in Natronlauge löst. Man zieht die gepulverte
Schmelze dann mit Alkohol und Äther aus, löst sie in wenig überschüssiger Natronlauge und fällt aus dieser Lösung durch
Einleiten von Kohlensäure die komplexe Quecksilberverbindung in Form eines feinen weißen
Pulvers, das in organischen Solveritien unlöslich ist. In Alkalien löst sich die Verbindung
auf unter Bildung der entsprechenden in Wasser leicht löslichen Salze. Beim Erhitzen
mit Salzsäure wird die komplexe Verbindung in ihre Komponenten gespalten. Für sich erhitzt,
zersetzt sie sich, ohne zu schmelzen.
Komplexe Verbindungen mit gleichen Eigenschaften entstehen auch, wenn man an Stelle
der ι · 4-Dimethyl-2-benzoesäure die vier anderen Dimethylbenzoesäuren mit Quecksilberoxyd
ίο verschmilzt.
100 Teile Trimethylbenzoesäure mischt man wie oben mit 40 Teilen Quecksilberoxyd und
schmilzt bei 1500 im Ölbad zusammen, bis eine Probe mit Natronlauge kein Quecksilberoxyd
abscheidet. Die mit Alkohol und Äther gewaschene Schmelze löst man in verdünnter
Natronlauge und scheidet durch Einleiten von Kohlensäure die komplexe Verbindung ab, die
gleiche Eigenschaften zeigt, wie die unter 1 beschriebenen.
10 Teile Veratrumsäure (3 · 4-Dimethoxybenzoesäure) werden mit 4 Teilen Quecksilberoxyd
in der oben beschriebenen Weise verschmolzen und weiter behandelt. Die entstehende
Quecksilberverbindung zeigt das gleiche Verhalten wie die unter 1 und 2 beschriebenen.
100 Teile 3 · 5 - Dibrombenzoesäure werden mit 60 Teilen Quecksilberacetat gut gemischt
und bei 130 bis 140 ° im Ölbad erhitzt, bis sich eine Probe klar in Natronlauge löst. Die
gepulverte Schmelze wäscht man mit Äther, löst sie unter Vermeidung eines Überschusses
von Alkali in verdünnter Natronlauge und fällt durch Einleiten von Kohlensäure die
Quecksilberverbindung, die sich wie die vorher beschriebenen Substanzen verhält.
Zu derselben Verbindung gelangt man auch, wenn man 3*5- dibrombenzoesaures Quecksilber
(darstellbar durch Versetzen des Natronsalzes mit Quecksilberchlorid in wässeriger
Lösung) in der fünffachen Menge Paraffinöl auf 170 bis 180 ° erhitzt, bis sich eine Probe
klar in Natronlauge löst. Man entfernt das Paraffinöl durch Ausäthern und verfährt dann
weiter wie vorher.
Das Verfahren verläuft in analoger Weise bei Verwendung anderer als der genannten
Körper, wie z. B. 1 · 2 - Dimethyl - 5 - brom-4-benzoesäure.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Abänderung des durch das Hauptpatent 234914 geschützten Verfahrens zur Darstellung von im Kern durch Quecksilber substituierten Derivaten der Benzoesäure, darin bestehend, daß man anstatt der Alkyl- oder Halogenbenzoesäuren oder Alkylhalogenbenzoesäuren hier andere Derivate der Benzoesäure, mit Ausnahme der Oxybenzoesulfosäuren, benutzt, die zwei oder mehr gleiche oder verschiedene Substituenten im Kern enthalten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249332C true DE249332C (de) |
Family
ID=507963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249332D Active DE249332C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249332C (de) |
-
0
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