DE2431240C3 - Bindemittel für Schichtstoffe - Google Patents

Bindemittel für Schichtstoffe

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DE2431240C3 DE19742431240 DE2431240A DE2431240C3 DE 2431240 C3 DE2431240 C3 DE 2431240C3 DE 19742431240 DE19742431240 DE 19742431240 DE 2431240 A DE2431240 A DE 2431240A DE 2431240 C3 DE2431240 C3 DE 2431240C3
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Shunichi; Kurata Masaharu; Tanigaichi Mineaki; Iguchi Fumiki; Iwasawa Kazuyoshi; Tokio Sato
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Description

Die Erfindung betrifft Bindemittel für Schichtstoffe, jo die ein mit trocknenden Ölen modifiziertes Resol und ein wasserlösliches Resol enthalten. Difcse weisen ausgezeichnete Flammfestigkeit und mechanische Festigkeit auf.
Die herkömmliche Herstellung von Schichtstoffen unter Verwendung von Phenolharzbindemitteln erfolgt so, daß man ein Trägermaterial, zum Beispiel Cellulosefasern oder Glasfasern, mit dem Bindemittel imprägniert. Hierbei macht man von verschiedenen Eigenschaften, wie Wasserfestigkeit, Wärmebeständigkeit oder elektrische Eigenschaften, die diese Harze besitzen, Gebrauch. Für einige Anwendungszwecke besitzen jedoch die Schichtstoffe nicht immer zufriedenstellende Eigenschaften.
Bei dem Versuch, die Eigenschaften von unter Verwendung solcher Phenolharze hergestellter Schichtstoffe zu verbessern, sind bereits Verfahren vorgeschlagen worden, bei denen die Phenolharze in verschiedener Weise modifiziert oder mit Melaminharzen oder anderen Harzen vermischt werden, oder die Trägermaterialien vorab mit Phenolharzen mit niedrigem Kondensationsgrad oder mit anderen Harzen imprägniert werden. Es besteht jedoch ein zunehmendes Bedürfnis für Schichtstoffe mit besseren Eigenschaften, die durch das vorgenannte Verfahren nicht erreicht 5s werden können. Bei Verwendung von Glasfasern, Asbestfasern oder synthetischen Fasern als Trägermaterialien, oder bei Verwendung spezieller Harze kann man zwar Schichtstoffe mit besseren Eigenschaften erhalten, diese sind jedoch im allgemeinen viel zu teuer, um sie einer breiten technischen Verwendung zugänglich zu machen.
Zur Zeit müssen industriell verwendbare Schichtstoffe nicht nur ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich Wasserbeständigkeit, elektrischer Eigenschaften und <"i Stanzbarkeit, sondern auch eine hohe Flammfestigkeit, Wärmebeständigkeit und mechanische Festigkeit besitzen.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, ein Bindemittel zur Herstellung von Schichtstoffen mit ausgezeichneten Eigenschaften hinsichtlich Wasserbeständigkeit, elektrischer Eigenschaften, Stanzbarkeit, Flammfestiskeit, Wärmebeständigkeit und mechanischer Festigkeit zur Verfügung zu stellen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Schichtstoff mit ausgezeichneten Eigenschaften hinsichtlich Wasserbeständigkeit, elektrischen Isoliervermögens und mechanischer Festigkeit, wie Biegefestigkeit und Schlagfestigkeit, zur Verfugung zu stellen, der Löthitzebeständigkeit, Flammfestigkeit und selbstverlöschende Eigenschaften in außerordentlich hohem Ausmaß besitzt, insbesondere die von der UL-Spezifikation 94 V-O bestimmten Eigenschaften.
Gegenstand der Erfindung sind Bindemittel für Schichtstoffe der eingangs genannten Art, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die Bindemittel aus
15 bis 55Gew.-% des mit trocknenden Ölen modifizierten Resols,
5 bis 20 Gew.-% des wasserlöslichen Resols sowie 20 bis 60 Gew.-% mindestens eines aminmodifizierten Resols und
10 bis 60Gew.-% mindestens eines mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden Ölen modifizierten Resols, jeweils bezogen auf Gesamtmasse, bestehen.
Im folgenden werden die Phenolharze vom Resoltyp als Resole bezeichnet.
Die Bindemittel der Erfindung besitzen ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich Wasserlestigkeit, Wärmebeständigkeit, elektrischer Eigenschaften, Flammfestigkeit, mechanischer Festigkeit und Stanzbarkeit. Zur Verbesserung der Flammfestigkeit ist gegebenenfalls ein flammhemmendes Mittel enthalten.
Die Bindemittel der Erfindung können so hergestellt werden, daß man, bezogen auf das Gewicht des Bindemittels, 20 bis 60 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 50 Gewichtsprozent, des aminmodifizierten Resols, 10 bis 60 Gewichtsprozent, vorzugsweise 15 bis 50 Gewichtsprozent, des mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden ölen modifizierten Resols, 15 bis 55 Gewichtsprozent, vorzugsweise 20 bis 4ö Gewichtsprozent, des mit trocknenden ölen modifizierten Resols und 5 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 7 bis 15 Gewichtsprozent, des wasserlöslichen Resols miteinander vermischt. Im allgemeinen werden die vorgenannten Harzbestandteile in Form von Lacken bzw. Tränklacken hergestellt, die dann unter Berücksichtigung der vorgenannten Mengenverhältnisse miteinander vermischt werden.
Im Rahmen der erfindungsgemäß durchgeführten Untersuchungen wurde auch ein Schichtstoff durch Vermischen des vorgenannten, mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden ölen modifizierten Resols allein mit einem Gemisch aus einem mit trocknenden ölen modifizierten Resol und einem wasserlöslichen Resol hergestellt. Hierbei hat sich gezeigt, daß der Schichtstoff zwar eine ausreichend hohe Flammfestigkeit und auch eine ausgezeichnete Flexibilität besitzt, jedoch hinsichtlich der elektrischen Eigenschaften und der Löthitzebeständigkeit für einen hochwertigen Schichtstoff nicht zufriedenstellend ist. Weiterhin wurde gefunden, daß ein hochwertiger Schichtstoff durch Verwendung des Bindemittels der Erfindung, das heißt eines Bindemittels, das ein aminmodifiziertes Resol und ein mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden ölen modifizier-
tes Resol in Kombination mit einem herkömmlichen Bindemittel für Schichtstoffe enthält, hergestellt werden kann. Es wurde somit gefunden, daß ein Schichtstoff, der durch Imprägnieren eines Trägermaterials mit einem Tränklack aus dem Bindemittel der Erfindung und anschließendes Laminieren des so imprägnierten Trägermaterial hergestellt worden ist, nicht nur ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich Wasserfestigkeit und elektrischem Isoliervermögen, sondern auch gute mechanische Festigkeiten, wie Biegefestigkeit oder Schlagfestigkeit, sowie gute Stanzbarkeit und ausgezeichnete Löthitzebeständigkeit besitzt. Weiterhin wurde gefunden, daß selbst bei Verwendung des Bindemittels der Erfindung als solches ein Schichtstoff mit ausreichend hoher Flammfestigkeit erhalten wird, und wenn das Bindemittel mit einer geringen Menge eines Flammschutzmittels vermischt wird, ist es möglich, einen Schichtstoff mit selbstverlöschenden Eigsnschaften in außerordentlich hohem Ausmaß, insbesondere die in der UL-Spezifikation geregelte 94-V-O-Eigenschaft, zu erreichen. Die Einverleibung einer geringen Menge eines Rammschutzmittels bringt im wesentlichen keine Nachteile, zum Beispiel einen Abfall in der mechanischen Festigkeit des Schichtstoffs oder Schichtentrennung, mit sich, und erfordert nicht die Verwendung einer Antimonverbindung als Flammschutzmittel.
Das erfindungsgemäß verwendete aminmodifizierte Resol wird zum Beispiel auf folgende Weise hergestellt:
Mindestens ein Amin (repräsentative Beispiele sind Harnstoff, Melamin, Acetoguanamin, Benzoguanamin, Acetanilid, Benzolsulfonamid und Toluolsulfonamid) wird mit wäßriger Formaldehydlösung oder Paraformaldehyd in einem Verhältnis von 1,0 bis 8 Mol Formaldehyd pro Amin vermischt. Das erhaltene Gemisch wird durch Zugabe einer basischen Verbindung, zum Beispiel eines Alkalimetall- oder Erdalkalimctallhydroxids oder -carbonats, als Katalysator auf einen pH von 9 bis 10 eingestellt, falls erforderlich mit Wasser versetzt, und dann 10 bis 180 Minuten bei 50 bis 1000C zur Reaktion gebracht. Das erhaltene Reaktionsprodukt wird pro Mol des Amins mit 0,5 bis 1,5 Mol eines Phenols oder eines Alkylphenols, wie Kresol oder Xylenol, sowie gegebenenfalls mit Formaldehyd und dem vorgenannten Katalysator zur Aufrechterhaltung des genannten pH versetzt und dann 60 bis 180 Minuten bei 80 bis 1000C zur Reaktion gebracht. Hierbei erhält man ein harzartiges Produkt. Erforderlichenfalls kann dieses harzartige Produkt mit mindestens einem der vorgenannten Amine vermischt und in Gegenwart oder Abwesenheit von Formaldehyd zur Reaktion gebracht werden. Das so erhaltene Harz stellt das vorgenannte aminmodifizierte Resol dar. Herkömmlicherweise wird das genannte Harz in Form eines Lacks bzw. Tränklacks verwendet, der durch Versetzen der vorgenannten Reaktionsflüssigkeit mit mindestens einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel, wie Methanol, Aceton, Methylethylketon oder ÄthylenglykolmonomethyN äther, erhalten wird.
Beispiele für so hergestellte aminmodifizierte Resole sind mit Melamin, Benzoguanamin, Methylguanamin, Acetoguanamin, Benzolsulfonamid, Toluolsulfonamid, Melamin und Benzolsulfonamid oder Melamin und Toluolsulfonamid modifizierte Resole sowie mit Melamin modifizierte Xylenol-Resole. Die vorgenannten Resole können entweder allein oder im Gemisch aus zwei oder mehr Resolen verwendet werden.
Bei dem erfindungsgemäß verwendeten, mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden ölen modifizierten Resol handelt es sich um ein neues Resolharz, das wie folgt hergestellt wird:
Mindestens ein Phenol, zum Beispiel Hydroxybenzol, ein Alkylphenol, wie Kresol oder Xylenol, ein Arylphenol, wie Phenylphenol oder Cumylphenol, oder ein mehrwertiges Phenol, wie Bisphenol A, wird mit 20 bis 100 Gewichtsteilen pro Mol des Phenols, eines trocknenden Öls, wie Leinsamenöl, Tungöl, dehydratisiertes Rizinusöl, Oiticicaöl, Saffloröl oder Sojabohnenöl, und mit 0,002 bis 0,2 Mol pro Mol des Phenols, mindestens eines Katalysators, zum Beispiel einer Organosulfonsäure, wie Toluolsulfonsäure oder Benzolsulfonsäure, eines Organosulfonsäurechlorids, wie ToIuolsulfonsäurechlorid, einer organischen Säure, wie Ameisensäure oder Oxalsäure, einer Mineralsäure, wie Phosphorsäure, Chlorwasscrstoffsäure oder Schwefelsäure, oder eines Metallchlorids, wie Zinn- oder Zinkchlorid, versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 30 bis 180 Minuten bei 100 bis 300UC zur Reaktion gebracht, wobei man ein harzartiges, mit trocknenden ölen modifiziertes Phenol erhält. Nach dem Abkühlen wird das mit trocknenden Ölen modifizierte Phenol mit Formaldehyd oder Paraformaldehyd in einer Menge von 0,6 bis 2,0 Mol Formaldehyd pro Mol des Phenols, und mit 20 bis 100 Gewichtsteilen eines halogenierten Arylglycidyläthers pro Mol des Phenols versetzt. Man läßt das erhaltene Reaktionsgemisch 60 bis 180 Minuten bei 90 bis 1000C in Gegenwart von 0,001 bis 0,02 Mol eines Katalysators, zum Beispiel eines Amins, wie Ammoniak, Hexamethylentetramin, Triniethylolamin und Äthylendiamin, reagieren und unterwirft dann das Reaktionsgemisch der Dehydratisierung unter vermindertem Druck. Das so erhaltene Harz stellt das vorgenannte, mit halogenierten Epoxyverbindungen
.(s und trocknenden ölen modifizierte Resol dar. llcrkömmlicherweise wird das genannte Harz in Form eines Lacks bzw. Tränklacks in mindestens einem Lösungsmittel, wie Methanol, Aceton, Methyläthylketon, Äthylenglykolmonomethyläther, Benzol, Toluol oder Xylol, verwendet. Beispiele für die vorgenannten halogenierten Arylglycidyläther sind im Kern halogenierte Arylmonoglycidyläther, wie Mono-, Di- oder Tribromphenylglycidyläther, Mono- oder Dibromkrcsylglycidyläther oder Dichlorphenyl- oder Dichlorkresylglycidyläther.
Beispiele für so erhaltene, mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden ölen modifizierte Resole sind mit Dibromkresylglycidyläther und Tungöl, Dibromphenylglycidyläther und Tungöl oder Dibromkresylglyeidyläther und Leinsamenöl modifizierte Resole, mit Dibromkresylglycidyläther und Tungöl oder Dibromkresylglycidyläther und Leinsamenöl modifizierte Alkylphenol-Resole, oder mit Dibromkresylglycidyläther und Tungöl modifizierte Arylphenol-Resole.
Die vorgenannten Resole können entweder allein oder im Gemisch aus zwei oder mehr Resolen verwendet werden.
Bei den vorgenannten, mit trocknenden ölen modifizierten Resolen und wasserlöslichen Resolen, die als die beiden anderen Bestandteile der erfindungsgemäßen Bindemittel verwendet werden, handelt es sich um bekannte Resole, die nach den bekannten Verfahren hergestellt werden können. Vorzugsweise ist das mit trocknenden ölen modifizierte Resol mit Tungöl
(15 modifiziert.
Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Flammschutzmittel sind organische Halogenide und organi sehe P-Verbindungen. Bevorzugte Beispiele für organi-
sehe Halogenide sind halogenierte Phenole und halogenierte Epoxyharze, wie Mono-, Di- und Tribromphenole, Trichlorphenol, Tetrabrombisphenol A und Tetrachlorbisphenol A. Bevorzugte Beispiele für organische Phosphorverbindungen sind Phosphorigsäureester, wie Tributylphosphit, Tridecylphosphit, Triphenylphosphit und Trikresylphosphit, Phosphate, wie Tributylphosphat, Trioleylphosphat, Dioctylphosphat und Trikresylphosphat, sowie halogenhaltige Phosphate, wie Tris-(23-dibrompropyi)-phosphat. Die Menge des Flammschutzmittels beträgt unter 7 Gewichtsprozent, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das Gewicht des Bindemittels-
Für die Herstellung von Schichtstoffen unter Verwendung der erfindungsgemäßen Bindemittel können die bekannten Verfahren angewendet werden. Es wird zum Beispiel ein durch Auflösen des erfindungsgemäßen Bindemittels in einem Lösungsmittel erhaltener Tränklack zur Imprägnierung eines Trägermaterials verwendet, bei dem es sich um synthetische oder natürliche Gewebe und Papiere, wie Glasgewebe, Glasmatten, Glaspapiere, Glas-Cellulose-Papiere, CeI-lulosepapiere oder Baumwoll-Linter handeln kann. Anschließend wird das so imprägnierte Trägermaterial getrocknet und dann zu sogenannten Prepregs verformt. Die entsprechende Anzahl der Prepegs wird überemandergelegt, und gegebenenfalls können eine oder mehrere Metallfolien, zum Beispiel aus Kupfer, Nickel oder Aluminium, auf die erhaltene Anordnung gelegt werden. Diese Anordnung wird bei Temperaturen von 130 bis 1800C und Drücken von 80 bis 200 kg/cm2 gepreßt, wodurch der gewünschte Schichtstoff erhalten wird.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Alle Teile- und Prozentangaben beziehen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben.
(1) Herstellung von aminmodif izierten
Resol-Tränklacken
Beispiel 1
Ein Gemisch aus 100 Teilen Melamin, 350 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung und 80 Teilen Wasser wird durch Zugabe von Natriumhydroxid auf pH 9 eingestellt und dann unter Rühren so lange erhitzt, bis das Gemisch unter Erhalt eines harzartigen Produkts transparent geworden ist. Nach dem Abkühlen wird das harzartige Produkt mit 90 Teilen Phenol vermischt, 1 Stunde bei 9C°C gehalten, weiterhin mit 130 Teilen Benzolsulfonamid vermischt und 30 Minuten bei 800C gehalten. Nachdem man das Reaktionsprodukt mit 60 Teilen Paraformaldehyd und 200 Teilen Aceton vermischt hat, hält man 1 Stunde bei 65°C. Hierbei erhält man einen Tränklack aus einem mit Benzolsulfonamid und Melamin modifizierten Resol, der einen Festkörpergehalt von 50% besitzt.
Beispiel 2
Ein Gemisch aus 220 Teilen Benzoguanamin und 300 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung wird durch Zugabe von Natronlauge auf pH 9 eingestellt und anschließend 1 Stunde bei 900C gerührt. Hierbei erhält man ein harzartiges Produkt, das nach dem Abkühlen und Vermischen mit 100 Teilen Phenol 1 Stunde bei 90°C gehalten wird. Nach dem Vermischen des Reaktionsprodukts mit Aceton erhält man einen Tränklack aus einem mit Benzoguanamin modifizierten Resol, der einen Festkörpergchalt von 55% besitzt.
(2) Herstellung von Tränklacken aus mit
halogenierten Epoxyverbindungen und
trocknenden ölen modifizierten Resolen
Beispiel 3
Ein Gemisch aus 900 Teilen Phenol, 400 Teilen Tungöl und 9 Teilen Phosphorsäure (85prozentig) wird 3 Stunden auf 1300C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 90° C wird das harzartige Produkt mit 800 Teilen
ίο 37%iger wäßriger Formaldehydlösung, 500 Teilen Dibromkresylglycidyläther und 14 Teilen Hexamethylentetramin vermischt und 2 Stunden auf 95"C erhitzt. Anschließend unterwirft man das Reaktionsprodukt der Dehydratisierung unter vermindertem Druck. Nach dem Vermischen mit Aceton erhält man einen Tränklack aus einem mit Dibromkresylglycidyläther und Tungöl modifizierten Resol, der einen Festkörpergehalt von 60% besitzt.
Beispiel 4
Beispiel 3 wird unter Verwendung von Dibromphenylglycidyläther anstelle von Dibromkresylglycidyläther wiederholt. Hierbei erhält man einen Tränklack aus 2<i einem mit Dibromphenylglycidyläther und Tungöl modifizierten Resol, der einen Festkörpergehalt von 60% besitzt.
Beispiel 5
jo Ein Gemisch aus 600 Teilen m-Kresol (60% m-Kresol und 40% p-Kresol), 300 Teilen Tungöl und 6 Teilen 85prozentiger Phosphorsäure wird 3 Stunden auf 1200C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 900C wird das harzartige Produkt mit 550 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung, 400 Teilen Dibromkresylglycidyläther und 7 Teilen Hexamethylentetramin vermischt und anschließend 2 Stunden bei 900C zur Reaktion gebracht. Hierauf unterwirft man das Reaktionsprodukt der Dehydratisierung unter vermindertem Druck und vermischt mit Aceton. Man erhält einen Tränklack aus einem mit Dibromkresylglycidyläther und Tungöl modifizierten Kresol-Resol, Festkörpergehalt 60%.
Beispiel 6
Ein Gemisch aus 900 Teilen Phenol, 400 Teilen Leinsamenöl und 5 Teilen 95prozentiger Schwefelsäure wird 4 Stunden auf 16O0C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 900C vermischt man das harzartige Produkt mit s0 800 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung, 500 Teilen Dibromkresylglycidyläther und 14 Teilen Hexamethylentetramin und hält 2 Stunden bei 900C. Hierauf unterwirft man das Reaktionsprodukt der Dehydratisierung unter vermindertem Druck und vermischt mit Aceton. Man erhält einen Tränklack aus einem mit Dibromkresylglycidyläther und Leinsamenöl modifizierten Resol mit einem Festkörpergehalt von 60%.
Beispiel 7
Ein Gemisch aus 650 Teilen Xylenol (70% 3,5-Xylenol und 30% 2,4-Xylenol), 280 Teilen Leinsamenöl und 5 Teilen 95prozentiger Schwefelsäure wird 4 Stunden auf 1600C erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das ft5 harzartige Produkt mit 500 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung, 400 Teilen Dibromphenylglycidyläther und 8 Teilen Äthylendiamin vermischt und 3 Stunden bei 900C gehalten. Hierauf unterwirft man
das Reaktionsprodukt der Dehydratisierung unter vermindertem Druck und vermischt mit Aceton. Man erhält einen Tränklack aus einem mit Dibromphenylglycidyläther und Leinsamenöl modifizierten Xylenol-Resol mit einem Festkörpergehalt von 60%.
(3) Herstellung von Tränklacken aus mit
trocknenden ölen modifizierten Resolen
Beispiel 8
Ein Gemisch aus 500 Teilen Phenol, 220 Teilen Tungöl und 6 Teilen 85prozentiger Phosphorsäure wird 3 Stunden auf 1200C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 90° C wird das harzartige Produkt mit 500 Teilen 37%iger wäßriger Formaidehydlösung und 5 Teilen Hexamethylentetramin versetzt und 2 Stunden bei 900C gehalten. Hierauf unterwirft man das Reaktionsprodukt der Dehydratisierung unter vermindertem Druck und vermischt mit einem Methanol/Xylol-Mischlösungsmittel. Hierbei erhält man einen Tränklack aus einem mit Tungöl modifizierten Resol, der einen Festkörpergehalt von 60% besitzt.
Beispiel 9
Beispiel 8 wird unter Verwendung von dehydratisiertem Rizinusöl anstelle von Tungöl wiederholt. Hierbei erhält man einen Tränklack aus einem mit dehydratisiertem Rizinusöl modifizierten Resol.
Tabelle
(4) Herstellung von Tränklacken aus
wasserlöslichen Resolen
Beispiel 10
Ein Gemisch aus 350 Teilen Phenol und 700 Teilen 37%iger wäßriger Formaldehydlösung wird 7 Stunden bei 500C in Gegenwart von 6 Teilen Magnesiumhydroxid erhitzt. Nach dem Vermischen des harzartigen Reaktionsprodukts mit Methanol erhält man einen Tränklack aus einem wasserlöslichen Resol, der einen ίο Festkörpergehalt von 60% besitzt.
Beispiel 11
Die in den Beispielen 1 bis 6, 8 und 10 erhaltenen Tränklacke werden in den in Tabelle I angegebenen Verhältnissen zur Erzeugung eines Tränklacks zur Imprägnierung eines Trägermatcrials vermischt. Mit dem so erhaltenen Tränklack wird ein aus 100% Baumwoll-Linter bestehendes Papier imprägniert und dann zu einem Prepreg mit einem Harzgehalt von 47% getrocknet. Nachdem die erforderliche Anzahl dieser Prepregs übereinandergelegt und eine klebstoffbeschichtete Kupferfolie auf die erhaltene Anordnung gelegt worden ist, wird 80 Minuten bei einer Temperatur von 165° C mi» einem Druck von 100 kg/cm2 gepreßt Hierbei erhält man einen kupferplattierten Schichtstofl mit einer Dicke von 1,6 mm. Die Eigenschaften des Schichtstoffs sind in Tabelle Il zusammengestellt Bei Verwendung der in den Beispielen 7 und 9 erhaltenen Tränklacke erhält man ähnliche Ergebnisse.
Vermischte Resole
Beispiel Bindemittel Nr.
(1) aminmodifiziertes Resol (Teile)
(2) mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden
Ölen modifiziertes Resol (Teile)
(3) mit trocknenden Ölen modifiziertes Resol (Teile)
(4) wasserlösliches Resol (Teile)
Flammschutzmittel (Teile)
(Fortsetzung)
1 53 70 25 70
2
3 60 70 45 30
4
5
I
6 - - -
8 50 30 20 70
0 20 30 10 30
Tetrabrombis- Halogeniertes wie links : 2 Tris-(2,3-di-
phenol A : 5 Epoxyharz : 3 brompropyl)-
Halogeniertes phosphat: 3
Epoxyharz : 4
Vermischte Resole
Beispiel Bindemittel
Nr.
E F
(1) aminmodifiziertes Resol (Teile)
(2) mit halogenierten Epoxyverbindungen und trocknenden
ölen modifiziertes Resol (Teile)
(3) mit trocknenden ölen modifiziertes Resol (Teile)
(4) wasserlösliches Resol (Teile)
Flammschutzmittel (Teile)
1 50
2 53 53 53 53 53
3 20 60
4 60 _
5 60 60
6 60
8 20 50 50 50 50 50
0 10 20 20 20 20 20
Haloge Tetrabrom-bis- wie links wie links wie links wie linl
niertes phenol A : 5
Epoxy Halogeniertes
harz :4 Epoxyharz : 4
ίο
(Fortsetzung)
Vermischte Resole Beispiel Bindemittel
Nr.
K LMNO
(1) aminmodifiziertes Resol (Teile) 1 70 70 70 70
(2) mit halogenierten Epoxyver- 3 — bindungen und trocknenden 4 70 — ölen modifiziertes Resol (Teile) 5 — 70
6 -
(3) mit trocknenden ölen modifi- 8 30 30 ziertes Resol (Teile)
(4) wasserlösliches Resol (Teile) 10 30 30 30 30 30 10 Flammschutzmittel (Teiie) Halogeiiieries wie links wie links ohne ohne Halogeniertes
Epoxyharz : 3 Epoxyharz : 2
70 25
70 70 45
70
30 30 30 20

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Bindemittel für Schichtstoffe, die
a) ein mit trocknenden Ölen modifiziertes Resol und
b) ein wasserlösliches Resol
enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindemittel aus
A) 15 bis 55 Gew.-% der Komponente a).
B) 5 bis 20 Gew.-% der Komponente b) sowie
C) 20 bis 60 Gew.-% mindestens eines aminmodifizierten Resols und
D) 10 bis 60Gew.-% mindestens eines mit halogenierten Epoxy verbindungen und trocknenden ölen modifizierten Resols, jeweils bezogen auf Gesamtmasse, bestehen.
2. Bindemittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des mit trocknenden Ölen modifizierten Resols (a) 20 bis 40 Gew.-% beträgt.
3. Bindemittel nach Anspruch I und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel als Flammschutzmittel mindestens ein halogeniertes Phenol, halogeniertes Epoxyharz, einen Phosphorigsäureester oder ein Phosphat enthält.
DE19742431240 1973-07-04 1974-06-28 Bindemittel für Schichtstoffe Expired DE2431240C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP7540873A JPS535703B2 (de) 1973-07-04 1973-07-04
JP7540873 1973-07-04

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2431240A1 DE2431240A1 (de) 1975-01-23
DE2431240B2 DE2431240B2 (de) 1977-06-08
DE2431240C3 true DE2431240C3 (de) 1978-01-26

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