DE247015C - - Google Patents

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DE247015C
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pendulum
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation
    • B61L19/14Interlocking devices having electrical operation with electrical locks
    • B61L19/16Details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Switches Operated By Changes In Physical Conditions (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

Sitten «cEgempfot
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247015 KLASSE 201 GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT.-GES. in BERLIN. Sicherheitseinrichtung an Sperren.
Zusatz zum Patent 194005 vom 14. April 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1910 ab. Längste Dauer: 13. April 1922.
Durch das Hauptpatent ist ein Hemmwerk für Stellhebel geschützt, das eine Freigabe des Stellhebels durch Stöße auf die Freigabeeinrichtung verhindert. Eine Freigabe des Hebels kann nur erfolgen, wenn das Auslöseorgan langsam und ohne Stoß bewegt wird. Wenn aber die Bauart der Sperre schon bei ordnungsgemäßer Bedienung eine große Geschwindigkeit gewisser Teile bedingt, kann ein Hemmwerk nach dem Hauptpatent auch die gewöhnliche Auslösebewegung des Sperrgliedes hindern und dadurch den Betrieb stören oder sogar ganz unmöglich machen. Es sei z. B. der freizugebende Hebel der Rechen eines Blockäpparates, dessen Sperrglied aus einem Anker mit Zähnen besteht und der durch einen Elektromagneten freigegeben wird. Dieser Anker muß in einer Sekunde über 20 Bewegungen ausführen. Der Einbau eines Sperrpendeis nach dem Hauptpatent, das bei Stoßen auf die Blockstange, auf den Kasten usw. infolge seiner Massenwirkung in der Sperrlage bleiben, bei ordentlichem Betriebe aber 20 mal in der Sekunde dem Anker ausweichen soll, wäre mit bedeutenden Schwierigkeiten verbunden.
Um aber dennoch die durch Stöße usw. veranlaß te Bewegung des Sperrgliedes (Ankers) zu verhindern, wird erfindungsgemäß ein Sperrpendel an dem Sperrglied selbst gelagert und so gebaut, daß es gerade durch die Kräfte (Stöße), die dessen unerwünschte Bewegung veranlassen, eine Hemmung der Bewegung des Sperrgliedes verursacht. Die Hemmung kann beispielsweise durch eine in den Weg des Sperrgliedes geschobene Sperre oder durch Bremsung der Bewegung des Sperrgliedes erzielt werden. Die Stöße, die das Sperrglied treffen, müssen sich unbedingt auch dem an ihm befestigten Pendel mitteilen und dieses in Bewegung setzen. Sind Sperrglied und Pendel unabhängig gelagert, so ist das bei Stoßen aller Richtungen nicht so unbedingt der Fall. Auch läßt sich bei der neuen Anordnung leicht erreichen, daß sich das Sperrpendel mit großer Schnelligkeit in seine Sperrlage bewegt, während das Sperrglied (der Anker) träger nachfolgt. Zu diesem Zwecke erhält das Sperrglied eine große, das Sperrpendel eine kleine Masse, oder ihre Pendellängen werden verschieden groß gemacht.
Die Erfindung ist in den Fig. 1 bis 4 in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt.
In Fig. ι deutet A das Gehäuse eines Blockapparates oder eines sonstigen Sperrmagneten c an. An dem um einen festen Punkt α schwingenden Anker b ist ein Sperrpendel g befestigt, das sich um den festen Punkt i am Anker drehen kann. Im Ruhezustand liegt es an einem Anschlag f an, während der Anker b das Gehäuse im Punkte e berührt. Man könnte übrigens das Pendel auch an einem mit A starr verbundenen Stützpunkt anliegen lassen.
Unter gewöhnlichen Betriebsverhältnissen bleibt das Pendel ruhig liegen. Wird aber das Gehäuse durch heftige Stöße, beispielsweise in der Richtung P, in Schwingungen versetzt, so werden diese Schwingungen durch Fortpflanzung über den Berührungspunkt e dem Anker b mitgeteilt und könnten dadurch allmählich eine Auslösung (Freigabe des Blockfeldes) herbeiführen.
ίο Die Schwingungen des Gehäuses werden aber über den Anker auch dem Sperrpendel g mitgeteilt, das infolgedessen von seinem Auflagepunkt f wegfliegt und mit seinem Sperrzahn h an das Gehäuse anstößt. Auf diese Weise wird jeder Stoß unschädlich gemacht.
Zur Erhöhung der Wirksamkeit ist hier der Abstand des Stützpunktes f des Sperrpendels von seinem Drehpunkt i geringer gemacht als der Abstand a-e der entsprechenden Punkte des Auslöseankers. Das Pendel erhält infolgedessen durch Stöße eine größere Winkelgeschwindigkeit als der Anker, führt also schneller und sicherer die Sperrung herbei.
In Fig. 2 übt das Pendel g durch den Arm h auf Gehäuse A einen heftigen Stoß aus, wobei der Druck auf die nötigenfalls rauh gehaltene Berührungsfläche zwischen h und A so groß wird, daß die Reibung allein genügt, um die Auslösebewegung des Ankers zu verhindern.
Da schon im Ruhezustande h an A lose anliegen kann, so ist diese Ausführungsform ein Beispiel dafür, daß die durch den Stoß in dem Pendel geweckten Kräfte sich nicht immer in Bewegung umzusetzen brauchen, sondern sich auch nur durch Verstärkung eines Druckes äußern können.
Fig. 3 und 4 zeigen in Ansicht und im Querschnitt die Anordnung eines Pendels, das nicht nur Stöße, sondern auch übermäßige magnetische Zugkräfte unwirksam machen soll. Das Pendel ist wie in Fig.' 1 auf dem Anker b gelagert und in f gegen b abgestützt. Es besteht aus Eisen und ist wie der Anker den magnetischen Kraftlinien ausgesetzt (Fig. 4).
Die relative Lage von Pendel und Anker ist noch durch eine Feder I besonders gesichert, die so bemessen ist, daß sie das von dem gewöhnlichen Betriebsstrom auf das Pendel ausgeübte Drehmoment ohne Änderung der relativen Lage auf den Anker überträgt. Bei stärkerer Erregung des Magneten übersteigt jedoch das magnetische Drehmoment das von der Feder entgegengesetzt ausgeübte, und infolgedessen eilt das entsprechend leichtere Pendel dem Anker vor und sperrt ihn, bevor er einen zur Auslösung hinreichenden Weg zurückgelegt hat.
Gegen Stöße verhält sich das in Fig. 3 dargestellte Pendel ähnlich wie das der Fig. 1. Die verzögernde Wirkung der Feder I kann durch entsprechende Bemessung des Abstandes f-i ausgeglichen werden.
Das Pendel nach Fig. 3 hat insbesondere den Zweck, Auslösungen durch stärkere Fremdströme (Leitungsberührung) zu verhindern.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Sicherheitseinrichtung an Sperren nach Patent 194005, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sperrpendel (h) an dem Sperrgliede (b) selber gelagert ist und unter der Einwirkung der Kräfte (Stöße usw.), die eine betriebswidrige Auslösebewegung des Sperrgliedes herbeiführen könnten, die Auslösebewegung hemmt..
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrpendel eine Bremswirkung auf das Sperrglied ausübt.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Lage und Anordnung der Stützpunkte des Sperrpendels und des Sperrgliedes die durch sie übertragenen Stöße dem Sperrpendel eine größere Winkelgeschwindigkeit erteilen als dem Sperrglied.
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Ausbildung des Pendels als Magnetanker.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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