DE248644C - - Google Patents

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DE248644C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/02Winding mechanical clocks electrically by electromagnets
    • G04C1/028Winding mechanical clocks electrically by electromagnets with linearly moving armature

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83 b. GRUPPE
Firma REINHOLD ZOLLER in BERLIN.
Elektrische Aufzugsvorrichtung für Uhren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. April 1911 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine elektrische Aufzugsvorrichtung für Uhren, bei der zur Herstellung der notwendigen Stromschließungen und -Unterbrechungen von dem bekannten Mittel Gebrauch gemacht wird, daß eine Kugel auf einer im voraus bestimmten Bahn hin und her rollt. Nach der Erfindung wird die Anordnung so getroffen, daß die Bahn, auf der die Kugel läuft, sich gleichsam
ίο unter dieser hinwegbewegt, indem die Kugel in der Lage ihres stabilen Gleichgewichts im Raum ruhend verharrt. Dadurch wird vermieden, daß das Gewicht der Kugel die Triebkraft beeinflußt. Gelangt dann die Kugel an das Ende ihrer Laufbahn, so wird, wie bei allen diesen Uhren, ein Stromschluß hergestellt, durch den eine elektrische Anzugsvorrichtung (Elektromagnete, Solenoide o. dgl.) erregt wird, die die Laufbahn der Kugel wieder auf ihre frühere Lage zurückbringt, worauf das Spiel von neuem beginnt. Die Kontaktfeder ist dabei so angeordnet, daß sie, wie an und für sich bekannt, bei Herstellung des Stromschlusses durchgebogen wird, um am Kontakt eine Reibung zu erzeugen. Diese Durchbiegung wird nach der Erfindung durch die Kugel selbst hervorgebracht.
In den beiliegenden Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 bis 3 eine Ausführungsform mit Solenoidkernen und Fig. 4 und 5 eine Ausführungsform mit gewöhnlichem Elektromagnet.
Auf der Achse 1 des Uhrwerkes 2 ist ein Hebel 3 angebracht, der an einer Seite mit dem regelbaren Triebgewicht 4 versehen ist, während auf der anderen Seite mittels einer Schnur 5 der Kern 6 einer Elektromagnetspule 7 angreift. Ist das Uhrwerk sich selbst überlassen, so sinkt das Gewicht 4 aus der in Fig. ι dargestellten Lage allmählich herab in die Lage der Fig. 2 und erteilt dadurch der Achse 1 des Uhrwerkes und damit diesem selbst einen Antrieb. Auf der Achse 1 ist ferner ein Arm 8 befestigt, der eine Rinne 9 trägt. In dieser läuft auf der Bahn 10 die Kugel 11.
In der Lage der Fig. 1 befindet sich die Kugel an dem einen geschlossenen Ende der Rinne, wo sie sich zweckmäßig gegen einen Anschlag 12 legt. Beginnt nun das Uhrwerk zu laufen, so verharrt die Kugel in der gezeichneten Schwerpunktlage, die Bahn 10 aber mit der Rinne schiebt sich langsam unter ihr hinweg, wobei die Kugel auf der Bahn 10 scheinbar nach vorwärts läuft, ohne aber durch ihr Gewicht die Triebkraft zu beeinflussen. In einem gegebenen Augenblick fällt sie dann mit ihrem unteren · Teil in eine Öffnung ι des Bodens der Rinne, die dadurch gebildet ist, daß die Laufbahn 10 ein kleines Stück vor dem linken Ende 14 der Rinne ihr Ende erreicht. Dabei stößt die Kugel gegen ein sehr schwaches, federndes Kontaktstück 15, das an dem Arm 8 befestigt ist und drückt dieses gegen eine Kontaktschraube 16, wodurch der Stromkreis einer Batterie 17 über die Wicklung der Spule 7 geschlossen wird, über die Leitungen 18, 19, Kontaktschraube 14, Kontaktfeder 15, Arm 8, Gestell des Uhr-Werkes 2, Leitung 20 und Leitung 21. Die Kugel selbst bildet, wie ausdrücklich zu be-
merken ist, keinen Teil des Stromkreises. Der Elektromagnet wird erregt und zieht den Solenoidkern 6 an, so daß er aus der Lage der Fig. 2 in diejenige der Fig. 1 kommt. S Dabei wird das Triebgewicht 4 wieder gehoben und das Uhrwerk somit aufgezogen, und zugleich gelangt die Rinne 9 wieder in die Lage der Fig. 1, worauf das Spiel von neuem beginnt.
Die Kontaktschraube 16 liegt tiefer als der Mittelpunkt der Kugel. Daher wird die Kontaktfeder 15 beim Andrücken gegen die Kontaktschraube gebogen, und so kommt an der Kontaktstelle eine Reibung zustande, was bekanntlich im Interesse eines befriedigenden Stromschlusses wichtig ist.
Die Ausführungsform der Fig. 4 und 5 unterscheidet sich von der beschriebenen im wesentlichen nur dadurch, daß an Stelle des SoIenoides ein gewöhnlicher Elektromagnet mit zwei Spulen 22 und einem Anker 23 verwendet ist, der in der üblichen Weise durch eine Feder 24 mit dem Rahmen 25 verbunden ist. Auf der Triebachse 1 des Uhrwerkes 2 sitzt hier das den Arm 8 vertretende Stück 26 mit der Rinne 9, die genau so wie in der erstbeschriebenen Ausführungsform ausgebildet ist. Auf dem Stück 26 ist das Triebgewicht 4 befestigt. Auf der Triebachse 1 sitzt ferner ein Stück 27, das mit einer Nase 28 ausgerüstet ist. Kommt die Uhr beim Ablaufen aus der Lage der Fig. 4 in diejenige der Fig. 5, so legt sich die Nase 28 unter einen Finger 29, der an dem Elektromagnetanker 23 befestigt ist, und hebt diesen und damit den Anker etwas in die Höhe. Sobald aber durch die Kugel 11 in der beschriebenen Weise der Stromschluß zwischen der Feder 15 und der Kontaktschraube 16 hergestellt ist und dadurch die Elektromagnetwicklung erregt und der Anker 23 angezogen wird, drückt der Finger 29 auf die Nase 28 und erteilt damit der Triebachse 1 eine Drehung, durch welche das Gewicht 4 wieder gehoben und die Uhr somit aufgezogen wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Aufzugsvorrichtung für Uhren mit rollender Kugel als Mittel für die Herstellung der Stromschließungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufbahn der Kugel nach einem um die Achse der Triebwelle geschlagenen Kreise gekrümmt ist, so daß beim Ablaufen des Triebwerkes die Laufbahn sich unter der ihre Stellung im Räume bewahrenden Kugel hinwegschiebt, ohne die Triebkraft zu beeinflussen.
2. Elektrische Aufzugsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugel unmittelbar vor Berührung mit der den Stromkreis schließenden Feder in eine kleine Vertiefung der Laufbahn fällt, wodurch zur Erzielung einer Reibung am Kontakt die Durchbiegung der Stromschlußfeder hervorgebracht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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