DE240342C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C—APPARATUS FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05C17/00—Hand tools or apparatus using hand held tools, for applying liquids or other fluent materials to, for spreading applied liquids or other fluent materials on, or for partially removing applied liquids or other fluent materials from, surfaces
- B05C17/12—Other hand tools for producing patterns
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
240342 KLASSE 75 c. GRUPPE
FRIEDRICH BARTELS in HAMBURG.
mittels saugfähiger Stoffe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer besonderen Einrichtung zum Bemalen von Wand- u. dgl. Flächen, durch welche in künstlerischer Beziehung
bessere Wirkungen erlangt werden, als dies nach der gebräuchlichen Methode vermittels
Schabloniergeräte möglich ist. Dies rührt daher, daß dem mit der Verzierung der Wände und anderer Flächen beauftragten
ίο Maler Gelegenheit geboten ist, die aufzutragenden
Muster nach Gutdünken ausführen zu können und so zwischen der Flächenausschmückung
und der Zweckbestimmung des Raumes die beabsichtigte künstlerische Harmonie zu schaffen.
• Gemäß der Erfindung werden die für die Flächenverzierung entworfenen Muster (Ornamente
u. dgl.) auf solchen den Farbauftrag bewirkenden Malgeräten erzeugt, welche im wesentlichen aus einer der Größe des Musters
angepaßten Griffplatte aus Kork- o. dgl. Masse bestehen, und in die nach dem vorgezeichneten
Muster Haltevorrichtungen für den Farbübertragungskörper eingesteckt werden, der
aus einem lockeren Schnurgeflecht aus aufsaugefähigen Fasern besteht, wobei dieses
Schnurgeflecht an elastischen, eventuell durch Metalleinlagen zu versteifenden Bändern angeordnet
ist, die, den Konturen des Musters folgend, in den Haltevorrichtungen stehend
auf der Griffplatte befestigt werden. Das Schnurgeflecht bewirkt die Farbübertragung
auf die zu bemalende Fläche in einer so eigenartigen Weise, daß jedes Muster individuelle
Vorzüge gegenüber der schablonenmäßig eintönig erzeugten Verzierung von Wandflächen
hat, wodurch eine so dekorierte Wandfläche als künstlerisches Originalstück angesprochen
werden kann.
Auf der Zeichnung ist die zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung dargestellt.
Fig. ι zeigt ein den Farbauftrag auf die zu verzierende Fläche nach .dem entworfenen
Muster vermittelndes Gerät in Draufsicht.
Fig. 2 zeigt das Malgerät nach Fig. 1 in
Seitenansicht.
Fig. 3 veranschaulicht in größerem Maßstabe die gemäß den Konturen des vorgezeichneten
Musters in das Malgerät nach Fig. 1 einzusteckenden Haltevorrichtungen für den
Farbübertragungskörper.
Fig· 4>
5 und 6 stellen den aus lockerem
Schnurgeflecht bestehenden Farbübertragungskörper und das diesen tragende Band in verschiedener
Ausführung dar.
Die Fig. 7 und 8 sind Querschnitte durch den in die Haltevorrichtung nach Fig. 3 einzufügenden
Farbübertragungskörper.
Fig. 9 und 10 zeigen ein Malgerät für ein
Kreismuster in der Draufsicht bzw. Seitenansicht. -
Nach dem für die Verzierung der Wando. dgl. Fläche angefertigten Entwurf werden
die einzelnen Muster der Malereien, die sich mehr oder weniger regelmäßig wiederholen
können, auf ihrer Größe angepaßten Platten a aus Kork- o. dgl. Masse zeichnerisch dargestellt.
Den Konturen des Musters folgend werden Haltevorrichtungen b für den die Färbübertragung
vermittelnden, später zu beschreibenden Körper in die Platten α eingesteckt.
Diese Haltevorrichtungen bestehen gemäß Fig. 3 der Zeichnung aus zweischenkligen
Drahtklammern, die einen nach oben offenen Schlitz c bilden, wobei die den Boden des
Schlitzes bildende Drahtbiegung d gleichzeitig das Einstecken der Klammern in die Platten a
begrenzt.
Als eigentliche Übertragungskörper der Farbe auf die zu bemalende Fläche dienen locker
geflochtene Schnüre e aus aufsaugefähigen Wolle-, Baumwolle- o. dgl. Fasern. Diese
ίο Schnüre e, die, wie in Fig. 6 durch e1, e2, es
angedeutet ist, verschiedenartig geflochten sein können, werden an einem elastischen Band f
angebracht, das zum Einfügen in den Schlitz c der Halteklammern b bestimmt ist. Es ist
1-5 zweckdienlich, ein Gummiband anzuwenden, an dem das Schnurgeflecht e durch die mittleren
Löcher g befestigt wird. Das Gummiband wird dann in der aus Fig. 7 ersichtlichen
Weise zusammengefaltet, um beim Einschieben in den Schlitz c der Halteklammern b
das Schnurgeflecht unmittelbar oder in geringer Höhe über den Klammern festzuhalten.
Die mit dem Schnurgeflecht e versehenen Bänder f werden in der für die Wiedergabe
des auf der Platte α vorgezeichneten Musters erforderlichen Länge zugeschnitten und in die
den Konturen des Musters folgenden Klammern δ eingesteckt.
In dem Band f kann, wie aus Fig. 5 hervorgeht, eine Kordel A angeordnet sein, die
die beiden Enden des Bandes zusammenschließt. Wird das das Schnurgeflecht & tragende
Band f aus Gummi verfertigt, so empfiehlt es sich, einen versteifenden Blechstreifen
i durch darin angebrachte Löcher zu ziehen, wie in Fig. 4 veranschaulicht ist. Die
Versteifung des Bandes kann aber auch in einer in Fig. 8 gezeigten Art durch eine Metallblecheinlage
k vorgenommen werden.
Zum Gebrauch des beschriebenen Malgerätes wird dieses mit dem Schnurgeflecht in den
Farbbehälter eingetaucht und nach Entfer-. nung. der überschüssigen Farbe durch Abstreichen
gegen die Wandfläche auf die mit dem Muster zu verzierende Stelle gedrückt. Das die Farbe übertragende Schnurgeflecht
ruft dabei infolge der Unregelmäßigkeit der aufgetragenen Farbe den Eindruck einer Handarbeit
hervor.
Nach beendetem Gebrauch des Malgerätes kann dieses durch Umstecken der Halter b
und des Farbübertragungskörpers e, f mit anderen Mustern versehen werden.
Von Zeit zu Zeit ist die Reinigung der die Farbübertragung vermittelnden Schnurgeflechte
durch Auskochen oder in anderer geeigneter Weise zu bewirken.
Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß Abänderungen im Bau und in
den Maßverhältnissen der einzelnen Teile der beschriebenen Einrichtung zur Ausführung der
Malerei nach Bedarf vorgenommen werden können, ohne daß der Rahmen der Erfindung
überschritten wird. Es wird ferner bemerkt, daß häufig gebrauchte Muster, wie Kreise
u. dgl., für den ständigen Gebrauch dadurch erzeugt werden können, daß das das Schnurgeflecht
e aufnehmende Band f um einen der Grundrißgestalt des betreffenden Musters entsprechenden,
gleichzeitig eine Handhabe bietenden Kern / befestigt wird, wie in den Fig. 9 und 10 beispielsweise für ein Kreismuster.veranschaulicht
ist.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung einer Übertragungsvorrichtung
für Farbe auf Flächen aller Art mittels saugfähiger Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vorzeichnung
des für die Verzierung der Fläche bestimmten Musters auf eine aus Kork-
o. dgl. Masse bestehende Griffplatte Haltevorrichtungen für die die Übertragung der
Farbe bewirkenden Körper nach den Umrissen des Musters in die Griffplatte eingesteckt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stoffmaterial an elastischen, gegebenenfalls durch Metalleinlagen
versteiften Bändern angeordnet wird, die auf der Griffplatte mittels der Haltevorrichtungen befestigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtungen
für die Befestigung des Stoffmaterials auf der Griffplatte aus zweischenkligen
Drahtklammern (h) bestehen, welche einen nach oben offenen Schlitz (c) bilden, dessen
Boden (d) gleichzeitig das Einstecken der Klammern in die Griffplatte begrenzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Farbübertragungsmaterial
ein lockeres saugfähiges Schnurgeflecht verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schnurgeflecht
an den elastischen Bändern durch Hindurchziehen durch in der Mitte der Bänder befindliche Löcher und Zusammenhalten
der Bandenden befestigt wird, so daß es nach dem Einstecken der vereinigten Bandenden in den Schlitz der
Halteklammern unmittelbar oder in geringer Höhe über den Klammern ruht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE240342C true DE240342C (de) |
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ID=499710
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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|---|---|
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