DE249331C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE249331C DE249331C DENDAT249331D DE249331DA DE249331C DE 249331 C DE249331 C DE 249331C DE NDAT249331 D DENDAT249331 D DE NDAT249331D DE 249331D A DE249331D A DE 249331DA DE 249331 C DE249331 C DE 249331C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- mash
- chloroform
- wort
- chlorinated lime
- alcohol
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- HEDRZPFGACZZDS-UHFFFAOYSA-N Chloroform Chemical compound ClC(Cl)Cl HEDRZPFGACZZDS-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 35
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 claims description 15
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 claims description 15
- 239000004571 lime Substances 0.000 claims description 15
- JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N lactic acid Chemical compound CC(O)C(O)=O JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 239000004310 lactic acid Substances 0.000 claims description 6
- 235000014655 lactic acid Nutrition 0.000 claims description 6
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 claims description 2
- 235000006085 Vigna mungo var mungo Nutrition 0.000 description 17
- 240000005616 Vigna mungo var. mungo Species 0.000 description 17
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 12
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 description 4
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 description 4
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 description 3
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 3
- ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N Calcium oxide Chemical compound [Ca]=O ODINCKMPIJJUCX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 2
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 238000010411 cooking Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000000047 product Substances 0.000 description 2
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 239000004278 EU approved seasoning Substances 0.000 description 1
- 230000001476 alcoholic effect Effects 0.000 description 1
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 239000000292 calcium oxide Substances 0.000 description 1
- 235000012255 calcium oxide Nutrition 0.000 description 1
- 238000010790 dilution Methods 0.000 description 1
- 239000012895 dilution Substances 0.000 description 1
- 235000011194 food seasoning agent Nutrition 0.000 description 1
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000005360 mashing Methods 0.000 description 1
- 239000008267 milk Substances 0.000 description 1
- 210000004080 milk Anatomy 0.000 description 1
- 235000013336 milk Nutrition 0.000 description 1
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 1
- 235000010755 mineral Nutrition 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 150000007524 organic acids Chemical class 0.000 description 1
- 235000005985 organic acids Nutrition 0.000 description 1
- 150000002894 organic compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000005416 organic matter Substances 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 238000007086 side reaction Methods 0.000 description 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 description 1
- -1 sulfuric acid Chemical class 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249331 KLASSE 12 o. GRUPPE
Dr. E. KOELITZ in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung von Chloroform.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Juni 1910 ab.
Die bisherige Darstellung von Chloroform in der Technik erfolgte derartig, daß man wässerige
Lösungen von Alkohol mittels Chlorkalk destillierte oder zunächst hochprozentigen Alkohol
mit Chlor sättigte und das so vorchlorierte Produkt mit einem Gemisch von Ätzkalk
und Chlorkalk destillierte. In jedem Falle wurde ein möglichst reiner Alkohol angewendet,
indem man die Einwirkung von
ίο Chlor auf andere organische Körper, der entstehenden
Nebenprodukte wegen, vermied. Es hat sich nun gezeigt, daß man Chloroform
in guter Ausbeute aus alkoholhaltigen Würzen oder Maischen durch Einwirkung von Chlorkalk
gewinnen kann. Es ist dies deshalb überraschend, weil der Alkohol der Würzen oder Maischen in ziemlich verdünntem Zustande
vorhanden ist, weshalb nicht zunächst zu erwarten war, daß die Reaktion trotz der
Verdünnung in vollständiger Weise zu Ende geführt werden kann. Weiter mußte gerade
die Maische oder Würze als Ausgangsmaterial für die Chloroformgewinnung ungeeignet erscheinen,
da in der Maische oder Würze zahlreiche organische Verbindungen vorhanden
sind, die nach ihrer Natur nicht vollständig aufgeklärt sind, von denen man aber annehmen
mußte, daß sie mit Chlor bzw. Chlorkalk in Reaktion treten und entweder die Bildung von Chloroform überhaupt verhindern
oder nur stark verunreinigtes Chloroform liefern würden. Man mußte daher damit rechnen,
daß eine Reinigung des Chloroforms schwierig sein würde, was den Prozeß zur Herstellung von Chloroform technisch undurchführbar
gemacht hätte, weil für die haupt
sächlich in Betracht kommenden Verwendungsarten des Chloroforms in erster Linie
reine Produkte notwendig sind. Es hat sich gezeigt, daß die in der Maische neben Alkohol
vorhandenen Stoffe teilweise die Ausbeute an Chloroform zu steigern vermögen und andererseits
schwieriger mit Chlorkalk reagieren als Alkohol, wodurch die Nebenreaktionen zurückgedrängt
werden.
Als Ausgangsmaterial zur Darstellung von Chloroform nach dem vorliegenden Verfahren
benutzt man vergorene Würze oder Maische, wie dieselbe für Brennereizwecke hergestellt
wird. Diese Würzen oder Maischen enthalten je nach der Herstellung Säuren, und zwar
entweder Mineralsäuren, wie Schwefelsäure oder organische Säuren, namentlich Milchsäure.
Die Ausführung des Verfahrens kann in folgender Weise geschehen: 3,4 1 gewöhnliche,
von der Hefe befreite Lufthefenwürze, die beispielsweise in 100 ecm 0,77 Tralles Alkohol
enthält, werden in einem verschließbaren, mit Dampfeinlaß- und -ableitungsrohr versehenen
Kochgefäß mit 1,5 kg Chlorkalk (mit 30 bis 32 Prozent wirksamen Chlors) vermischt. Man
leitet langsam Wasserdampf ein, wobei eine Destillation stattfindet. Im Anfange wird
gekühlt, die Destillation beginnt bei etwa 55 ° C. Wenn die Reaktion nachläßt, wird
erwärmt. Die Temperatur für die Bildung des Chloroforms liegt unterhalb der Temperatur,
bei welcher die sonst noch in der Maische oder Würze vorhandenen organischen Stoffe
angegriffen werden. Die abziehenden Dämpfe werden vorteilhaft in weitere Kochgefäße ge-
leitet, in denen gleichfalls Chlorkalkmilch vorhanden ist. Die Führung des Verfahrens geschieht
am besten nach dem Gegenstromprinzip, so daß die frische Maische mit bereits verwendetem Chlorkalk in Berührung kommt,
während die abziehenden Dämpfe mit frischer Chlorkalklösung in Berührung treten. Es werden
vorteilhaft mehrere Vorlagen mit Chlorkalk vorgelegt. Dieselben werden auch zunächst
gekühlt und dann erwärmt. Schließlich werden die abziehenden Dämpfe kondensiert.
Die Ausbeute betrug 17,5 ecm Chloroform vom
Siedepunkt 61,2 0C.
Wenn man aus der Maische erst den Alkohol
durch Destillation isoliert und diesen dann mit Chlorkalk behandelt, so erhält man aus
3,4 1 Maische 14 ecm Chloroform vom Siedepunkt 6i,2°C. Man erhält auf Alkohol bezogen
bei dem vorliegenden Verfahren 24,7 Prozent Chloroform, aus reinem Alkokol 20 Prozent
Chloroform. Die Mehrausbeute bei Verarbeitung von Maische an Stelle des reinen isolierten Alkohols dürfte auf die gleichzeitige
Anwesenheit der Milchsäure zurückzuführen sein.
An Stelle der Lufthefenwürze kann auch jede beliebige andere Würze oder Maische angewendet
werden.
Obgleich jede Maische, die Alkohol enthält, für das vorliegende Verfahren geeignet ist,
hat sich diejenige Maische, die Milchsäure enthält, als besonders geeignet erwiesen. Es beruht
dies darauf, daß Milchsäure mit Chlorkalk gleichfalls Chloroform bildet, und zwar
unter Bedingungen, bei denen die weiter in der Maische vorhandenen organischen Stoffe
nicht wesentlich angegriffen werden. Die Verarbeitung der Milchsäure enthaltenden
Maische geschieht in der gleichen Weise wie bei einer Milchsäure freien Maische.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Chloroform, dadurch gekennzeichnet, daß unabgebrannte
Maische oder Würze mit Chlorkalk in der Wärme behandelt wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Maische oder Würze eine Milchsäure enthaltende verwendet wird.
3. Die Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dämpfe aus der Behandlung der Würze oder Maische mit Chlorkalk über weitere Chlorkalklösungen
in der Wärme geleitet werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249331C true DE249331C (de) |
Family
ID=507962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249331D Active DE249331C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249331C (de) |
-
0
- DE DENDAT249331D patent/DE249331C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69518901T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Xylitol | |
| DE249331C (de) | ||
| DE1271115C2 (de) | Verfahren zum destillativen Reinigen von reduzierbaren, cyclischen, organischen Verbindungen | |
| DE1280862C2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Nitrocyclohexan | |
| DE2405283C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyd | |
| DE1150672B (de) | Verfahren zur halb- oder kontinuierlichen Herstellung von reiner, bestaendiger Sorbinsaeure durch Umsetzung von Keten mit Crotonaldehyd | |
| DE855553C (de) | Verfahren zur Herstellung von ª‡, ª‰-Dichloracrylsaeureestern | |
| DE965230C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Katalysatoren und Nebenprodukten aus den Mutterlaugen der Adipinsaeuregewinnung | |
| DE544778C (de) | Herstellung von Ketonen aus Estern | |
| DE298944C (de) | ||
| DE2123181C3 (de) | Borsäurerückgewinnung | |
| DE765732C (de) | Verfahren zur Gewinnung wasserloeslicher organischer Stoffe | |
| DE483454C (de) | Verfahren zur Darstellung konzentrierter Essigsaeure und anderer niederer Glieder der Fettsaeurereihe | |
| AT132410B (de) | Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln aus Kaffe, Kakao, Mate. | |
| DE104360C (de) | ||
| DE663997C (de) | Verfahren zur Herstellung von Furfurol, Essigsaeure und aliphatischen Aldehyden aus pentosenhaltigen Fluessigkeiten | |
| DE2249605A1 (de) | Verfahren zur rueckgewinnung von kobalt aus beim herstellungsverfahren von dimethylterephthalat anfallenden destillationsrueckstaenden | |
| DE1217947B (de) | Verfahren zur Herstellung von 2, 3-Dichlorbutadien-(1, 3) | |
| DE554783C (de) | Verfahren zur Aufarbeitung von Celluloseester-Rohloesungen | |
| DE619348C (de) | Verfahren zur Herstellung von reinem Diacetyl aus Holzessig oder anderen Diacetyl enthaltenden Gemischen | |
| DE886197C (de) | Verfahren zur Reinigung synthetischer Fettsaeuren | |
| DE1129939B (de) | Verfahren zur Herstellung von Glycerin und Glykolen durch Hydrierspaltung von Saccharose | |
| DE886198C (de) | Verfahren zur Herstellung und Abtrennung von Natronseifen aus aldehydhaltigen Kohlenwasserstoff-Gemischen | |
| AT206422B (de) | Verfahren zur Reinigung von mit Wasser nicht mischbaren, synthetischen Alkoholen | |
| DE861245C (de) | Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer, seifenbildender Fettsaeuren bzw. deren Salze |