DE249142C - Relais für ondulierende Ströme - Google Patents
Relais für ondulierende StrömeInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J21/00—Vacuum tubes
- H01J21/02—Tubes with a single discharge path
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- Other Investigation Or Analysis Of Materials By Electrical Means (AREA)
Description
UilUlZsSüiii
KAISERLICHES
, PATENTAMT.
^ PATENTSCHRIFT
- Λ! 249142 -KLASSE 2\g. GRUPPE
in WIEN. ...
Relais für undulierende Ströme.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Dezember 1910 ab".
Längste Dauer: 3. September 1925.
Die bisher bekannten Relais zur Verstärkung schwacher Wechselströme beruhten zuerst
auf dem von H e w i 11 und Taylor angegebenen
Prinzip, den Lichtbogen einer Quecksilberdampflampe magnetisch zu !beeinflussen.
Eine weitere Verbesserung wurde durch We i η t r a u b vorgeschlagen, welcher
π öer Quecksilberdampflampe eine zweite Aliöde anordnete; an diese wurde eine Spannung'
g'elegt, die zu gering war, um den Lichtbogen dauernd zu erhalten, während der Lichtbogen
zwischen der anderen Anode und der Kathode ständig bestehen blieb, die zu verstärkenden
Ströme wurden nun über diese Hilfsanode superponiert und auf diese Weise verstärkte Stromschwankungen erhalten.
Schon früher hatte v. Lieben eine auf
einem anderen Prinzip fußende Anordnung •vorgeschlagen. Er ließ in einem evakuierten
Gasentladungsrohr (Wehnelt-Röhre) ein Kathodenstrahlenbündel
durch die zu verstärkenden Ströme elektromagnetisch beeinflussen und konnte dadurch proportionale .Stromschwankungen
erzielen.
Eine weitere Methode wurde von d e F ο r e t vorgeschlagen, welcher in der Entladungsröhre
eine von der Gleichstromquelle durch einen Kondensator isolierte Hilfselektrode anordnete, die gitter- oder siebförmig
ausgebildet war. Die zu verstärkenden Ströme wurden dabei über die Kathode und die erwähnte
Elektrode geleitet; die diesen Strömen annähernd proportionale Ionisierung im Entladungsrohr
bewirkte entsprechende Stromschwankungen in den von der Anode zur Kathode gehenden Strömen.
Eine derartige Anordnung hat den offenbaren Nachteil, daß infolge der Ventilwirkung
der glühenden Kathode nur Halbwellen zwischen der Kathode und den anderen Elektroden
übergehen können, weshalb es unmöglich ist, Wechselströme gleicher Frequenz und Kurvenform wie die zu verstärkenden Ströme
zu entnehmen. Ferner können nur sehr schwache Ströme angewendet werden, da bei größerer Stromdichte sich ein lichtbogenartiger
Nebenschluß um die Hilfselektrode herum ausbildet, was jede Verstärkung unmöglich
macht.
Bei dem im Patent 236716 beschriebenen Relais wird durch die wechselnde Ionisierung
(z. B. mittels Kathodenstrahlen) des zwischen zwei Elektroden befindlichen Raumes der
Widerstand des an die Elektrode angeschlossenen Stromkreises derart beeinflußt, daß den
zu verstärkenden Wellenströmen proportionale Schwankungen hervorgerufen werden.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine weitere Ausgestaltung des vorerwähnten
Prinzips, bei dem statt indirekt ver-
Q. Auflage, ausgegeben am 13. Juli
mittels eines Ionisators der Widerstand im Hauptstromkreis direkt beeinflußt wird, und
zwar mittels einer Hilfselektrode, auf welche die zu verstärkenden Ströme einwirken.
Zu diesem Zwecke wird die Hilfselektrode, welche ebenfalls gitter- oder netzförmig ausgebildet ist, derart angeordnet, daß sie den Raum zwischen Kathode und Anode in der Entladungsröhre vollkommen trennt; ferner
Zu diesem Zwecke wird die Hilfselektrode, welche ebenfalls gitter- oder netzförmig ausgebildet ist, derart angeordnet, daß sie den Raum zwischen Kathode und Anode in der Entladungsröhre vollkommen trennt; ferner
ίο wird sie mit einer. Gleichstromquelle derart
verbunden, daß sie ein der jeweilig gewünschten Verstärkung entsprechendes, genau definiertes
Potential besitzt. Um dieses Potential entsprechend einstellen zu können, wird zweckmäßig
zwischen Elektrode und Stromquelle ein regelbarer Widerstand geschaltet.
Hierdurch wird vor allem der Zweck erreicht, daß die Ventilwirkung der glühenden
Kathode wegfällt, da der zu verstärkende Wechselstrom über einen konstanten Gleichstrom
superponiert wird, wodurch aus dem Wechselstrom ein Wellenstrom wird. Auch bewirkt das Vorhandensein des konstanten Potentials
der Elektrode, dessen Höhe zweckmäßig zwischen dem der Kathode und Anode
gewählt \vird, die Ausbildung eines künstlichen Kathbdendunkelraumes, also eines Verar-·
mungsbereiches an Ionen, um die Öffnungen der Hilfselektrode herum gegen· die Anode zu,
wodurch wieder der Widersland des Hauptstromkreises, der gerade beeinflußt werden soll,
bedeutend vergrößert wird. Diese Verlegung des größten Potentialgefälles in die Umgebung
und die Öffnungen der-Hilfselektrode sowie der Umstand, daß diese Gitterelektrode den
Querschnitt der Entladungsröhre ganz ausfüllt, gestatten die Anwendung' praktisch beliebig
starker Ströme, da hier eine Lichtbogenbildung außerhalb des Gitters unmöglich gemacht
ist und dieselbe durch Schaffung eines künstlichen Kathodendunkelraumes auch in
den Gitteröffnungen außerordentlich erschwert
wird.
Die Öffnungen bzw. Verengerungen bilden bekanntlich für die Gasentladung förmlich
einen Widerstand, der aber, wie die Erfinder gefunden haben, sehr stark verändert werden
kann, Avcnn zwischen Kathode und Scheidewand eine konstante (regelbare) Spannung angelegt
wird, und zwar zeigt es sich, daß schon bei sehr geringer Erhöhung bzw. Verminderung
der Spannungsdifferenz der Widerstand bzw. die Gegenspannung in der Entladungsröhre
kleiner bzw. größer wird.
Die zu verstärkenden Ströme beeinflussen nun den Widerstand der Hilfselektrode, wodurch
die zwischen Kathode und Anode übergehenden Ströme diesem Widerstand proportionale
Änderungen erfahren.
Die Zeichnung' zeigt einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes,
und zwar ist in Fig. [ ein Schnitt durch das Entladungsrohr, in Fig. 2 das Schaltungsschema des Relais dargestellt, während Fig. 2a
eine weitere Ausführungsfonn des Relais mit einer Hilfskathode zeigt; Fig. 3 stellt eine
weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dar, bei welcher eine andere Art
der Beeinflussung des Widerstandes der Hilfselektrode in Verwendung kommt. Fig. 3 a
zeigt die dazugehörige Kathode in abgewickeltem' Zustand.
In Fig. ι stellt R die Entladungsröhre, K
die Kathode dar, welch letztere zweckmäßig als glühende Metalloxyd- (Wehnelt-) Kathode
ausgebildet wird und die Form von glühenden, mit Metalloxyden überzogenen Metallbändern
besitzt, die auf einem Träger ähnlich der Konstruktion der Metallfadenlampen aufgewickelt
sind. Diese Konstruktion der Kathode hat den-Vorteil, daß die von den glühenden
Bändern (Fäden) ausgehenden ungleichmäßigverteilten Kathodenstrahlen nicht direkt
die Hilfselektrode treffen, wodurch die Stromdichte an der Hilfselektrode gleichmäßig
verteilt wird. H stellt die oben erwähnte Hilfselektrode dar, die den Raum zwischen der
Kathode K und der Anode A scheidet und als Gitter, perforiertes Blech oder als Vereinigung
beider ausgeführt ist.
Die Kathode K ist in Verbindung· mit einem Regulierwiderstand Rw (Fig. 2), welch
letzterer die Temperatur der glühenden Metallbänder reg'elt, an die Gleichstromquelle Q
angeschlossen. Die Anode A ist unter Zwischenschaltung der Primärwicklung P an den
positiven Pol der nämlichen Stromquelle geschaltet. An dem Regulierwiderstand Rw ist
Aveiter bei c unter Zwischenschaltung der Sekundärwicklung eines zweiten Transformators
die Hilfselektrode H angelegt. Wie aus 'ά&
Fig. 2 ersichtlich ist, wirkt der Mikrophonstromkreis B M durch die Primärwicklung P
induktiv auf den Gasstrom zwischen /C und /-/. Die Spannung, welche zwischen der Kathode
K und der Hilfselektrode H besteht, ist durch die Einstellung des Kontaktes c des
Regulierwiderstandes Rw gegeben. Dieses Anlegen einer regelbaren Spannung hat sich
durch Versuche als eine für die Empfindlichkeit des Relais äußerst wichtige Maßnahme
ergeben, weil eine prozentual starke Widerstandsänderung in der Gasentladungsröhre
erst bei einem ganz bestimmten Spannungswert einsetzt und dieser vom Gasdruck in
der Röhre, der Temperatur der Kathode usw. abhängt.
Durch Versuche wurde weiter festgestellt,
daß bei größeren Stromstärken, und zwar bei solchen, welche das Relais erst praktisch
brauchbar machen, die Hilfselektrode // den 'Röhrenquerschnitt, wie bereits erwähnt, voll-
Claims (5)
1. Relais für undulierende Ströme nach
Patent 236716, bei welchem die durch den Ionisator bewirkte Änderung der elektrischen
Leitfähigkeit mittels einer gitternder siebförmigen Hilfselektrode erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfselck-(rode, welche den Raum zwischen Kathode
und Anode vollständig scheidet, an eine konstante, jedoch einstellbare Spannung gelegt ist, so daß ein von dieser Spannungabhängiger
Verarmungsbercich an Ionen (Kathodendunkelraum) entsteht,
wobei die zu verstärkenden Ströme diesen
Vcrannungsbereicli beeinflussen, so daß
vermittels des dadurch hervorgerufenen wechselnden Widerstandes der zu verstärkende
Strom den Widerstandsänderungen proportionale Änderungen erfährt.
2. Ausführungsform des Relais nach Anspiuch i, dadurch gekennzeichnet, daß
der die zu verstärkenden Stroniwcllcn enthaltende Stromkreis an die Kathode (K)
und Hilfselektrode (H) angeschlossen ist.
3. Ausführungsform des Relais nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verarmungsbereich an der mit einer vergitterten Blendenöffnung versehenen Hilfselektrode durch ein elektrostatisch
oder elektromagnetisch abgelenktes konvergierendes Kathodenstrahlenbündel der Ablenkung entsprechend wechselnd beeinflußt
wird, welche Schwankungen des Verarmungsbereichs wechselnde Widerstände im Entladungskreis hervorrufen.
4. Ausführungsform des Relais nach
Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Entladungsröhre (R) eine
zweite von der ersten unabhängige glühende Metalloxydkathode (A"1) angeordnet
ist, welche zweckmäßig ebenso wie die Hilfselektrode (//) an eine eigene Stromquelle
(B) angeschlossen ist, wobei die zu verstärkenden Stromschwankungen auf den Stromkreis zwischen der Hilfskathode
der Hilfselektrode einwirken.
5. Ausführungsform des Relais nach Anspruch i, 2 und 4, bei welchem die Kathode
als glühende Metalloxydkathode (Wehnelt-Kathode) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die glühend gemachten Bänder (Fäden), welche die Kathode bilden, auf einem Träger, dessen Achse zweckmäßig·
senkrecht zur Ebene der Hilfselektrode liegt, nach Art der Metallfadenlampen aufgewickelt sind, zum Zwecke, das
direkte Auftreffen von Kathodenstrahlen auf die Hilfselektrode zu vermeiden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE236716 | 1910-09-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE249142C true DE249142C (de) | 1912-07-12 |
Family
ID=85979283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1910249142D Expired DE249142C (de) | 1910-09-04 | 1910-12-20 | Relais für ondulierende Ströme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249142C (de) |
-
1910
- 1910-12-20 DE DE1910249142D patent/DE249142C/de not_active Expired
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