DE240840C - - Google Patents
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- DE240840C DE240840C DENDAT240840D DE240840DA DE240840C DE 240840 C DE240840 C DE 240840C DE NDAT240840 D DENDAT240840 D DE NDAT240840D DE 240840D A DE240840D A DE 240840DA DE 240840 C DE240840 C DE 240840C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H83/00—Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current
- H01H83/08—Protective switches, e.g. circuit-breaking switches, or protective relays operated by abnormal electrical conditions otherwise than solely by excess current operated by reversal of DC
Landscapes
- Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240840 — KLASSE 21c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1910 ab.
Man sucht vielfach das Überstromrelais gleichzeitig als Rückstromrelais auszubilden
und hat das in einfachster Weise durchgeführt, indem man dem Relaismagneten eine Spannungswicklung
und eine Hauptstromwicklung gab. Diese Einrichtung ist aber nicht brauchbar,
wenn wegen der Betriebsverhältnisse das Überstromrelais mit Verzögerungseinrichtung
versehen werden soll, während das Rückstromrelais immer möglichst schnell zu- wirken
hat.
« Diesem Übelstande wird abgeholfen durch die nachstehend beschriebene neue Relaisform.
Bei dem neuen Relais ist der eine Magnetschenkel verdoppelt und ; der Anker wagebalkenartig
auf dem anderen Schenkel drehbar gelagert, so daß er mit dem einen oder dem
anderen Ende des Doppelschenkels zum Schlüsse kommen kann, während die beiden
Wicklungen von dem einfachen Schenkel und •der einen Hälfte des Doppelschenkels getragen
werden.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform der neuen Einrichtung in der Ansicht, Fig. 2 im Schnitt.
. In Fig. ι bedeutet P1 den einfachen Schenkel
des Elektromagneten, p2 p2 die beiden
Hälften des Doppelschenkels, α den auf der Spitze von px drehbaren Anker. Die Spannungswicklung
s ist auf der einen Schenkelhälfte p2 angeordnet, während rechts und
links von px je ein Zweig der Hauptstromleitung h vorübergeht, wie aus dem Schnitte
(Fig. 2) näher zu sehen ist. Die Federn ff machen das Spiel des Ankers in bekannter
Weise von einer bestimmten Zugkraft abhängig.
Die Spannungswicklung s erzeugt einen im wesentlichen durch die linke Schenkelhälfte p2
und den Einzelschenkel p x verlaufenden ma-
gnetischen Stromkreis und ist so bemessen,
daß sie allein keine Bewegung des Ankers a hervorzubringen vermag. Die Häuptstromwicklung
h erzeugt einen weiteren magnetischen Stromkreis, der im wesentlichen über die beiden
Schenkelhälften p2 p2 und den Anker a
verläuft.
Wenn nun die Wicklungen s und h so angeschlossen
sind, daß im Falle eines Rückstromes die in Fig. 1 in der üblichen Weise
ausgezogen angedeuteten Stromrichtungen auftreten, wenn also in den beiden von dem
Einzelschenkel P1 und den beiden Schenkelhälften
p2 gebildeten Räumen die Stromrichtungen gleich sind, so wird das durch die
Spannungsspule s in dem Luftspalt vor dem linken Pole p2 erzeugte Feld verstärkt, so daß hier
ein stärkeres Feld vorhanden ist als vor dem rechten Pole p%. Da aber die Zugkraft quadratisch
mit der Felddichte wächst, so wird bei einem Rückstrome von einer gewissen
Stärke, die bei gut gebauten Apparaten sehr klein sein kann, die Zugkraft des linken
Poles p2 auf den Anker α das Übergewicht
bekommen,, und der Anker α schlägt entgegen
der Wirkung der linken Feder f nach links aus.
Da ferner bei normaler Stromrichtung in den Wicklungen s und h die punktiert ange-
deuteten Stromrichtungen vorhanden sind, so wird die Feldstärke des linken Poles p2 verringert
und bei steigendem Strome schließlich kleiner als die Feldstärke des rechten Poles p2. Bei einer
gewissen, durch die rechte Feder f einstellbaren Überstromstärke schlägt der Anker a
dann nach rechts aus.
Der Anker α macht also bei Rückstrom und bei Überstrom verschiedene Bewegungen,
ίο und deshalb kann, wie erwünscht, die eine
Bewegung unabhängig von der anderen verzögert werden.
Ähnlich gestalten sich die Verhältnisse, wenn der Hauptstrom nicht in zwei parallelen
Zweigen durch den Elektromagneten geführt wird, sondern mittels einer vollständigen Wicklung.
Wenn bei einem Kurzschlüsse der Maschine die Spule s schnell spannungslos wird und
damit das von ihr erzeugte Feld schnell verschwindet, so würden die Kraftflüsse durch
die beiden Schenkelhälften p2 p2 im wesentlichen
gleich bleiben. Damit auch in diesem Falle das Relais bei Überstrom sicher anspricht,
kann der rechte Pol p% etwas geringeren Abstand vom Anker α haben als der linke,
wie in Fig. 1 angedeutet ist.
Da ferner die Spannungswicklung s und die Hauptstromwicklung h magnetisch verknüpft
sind, so wird bei einem Kurzschlüsse der Stromstoß der Hauptstromspule h in der
Spannungsspule s eine elektromotorische Kraft von solcher Richtung induzieren, daß sie der
beabsichtigten Schwächung des magnetischen Feldes vor dem linken Pole p2 entgegenwirkt,
wodurch das schnelle Arbeiten des Apparates beeinträchtigt wird. Um diesem Übelstande
vorzubeugen, kann man der Spannungsspule s eine selbständige Drosselspule vorschalten.
Indem somit ein Teil des induktiven Wider-Standes der Einwirkung der Hauptstromwicklung
h entzogen wird, bleibt bei plötzlichen Strom- oder auch Spannungsänderungen der
betriebsmäßige Strom der Nebenschlußspule s noch einige Zeit erhalten, so daß die beabsichtigte
Wirkung des Apparates schnell genug erfolgt. .
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Vereinigtes Überstrom- und Rückstromrelais, dessen Elektromagnet mit einer Spannungswicklung und einer Strom wicklung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet einen Einzelschenkel (P1) und einen Doppelschenkel (p2 p2) sowie einen auf dem Einzelschenkel (P1) wagebalkenartig gelagerten Anker (a) besitzt und die Wicklungen fs und h) auf dein Einzelschenkel (P1) und der einen Hälfte (p2) des Doppelschenkels angeordnet sind, zu dem Zwecke, bei Rückstrom und bei Überstrom verschiedene Bewegungen des Ankers (a) zu erhalten.
- 2. Relais nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen vor die Spannungsspule (s) geschalteten, selbständigen induktiven Widerstand, zu dem Zwecke, die induzierende Wirkung der Stromspule (K) auf die Spannungsspule (s) möglichst abzuschwächen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240840C true DE240840C (de) |
Family
ID=500178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT240840D Active DE240840C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE240840C (de) |
-
0
- DE DENDAT240840D patent/DE240840C/de active Active
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