DE244648C - - Google Patents
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- DE244648C DE244648C DENDAT244648D DE244648DA DE244648C DE 244648 C DE244648 C DE 244648C DE NDAT244648 D DENDAT244648 D DE NDAT244648D DE 244648D A DE244648D A DE 244648DA DE 244648 C DE244648 C DE 244648C
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B21/00—Track superstructure adapted for tramways in paved streets
- E01B21/02—Special supporting means; Draining of rails
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Architecture (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Road Paving Structures (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 244648 KLASSE 19«. GRUPPE
AUGUST MEYER in BERLIN.
Straßenbahnoberbau. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20.Oktober 1910 ab.
Die häufigen und schnellen Zerstörungen des Straßenbahnoberbaues und der ihn einschließenden
Pflasterarten aus Beton, Holz, Stein u. dgl. sind im wesentlichen darauf zurückzuführen,
daß die Schienen nur mittels dünner Zwischenlagen von Zement, Asphalt, Holz u. dgl. unmittelbar auf den Unterbeton
der Straßen oder auf Betonschwellen gelagert, seitlich durch Beton odes Stein eingeschlossen
ίο werden, daher auch erfahrungsgemäß nicht
wirksam entwässert werden können und beim Befahren starke Geräusche verursachen. Die
wenig widerstandsfähigen dünnen Zwischenlagen werden durch das Hämmern der Fahrzeuge
bald zerstört und die Schienenlage wird gelockert, wobei das alsdann eindringende
Wasser diese Übelstände derart verschlimmert, daß in kurzer Zeit auch die Straßendecklage,
Asphalt, Holz u. dgl. beschädigt wird und ausgewechselt werden muß. Weitere Nachteile
dieser üblichen Oberbaulagerung liegen darin, daß beim Auswechseln von Schienen der Beton aufgehauen und durch neuen ersetzt
werden muß, der bis zu seiner ausrei-
»5 chenden Erhärtung längere Zeit erfordert Und
hierdurch dem Betriebe hinderlich wird.
Diese Nachteile werden durch die vorliegende neue Lagerung des Oberbaues in einem
durchlaufenden Längsschlitz des Unterbaues der Straßendeckschicht und getrennt davon
durch seitliche Abschlußbohlen vermieden.
In der beiliegenden Zeichnung ist die Fig. 1 eine Aufsicht auf den Oberbau ohne Schiene
und seitliche Abschlußbohlen, die Fig. 2 ein Schnitt nach A-B, die Fig. 3 ein Schnitt nach
C-D und die Fig. 4 ein Schnitt nach E-F der Fig. i. Die Fig. 5 veranschaulicht eine Aufsicht
auf den Oberbau mit seitlichen Abschlußbohlen, die Fig. 6 einen Schnitt nach G-H
und die Fig. 7 einen Schnitt nach J-K der
Fig. 5·
In einem durchlaufenden, bis zur Unterbettung reichenden Schlitz α (Fig. 1, 2 und 3)
in dem Unterbau der Straßendeckschicht befinden sich in geringen Abständen Betoneinzelschwellen
b, die auf ein Mörtelbett gelagert und so geformt sind, daß sie mit ihren
keilförmigen Längsseiten in den verstärkten Seitenbeton (Fig. 2) der Straße eingreifen,
nach allen Richtungen in· ihrer Lage unbeweglich und dauernd gesichert sind und eine
ausreichende Verspannung des Straßenbetons herstellen. Außerdem erhalten die Einzelschwellen
Vorsprünge c (Fig. 1 und 4), auf welche sich senkrechte, hakenblattförmig ausgeschnittene
Bohlen d (Fig. 5 und 6) auflagern, die einen elastischen Abschluß der Wände des Schlitzes a
bilden, indem sie sich einerseits an den Schienenfuß, anderseits mittels Bitumenfuge e
(Fig. 5 und 7) und Abschlußleisten h (Fig. 7) an die Wände des Schlitzes anlegen.
Die Einzelschwellen haben ferner je zwei Aussparungen, worin Hartholz-Sattelstücke f, f
(Fig. ι bis 4 und 6) mit Keilen g (Fig. 1, 2
und 3) unverrückbar eingetrieben und in ihrer Lage außerdem durch die Bohlen d gesichert
werden. Auf den Sattelstücken werden die Schienen mit Schwellenschrauben und die Abschlußbohlen
d mit Holzschrauben befestigt.
Die zwischen den Einzelschwellen im Schlitze befindlichen, bis auf den Untergrund der Straßenbefestigung
reichenden Hohlräume i (Fig. 1
3, 4. 6 und 7) ermöglichen eine unmittelbare Schienenentwässerung.
Die Einzelschwellen gestatten die Verwendung schwebender Stöße und eine kräftige
Unterstützung der Schienenenden durch Fußsättel, die auf den Schwellenstiicken aufgelagert
werden, so daß ein stoßloses Befahren gewährleistet wird.
Die neue Anordnung beseitigt nicht nur die oben bezeichneten Nachteile der jetzt üblichen
durchgehenden Lagerung der Schienen, sondern hat auch noch folgende Vorteile:
i. leichte, schnelle und geräuschlose Auswechselung aller Oberbauteile,
2. die die Straßenbefestigung durchquerenden Spurstangen des Straßenbahnoberbaues können fortfallen, weil einerseits die Einzelschwellen und Sattelstücke unverrückbar gelagert sind, anderseits die Schienen selbst mit dem Hartholz durch Schwellenschrauben derart ao fest verbunden werden, daß eine für die Spurweite merkliche Verschiebung der Schienen ausgeschlossen erscheint.
2. die die Straßenbefestigung durchquerenden Spurstangen des Straßenbahnoberbaues können fortfallen, weil einerseits die Einzelschwellen und Sattelstücke unverrückbar gelagert sind, anderseits die Schienen selbst mit dem Hartholz durch Schwellenschrauben derart ao fest verbunden werden, daß eine für die Spurweite merkliche Verschiebung der Schienen ausgeschlossen erscheint.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: .Straßenbahnoberbau, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen getrennt vom Straßenunterbau in einem durchlaufenden, bis zur Unterbettung reichenden, seitlich durch Abschlußbohlen (d) begrenzten Schlitz (a) im Unterbau der Straßendeckschicht auf Einzelschwellen (b) aus Beton o. dgl. mit Sattelhölzern -(f) für die Schienen gelagert sind. ' ■-Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE244648C true DE244648C (de) |
Family
ID=503669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT244648D Active DE244648C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE244648C (de) |
-
0
- DE DENDAT244648D patent/DE244648C/de active Active
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