DE24780C - Neuerungen an Apparaten zur Herstellung von Lettern - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zur Herstellung von Lettern

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DE24780C
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DE
Germany
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letters
mold
die
adjustable
letter
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Application number
DENDAT24780D
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English (en)
Original Assignee
J. M. HEPBURN und die BAUER'sche GIESSEREI in Frankfurt a. M
Publication of DE24780C publication Critical patent/DE24780C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B5/00Devices for making type or lines
    • B41B5/04Casting devices
    • B41B5/06Casting devices mechanically operated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE IB: Druckerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1883 ab.
Die Neuerungen beziehen sich auf eine Maschine zur Herstellung von Lettern, welche Maschine aus zwei Theilen besteht: dem einen Theil, dem Schmelztiegel mit Pumpe, durch welchen die Lettern gegossen werden, und dem anderen Theil, durch' welchen die gegossenen Lettern fertig gemacht werden. Beide Theile, die Giefsmaschine sowie die Letternbearbeitungsmaschine, können jede einzeln für sich oder getrennt benutzt werden.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι die obere Ansicht der Maschine;
Fig. 2 dieselbe von vorn gesehen, theilweise im Schnitt;
Fig. 3 eine Seitenansicht von der Form, Matrize, Matrizen träger, sowie der zur Bewegung der Matrize dienenden Mechanismen;
Fig. 4 zeigt die Abschneidevorrichtung für den schwalbenschwanzförmigen Angufs der Lettern in der hinteren Ansicht;
Fig. 5 einen Schnitt durch diese Vorrichtung nach der Linie 1-1;
Fig. 6 ist eine perspectivische Ansicht der die Schlittenbewegung sowie den Schlufskeil der Form bewirkenden Theile;
Fig. 7 ein Verticalschnitt durch den Schmelztiegel.
Die Form, in welche die Pumpe des Schmelztiegels das flüssige Metall einspritzt, wird gebildet durch den Deckel oder oberen Backen A und den unteren Backen Ax, welche vermittelst der Schrauben α an das Gestell W der Maschine angeschraubt sind. Vermittelst der Schrauben a' a1 und E läfst sich die Stellung der Backen reguliren.
Zwischen beiden Backen, die von Gufsstahl und an den einander zugekehrten inneren Flächen gehärtet sind, ist der Schieber B eingepafst, wie in Fig. 1, 2 und 3 zu sehen. Die vordere Fläche des Schiebers bildet den hinteren Abschlufs der Form, und durch dieselbe wird auch zugleich bei der Bewegung des Schiebers die Letter aus der Form gestofsen.
Die horizontal hin- und hergehende Bewegung des Schiebers wird durch den hin- und herschwingenden gabelförmigen Hebel N, Fig. 2 und 6, welcher vermittelst der Feder h gespannt und durch Excenterscheiben von einer vorgelegten Welle aus bewegt wird, bewirkt. Zu diesem Zweck ist in einem Schenkel der Gabel die Rolle «' eingeschraubt, wie Fig. 6 zeigt. Zur Regulirung der Schieberbewegung dient die Schraube E. Diese ist in einen Block el eingeschraubt und durch die Stellschraube in demselben festgehalten. Der Block el ist drehbar auf dem Gestell W angebracht, so dafs derselbe mit der Schraube E auf die Seite gedreht und die Scheibe behufs Reinigung oder Reparatur herausgenommen werden kann.
Die Schieberbewegung, durch welche der erste Vorschub der frisch gegossenen Letter bewerkstelligt wird, ist eine horizontal hin- und hergehende, während das vordere Verschlufsstück P der Form eine vertical auf- und abgehende Bewegung macht. Letzteres Stück ist an seinem oberen Ende abgeschrägt, wie Fig. 2 und 6 zeigen, und wird durch den Keil F fest
gegen die Form geprefst. Dieser Keil ist mit einem Stiel versehen, welcher in eine Nabe des Gestelles V beweglich eingepafst ist. In dieser Nabe ist die Spiralfeder/1 angeordnet, durch deren Spannung der Stiel mit dem Keil F gegen das Verschlufsstück P gedrückt wird. Die Bewegung des Keiles F wird durch eine Hülse F1, die in die Nabe eingeschraubt und um welche die Spiralfeder gelegt ist, begrenzt. Durch Aus- und Einschrauben dieser Hülse kann die Vorwärtsbewegung des Keiles regulirt werden, während durch Aus- und Einschrauben der durch die Hülse F' hindurchgehenden Schraube/ die Bewegung des Keiles nach der Form hin regulirt wird.
Die obere Fläche des Verschlufsstückes P, ebenso wie diejenige des Keiles F ist sowohl in verticaler als auch in horizontaler Richtung abgeschrägt, wie Fig. 6 zeigt, wodurch ein dichter Abschlufs der hinteren Fläche des oberen Endes des Stückes P mit der Rückwand C der Form unmittelbar neben der Einspritzöffnung der Pumpe C bewirkt wird.
Die der Einspritzöffhung gegenüber befindliche Abschliefsung der Form geschieht durch die Matrize L. Dieselbe ist in den Matrizenhalter K von Stahl eingesetzt und wird in demselben vermittelst der Stellschraube ζ festgehalten. Durch die in den oberen Theil des Matrizenhalters eingeschraubte Schraube k wird die Verticalstellung der Matrize regulirt. Der Matrizenhalter ist mit einem seitlichen Zapfen versehen, welcher durch den an dem Stück / befindlichen Ansatz i hindurchgeht und von der Feder i' (s. Fig. ι und 2) nach dem Bügel M geprefst wird. Dieser Bügel ist in das Verschlufsstück P eingelassen und kann durch die Schraube m verstellt werden. Hierdurch läfst sich also die Matrize seitlich verstellen, indem der Bügel M den Anschlag für die Matrize bilden mufs.
Damit die Matrize sich fest gegen die Backen A A1 anlegt, ist der Halter K auf beiden Seiten seines Zapfens durch die Schrauben U U1 nach der Form hin geprefst, von denen die obere durch das Stück / hindurchgeht. Dieses Stück ist mit einem Zapfen in den hin- und herschwingenden, aufrecht stehenden Hebel I1 eingelassen. Durch diese Montirung kann die Matrize mit dem Halter und Stück / sehr leicht und bequem von dem Hebel /' abgenommen werden, um eine neue Matrize einzusetzen. Beim Anschlagen der Matrize an die Form wird das Stück / mit Matrizenhalter und Matrize etwas gehoben, indem die Schraube ζ auf die am Gestell W befestigte Feder Z gleitet und durch genannte Feder in dieser Stellung gehalten wird, wobei die obere Schraube k an einen am oberen Backen befestigten Winkel anschlägt und die genaue Einstellung der Matrize vor der Form bewirkt wird.
Die schwingende Bewegung des Hebels I1 um eine in dem Ansatz /" der Tischplatte gelagerte Drehachse wird durch eine seitlich an dem Hebel O angebrachte schräge Gleitbahn Q bewirkt, indem diese Gleitbahn gegen eine an der Schraube T befindliche Rolle anschlägt. Durch die Druckschraube t, Fig. 2 und 3, wird die Schraube T an dem Hebel I1 befestigt. Durch die Spannung der Feder Ji wird der Hebel 71 wieder in seine in Fig. 3 dargestellte Stellung gezogen und die Matrize vor die Form gelegt. Der Hebel O sitzt mit dem gabelförmigen Hebel JV auf derselben Achse, wie Fig. 6 zeigt; in den Ansatz O' des Hebels O ist eine Schraube O" eingeschraubt, welche eine Gleitrolle trägt, die von einer auf der vorgelegten Welle sitzenden Excenterscheibe getrieben wird, wie in Fig. 2.
Am anderen Ende ist der Hebel O mit dem Verschlufsstück P verbunden und auf seiner oberen Kante eine Feder Q1 befestigt, welche den Hebel O und mit ihm das Verschlufsstück P nach oben zieht.
Sobald der Schieber B die Letter aus der Form stöfst, mufs sich das Verschlufsstück P nach abwärts bewegen, um die Letter durchzulassen, ebenso wie sich die Matrize L von der Form abhebt.
Der schwalbenschwanzförmige Angufs der Letter gelangt zwischen die Stahlplatten E (s. Fig. 4 und 5), welche sich fest gegen die schrägen Seiten des Angusses anlegen, und bei seiner weiteren Fortschiebung vor die Schneide des durch die beiden Schrauben d an dem Gestell V befestigten Messers D, dessen Stellung durch die Schraube d' regulirt werden kann. Nachdem der Angufs abgetrennt ist, gelangen die Lettern unter die federnde Platte 5 und S1 auf einem Schienenweg nach vorwärts, wobei sie auf ihrer schmalen Seite aufliegen. Ueber einen schräg liegenden Quadranten S" der Letternbahn werden die Lettern um 900 gedreht und um die Länge einer Letter nach vorn auf eine zweite Schienenbahn gebracht, wo sie mit ihrer breiten Seite aufliegen. Hier werden dieselben von dem Schieber G zwischen die Schneiden der Schaber k1 und fi* gedrückt, wie Fig. 2 zeigt, wodurch der an den breiten Seiten vorstehende Grat von der Letter getrennt wird.
Die Lettern gelangen in einen zweiten Quadrant, wo sie, um 900 gedreht, in eine dritte Bahn fallen. Hier werden sie durch den Schieber G1 gegen die Schneiden zweier den Schabern h' und Ä2 ähnlich geformter Schaber h% und Λ4 vorgeschoben. Diese Schaber trennen den Grat von der schmalen Seite der Lettern, so dafs dieselben nun auf den vier langen Flächen bearbeitet und fertig gemacht sind.
Die Schaber A1 A* A3 und A4 sind so geformt, dafs sie federn, und werden durch Stahlschrauben gegen die Lettern geprefst.
Die Bewegung der Schieber G und G1 wird von der den Hebel O bewegenden, auf einer vorgelegten Welle sitzenden Excenterscheibe durch die Rolle yl bewirkt, welche die Hin- und Herbewegung des vermittelst der Feder y an das Gestell W angehängten Rahmens Y verursacht. In diesem Rahmen sind die genannten Schieber festgeschraubt, wie Fig. 2 zeigt. In Fig. 7 ist die Construction des Schmelztiegels mit der Pumpe dargestellt, welche das flüssige Metall durch den schräg liegenden Kanal X X in die Form spritzt. Die Pumpe liegt an einer hinteren Stelle des Schmelztiegels; im Innern des hohlen Kolbens ist an dem Querzapfen ß1 die Ventilstange aufgehängt, deren unteres Ende ein den Kolben unten verschliefsendes Ventil trägt.
Der Zapfen ß1 befindet sich höher wie die Oberfläche des geschmolzenen Metalls im Tiegel. Unter dem Deckel des Schmelztiegels befindet sich ein Kanals, welcher in den Schornsteine1 führt und durch welchen die Verbrennungsproducte ihren Weg nehmen. Hierdurch wird die den Verbrennungsproducten innewohnende Heizkraft besser ausgenutzt, indem dieselben den oberen Rand des Tiegels warm halten, auf welchen das Letternmetall aufgelegt wird und allmälig hineinfliefst.

Claims (1)

  1. Patent-An sp rüche:
    An der durch Fig. 1 bis 7 dargestellten Letterngiefs- und Zurichtmaschine:
    i. Die Lage der das flüssige Metall aufnehmenden Form in Verbindung mit dem hin- und zurückgehenden Schieber B, durch welchen die Lettern aus der Form gestofsen werden.
    Die durch Fig. 1 und 5 dargestellten, schräg ausgeschnittenen und verstellbaren Stahlplatten E E, zwischen welchen die Lettern nach dem die Angüsse abtrennenden Messer D geführt werden.
    Der das hintere Verschlufsstück P gegen die Form pressende Keil F mit doppelt abgeschrägter Fläche und Feder fl, sowie Schraube f an seinem hinteren Ende.
    Der Quadrant S" mit seinen schräg abwärts führenden Seiten, durch welchen die Lettern um einen rechten Winkel gedreht und um die Länge einer Letter verschoben werden.
    Die selbstthätig verstellbaren Platten. S S\ zwischen welchen die Lettern sich fortschieben.
    Die verstellbare, in den Matrizenhalter K eingespannte, um den Zapfen i des auf einem Verticalzapfen ruhenden Stückes I, drehbare Matrize L in Verbindung mit dem schwingenden Hebel P, wie in Fig. 3, wodurch die Matrize in ihre Stellung gegen die Form justirt werden kann.
    Die federnden und durch Druckschrauben verstellbaren Schneidmesser oder Schaber A1 A2 hs A1 von der in Fig. 2 dargestellten Gestalt, durch welche die Lettern auf vier Seiten abgerichtet werden.
    Die durch Fig. 7 dargestellte Construction des Schmelztiegels C mit dem die Verbrennungsproducte und Gase nach dem Schornstein führenden Kanal χ χ.
    Die im Innern des Pumpenkolbens aufgehängte Ventilstange β mit konischem Ventil am unteren Ende.
    Die allgemeine Anordnung und Construction der zum Giefsen, Zurichten und Fertigmachen der Lettern dienenden, in Fig. 1 bis 7 dargestellten Theile.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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