DE248585C - - Google Patents

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K16/00Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies
    • C07K16/18Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans
    • C07K16/28Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants
    • C07K16/30Immunoglobulins [IG], e.g. monoclonal or polyclonal antibodies against material from animals or humans against receptors, cell surface antigens or cell surface determinants from tumour cells

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  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
£ 248585-KLASSE 30//. GRUPPE
KALLE &CO. AKT-GES. in BIEBRICH a. Rh. Verfahren zur Gewinnung von Immunstoffen. Zusatz zum Patent 238162 vom 25. März 1908.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1910 ab. Längste Dauer: 24. März 1923.
In dem Patent 238162 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Immunstoffen beschrieben, das darin besteht, daß man die Blutzellen immunisierter Organismen auf chemischem, physiologischem oder mechanischem Wege aufschließt.
Man verfährt beispielsweise derart, daß man das Blut von mit den Krankheitserregern, z. B. Tuberkelbazillenkulturen, behandelten Tieren in verdünnte, mit Spuren von Formalin und Milchsäure oder einer anderen Säure versetzte Kochsalzlösung bringt. Das Immunblut wird hierdurch nach einiger Zeit völlig aufgeschlossen, was am Eintritt der Durchsichtigkeit und der Annahme der dunkleren Lackfarbe erkennbar ist.
Es ist nun gefunden worden, daß man nach diesem Verfahren auch Krebsimmunstoffe gewinnen kann, und daß die Haupt-Produzenten und Akkumulatoren von Antitoxinen und Lysinen bei Krebs ebenfalls, wie bei Tuberkulose, die Zellen sind und nicht das Blutserum.
Die Krebserreger waren bisher unbekannt; die Gewinnung von Krebsvaccinen ist erstmals in der Patentschrift 248173 beschrieben worden. Um Krebsimmunstoffe aus Blut zu gewinnen, werden Tiere, zweckmäßig Kaninchen, zunächst in der im Hauptpatent beschriebenen Weise mit Krebserregern be-35
handelt. Die Krebserreger werden nach dem in der Patentschrift 248173 beschriebenen Verfahren gewonnen und den Tieren in Form einer Emulsion injiziert, sei es allein oder in Gegenwart spezifischer Stoffe. Die Tiere erkranken nur lokal und überstehen die Krank*- heit.
Die Aufschließung und Lösung des von derart behandelten Tieren entnommenen Immunblutes geschieht durch mit organischen Säuren, z. B. 0,1 bis 0,5 Prozent Milchsäure, angesäuerte und eventuell mit gleichen Formalinmengen versetzte Carbolkochsalzlösung. In diesem Zustande ist das Carcinomimmunblut in 1000, 10 000 und stärkeren Verdünnungen therapeutisch anwendbar.
Der Immungehalt (Präcitipine und Lysine) läßt sich bis zu billionenfachen Blutverdiinnungen nachweisen.
Auf die beschriebene Weise aufgeschlossenes Carcinomimmunblut ist in 100 fächer Verdünnung eine dunkelrotbräunliche und in verhältnismäßig dünner Schicht durchsichtig gelblichbräunliche Flüssigkeit. In 100 fächer Verdünnung tritt ganz schwach gelblichbräunliche Opaleszenz auf, und in 1.0 000 fächer Verdünnung erscheint die Flüssigkeit ganz schwach opalisierend. Die weiteren Verdünnungen zeichnen sich durch Wasserklarheit aus. Die Haltbarkeit der Verdünnungen ist makroskopisch
*) Frühere Zusatzpatente: 246482 und 247108.
Unbegrenzt, wenn der Säurezusatz reguliert und jeweils auf die richtige Höhe von 0,4 bis 0,5 Promille eingestellt wird.

Claims (1)

  1. Pat en T- Anspruch:
    Weitere Ausbildung des Verfahrens des Patents 238162 zur Darstellung von Immunstofien, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Gewinnung von Krebsimmunstoffen das Blut von mit Krebskulturemulsion vorbehandelten Tieren durch saure Formalinlösungen aufgeschlossen wird, worauf das Produkt eventuell auf etwa 1: 10 000 bis ι: 100 000 verdünnt und durch Zusatz von Carbolkochsalz konserviert wird.
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