DE2425678A1 - Verfahren zur herstellung eines impfstoffs gegen infektioese pferdeanaemie - Google Patents
Verfahren zur herstellung eines impfstoffs gegen infektioese pferdeanaemieInfo
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Description
James Henry Hamid III
Euclid, Ohio , ' ¥. St. A.
¥erfahren zur Herstellung eines Impfstoffs gegen Infektiöse
ale Ist eil - ilber die ganze Welt verbreitete
erjiste Pferdekrankheiic, die durch -Insekten, wie Steckfllejgen
und/oder Micken, von einem Pferd auf das andere übertragen
wird. Die KrausScSieit scheint sich In I - oplschep und halbtropischem
Klima schneller auszubreiten; Ihr Vorkomeeia Ist afner
auf diese Gegenden nicht beschränkt. Charakteristische Syraptor
dieser Krankheit erseheinen gewöhnlich drei bis vier Wochen
nach der Infektion. &i ihnen gehören Fieber, geiiShiälißJ' von
C und etwas höher, Häsrsoglobullinverlurt Innerhalb
i, wobei die Zahl der roten BlutBellen TQn
10 Millionen auf % oder 5 Billionen sinken kann; es können
extranukle'are Ko2°per im den weißen Zellen des Tieres auftreten,
es kann zu Blutungen Im Äuge, Gelbsucht, Blutungen In der
Schleimhaut, an der Irnngemiwursel und dei* Bindehaut koiaien, es
können auch Ödeme Im ^iszeralen Unterleib . ad In den Glledmüaßen
auftreten, und außerdem kaum Hegalosplenle Im RektuEi der Tiere
auftreten.
Bisher· war eine spezielle tierärztliche Behandlung jßl-eht bekannt,
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da die Fürsorge für die Pferde sich auf die Reinlichkeit und dit
gute Ernährung beschränkte, und deshalb verlief die Gesundung von infizierten Tieren sehr langsam, und in den schlimmsten
Fällen konnte man nichts weiter tun, als die Tiere zu töten, wenn die Krankheit ein vorgerücktes Stadium erreicht hatte.
Die Infektion wird leicht von einem Pferd auf das andere übertragen,
und es bereitet große Schwierigkeiten, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, weil es vorkommen kann, daß ein
Pferd sich scheinbar von der Krankheit erholt, dabei aber ein Keimträger bleibt und andere Tiere infiziert, was nicht nachzuweisen
ist.
Es wurde nun gefunden, daß die infektBse Pferdeanämie eine
Viruskrankheit ist, die durch eine besondere Art des Hapten-Virus hervorgerufen wird, die Proteinüberzüge aufweist, dii
nicht antigen sind, d.h. die infolge ihres nit drigen MolekuLit·-
gewiehts nicht die Erzeugung von starken Antikörpern auslö3d..
Die Erfindung macht von einem infizierten Teil dea Körpers
des kranken Tieres Gebrauch, wobei die Milz bevorzugt wird, indem das undenaturierte Protein aus dem lienalen Material
extrahiert und durch eine chemische Bindung, wie bia-diazotiertea
Bensidin, an ein Freisdprotein, wie Kaninchen-iriauraglobulJn,
gekuppelt wird, wodurch die Moleküle vergrößert werden, so daß das Material nunmehr instande ist, starke Antikörper zu erzeugen.
Das Ausgangsmaterxal zur Herstellung des Impfstoffs geciäß der
Erfindung ist vorzugsweise die Milz eines oder mehrerer mit infektiöser Pferdeanämie infizierter Tiere. Die hierfür verwendeten
Milzen können von verschiedenen Tieren, vorzugsweise von Pferden, stammen, und werden eingetauscht und zentrifugiert,
um das Antigen zu erhalten. Die Milz wird bei einer niedrigen Temperatur von etwa -U bis -15 C mit einem fluorsubsti-
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tuierten Kohlenwasserstoff, vorzugsweise Trichlortrifluoräthan,
als Lösungsmittel extrahiert. Die Homogenisierung des lienalen Materials erfolgt bei hoher Geschwindigkeit, vorzugsweise bei
15.000 bis 85.OOO U/min. Nach dem Homogenisieren läßt man das Material absitzen, wobei sich eine obere Schicht aus Nukleinsäuren
und Salzlösung, eine Mittelschicht aus Protein im Gemisch mit der Fluorkohlenstoffverbindung und eine Unterschicht aus
FluorkohlenstoffVerbindung und Fett ausbildet. Die aus Protein
und Fluorkohlenstoffverbindung bestehende Schicht wird abgetrennt, und es werden im allgemeinen mindestens drei und vorzugsweise
etwa 6 bis 10 solcher Homogenisierungs- und Trennvorgänge angewandt, um das bevorzugte lösliche Antigen zu erhalten. Dieses
lösliche Protein- und Fluorkohlenstoffmaterial wird dann nach dem Frolin'schen Verfahren.untersucht, um den Prozentsatz an
Protein zu bestimmen. Hierauf wird das Material mit Fremdprotein gemischt, wofür Kaninchen-Gammaglobulin, wie die Cohnfraktion II
von Kaninchen-Gammaglobulin, bevorzugt wird. Das Verfahren zum Extrahieren der Cohnfraktion II ist von E.J. Cohn im "Journal
of American Cancer Society", Bd. 68 (1946), S. M4593 beschrieben.
Unter Verwendung gleicher Gewichtsteile des (berechneten) Proteingehalts des Protein-Fluorkohlenstoffmaterials und des
Kaninchen-Gammaglobulins werden diese beiden Stoffe langsam
bei Raumtemperatur zusammen gerührt, wobei man etwa 59O bis
10,0 %s bezogen auf das Gewicht des Gammaglobulins, angesäuertes
bis-diazotiertes Benzidin (vorzugsweise 736 %) langsam-zusetzt.
Der Zusatz des bis-diazotierten Bezidins führt zur Koagulation, und beim weiteren Rühren fällt ein bräunlicher Proteinniederschlag
aus, der aus der Komplexverbindung aus dem infektiösen
Pferdeanämievirusprotein, dem diazotierten Benzidin und dem
Gammaglobulin besteht. Diese Komplexverbindung wird zu einem Pulver gefriergetrocknet und in Ansätze zu je 1 ml zerlegt.
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Unter Verwendung des oben beschriebenen Impfstoffes und Prüfung der Ergebnisse wurde das immunisierende Antigen Pferden intrakutan
injiziert. Im allgemeinen betrug das Volumen der immunisierenden Dosis 1 ml Komplexverbxndung aus Haptenprotein, bisdiazotiertem
Benzidin und Kaninehen-Gammaglobulin, die, wie oben beschrieben, gefriergetrocknet worden war und durch Mischen
mit ungefähr der gleichen Menge eine.s Trägers, gewöhnlich unvollständigem Freund'sehen Adjuvans oder gepufferter Kochsalzlösung,
regeneriert wurde.
Zwei gesunde Pferde, von denen zuvor durch den Cogginsschen Test und die Abwesenheit klinischer Symptome nachgewiesen worden war,
daß sie frei von infektiöser Pferdeanämie (EIA) waren, wurden für diesen Versuch verwendet. Eines der Pferde erhielt in Zeitabständen
von je einer Woche sechs Injektionen von 1 ml Impfstoff (mit dem oben beschriebenen Träger) und dann zwei weitere Injektionen
der gleichen Menge in Zeitabständen von einem Monat. Das andere
Pferd diente als Kontrolle und bekam keine ImpfstoffInjektionen.
An beiden Pferden wurden vollständige hämatologische Untersuchungen
durchgeführt, und an dem geimpften Pferd wurde das Auftreten von zellulärer Immunität beobachtet, was durch die Hemmung der Wanderung
von Leukozyten oder Makrophagen nachgewiesen wurde, die bei dem Kontrollpferd nicht auftrat, " Wenn zelluläre Immunität festgestellt
worden war, erhielten beide Pferde eine tödliche Dosis von EIA, nämlich 10 ml einer 10 -fachen Verdünnung des Serums sdas
einem Pferd entnommen worden war, welches Virusträger des EIA-Virus war » Elf Tage nach der Impfung zeigte das Kontrollpferd
die typischen Symptome der Krankheit, nämlich Fieber von 40,6 0C,
Anämie, visceral.es . ödem usw., und dieses Pferd wurde getötet.
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Das geimpfte Pferd andererseits zeigte einen Monat später keine Anzeichen der Krankheit. Dann erhielt dieses Pferd eine Dosis
des Serums eines Virusträgerpferdes, die tausendmal größer war als die oben erwähnte tödliche Dosis. Einen Monat später wurden
immer noch keine Anzeichen der Krankheit beobachtet. Schließlich erhielt dieses Pferd eine Virusdosis, die 1 Million mal größer
war als die oben erwähnte Dosis; hierauf begann das Tier, eine sehr schwache Form einiger der Symptome der EIA-Krankheit zu zeigen.
. '
Bei diesem Versuch wurden zwei gesunde Pferde wechselseitig geimpft,
indem das Serum von dem ersten Pferd dem zweiten und das Serum von dem zweiten Pferd dem ersten eingeimpft wurde, ein Verfahren, das
gewöhnlich angewandt wurde, um bei-den betreffenden Tieren'eine
etwaige natürliche Virusinfektion festzustellen und die Möglichkeit der Anwesenheit des EIA-Virus auszuschließen. Einige Wochen
später wurde eines dieser Pferde subkutan mit i ml des gekuppelten EIA-Impfstoffes geimpft, der, wie oben beschrieben, hergestellt
und gefrier-getrocknet worden war. Dieses gekuppelte Antigen war mit 1 1/2 ml destillierten» Wasser als Träger regeneriert worden,
und eine kleinere Menge dieses regenerierten Impfstoffes wurde auf mikrobiologische Sterilität geprüft. Diese Impfung des Versuchspferdes
wurde in - . Zeiträumen von je einer Woche sechsmal und in Zeitabständen von einem Monat noch zweimal wiederholt.
Während dieser Zeiträume wurde jeweils am Impftag eine vollständige
hämatologische Untersuchung von Blutproben durchgeführt, die
den Pferden in Zeitabständen von einer Woche entnommen wurden. Zusammen mit den hämatologischen Routineuntersuchungen wurde eine
Leukozytenwanderungsuntersuchung ausgearbeitet und routinemäßig durchgeführt und geprüft. Etwa zwei Wochen nach der letzten wöchent-
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lichen Injektion des Impfstoffes an das Versuchspferd machte sich eine ausgeprägte Hemmung der Leukozytenwanderung in dem Serum des
geimpften Pferdes bemerkbar, während sich bei dem nicht-geimpften Pferd bei der Wanderungsuntersuchung keine Änderung zeigte. Diese
Hemmungserscheinung bei dem Versuchspferd zeigte auch weiterhin
einen erheblichen Grad von zellulärer Immunität bis zum Tage der
nachstehend beschriebenen Reizimpfung. Einen Monat nach der letzten der beiden oben erwähnten monatlichen Impfungen des Versuchspferdes erhielt dieses Pferd eine Injektion von 10 ml einer 10 -fachen Verdünnung der oben beschriebenen tödlichen Dosis des einem Virusträgerpferd entnommenen EIA-Serums. Einen Monat später und auch noch danach zeigte das geimpfte Pferd kein Anzeichen oder Symptom der EIA-Krankheit. Seine Hämatologie ist auch jetzt noch völlig
normal, und alle seine Reaktionen, Temperatur und andere klinische Anzeichen sind ebenfalls normal. Eine Woche nach»der Reizimpfung
des Versuchspferdes erhielt das nicht-geimpfte Pferd eine Reizimpfung mit 10 ml einer 10 fachen Verdünnung der tödlichen Dosis des EIA-Serums eines infizierten Pferdes, und dieses Pferd mußte
elf Tage später, als es Fieber von 40,6 0C hatte und die klinischen Anzeichen der Krankheit stark fortgeschritten waren, getötet werden.
einen erheblichen Grad von zellulärer Immunität bis zum Tage der
nachstehend beschriebenen Reizimpfung. Einen Monat nach der letzten der beiden oben erwähnten monatlichen Impfungen des Versuchspferdes erhielt dieses Pferd eine Injektion von 10 ml einer 10 -fachen Verdünnung der oben beschriebenen tödlichen Dosis des einem Virusträgerpferd entnommenen EIA-Serums. Einen Monat später und auch noch danach zeigte das geimpfte Pferd kein Anzeichen oder Symptom der EIA-Krankheit. Seine Hämatologie ist auch jetzt noch völlig
normal, und alle seine Reaktionen, Temperatur und andere klinische Anzeichen sind ebenfalls normal. Eine Woche nach»der Reizimpfung
des Versuchspferdes erhielt das nicht-geimpfte Pferd eine Reizimpfung mit 10 ml einer 10 fachen Verdünnung der tödlichen Dosis des EIA-Serums eines infizierten Pferdes, und dieses Pferd mußte
elf Tage später, als es Fieber von 40,6 0C hatte und die klinischen Anzeichen der Krankheit stark fortgeschritten waren, getötet werden.
Bei diesem Versuch wurden 13 Pferde, wie oben beschrieben, wechselseitig
geimpft, um etwaige natürliche Virusinfektionen bei diesen Tieren festzustellen und die Möglichkeit der Anwesenheit des EIA-Virus
bei einem der Tiere auszuschließen. 7 der Pferde, die zufallsmäßig ausgewählt wurden, wurden durch Impfen mit 1 ml des mit einem
Träger, wie oben beschrieben, regenerierten gekuppelten Antigens geschützt; zu diesem Zweck wurden sechs Impfungen in Zeitabständen
von je einer Woche und zwei weitere Injektionen in Zeitabständen
von je einem Monat durchgeführt. Dann erhielten alle 13 Pferde
eine tödliche Dosis des EIA-Virus aus dem Serum eines infizierten
von je einem Monat durchgeführt. Dann erhielten alle 13 Pferde
eine tödliche Dosis des EIA-Virus aus dem Serum eines infizierten
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Virusträgers, wie oben beschrieben. Alle 6 ungeschützten Pferde verendeten. Keines der zuvor geimpften und geschützten Pferde
erkrankte an der EIA-Krankheit oder zeigte irgendwelche Symptome
dieser Krankheit. Blut der behandelten Pferde wurde normalen, gesunden Pferden injiziert, und keines dieser normalen Pferde
erkrankte an der EIA-Krankheit.
7 normale, gesunde Pferde wurden zunächst wechselseitig geimpft, indem das Serum des ersten Pferdes dem zweiten, das Serum des
zweiten Pferdes dem dritten usw. und schließlich das Serum des siebenten Pferdes dem ersten injiziert wurde. Hierdurch
wurde die Möglichkeit einer Virusinfektion dieser Tiere sowie der Anwesenheit des EIA-Virus in einem der Tiere ausgeschlossen.
Eines der Pferde wurde aufs Geratewohl als Kontrolltier ausgewählt. Die anderen 6 Pferde wurden mit 1 ml des
gekuppelten EIA-Impfstoffes in dem üblichen Träger geimpft.
Die Impfungen wurden in Zeitabständen von einer Woche sechsmal und in Zeitabständen von 1 Monat noch zweimal wiederholt, wie
oben beschrieben. An den Blutproben aller 7 Pferde wurden jede Woche hämatologische Untersuchungen durchgeführt, bis
sich eine deutliche Hemmung der Leukozytenwanderung in dem Serum der 6 geimpften Pferde bemerkbar machte. Dann erhielten
alle 7 Pferde je 10 ml einer 10~ -fachen Verdünnung einer normalen tödlichen Dosis des einem Virusträgerpferd entnommenen
EIA-Serums. Die Impfungen erfolgten, wie oben beschrieben, subkutan. Während des folgenden Monats zeigten sich an den
Pferden bei prophyOaktischen Untersuchungen keinerlei Anzeichen
oder klinische Zeichen der EIA-Krankheit. Das Kontrollpferd verendete. Die prcphyikktisch geimpften Pferde erhielten Reiz-Impfungen
mit verschiedenen Verdünnungen des positiven EIA-Serums, und selbst bei Anwendung des Virus-Serums in voller
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Stärke zeigte keines der Pferde, die die Reizimpfung erhielten, irgendwelche Anzeichender EIA-Krankheit; solche Anzeichen
treten gewöhnlich ungefähr in der dritten Woche nach der Infektion auf. Das Serum eines der als positiv festgestellten
Tiere wurde einem gesunden Pferd injiziert, und dieses Pferd zeigt keinerlei klinische Anzeichen der EIA-Krankheit, obwohl
die Inkubationszeit von über 1 Monat bereits lange vergangen
ist.
100 normale Pferde wurden mit einem erfindungsgemäß hergestellten
Impfstoff gegen die EIA-Krankheit geimpft, und es haben sich innerhalb eines langen Zeitraums weit über die normale Inkubationszeit
hinaus keinerlei klinische Symptome eingestellt. 10 Rennpferde, von denen klinisch festgestellt wurde, daß sie
an der EIA-Krankheit litten, wurden durch Impfung mit je 1 ml des, wie oben beschrieben, gefriergetrockneten und mit etwa
der gleichen Menge eines der oben beschriebenen Träger regenerierten gekuppelten Antigens behandelt, wobei die Impfungen sechsmal
in Zeitabständen von je einer Woche und dann zweimal in Zeitabständen
von je zwei Monaten durchgeführt wurden. 90 Tage später
hatten sich die Pferde vollständig von der EIA-Krankheit erholt und konnten wieder an Pferderennen teilnehmen. Durch
Infektion mit der EIA-Krankheit werden Pferde fast immer getötet; aber keines dieser Pferde verendete, und einige gewannen
sogar ihre Rennen.
Das oben für die Herstellung des EIA-Impfstoffes erwähnte
Kaninchen-Gammaglobulin kann durch Gammaglobulin von Lämmern, Ziegen oder anderes Gammaglobulin von anderen Tieren als Pferden
ersetzt werden; das Gammaglobulin von Kaninchen wird jedoch bevorzugt, weil es billiger und leichter erhältlich ist und
■ in standartisierter Form zur Verfügung steht.
Die hier als infektiöse Pferdeanämie (EIA) bezeichnete Krankheit
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wird mitunter auch a^s "Sumpffieber11 bezeichnet.
Als Kupplungsmittel zum Kuppeln des Gammaglobulins an das Virusprotein kann man einen der folgenden Stoffe verwenden:
bis-diazotiertes Benzidin, m-Xylylendiisocyanat, Toluylen-2,4-diisocyanat,
Bicyclohexylcarbodiimid, 3,3'-Dimethylbenzidin,
3,3f-Dichlorbenzidin und a,a!-Bis-p-toluidin.
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Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines Impfstoffes gegen infektiöse
Pferdeanämie, dadurch gekennzeichnet, daß man
(a) ein Organ eines Kranken, mit dem Virus der infektiösen Pferdeanämie infizierten Tieres einmaischt,
(b) das undenaturierte Protein des Virus durch Extraktion des eingemaischten Gutes bei -4 bis -15 C mit Trichlortrifluoräthan
und Zentrifugieren mit 15·000 bis 85.000 U/min, herstellt,
(c) eine gegebene Gewichtsmenge dieses Proteins mit im wesentlichen der gleichen Gewichtsmenge eines nicht
vom Pferd stammenden Gammaglobulins unter Rühren mischt,
•wobei man als Kupplungsmittel bis-diazotiertes Benzidin, m-Xylylendiisocyanat, Toluylen-2,4-diisocyanat, Bicyclohexylcarbodiimid,
3S3'-Dimethylbenzidin, 3,3'-Dichlorbenzidin
oder α,α'-Bis-p-toluidin in einer Menge von
etwa J ,6 % der genannten gegebenen Gewichtsmenge zusetzt
und dadurch das gewünschte Antigen für den Impfstoff ausfällt und
(d) den Niederschlag zu einem Pulver gefriertrocknet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in Stufe (c) als Gammaglobulin Kaninchen-Gammaglobulin und
als Kupplungsmittel bis-diazotiertes Benzidin verwendet.
- 10 -
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AA
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Herstellung des Impfstoffes für die Injektion an Pferde
das in Stufe (c) gewonnene Antigen durch Vermischen des Pulvers mit ungefähr dem gleichen Volumen an destilliertem
Wasser, gepufferter Kochsalzlösung oder unvollständigem Freund'scheÄi Adjuvans regeneriert.
4. Erzeugnis, dadurch gekennzeichnet, daß es nach Anspruch
hergestellt ist.
509830/0819
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US435751A US3873690A (en) | 1974-01-23 | 1974-01-23 | Equine infectious anemia vaccine |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425678A1 true DE2425678A1 (de) | 1975-07-24 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425678 Pending DE2425678A1 (de) | 1974-01-23 | 1974-05-28 | Verfahren zur herstellung eines impfstoffs gegen infektioese pferdeanaemie |
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| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3873690A (de) |
| JP (1) | JPS50101523A (de) |
| CA (1) | CA1024890A (de) |
| DE (1) | DE2425678A1 (de) |
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-
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- 1974-01-23 US US435751A patent/US3873690A/en not_active Expired - Lifetime
- 1974-05-21 GB GB2252874A patent/GB1465345A/en not_active Expired
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- 1974-06-24 CA CA203,246A patent/CA1024890A/en not_active Expired
- 1974-10-22 JP JP49121082A patent/JPS50101523A/ja active Pending
Also Published As
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|---|---|
| CA1024890A (en) | 1978-01-24 |
| US3873690A (en) | 1975-03-25 |
| GB1465345A (en) | 1977-02-23 |
| JPS50101523A (de) | 1975-08-12 |
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