DE243531C - Vorrichtung zum kreuzweisen verschnüren von paketen o. dgl. sowie zum verknüpfen und abschneiden der verschnürung - Google Patents

Vorrichtung zum kreuzweisen verschnüren von paketen o. dgl. sowie zum verknüpfen und abschneiden der verschnürung

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DE243531C
DE243531C DE1910243531D DE243531DA DE243531C DE 243531 C DE243531 C DE 243531C DE 1910243531 D DE1910243531 D DE 1910243531D DE 243531D A DE243531D A DE 243531DA DE 243531 C DE243531 C DE 243531C
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Hermann Wagner
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B13/00Bundling articles
    • B65B13/02Applying and securing binding material around articles or groups of articles, e.g. using strings, wires, strips, bands or tapes
    • B65B13/04Applying and securing binding material around articles or groups of articles, e.g. using strings, wires, strips, bands or tapes with means for guiding the binding material around the articles prior to severing from supply
    • B65B13/10Carriers travelling completely around the articles while holding the free end of material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81c. GRUPPE
HERMANN WAGNER in ANKLAM.
und Abschneiden der Verschnürung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. August 1910 ab.
Es ist bekannt, Pakete mit Hilfe von Maschinen einfach zu umschnüren, indem ein drehbarer, bügeiförmiger Fadenführer einen Faden um das in der Mitte freiliegende Paket. herumschlingt, jedoch nur in einer Richtung. Ferner, gibt es Maschinen, welche Pakete kreuzweise umschnüren. Dabei wird von zwei gegenüberliegenden Seiten aus je ein Faden zugeführt; von den vier Enden der
ίο beiden Fäden werden je zwei z. B. durch Plomben miteinander verbunden. Die kreuzweise Umschnürung erfolgt dadurch, daß das Paket in eine Vertiefung der Tischplatte hineingelegt wird, so daß der vorher in die Vertiefung eingelegte Faden das Paket dadurch auf drei Seiten umschlingt. Darauf wird jeder Faden durch ausschwingende Fadenführer über dem Paket ein Stück nach der Mitte zu bewegt und das Paket um 2700 gedreht, damit die Fäden sich kreuzen können. Die zweite Fadenumschlingung erfolgt durch Aufwärtsbewegung des Bodens der Tischplattenvertiefung, wodurch das Paket oben an ein elastisches Widerlager herangedrückt und zusammengepreßt wird. Nunmehr wird das zweite Paar der Fadenenden unter dem jetzt entsprechend freiliegenden Paket verbunden. Infolgedessen erfolgt die Fadenumschlingung einmal um das ungepreßte und das zweite Mal um das gepreßte Paket herum. Briefbündel o. dgl., welche durch Zusammenpressen weniger Raum einnehmen, können demnach mit dieser bekannten Maschine nicht verschnürt werden. Die Einlegung des Paketes in die Tischvertiefung bedingt zudem eine bestimmte Form und Größe der Pakete.
Durch die Erfindung werden die Nachteile beseitigt. Man kann mit Hilfe der neuen Verschnürvorrichtung Pakete, insbesondere Brief bündel ο. dgl., beliebiger Form und Größe gleichmäßig fest zusammenschnüren; denn die Zusammenpressung erfolgt gemäß der Erfindung vor Beginn der Verschnürung. Die kreuzweise Verschnürung geschieht mit nur einem Faden, wodurch nur eine Endenverknüpfung erforderlich wird. Auch wird nur eine Vierteldrehung des Bündels benötigt, so daß der ganze Verschnürvorgang bedeutend Zeit erspart.
In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar in
Fig. ι eine solche Verschnürvorrichtung in Vorderansicht, in
Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht, in
Fig. 3 und 4 einzelne Betriebsscheiben in Seitenansicht, in
Fig. S der Schnurführer in Draufsicht, in
Fig. 6 die Schnurtrommel im Schnitt, in
Fig. 7 die Schnurrolle in Vorderansicht, in Fig. 8 der Knüpfer in Vorderansicht mit abgenommener Gehäusewand, in
Fig. 9 der Knüpfer mit Gehäuse in Vorderansicht, in
Fig. 10 derselbe in Seitenansicht, in Fig. 11 derselbe in Unteransicht, in
Fig. 12 der Fadenabreißer in Unteransicht und in
Fig. 13 die Antriebsscheibe für den Knüpf er in Seitenansicht.
Fig. 14 zeigt die Stellung der eigentlichen aus einem Knüpfer und einem Greifer bestehenden Knüpf vorrichtung nach vollendeter kreuzweiser Verschnürung vor Beginn der Verknotung; gemäß
, Fig. 15 hat der Knüpfer sich etwas rechts herumgedreht, wodurch sich die Doppelschnur weiter um den Knüpfer herumgedreht hat; gemäß
Fig. 16 öffnet sich das Maul des Knüpfers, damit letzterer den Doppelfaden erfassen kann, wobei gleichzeitig durch eine kleine Rechtsdrehung auch des Greifers der Faden in diesen hineingeleitet wird. In
Fig. 17 haben sich der Knüpfer und Greifer so weit weiter gedreht, daß der Doppelfaden vor das Messer geführt ist. Die .in
Fig. 18 gezeichnete Stellung des Knüpfers und Greifers entspricht der in Fig. 14 dargestellten Stellung; Knüpfer und Greifer haben sich also einmal herumgedreht; jetzt aber ist von dem Abreißer das fertig geschnürte und verknüpfte Paket fortgeschleudert worden, und das Ende der Schnur wird vom Greifer in der ausgezogenen' Lage festgehalten. Nach einer Linksdrehung des Schnürarmes nimmt die Schnur die punktierte Stellung ein.
Fig. 19 ist ein Querschnitt durch die Lagerung des Knüpfers oberhalb des Greifers, und Fig. 20 ist eine Raumansicht des Greifers allein mit seiner Lagerung. · .
In dem Tischgestell 1 lagert die Antriebwelle 2, auf welcher die teilweise gezahnten Scheiben 3, 4 und 5 festgekeilt sind, so daß sie sich mit der Welle 2 zugleich drehen. Die Scheibe 3 trägt seitlich vorstehende Zähne 6, welche in ein Zahnrad 7 derart eingreifen, daß letzteres die Welle 8 in Drehung versetzt. Diese Drehung überträgt sich durch die Kegelräder 9 auf die oben vierkantige Welle
10, auf welcher die innen vierkantige Hülse 11 auf und nieder verschiebbar ist. Die Drehung der Hülse wird durch die Kegelräder 12 auf die Welle 13 übertragen, welche die Zahnscheibe 14 trägt. Der Lagerbock 15 ist auf der Tragstange 16 befestigt, welche in senkrechter Richtung verschiebbar eingerichtet ist. An dem Lagerbock ist vorn ein U-förmiger Lagerbügel 18 angebracht; in welchem ein senkrecht stehender langer Trieb 17 drehbar ist; in den Trieb greift die Zahnscheibe 14 ein. Vorn in dem Bügel 18 lagert außerdem verschiebbar eine Stange 19, welche von der Feder 20 elastisch nach unten gedrückt wird. Diese Stange hält die Knüpfvorrichtung fest, die von dem Trieb 17 aus mit Hilfe des Zahnrades 21 bewegt wird.
Das auf der Antriebwelle 2 gelagerte Antriebrad 3 ist außerdem in seiner Stirnfläche mit Zahnungen 22 versehen, die in das unten im Gestell 1 gelagerte kleine Zahnrad 23 eingreifen, so daß dieses zeitweise in Bewegung versetzt wird; es nimmt das große Zahnrad 24 mit und dieses wiederum das kleine Zahnrad 25, so daß die an letzterem befestigte Kurbel 26 die Kurbelstange 2^ antreibt. Auf diese Weise wird die Stange 16 und damit die Bewegungsvorrichtung für den Knüpfer dann und wann auf und nieder bewegt.
Das auf der Antriebwelle 2 neben dem Rad 3 gelagerte Antriebrad 4 trägt in seiner Stirnfläche die Zahnungen 28, welche in das kleine Zahnrad 29 eingreifen. Dadurch bewegt sich das große Zahnrad 30, welches mit demjenigen 29 auf derselben Achse liegt. Das Rad 30 treibt das kleine 31 an, und dadurch bewegt sich die Kurbel 32 mit der Kurbelstange 33. Die letztere verschiebt die Stange 34 in senkrechter Richtung; mit der Stange 34 ist die vierkantige, mit ihrer oberen Stirnfläche als Pakethalter dienende Stange 35 durch die Kupplung 36 drehbar verbunden. Die Stange 35 kann also nicht nur eine Auf- und Niederbewegung ausführen, sondern auch gleichzeitig um ihre senkrechte Achse sich drehen. Diese Drehung wird veranlaßt durch die seitlich vorstehenden Zähne 37 des Rades 4, welche in das Zahnrad 38 eingreifen, so daß dadurch die senkrechte Achse 39 und deren Zahnrad 40 gedreht werden (Fig. 1). Das Zahnrad 40 greift in dasjenige 41 ein, welches auf der Hülse 42 fest aufgekeilt ist. Diese Hülse ist außen rund und innen vierkantig, und da die senkrechte Stütze 35 auch vierkantig ist, so wird sie mit der Hülse 42 zugleich mitgedreht.
Das drittens auf der Antriebwelle 2 festgekeilte Rad 5 enthält die ringförmige Nut 43, deren Seitenwandungen innen die Zahnungen 44 und außen diejenigen 45 tragen. Zwischen beiden lagert das Zahnrad 46 derart, daß es manchmal von den Zahnungen 44, manchmal, jedoch im entgegengesetzten Sinne, von den Zahnungen 45 angetrieben wird. Das Zahnrad 46 lagert in dem Bock 47, welcher oben zugleich den Fadenführer 50 trägt. Mit Hilfe der Kettenräder 48 und der Kette 49 wird die Bewegung des Zahnrades 46 auf den als Fadenführer dienenden senkrecht abgebogenen Arm 50 übertragen, so daß dieser zeitweise rechts- und zeitweise linksherum mit seiner Welle 51 ausschwingt. Die letztere trägt auch die Schnurtrommel 52 (Fig. 6), welche auf die lose gelagerte Hülse 53 aufgesteckt ist. In der Hülse 53 lagert ebenfalls lose auf der Welle 51 der Schleifring 54, welcher mit dem einen Ende der Spannfeder 55 in Verbindung steht, während das andere Federende an der
Welle 51 befestigt ist. Auf diese Weise vermag die Schnurtrommel 52 sowohl eine Eigenbewegung auszuführen als auch den Drehungen der Welle 51 zu folgen. Die Feder 55 wird gespannt, wenn von der Rolle 52 eine bestimmte Länge der Schnur abgewickelt wird; hört das Abwickeln auf, so wird die nicht verbrauchte etwa zu viel abgewickelte und dadurch lockere Schnur von selbst wieder aufgewickelt. Die Trommel 52 kann von der Hülse 53 seitlich abgezogen werden, z. B. um die Schnurrolle zu erneuern. Die Befestigung der Trommel auf der Hülse geschieht mit Hilfe der Flügelschraube 56. Der von der Trommel abgewickelte Faden 57 wird zunächst in den Knüpfer hinein und von dort aus zum Fadenführer 50 geleitet, welcher in seiner Ruhelage von der Sperrfeder 58 festgehalten wird.
Der Knüpfer liegt -in dem Gehäuse 59 neben dem Rad 21, welches eine Reihe von seitlich vorstehenden Verzahnungen 60 trägt. Diese Verzahnungen treiben zeitweise zunächst das Zahnrad 61 an (Fig. 8), so daß mit Hilfe des Übersetzungsgetriebes 62 und der Achse 63 der Gegenhalter 64, der sich auf die Oberseite des Paketes legt, dann und wann in Bewegung gesetzt wird. Das in Fig. 2 punktiert angedeutete Briefbündel wird unten von dem Halter 35 und oben von dem Gegenhalter 64 erfaßt; es kann sowohl auf und nieder bewegt als auch gedreht werden. Die Verschiebung der Stangen 35 und 16 sowie die Drehung des Halters 35 und des Gegenhalters 64 müssen demnach gleichzeitig erfolgen, solange das Briefbündel eingespannt ist.
Das in dem Knüpfergehäuse ferner gelagerte Zahnrad 65 versetzt (Fig. 8 und 9) über die Achse 66, die Übertragungsräder 67, die Welle 68 und die Übertragungsräder 69 sogenannte Weichen in Drehung. Letztere dienen dazu, den an dem Knüpfergehäuse vorbeigleitenden Faden 57 nach der zweiten Verschnürführung in das Knüpfergehäuse hineinzuziehen. Diese Fadenbewegung wird unter-
4-5 stützt durch den Hebel 74, welcher vom Zahnrad 71 über die Achse 72 und Übertragungsräder 73 im gegebenen Augenblick bewegt wird. Der Hebel 74 wird von der Feder 75 in seine Ruhelage senkrecht emporgezogen, so daß er am Anschlag 76 anliegt.
Der eigentliche Knüpfer 78 wird angetrieben durch das Zahnrad JJ; er ist z. B. in derselben Weise ausgebildet wie die Knüpfer an den in der Landwirtschaft Verwendung findenden: Garbenbindern. Das Zahnrad 79 bewegt z. B. den Fadenhalter und Greifer 80, wogegen das Zahnrad 81 über die Übertragungsräder 82 und die Welle 83 den Abreißer 84 bewegt, durch dessen Schlitz 85 der über das Messer 88 geleitete Faden heraustritt, der bei Drehung, des Knüpfers 78 und Fadenhalters 80 durchschnitten wird, so daß bei Bewegung des Abreißers 84 das fertig verschnürte Bündel von selbst herausfällt.
Da die Bewegung der einzelnen Teile der Verschnürvorrichtung stoßweise erfolgt, ist Vorsorge getroffen, daß während des Stillstandes die Antriebräder die ihnen gegebene Lage beibehalten. Das wird z. B. dadurch erreicht, daß in bekannter Weise auf die Achsen der Triebräder J, 29 usw. viereckige Klötze 86 (Fig. 1) aufgesteckt sind, die neben den Triebradzahnungen liegen.. Die antreibenden Scheiben 3, 4 usw. tragen nur stellenweise zu den Triebradzahnungen passende - Zähnungen und sind im übrigen auf den Stirn- oder Seitenflächen derart mit Schleifflächen versehen, daß die Klötze mit einer ihrer geraden Seiten darauf schleifen. Die Schleifflächen der Scheiben fehlen neben den Zahnungen; vielmehr sind die Scheiben an diesen Stellen mit Aussparungen 87 (Fig. 3) versehen, innerhalb deren die Klötze keinen Widerstand finden und sich frei bewegen können. Dann greift die Zahnung der Scheibe in die Triebradzahnung und nimmt das Triebrad so lange mit, bis die Aussparung und Zahnung der Scheibe aufhört und die Schleiffläche wieder beginnt. Neben der letzteren fehlen die Zahnungen der Scheibe, so daß infolge der da- go durch/entstandenen Scheibenvertiefung die Zahnung des Triebrades während des Stillstandes des letzteren mit der Scheibe nicht in Berührung kommt.
Zur Benutzung der Verschnürvorrichtung wird das Briefbündel so auf den Tisch 1 aufgelegt, daß seine Mitte über dem Halter 35 aufliegt. Alsdann wird die Antriebwelle 2 in Bewegung gesetzt, wodurch die Stange 16 angetrieben wird; dadurch senkt sich mit dem Lagerbock 15 die Stange 19 und das daran befestigte Knüpfergehäuse 59 auf. das Briefbündel herab, so daß dieses eingespannt wird. Dabei regelt sich der Abstand zwischen der Stange 35 und dem Gegenhalter 64 entsprechend der Stärke des Briefbündels durch die Nachgiebigkeit der Stange 19. Durch den Weitergang der Antriebwelle 2 werden; die Stangen 35 und 16 zugleich ein Stück emporgeführt, damit das Briefbündel frei und auf allen Seiten zugänglich sich einstellt. Alsdann vollzieht der Fadenführer 50 eine Umdrehung um 3600, wodurch das Briefbündel einmal mit Schnur umwickelt wird. Nunmehr tritt eine Drehung des Halters 35 und des Gegenhalters 64 um 900 ein. Dabei drückt Hebel 74 (Fig. 1 und 10) den Faden herunter; am Schluß der Drehung geht Hebel 74 wieder in die Höhe. Gleichzeitig drehen sich die Weichen, Jo, so daß anstatt der senkrechten ihre schrägen Flächen dem Knüpfergehäuse 59 zugewendet werden (Fig. 10 punktiert). Hierauf macht
der Fadenführer 50 eine nochmalige Drehung um 3600, so daß das Brief bündel jetzt kreuzweise verschnürt ist, wie aus Fig. 14 ersichtlich ist. Der in den Knüpfer 78 und Greifer 80 hineingezogene Faden wird von dem inzwischen wieder niedergegangenen Hebel 74 in der Knüpfvorrichtung dadurch festgehalten, daß er nach unten gedrückt wird (Fig. 15, 16, 17). Zur Herbeiführung der Verknotung macht der Knüpfer 78 zuerst allein die Umdrehung gemäß Fig. 14 und 15. Dann drehen sich Knüpfer 78 und Greifer 80 zugleich bis zu der in Fig. 16 gezeichneten Stellung. Hier ist das Maul des Knüpfers 78 dadurch geöffnet worden, daß die Rolle 89 vom Exzenter 90 ausgeschwungen wird, worauf die Feder 91 die Rolle 89 in die Exzentervertiefung hineindrückt (Fig. 19), wodurch der Faden in dem Maul festgeklemmt wird. Gleichzeitig hat der Finger 92 des Greifers 80 den Faden über-■ griffen. Durch Weiterdrehung sowohl des Knüpfers 78 als auch des Greifers' 80 wird (Fig. 17) der Faden gegen das Messer 88 gedrückt und durchgeschnitten, während der Greifer das nach dem Arm 50' führende Fadenende von neuem festhält. Während dieser Vorgänge ist durch seitliche Bewegung des Abreißers (Fig. 11) das geknüpfte Paket aus der Knüpfvorrichtung herausgerissen worden, so daß die in Fig. 18 dargestellte Anfangsstellung wiederkehrt. Die aufgezogene Schnur 57 (Fig. 18) wird durch Linksdrehung des Armes 50 in die punktierte Stellung gebracht, worauf das Schnüren eines neuen Paketes erfolgen kann. Damit es möglich ist, die Schnur im Greifer 80 einzuklemmen, wird der untere bewegliche Teil des letzteren mit Hilfe der Feder 93 gegen den oberen unbeweglichen Teil elastisch angepreßt. Bevor der Abreißer 84 in Kraft tritt, senkt sich die Stütze35, diesmal aber nicht zugleich mit der Stange 16, sondern allein. '
Ebenso wie die Stange 35 in ihre ursprüngliche Lage wieder gesenkt ist, so haben inzwisehen alle Teile der Vorrichtung ihre ursprüngliche Lage wieder eingenommen; der Fadenführer 50 hat mit Hilfe der Zähnungen 45 noch eine Linksdrehung ausgeführt, damit der Faden über den Knüpferhaken in den Schlitz der Knüpf vor richtung gelegt wird. Zugleich mit dieser Linksdrehung haben die Weichen 70 sich umgelegt, und die Vorrichtung ist für das nächste Verschnüren wieder eingestellt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zum kreuzweisen Verschnüren von Paketen o. dgl. mittels um eine wagerechte Achse drehbaren Fadenführers sowie zum Verknüpfen und Abschneiden der Verschnürung mit um eine senkrechte Achse drehbarem und senkrecht verschiebbarem Pakethalter nebst elastisch gelagertem Gegenhalter, sowie gemeinsaniem Antrieb der Einzelvorrichtungen von einer Welle aus, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Pakethalters (35), ■ des Gegenhalters (64), des Fadenführers (50), der Verknüpf vorrichtung, der Abschneidvorrichtung und des mit dieser zusammen arbeitenden Abreißers (84) durch auf der Antriebwelle (2) sitzende Scheiben (3,4,5) mit Zahnsegmenten erfolgt, die durch Zahnräder und von diesen angetriebene Zwischenglieder auf die Einzelvorrichtungen einwirken.
    '2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnzähne (28) des Antriebrades (4) mit Hilfe der Zahnradübertragung (29, 30, 31) und der Kurbelstange (32, 33) die Stange (34) zeitweise auf und nieder schieben, so daß der mit der letzteren durch das Drehgelenk (36) verbundene Halter (35) diesen Bewegungen folgt, während die seitlich vorstehenden Zahnungen (37) im geeigneten Augenblick das Zahnrad (38) und dadurch unter Benutzung der Hilfswelle (39), der Zahnräder (40,41) sowie der Hülse (42) den Pakethalter (35) in Drehung versetzen.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlich vorstehenden Zähne (6) des Antriebrades (3) mit Hilfe des Zahnrades (7), der Welle (8), des Kegelräderpaares (9), der Achse (10), der Hülse (11), des Kegelräderpaares (12), der Zahnscheibe (14), des Triebes (17), der Zahnscheibe (21), der Zahnungen (60), des Übersetzungsgetriebes (61, 62) und der Achse (63) die zeitweise Drehung des Gegenhalters (64) bewirken, während die in der Stirnfläche der Scheibe (3) vorhandenen Zähne (22) mit Hilfe der Zahnräder (23, 24 und 25), ' der Kurbel (26) und der Kurbelstange (27) die Tragstange (16) und damit den gesamten Drehungsantrieb des Gegenhalters (64) und diese selbst im geeigne- nc ten Augenblick hinsichtlich ihrer Höhenlage richtig einstellen.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (44) des Antriebrades (5) das Zahnrad 11; (46) derart antreiben, daß letzteres mit den Kettenrädern (48) und der Kette (49) den Fadenführer (50) mit der Welle (51) im geeigneten Augenblick in Drehung versetzt.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,, daß eine
    abgefederte Stange (19) den Gegenhalter (64) und ein Gehäuse (59) für die Knüpfvorrichtung trägt, deren Antrieb mittels der Zahnscheibe (21) und des Triebes (17) erfolgt, der in einem auch die Stange (19) aufnehmenden^ von der Stange (16) getragenen Bügel (i'8) gelagert ist.
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (59) Weichen (70) drehbar gelagert und von den Zahnungen (60), dem Zahnrad (65), der Achse (66), den Übertragungsrädern (67), der Welle (68) und den Übertragungsrädern (69) zeitweise derart in Drehung versetzt werden, daß sie bei der Verschnürung den Faden (57) außen am Gehäuse vorbei, dagegen bei der zweiten Verschnürung den Faden in das Gehäuse hinein an den Knüpfer heranleiten.
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen I /bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß vom Zahnrad (71) aus, welches ebenfalls von den Zahnungen (60) der Scheibe (21) angetrieben wird, mit Hilfe der Achse (72) und der Übertragungsräder (73) im gegebenen Augenblick ein Hebel (74) umgelegt wird, welcher den Faden beim Drehen des Pakethalters (35) und des Gegenhalters (64) unterhalb des Gehäuses (59) nach der ersten Verschnürung vorbeigleiten läßt, dagegen den Faden (57) nach der zweiten Verschnürung im Gehäuse (59) die erforderliche Zeit hindurch festhält.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebrad (5) außer den Zahnungen (44) noch Zahnungen (45) trägt, die den Fadenführer (50) im entgegengesetzten Sinne wie die Zähnungen (44) herumschwingen, damit der Faden nach dem Abreißen des Bundes über den Knüpferhaken (78) in den Schlitz des Abreißers (84) gelegt und in die ursprüngliche Stellung gebracht wird.
    9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Zahnrad (81) über die Übertragungsräder (82) und die Welle (83) der Abreißer (84) bewegt wird, durch dessen Schlitz (85) der über das Messer (88) geleitete Faden heraustritt und bei Drehung des Knüpfers (78) und Fadenhalters (80) durchschnitten wird, so daß bei Bewegung des Abreißers (84) das fertig verschnürte Bündel von selbst herausfällt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gebruckt in der reichsdruckerei.
DE1910243531D 1910-08-23 1910-08-23 Vorrichtung zum kreuzweisen verschnüren von paketen o. dgl. sowie zum verknüpfen und abschneiden der verschnürung Expired DE243531C (de)

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