DE248697C - - Google Patents

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DE248697C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C11/00Other nitrogenous fertilisers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVl 248697 KLASSE 16. GRUPPE
OTTO FRANK in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche* vom 12. April 1911 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels mit Hilfe des Stickstoffes der Luft, und besteht darin, daß der Luftstickstoff nach vorheriger Verbrennung des Sauerstoffes in ein aus Silicium und einem oder mehreren Erdkalkalien oder auch Erden bestehendes, bei der Reaktionstemperatur pulverförmig bleibendes, nicht schmelzendes Gemisch, dem ev. ein oder mehrere Metalle zugesetzt sein können, geleitet wird.
Es hat sich gezeigt, daß bei der Einwirkung von Stickstoff auf ein schmelzflüssiges Gemenge von Silicium und Eisen die Absorption des Stickstoffes nur in geringem Umfang erfolgt, daß dagegen beim Einwirken des Stickstoffes auf Gemenge von Silicium mit Erdalkalien oder Erden oder Erdalkalien bzw. Erden und Metallen, welches bei der Reaktionstemperatur pulverförmig bleibt, d. h. nicht schmilzt, eine weitgehende sehr energische Absorption eintritt. In Betracht kommende Gemenge sind z. B. Silicium und Kalk oder Silicium ί und Baryt, oder Silicium, Eisen und Kalk,1 oder Eisen, Magnesit, Silicium und Kalk, oder Silicium und Magnesit und ähnliche.
Beispiel I.
Man mischt 6 Gewichtsteile Kalk und 10 Gewichtsteile Silicium, erwärmt auf 700 ° und läßt, indem man die Temperatur gleichzeitig bis auf 1050 ° steigert, den Stickstoff einwirken.
Man
Teilen Eisen
Beispiel II.
mischt 3 Gewichtsteile Silicium mit
und 8 Teilen Kalk, erwärmt 40
45
ebenfalls zunächst wieder auf 700 ° und läßt dann, indem man die Temperatur auf 1000 ° steigert, den Stickstoff einwirken.
Man erhält die Nitride des Calciumsiliciums bzw. des Eisens und Siliciums, pulverförmige Materialien, welche nicht hygroskopisch sind, nicht stauben, keinerlei Giftwirkung auf Menschen und Pflanzen ausüben und den Stickstoff ganz allmählich an den Ackerboden abgeben, also alle Eigenschaften eines brauchbaren Düngemittels in sich vereinigen.
Das Verfahren wird zweckmäßig in einer Anlage ausgeführt, wie sie in der Zeichnung schematisch dargestellt ist, wobei
Fig. ι einen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Grundriß eines Teiles der Apparatur zeigt.
Die in einem Kessel α komprimierte atmosphärische Luft wird zunächst in einen luftdicht abgeschlossenen und mit dünnen Kupfer- , spiralen oder Kupferstücken ausgefüllten Apparat β geleitet, welcher auf 800 bis 900 ° C. erhitzt wird, so daß sich der Sauerstoff an Kupfer bindet. An den Apparat e schließt sich der Ofen k an, in welchem das Gemenge von Silicium mit den Basen der Einwirkung des aus e austretenden Stickstoffes unterworfen wird.
Der Luft wird auf ihrem Wege b von dem Kessel α zu dem Apparat β durch den Hahn c Wasserdampf zugeführt, um die Zersetzung in e zu erleichtern. In den Apparat e sind Wände f aus Kupfer so eingebaut, daß die Luft einen möglichst großen Weg zurücklegen muß, damit eine gründliche Befreiung von dem Sauerstoff stattfindet. Die Innenwandungen des Apparates e sind mit Kupferblech
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(S. Auflage, ausgegeben am iS. Dezember 1913.)
belegt und die Zwischenräume zwischen den Wänden f mit Rollen aus Kupferdrahtgeweben g oder Kupferstücken ausgefüllt. Der Apparat wird durch eine Feuerung auf die erforderliche Temperatur erhitzt; die Erhitzung der eingefüllten Kupferdrahtgewebe oder Kupferstücke kann aber auch auf elektrischem Wege erfolgen. Der Apparat e ist zweckmäßig doppelt angeordnet, so daß immer ein Apparat zwecks der üblichen Reduktion des sich bildenden Kupferoxydes durch Einleiten von Wassergas oder Methylalkohol bei d abgestellt werden kann.
Aus dem Apparat e führt die Leitung h i in den Ofen k, der zwecks dauernden Betriebes für kontinuierliche Beschickung und Abführung des Fabrikates eingerichtet sein kann.
Die in ihm sich entwickelnden Gase können durch geeignete Vorrichtungen aufgefangen und abgezogen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels mit Hilfe des Stickstoffes der Luft, dadurch gekennzeichnet, daß aus Luft durch Absorption des Sauerstoffes gewonnener Stickstoff über ein erhitztes, aus Silicium und einem oder mehreren Erdälkalien oder auch Erden bestehendes, eventuell noch ein oder mehrere Metalle enthaltendes Gemisch geleitet wird, welches bei der Reaktionstemperatur pulverförmig bleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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