DE24220C - Elektrischer Wasserstandsanzeiger mit Alarmvorrichtung für Dampfkessel - Google Patents
Elektrischer Wasserstandsanzeiger mit Alarmvorrichtung für DampfkesselInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22B—METHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
- F22B37/00—Component parts or details of steam boilers
- F22B37/02—Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
- F22B37/42—Applications, arrangements or dispositions of alarm or automatic safety devices
- F22B37/426—Feed-water supply alarm devices using electric signals
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 27. Februar 1883 ab.
Die bisher zur Controle des Wasserstandes in den Dampfkesseln gebräuchlichen mechanischen
Vorrichtungen, als Schwimmer mit Führungsstange und Stopfbüchse etc., bieten insofern
keine genügende Sicherheit, als sie mehr oder weniger von der Zuverlässigkeit und Aufmerksamkeit
des Kesselwärters oder Kesselheizers abhängig sind. Um diesem Mangel abzuhelfen,
sind auch Einrichtungen getroffen, welche mit Hülfe des elektrischen Stromes (Arbeitsstromes)
bei dem niedrigsten Wasserstande eine Alarmvorrichtung in Bewegung setzen. Aber auch
diese einfachen Vorkehrungen gewähren, wie die Praxis vielfach gezeigt hat, nicht hinreichende
Sicherheit, da sie hauptsächlich nur aus einer einfachen Contactvorrichtung und einer leicht
zerstörbaren elektrischen Leitung bestehen.
Der vorliegende elektrische Wasserstandsanzeiger soll, ebenfalls auf Arbeitsstrom eingerichtet,
durch sein eigenthümliches Contactsystem mit gröfserer Sicherheit ermöglichen, den jeweiligen Wasserstand eines Dampfkessels
festzustellen, den zulässig niedrigsten oder höchsten Wasserstand bemerkbar zu machen, sowie
gleichzeitig die Betriebsfähigkeit der Gesammteinrichtung vermöge der mehrfachen Leitungen
zu controliren.
In der beiliegenden Zeichnung, Fig. 7, ist der Wasserstandsanzeiger, welcher mit einem
umschliefsenden Kasten zu versehen ist, im Dome des Dampfkessels aufgestellt veranschaulicht.
Die Anordnung desselben ist so getroffen, dafs der zulässig niedrigste Wasserstand zu
10 cm, der höchste zu 25 cm über dem Flammrohr
angenommen "wird.
Die Vorrichtung besteht aus der Batterie A, den Leitungen B, dem Galvanometertableau C
mit Alarmklingeln und dem Contactapparat D in seiner metallischen Verbindung mit einem
Flammrohrkessel E.
Von dem Mechanismus des Contactapparates zeigt:
Fig. ι die Seitenansicht in der Längenausdehnung,
Fig. 2 einen Längendurchschnitt,
Fig. 3 eine obere Ansicht,
Fig. 4 eine Seitenansicht in der Breitenausdehnung,
Fig. 5 einen Querschnitt und
Fig. 6 eine obere Ansicht der Grundplatte mit der darauf befestigten Zahnstange und den
Contactambosen.
Auf der Grundplatte a, Fig. 1, sind zwei
aufrecht stehende Wangen b b befestigt, welche als Träger der Welle c dienen. An dem einen
Ende der letzteren befindet sich das Kettenrad d, Fig. 2, 3, 4 und 5, mit 20 Zähnen,
welche in die Kette/, an der der Schwimmer g hängt, eingreifen. Das andere Ende der Kette
ist unterhalb der Grundplatte befestigt und trägt mittelst loser Rolle das Gegengewicht h, Fig. 7.
Die Eintheilung der Kette / ist so gewählt, dafs jedes Glied 1 cm grofs ist und das Auf-
und Niedergehen eines Kettengliedes dem Steigen und Fallen des Wassers im Kessel um
.1 cm entspricht. Auf der Mitte der Welle c, Fig. 2,3,4 und 5, sitzt ein Stirnrad e mit
10 Zähnen. Dasselbe greift unten in eine Zahnstange i mit 13 Zähnen, welche mit dem
Rahmen k verbunden ist. In der Mitte dieses Rahmens befindet sich ein mit 7 Zähnen versehenes
Rad η, dessen Achse ο mit den Enden in zwei in die Langseiten des Rahmens, k
eingeschnittene Schlitze eingreift. Die Form dieser Lagerschlitze ermöglicht ein geringes
Heben und Senken des Rades ο mit der Achse ο
bei der Fortbewegung des Rahmens.
Die Zähne des Rades η greifen unten in eine in der Mitte der Bahn m m angebrachte,
mit 4 Zähnen bezw. 5 Zahnlücken versehene Stange p, deren aufrecht stehende Ständer q
die Grenzen der Bewegung des auf den Rädern / ruhenden Rahmens k angeben. Zu beiden
Seiten des Rades η sind zur gröfseren Sicherheit je 5 Contactstifte 1\ bis rb angebracht.
Unter diesen Contactstiften befinden sich in je 2,s cm Entfernung von einander auf beiden
Seiten der Zahnstange p je 5 von Porcellanisolatoren ή bis /ä eingefafste Contactambose S1
bis J5, welche unterhalb der Grundplatte paarweise durch die Schienen U1 bis #5 verbunden
sind. Je nach der Stellung des Zahnrades η verbinden sich Stifte und Ambose zur Schliefsung
des Stromes durch die betreffenden von der Schraube ν ausgebenden Zuleitungen W1 bis av5.
Eine ganze Umdrehung des Kettenrades d ist gleich einem Steigen bezw. Fallen des
Wassers um 20 cm. Das Stirnrad e hat bei einer ganzen Umdrehung des Kettenrades d die
Zahnstange i um 10 Zähne weiter geschoben, so dafs der Rahmen k einen Weg von 10 cm
Länge zurückgelegt hat. Das Rad η hat hierbei ebenfalls in dem Kreise der Contactstifte
einen Weg von 10 cm zurückgelegt, so dafs Contactstift rr bis r5 mit Contactambos J1 bis J5
in Verbindung getreten sind.
Die von den Contactambosen ausgehenden fünf Leitungen werden in einem Bleirohrkabel
durch die Wand des Dampfkessels nach dem Galvanometertableau C und dessen Wecker a
und β geführt, und zwar ist das erste und fünfte Ambospaar J1 und J5 durch Leitung w1
und a/5 mit je einem Wecker und das zweite;
dritte und vierte Ambospaar j2 bis J-4 durch
Leitung W2 w% «>4 mit je einem Galvanometer χ
y und ζ verbunden.
Von dem Galvanometertableau C geht eine Leitung zur Batterie A und von hier bis zur
Kesselwand. Da der Kessel mit dem Contactapparat in metallischer Verbindung sich befindet,
so wird auch letzterer in den Stromkreis eingeschlossen. Das Galvanometer^ ist mit »15 cm«
und das Galvanometer ζ mit »20 cm Wasserstand« bezeichnet.
Die dem Rad η durch die Lagerführung gegebene Beweglichkeit in verticaler Richtung gestattet,
dafs unter Umständen 2 Paar Contactstifte, z. B. τλ und rit gleichzeitig mit zwei
Ambospaaren S1 und s2 in Berührung treten.
Bei dem als zulässig niedrigsten angenommenen Wasserstande von 10 cm Höhe sind die ersten
zwei Contactambospaare S1 und J2 mit den
ersten beiden Paar Contactstiften rx und rt
verbunden, so dafs die Nadel des Galvanometers χ Ausschlag zeigt und der Wecker α in
Thätigkeit tritt. Bei einem Sinken des Wassers unter 10 cm Höhe wird r2 von S1 abgehoben,
und die Nadel des Galvanometers χ geht auf den Nullpunkt zurück. Der Wecker α bleibt
jedoch in Thätigkeit, und zwar so lange, bis das Wasser im Kessel wieder über 10 cm Höhe
gestiegen ist. Der Contactstift T1 wird dann
von J1 abgehoben, dagegen tritt r2 mit S2
wieder in Verbindung und das Galvanometern zeigt wieder Ausschlag. Bei einer Erhöhung
des Wasserstandes um weitere 5 cm wird r3 mit
J3 verbunden, so dafs auch die Nadel des Galvanometers y Ausschlag zeigt. Steigt das
Wasser über 15 cm Höhe, so wird die Verbindung r2 J2 aufgehoben, und die Nadel des
Galvanometers χ kehrt auf Null zurück. Bei einem weiteren Steigen des Wassers bis zu
20 cm Höhe wird eine Verbindung des Contactstiftes r4 mit dem Contactambos J4 hergestellt
und die Nadel des Galvanometers ζ tritt in Thätigkeit. Darüber hinaus wird durch Aufheben
der Verbindung r3 mit J3 das Galvanometer
y ausgeschaltet. Bei 25 cm Höhe des Wasserstandes wird durch Verbindung des
Contactstiftes r5 mit dem Contactambos J5 der
Wecker β eingeschaltet.
Bei einem Sinken des Wassers erfolgt das Ein- und Ausschalten der Galvanometer und
Wecker über Contacte r5 bis T1 und J5 bis j,
in umgekehrter Folge, so dafs also bei einem Wasserstande von 10, 15, 20 und 25 cm Höhe
jedesmal zwei Galvanometer bezw. ein Galvanometer und ein Wecker, bei einem Wasserstande
zwischen den genannten Höhen nur ein Galvanometer, bei einem Sinken unter 10 cm Höhe
bezw. einem Steigen über 25 cm Höhe jedesmal nur ein Wecker eingeschaltet sein würde.
Die beiden Wecker α und jS sind je mit
einer Markirscheibe versehen, welche beim Einschalten derselben das Zeichen »Leer« bezw.
»Voll« abgeben.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Gesammtanordnung des vorliegenden elektrischen Wasserstandsanzeigers, gebildet aus der Batterie A, der Leitung B, dem Galvanometertableau C und dem besonderen Contactapparat JD, bestehend aus der Grundplatte a, den Wangen b, der Welle c, dem Kettenrad d, der Kette f, dem Schwimmer g, dem Gegengewicht h, der Zahnstange i, dem Rahmen k mit den Rädern /, der Bahn m, dem Contactrad 11 mit Achse o, der Zahnstange/ mit den Ständern q, den Contactstiften r und den Contactambosen j mit den Isolatoren t, wie beschrieben und durch Zeichnung dargestellt und erläutert.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE24220C true DE24220C (de) |
Family
ID=300725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT24220D Active DE24220C (de) | Elektrischer Wasserstandsanzeiger mit Alarmvorrichtung für Dampfkessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE24220C (de) |
-
0
- DE DENDAT24220D patent/DE24220C/de active Active
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