DE2449C - Maschine zur Herstellung von Wagenrädern - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Wagenrädern

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DE2449C
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DE
Germany
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DENDAT2449D
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English (en)
Original Assignee
J. O. vogel und F. E. schlegel, in Firma: vogel & schlegel, Maschinenbauer und Mechaniker, in Dresden
Publication of DE2449C publication Critical patent/DE2449C/de
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27H—BENDING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COOPERAGE; MAKING WHEELS FROM WOOD OR SIMILAR MATERIAL
    • B27H7/00—Manufacture of wood-rimmed wheels, e.g. cart wheels, steering wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

1878.
Klasse 38.
JULIUS OSKAR VOGEL und FRIEDR. ERNST SCHLEGEL in Firma: VOGEL & SCHLEGEL in DRESDEN.
Maschine zur Herstellung von Wagenrädern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1878 ab.
Vorliegende Hülfsmaschine zur Herstellung der Wagenräder für das Stellmacher-Kleingewerbe sowohl als auch für den Fabrikbetrieb dient zum Drehen, Bohren, Fräsen, Stemmen und Sägen. Zweck derselben ist, die Arbeiten bedeutend schneller, sauberer und billiger herzustellen, als dies die Handarbeit ermöglicht. Sie ist so eingerichtet, dafs jeder Arbeitsmann, sei er gelernter Stellmacher oder nicht, mit derselben arbeiten kann.
Die Maschine als gewöhnliche Holzdrehbank (Blatt I) eingerichtet zum Abdrehen der Naben, wie solches vermittelst Vorlage und Handstahl geschieht. Wange und Füfse bestehen aus Gufseisen, nur der Tritt, ein über dem Drehpunkt des Trittes angebrachtes Trittbrett, sowie ein an die Wange anstofsender Arbeitstisch sind von Holz.
Vorgenanntes Trittbrett ruht auf Verlängerungen beider Füfse und dient bei Verstärkung der Arbeitsleistungen der Maschine einem zweiten Manne oder Lehrburschen als Stand behufs Zulangung der zu bearbeitenden Theile.
Der Arbeitstisch ruht wie die Wange auf der oberen Fläche der Füfse und schliefst direct an die Wange an.
Die Wange hat an der vorderen Seite einen Kropf, unter demselben bietet sich Raum für ein gröfseres Schwungrad mit starkem Kranz, welches neben der Schnurscheibe (mit 4 verschieden grofsen Stufen) auf der Kniewelle be-. festigt ist.
Links vor sich hat der hinter der Bank stehende Arbeiter den. Spindelstock mit Spindel, in welcher der Dreizahn vermittelst Konus befestigt ist. Darauf eine Schnurscheibe für vier verschiedene Durchmesser, im Verhältnifs zur unteren gleich ι zu 1 '/2 bis 1 zu 5. Rechts vor sich hat er den Reitstock und zwischen beiden die verstellbare Vorlage mit ebenfalls darin verstellbarer Auflage als Stützpunkt der Drehstähle.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit ist vermittelst der ungleich grofsen Schnurscheiben bei einer Trittbewegung von 100 Touren pro 1 Minute von 500 auf 150 Touren herabzusetzen.
Bohren und Stemmen. Der Dreizahn ist aus der Spindel entfernt und auf ein auswendig auf derselben befindliches Gewinde ein gufseiserner Bohrkopf (Blatt III Fig. 1) aufgeschraubt. In dem Bohrkopfe befindet sich ein Schlitz, der von einer darauf geschraubten Scheibe verdeckt wird. In diesem Räume sind zwei Stahlbacken an den der Mitte zugekehrten Seiten stumpfwinklig eingefeilt; dieselben können durch zwei in dem äufseren Umfassungsrande angebrachte Schrauben gleichmäfsig nach der. Mitte geschoben werden und dienen zum Centriren der an der Maschine verwendeten aufsergewöhnlichen Bohrer. Die direct zum Radbau verwendeten Bohrer sind sogenannte amerikanische Schneckenbohrer und entsprechen am hinteren Ende in ihrer Stärke als Konus genau dem Dreizahn.
Die Spindel selbst kann während ihrer Drehungen vermittelst eines auf dem hinteren Ende befindlichen Führungstheiles mit Zahnstange in ihren Lagern 165 mm vor- und zurückbewegt werden. Dieser Führungsseil sitzt auf einem Ansatz des hinteren Endes der Spindel und wird von der anderen Seite vermittelst Scheibe und Mutter jedoch so gehalten, dafs sich die Spindel leicht darin bewegt. Rechts und links der Spindel sind am hinteren Ende des Spindelstockes zwei runde Führungsstangen, die an ihren hinteren Enden ein Steg verbindet, in dessen Mitte eine gehärtete Stahlschraube eingeschraubt ist, an welche die Spindel beim Abdrehen der Nabe anläuft.. Auf genannten Führungsstangen schiebt sich nun der vorn genannte Theil mit Zahnstange mit. Auf den Führungsstangen sitzen an den Enden um dieselben gewundene Federn, um ein starkes Anschlagen von beiden Seiten zu verhindern.
In die Spindel ist eine Nuth der Länge nach eingehobelt, die sich an einer in die Sqhnurscheibe eingesetzten Keilfeder führt.
Unter der am Führungsstück sitzenden Zahnstange ist ein Winkel ebenfalls am Hintertheil des Spindelstockes und zu gleicher Zeit mit an der Wange befestigt. Auf diesem Winkel sitzt, an eine Welle befestigt, zwischen zwei auf demselben befestigten Lagern gehalten, ein Segment, welches in die an der Spindel befindliche Zahnstange greift. Die Welle mit Segment wird durch einen am äufseren Ende befestigten Hebel bewegt und dadurch die Spindel und mit
ihr der Bohrer während ihrer Drehungen um ihre Axe vor- und zurückgeschoben.
Die Nabe ist in einen Support (Blatt II Fig. i) gespannt, der am Untertheile einen kreisrunden Ansatz hat, welcher genau zwischen die Wange pafst. Der Ansatz mufs rund sein, um den Support auf Sturz stellen zu können, d. h. die flachen Löcher müssen etwas spitzwinklig zur Mittellinie der Nabe stehen. Um diese Stellungen genau bewerkstelligen zu können, ist hinten auf der dem Bohrer entgegengesetzten Seite ein Zeiger (Blatt II Fig. ic) angebracht, der auf einer Scala anzeigt, wieviel man den Support aufser Winkel stellt. Auf diesem Untertheile sitzt zwischen Prisma das Obertheil und kann auf demselben vermittelst Spindel hin und her bewegt werden.
Durch die eine Seite geht der Dreizahn, genau der Gröfse des zum Abdrehen verwendeten entsprechend. Am Ende des hinten bolzenartigen Dreizahns wird auf einem Vierkant eine Theilscheibe (Blatt II Fig. 3) vermittelst Mutter festgehalten. In derselben sind in vier verschiedene Kreisschläge 10, 12, 14 und 16 Löcher eingebohrt, und dadurch wird ein Eintheilen der Nabe erspart. Zum Festhalten des Dreizahns mit Theilscheibe dient ein an einem Scharnier sich bewegender verstellbarer Federapparat, der vermittelst Konus in die Löcher der Scheibe eingreift.
Von der ■ anderen Seite wird die Nabe vermittelst einer Scheibe mit fünf Stahlspitzen gehalten (Blatt II Fig. 1), die auf einer Spindel mit flachem Gewinde sich dreht. Die Spindel wird vermittelst Handrad zwischen dem Support an den Dreizahn heran- oder zurückbewegt, jedoch vermittelst Keilnuth am Drehen gehindert, damit man eine kurze sowie eine lange Nabe einspannen kann.
Auf diese Weise gehalten, werden der Zahl der Speichen entsprechend 10, 12, 14 oder 16 runde Löcher in die Nabe gebohrt. Ist dies geschehen, so wird der in der Spindel befindliche Bohrer durch ein Stemmeisen ersetzt, das hinten ebenfalls rund und genau so stark ist wie derselbe und auf dieselbe Weise wie der Bohrer gehalten wird.
Damit nun die Spindel sich nicht mehr in ihren Lagern drehen, sondern nur vor- und zurückschieben kann, ist an der hinteren Seite des Spindelstockes eine Platte (Blatt I Fig. 4) von Stahl angebracht, die sich an drei Schraubenstiften in flachen Löchern auf und nieder bewegt. In ihrer Mitte ist ein grofses flaches Loch mit zwei eingesetzten Keilnasen, die genau übereinanderstehen und in die in die Spindel einhobelte Nuth passen.
Am unteren Ende der Platte fafst eine Feder in einen der drei daran angebrachten Schlitze. In dem mittelsten dreht sich die Welle, jedoch in dem oberen und unteren fafst auch allemal die Platte mit den in ihr befindlichen Keilnasen entweder von oben oder von unten in die Spindel, und dadurch wird ein Drehen verhindert. Sobald dies geschehen ist, kann sie blos in ihren Lagern vor- und zurückgeschoben werden. Auf diese Weise wird das Stemmeisen vor- und zurückbewegt und der Support vermittelst der Kurbel quer über die Wange bewegt. Erst werden sämmtliche in der Nabe befindlichen Löcher nach einer Seite lang gestemmt, dann die Spindel mit dem Stemmeisen entgegengesetzt gedreht und die andere Seite ausgestemmt.
Einen wesentlichen Vortheil bieten die dazu verwendeten Stemmeisen (Blatt III Fig. 5). Dieselben sind dreitheilig nnd geben auf diese Art drei schmale Spänne, die durch den am Stemmeisen befindlichen Widerhaken sofort mit aus dem Loch gebracht werden, infolge dessen die Stemmeisen leichter arbeiten.
Anzapfen der Speichen vermittelst zweier an einem auf der Spindel angeschraubten Dorn befestigten Kreissägen (Blatt III Fig. 6), deren gegenseitiger Abstand durch eingelegte Ringe, der Zapfenstärke entsprechend, gestellt wird.
Zur Auflage der Speichen dient zu gleicher Zeit der Bohrtisch (Blatt III Fig. 3), der in der Vorlage mit den Säulen gegen die Sägeblätter befestigt ist. Als Anschlag für die Stärke der anzuzapfenden Speiche wird ein Winkel vermittelst Stellschraube auf den Bohrtisch festgeschraubt. Als Anschlag für die Länge der anzuschlitzenden Zapfen dient ein vierkantiger ι ο mm starker Winkel, welcher unter dem Bohrtische durch eine Stellschraube festgehalten wird und zwischen die Sägenblätter zu stehen kommt.
Das Anplatten bezw. Wegschneiden der bei-. den Randstücke geschieht durch eine Säge über einem besonderen Sägetisch (Blatt IV Fig. 2), der auf das Scharnierstück des Radbockhalters gesteckt wird. Auf demselben ist ein verstellbarer Winkel, damit die Speichen dem Sturze des Rades entsprechend angeplattet werden können.
Ein grofser Vortheil ist es, dafs dieser Sägetisch durch die darunter befindliche Spindel des Radbockhalters genau eingestellt werden kann und dadurch ein zu tiefes Einschneiden verhindert wird.
Das Anfräs en der Speichenzapfen geschieht zur Aufnahme des Felgenkranzes vermittelst eines einfachen unverstellbaren Fräsers (Blatt III Fig. 4), dessen Lochweite der Stärke des Bohrers in der Weise entspricht, dafs der Zapfen straff in das Bohrloch pafst. Der Fräser ist von Gufseisen, und in demselben steht unter einem Winkel von 60 ° ein Messer, welches durch eine Schraube festgehalten wird und durch die Deckplatte eine genaue Haltung bekommt. Die entstehenden Spänne gehen erst durch den inneren Raum des Fräsers hindurch und durch das hintere Loch, während später durch das andere Loch die Spänne abgehen, sobald der Zapfen die innere Oeffnung verdeckt. Einen grofsen Vortheil bietet das Messer des Fräsers, indem dasselbe wie ein Hobeleisen angeschliffen werden kann.

Claims (1)

  1. Während des Präsens wird der Radbock an der Nabe durch den Radbockhalter (Blatt IV Fig. i) festgehalten, indem die Nabe zwischen drei Knaggen gespannt wird, welche, in einem Kreuz geführt, sich durch eine Schneckenscheibe gleichmäfsig von und nach der Mitte bewegen lassen. Kreuz- uad Schneckenscheibe sind auf einem Bolzen so befestigt, dafs sich dieselben noch leicht darauf drehen können, damit nach dem Festspannen der Nabe sich der Radbock um seine Axe drehen läfst.
    Das untere Ende des Bolzens verbindet sich durch ein Scharnier mit der Spindel, die durch ein Handrad hoch und tief gestellt werden kann, doch sich nicht drehen läfst. Die Spindel geht demzufolge durch einen Gufstheil, in den die Nabe des Handrades eingesenkt ist und mittelst einer zweitheiligen Platte, die in eine Riefe der Nabe eingreift, festgehalten wird, jedoch so, dafs sie sich dreht. Der Gufstheil wird mittelst Schraube auf der Wange befestigt.
    An dem anzufräsenden Ende wird die Speiche durch den Speichenhalter (Blatt III Fig. 2) festgehalten. Derselbe steckt mit seinem bolzenartigen Untertheile in der Vorlage, welche mit ihrem Fufse unter den erhöhten Spindelstock geschoben ist, weil sonst dieser Fufs ein nahes Zasammenrücken beider Apparate verhindern würde und kleine Radböcke dann nicht eingespannt werden könnten.
    Festgehalten wird die Speiche durch zwei Knaggen, die vermittelst Handrad und Spindel mit Rechts- und Links-Gewinde gleichmäfsig nach und von der Mitte bewegt werden und auf diese Weise die Speichen jeder Dimension genau centriren.
    Das Bohren der Felgen geschieht auf obengenanntem Bohrtisch (Blatt III Fig. 3) in der Weise, dafs der auf demselben gezeichnete Winkel entfernt ist, die Felge gegen die Säulen angelegt und vermittelst der Schraube mit Handrad festgehalten wird. Zu diesem Zwecke ist die Schraube unten mit einer beweglichen Scheibe verbunden. Durch das Anlegen an beide Säulen wird der Bohrwinkel bestimmt. Gehalten wird der Bohrtisch wie Auflage. und Speichenhälter in der Vorlage.
    Aufser diesen beim Radbau vorzunehmenden Arbeiten lassen sich auch noch viele andere beim Wagenbau vorkommenden Gestemme und Zapfen auf der Maschine anfertigen.
    Patent-Anspruch: Die durch Zeichnung und Beschreibung dargestellte gesammte Anordnung der Maschine.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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