DE24358C - Verfahren und Apparat zum Einbinden von Büchern - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Einbinden von Büchern

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DE24358C
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F. W. schwarz in Offenbach a./M
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Buchbinderei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1883 ab.
Die Erfindung besteht darin, Bücher, Brochüren u. s. w. mittelst Bänder aus beliebigem Stoff, ohne dafs die einzelnen Bogen, wie seither, mit Zwirn oder Draht geheftet werden, einzubinden.
Die Einzelbogen des einzubindenden Buches werden je nach der Dicke desselben in Lagen von 2 bis 5 cm Stärke mittelst eines dünnen Meifsels, etwa 2]/2 mm vom Rücken der Bogen entfernt, durchgeschlagen, und zwar so viel mal, als es zur Festigkeit des Einbandes erforderlich erscheint. Durch die so gebildeten Einschnitte in einer jeden Papierlage werden mit einer Nadel Bänder durchzogen, welchen oben und unten eine entsprechende Länge gegeben wird, um hieran die Deckel des Buches zu befestigen. Nach dem Durchziehen der Bänder wird der Rücken des Buches geleimt und dasselbe, je nach dem vorzunehmenden Einband, wie üblich behandelt.
Zur Herstellung von Einbänden nach diesem Verfahren dient der dargestellte Apparat.
In der Rinne α der Grundplatte A wird die die horizontale Deckelplatte C tragende Platte b in senkrechter Richtung eingesteckt und hierauf die Papierlage mit dem Rücken an die Platte b angelegt, worauf man die auf der Platte b verschiebbare Deckelplatte C niederdrückt. Alsdann wird der in dem Führungsstück c geführte Meifsel d durch die Papierlage durchgeschlagen, wodurch dieselbe einen Einschnitt erhält, welcher etwa 2 Y2 mm vom Rande entfernt ist. Man bringt hierauf den zweiten, dritten etc. Einschnitt an, indem man die Platte b in der Rinne α weiterschiebt. Die Deckelplatte C ist noch mit einem zweiten schmäleren Führungsstück e mit entsprechend schmalem Meifsel / versehen, um kleinere Bücher zu binden, und wird in diesem Falle die Platte b in den Einschnitt g der Deckelplatte eingesteckt. Das Durchziehen der Bänder erfolgt mittelst der in Fig. 8 dargestellten Nadel.
Mit Hülfe der Papierschneidemaschine kann das Durchschlagen der Papierlagen bezw. die Herstellung der Einschnitte in denselben noch rascher mittelst des in Fig. 5 in Seitenansicht, sowie in Fig. 6 und 7 in Ansicht von oben und unten dargestellten Meifselapparates geschehen. Derselbe besteht aus einem schmalen Rahmen D, welcher mit einer Auskehlung h und einem Einschnitt oder einer Rinne i versehen ist, und kann an jeder Papierschneidemaschine an dem hinteren, niedergehenden Balken mittelst zweier durch die Löcher k k gehenden Schrauben angebracht werden. Die Meifsel EE, deren Köpfe m in der Auskehlung h gleiten, werden je nach der Gröfse der Bücher in entsprechender Anzahl und Entfernung eingestellt und durch Anschrauben des Rahmens D festgehalten. Auf diese Weise werden beim Herunterlassen des Balkens der Beschneidemaschine sämmtliche Einschnitte in der Papierlage auf einmal hergestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Das beschriebene Verfahren, um Bücher jeder Art, Brochüren etc. in der Weise einzubinden, dafs die Einzelbogen je nach der
    Dicke des Buches in Lagen von 2 bis 5 cm Stärke mittelst eines dünnen Meifsels, 2 Y2 mm vom Rücken der Bogen entfernt, so viel mal durchgeschlagen werden, als es zur Festigkeit des Einbandes nöthig erscheint, worauf durch die in der Papierlage gebildeten Einschnitte Bänder von beliebigem Stoff durchgezogen und an deren oben und unten entsprechend langen Enden die Deckel des Buches befestigt werden.
    Der Apparat zur Herstellung solcher Einbände, bestehend aus der Grundplatte A, Platte b und Deckelplatte C mit Führungsstücken c und e zur Aufnahme der Meifsel. Der an der Papierschneidemaschine an dem hinteren, niedergehenden Balken anzubringende Meifselapparat, bestehend aus dem Rahmen D und Meifseln EE, wodurch sämmtliche Einschnitte in der Papierlage auf einmal hergestellt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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