DE241209C - - Google Patents
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- DE241209C DE241209C DENDAT241209D DE241209DA DE241209C DE 241209 C DE241209 C DE 241209C DE NDAT241209 D DENDAT241209 D DE NDAT241209D DE 241209D A DE241209D A DE 241209DA DE 241209 C DE241209 C DE 241209C
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-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D45/00—Looms with automatic weft replenishment
- D03D45/20—Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Replacing, Conveying, And Pick-Finding For Filamentary Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 241209 -. KLASSE 86 c. GRUPPE
mit Spulenauswechselung.
Zusatz zum Patente 210322 vom 11. Dezember 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1910 ab.
Längste Dauer: Ϊ0. Dezember 1922.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Zuführen der Schußspulen für
Webstühle mit selbsttätigen Spulenauswechselungen nach Patent 210322 und besteht darin,
daß zwecks Einfädeins des Schußfadens in den Schützen ein Fadenfänger das Fadenende der
Fadenreserve selbsttätig erfaßt und während des ersten Schusses festhält.
Bei der Auswechselvorrichtung nach Patent 210322 und anderen bekannten ähnlichen Vorrichtungen wird das Fadenende um einen Knopf des Spulenhalters o. dgl. gewickelt. Hiermit ist aber ein großer Zeitverlust verbunden, da die Spulenhalter bei der Füllung alle einzeln in die Hand genommen werden müssen. Dieser Nachteil wird durch die Vorrichtung nach der Erfindung vermieden, und da ein getrenntes Füllen der einzelnen Spulenhalter hier nicht mehr erforderlich ist, ist es auch nicht mehr nötig, die leeren Spulenhalter in einem offenen Behälter aufzufangen, wodurch sie leicht beschädigt werden, sondern sie können nach Abgabe der Spule, frei von jedem Fadenrückstand, auf einen abnehmbaren leeren Lader aufgereiht werden, in dem sie wieder gefüllt werden und der dann wieder in bekannter Weise in den Stuhl eingesetzt werden kann.
Bei der Auswechselvorrichtung nach Patent 210322 und anderen bekannten ähnlichen Vorrichtungen wird das Fadenende um einen Knopf des Spulenhalters o. dgl. gewickelt. Hiermit ist aber ein großer Zeitverlust verbunden, da die Spulenhalter bei der Füllung alle einzeln in die Hand genommen werden müssen. Dieser Nachteil wird durch die Vorrichtung nach der Erfindung vermieden, und da ein getrenntes Füllen der einzelnen Spulenhalter hier nicht mehr erforderlich ist, ist es auch nicht mehr nötig, die leeren Spulenhalter in einem offenen Behälter aufzufangen, wodurch sie leicht beschädigt werden, sondern sie können nach Abgabe der Spule, frei von jedem Fadenrückstand, auf einen abnehmbaren leeren Lader aufgereiht werden, in dem sie wieder gefüllt werden und der dann wieder in bekannter Weise in den Stuhl eingesetzt werden kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι zeigt in Oberansicht das eine Ende der Lade mit dem Schützen und der Auswechselvorrichtung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles x.
Fig. 3 bis 10 erläutern die Arbeitsweise.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Schußfadenende gelockert und in Form einer kleinen Fadenanhäufung
α auf die Spule gelegt. Diese Fadenanhäufung wird dadurch erzielt, daß ein etwa
40 cm langes Fadenende' zwischen beiden Händen straff gespannt wird, bis der Faden am
äußersten Ende zum Reißen kommt. Anstatt den" Faden abzureißen, kann auch ein Fingermesserchen
oder irgendwelche andere Abschneidvorrichtung den Faden abschneiden. Infolge seiner Elastizität schnellt der Faden auf die
Spule zurück und bildet so die erwähnte lockere Fadenreserve α. Bei Fäden mit sehr wenig
Elastizität wird das Ende des Fadens von Hand oder auf mechanischem Wege zusammengeschoben
und auf· die Spule gelegt. Wenn die Spule in den Spulenhalter eingesetzt ist, liegt
die Fadenreserve geschützt zwischen Spule und Spulenhalter, wogegen sie sieh im Schützen,
nach erfolgtem Spulenwechsel, oben auf der Spule befindet. Die Fangvorrichtung besteht
in vorliegendem Falle aus einer kleinen, aus Borsten hergestellten Bürste b. An Stelle von
Borsten kann auch anderes geeignetes Material, auch bewegliche Stifte u. dgl. oder eine Saugvorrichtung
Verwendung finden. Die kleine Bürste b ist in einem über dem Ladenkasten
gelagerten zweiarmigen Hebel c befestigt, der um den Bolzen c1 drehbar ist. An dem bekannten
hammerförmigen Zubringer d ist ein Stift e befestigt, der beim Einwechseln einer
neuen Spule, also bei der Abwärtsbewegung des
ίο Zubringers d, den Hebel c mit der Bürste b
hinunterdrückt, bis der letztere die in Fig. 2 punktiert gezeichnete Stellung einnimmt, in
der die Bürste b auf der Oberfläche des Schützens bzw. der Spule im Schützen aufliegt. Bei
dem kurz darauf erfolgenden Abschlagen des Schützens streift die obere Spulenfläche die
heruntergeklappte Bürste, und die lockere Fadenanhäufung α bleibt an der Bürste hängen,
• während der Schützen mit der Spule ungehindert durch das Fach seine Bahn entlang fliegt und
so ein Einfädeln des Fadens in das Schützenauge bewirkt. . ·
Bei der Rückwärtsbewegung der Lade stößt . das Ende des heruntergeklappten Hebels c an
den festen Anschlag f (Fig. 2), wodurch der Hebel c mit der Bürste b wieder emporgehoben
wird. In der oberen sowie in der unteren Stellung wird der Hebel c durch eine Blattfeder i gehalten,
die mit zwei Rasten versehen ist, in die ein Stift i1 des Bolzens in jeder der beiden Endstellungen
einschnappt. Durch das Emporheben der Bürste wird erstens die Berührung zwischen der Spule und der Bürste aufgehoben,
bis das Garn vollständig abgelaufen ist und zweitens ein bequemes Entfernen des an den
Borsten hängenden Schußfadens bewirkt. Zu letzterem Zwecke dient der an der Lade festgeschraubte
Vorschieber g nebst dem festen Zahnstück h, an dessen Zähnen der Faden auf
folgende Weise hängen bleibt. Sobald die Bürste nach dem Auswechseln auf bekannte Weise
emporgehoben ist (Fig. 3 und 4) legt sich der an der Bürste haftende Faden beim nächsten
Vorwärtsgehen der Lade (Fig. 5 und 6) auf die ersten Zähne des festsitzenden Zahnstückes h,
wo er bei der folgenden Rückwärtsschwingung der Lade (Fig. 7 und 8) hängen bleibt.
Gleichzeitig ist auch bei dieser Rückwärtsschwingung der Vorschieber g unter dem an h
hängenden Faden durchgeglitten. Bei der darauf folgenden Vorwärtsbewegung der Lade
(Fig. 9 und 10) schiebt der Vorschieber g mit seiner vorderen senkrechten Fläche den Faden
aus den Zähnen von h weiter vorwärts nach dem Brustbaum zu, um ihn aus dem Bereich
der Bürste zu bringen.
Schließlich wird der Faden dann von einer kleinen, am Spannstabe befindlichen Schere
abgeschnitten, und sein Ende fällt auf einen zweiten festen Gegenhaken h, damit es nicht
etwa fliegend durch den Schützen in das Fach hineingeschleppt wird.
Nach Abgabe der Spule gehen die leeren Spulenhalter, da sie vollständig frei von irgendwelchem
Fadenende sind, unmittelbar wieder auf einen leeren Lader k (Fig. 2), der also auf
diese Weise selbsttätig gefüllt wird. Derselbe kann dann zwecks Füllung der von ihm aufgenommenen
Spulenhalter abgenommen und durch den im Stuhle befindlichen, inzwischen leer gewordenen Lader ersetzt werden.
Claims (4)
1. Einrichtung zum Zuführen der neu einzulegenden Schußspulen für Webstühle
■mit Spulenauswechselung nach Patent 210322, dadurch gekennzeichnet, daß
zwecks Einfädeins des Schußfadens in den Schützen ein Fadenfänger die.lose auf der
in den Schützen ' eingeführten Spule auf-. liegende Fadenreserve selbsttätig erfaßt und
mindestens während des ersten Schusses festhält.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Fadenfänger, der eine Haar- oder Drahtbürste oder ein Stift
oder eine Saugvorrichtung ο. dgl. sein kann, beim Einwechseln einer neuen Spule durch
den die Spule in den Schützen drückenden Hammer derart über den Schützen gestellt
wird, daß die- Bürstvorrichtung mit der Fadenreserve in Berührung kommt oder
die Saugvorrichtung die letztere erfaßt, so daß diese an dem Fadenfänger hängen bleibt,
wenn der Schützen ins Fach fährt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2j dadurch gekennzeichnet, daß die leeren, aus
der Auswechselvorrichtung ohne Fadenende kommenden Spulenhalter auf einen bewegliehen,
abnehmbaren Lader aufgereiht werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der
Lade sitzender Vorschieber (g) und ein feststehendes Zahnstück (h) den in dem
Fadenfänger hängen gebliebenen Schußfaden erfassen und entfernen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE241209C true DE241209C (de) |
Family
ID=500516
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT241209D Active DE241209C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE241209C (de) |
-
0
- DE DENDAT241209D patent/DE241209C/de active Active
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