DE239180C - - Google Patents

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DE239180C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms
    • D03D41/002Looms for weaving reed, straw or wood

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Webstuhl zur Herstellung von Holzrouleaus, die aus einem Gewebe bestehen, dessen Schuß durch Holzstäbe gebildet wird. Das Neue der Erfindung liegt erstens in der Ausbildung des Schützens oder Schlittens, zweitens in der eigentümlichen Art und Weise der Zuführung der Holzstäbe, welche lose zwischen Leitfäden eingelegt und mit diesen abrollbar auf einem Baum aufgewickelt sind, sowie drittens in der Anbringung einer urirunden Walze, welche das Einbinden der Holzstäbe und das Schließen des Faches unterstützt.
Die einzuwebenden Holzstäbe sind mittels Leitfäden lose auf einem an dem seitlichen Ausbau des Stuhles herausnehmbaren Baum aufgewickelt und werden bei entsprechender Drehung dieses Baumes, welche ein Abwickeln der die Holzstäbe haltenden Leitfäden bewirkt, in eine muldenförmige Gleitbahn geleitet, welche sie auf den Tragteil bzw. die Rinne des in bekannter Weise hin und her gehenden Schützens (Schlittens) führt. Dieser Tragteil befindet sich im oberen Teile des Schützens, ist abgerundet, glatt poliert und genügt nur zur Aufnahme eines einzigen Holzstabes, während weitere etwa einlaufende Holzstäbe in eine hinter dem Tragteil befindliche muldenförmige Gleitbahn hinabfallen und dort aufgespeichert werden. Der Holzstab wird auf diesem Tragteil beim Eintragen in das Fach an seinem inneren Ende mittels eines federnden Greifers festgehalten, der bei Beendigung der Vorwärtsbewegung des Schlittens gegen einen Ansehlag stößt und dadurch den Stab freigibt. Eine Rolle, unter welcher der Schlitten hinweggleitet, preßt den Holzstab während der Bewegung des Schlittens gegen dessen Tragfläche und läßt das äußere Ende des Holzstabes erst kurz vor Beendigung der Vorwärtsbewegung des Schützens frei. Nachdem nun auch der Greifer, wie oben bemerkt, den Holzstab freigegeben hat, fällt dieser in das Fach hinein, da er sich auf der glatt polierten, abgerundeten Tragfläche des Schützens nicht halten kann. Nun drückt die daumenartige unrunde Walze gegen das Fach, bewirkt damit ein Anspannen der Kettenfäden und unterstützt dadurch das Schließen des Faches und das feste Einbinden des Holzstäbes durch die Kettenfäden.
Die Fig. 1 der Zeichnung ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Hinteransicht des Webstuhles. Fig. 3 und 4 sind Darstellungen des Greifers am Schützen. Fig. 5 ist eine Einzelzeichnung des Schützens, des Faches und der Klemmrolle.
Die Kette 1 liegt im Bereiche des Faches 5 senkrecht. Das nach dem freien Ende zu offene Blatt 6 erhält eine in vertikaler Ebene auf und ab schwingende Bewegung. Zu diesem Zwecke wird das bei 7 drehbare Blatt 6 von der Exzenterscheibe 8 oder in sonst geeigneter Weise angetrieben. Das öffnen des Faches geschieht in bekannter Weise, indem das über die Walzen 9 und 10 laufende Ge-
schirr, welches aus den endlosen, nebeneinander liegenden, die Schäfte bildenden und zwischen den Kettenfäden hindurchgeführten Litzen ii besteht, welche mit Fadenaugen 12 versehen sind, durch eine hin und her gehende Bewegung der Schäfte des Geschirres die Kettenfäden ι zur Fachbildung bewegt. Der Antrieb des Geschirres 9, 10 und 11 erfolgt in beliebiger Weise etwa dadurch, daß die von der Welle 13 aus angetriebene Kurbelscheibe 14 mittels Zugstange 15 eine hin und her gehende Bewegung der Scheibe 16 bewirkt, welche Bewegung mittels Riemen 17 auf die Scheibe 18 übertragen wird, die auf der Geschirrwelle 19 befestigt ist. Das Schließen des Faches wird unterstützt durch eine gegen das sich schließende Fach hinschwingende, im Profil daumenartig gestaltete Walze 51, welche mit dem Daumen 52 die Kettenfäden spannt. Die Walze 51 erhält ihre Bewegung von der mit der Blattwelle 7 schwingenden Scheibe 49, die mit der Walze 51 durch Zugstange 50 verbunden ist. Die hin und hergehende Bewegung der Scheibe 16 kann gleichzeitig zur Drehung des Warenbaumes 2 und Kettenbaumes 2a mit Hilfe des Bandes 3 und des Sperrades 20, der Sperrklinke 21 und des Riemens 5fl benutzt werden.
Die Zuführung der einzuwebenden Holzstäbe geschieht in der Weise, daß durch Riemen 53 und 54 die Rollen 55 und 56 bewegt werden, wodurch sich die auf dem Baum 57 aufgewickelten Leitfäden 58 für die Holzstäbe 27 über die Leitwalzen 59 und 60 auf 55 und 56 abwickeln. Hierdurch werden die Holzstäbe 27 nach dem muldenförmigen Überbau 61 geleitet, fallen in die Rinne 62, die so bemessen ist, daß immer nur ein Holzstab darin Platz findet, überschüssige Stäbe aber darüber hinwegfallen und sich bei 63 ansammeln. Durch den Riemen 64 wird der Baum 57 mit der Bandbremsscheibe 65 verbunden, welche mit Hilfe des Gewichtes 66 ein straffes Abrollen der Fäden 58 veranlaßt.
Das Einführen der Holzstäbe in das Fach geschieht in der Weise, daß in einem seitlich am Webstuhl angebrachten Gestell 24 der bügelförmige Schützen oder Schlitten 25 eingebaut ist, dessen oberer Teil 26 in der oberen Hälfte seines Querschnittes abgerundet und glatt poliert ist und zum Auflegen und Tragen der Holzstäbe 27 dient. Der untere Teil 28 des Schützens ist zwecks Einleitung der hin und her gehenden Bewegung als Zahnstange ausgebildet. In dieselbe greift das auf der Welle 30 sitzende Zahnrad 31 ein, welches seine hin und her gehende Bewegung durch die große Scheibe 32 bzw. die Zugstange 33 und die von der Hauptwelle 29 aus bewegte Kurbelscheibe 34 erhält. ,, Der im Führungsbette 35 horizontal hin und her bewegte Schützenteil 26 besitzt an seinem hinteren Ende einen Ansatz 36, welcher die Lage der äußeren Enden der aufzulegenden Holzstäbe bestimmt. An seinem inneren Ende ist der Schützen mit einem Greifer 45 versehen (Fig. 3 und 4). Dieser Greifer ist als doppelarmiger Hebel ausgebildet. In seinem Drehpunkt ist ein Vierkant 41 angebracht, gegen das sich zwei Flachfedern 42 legen. An den senkrechten Gestellrahmenteilen 43 und 46 sind zwei Anschläge 37 und 44 vorgesehen, gegen welche der Schenkel 38 des Greifers 45 stößt. Beim Rückgange des Schützens steht der Greifer 45, wie aus Fig. 4 ersichtlich, etwas schräg, da er durch den Anschlag 44 in diese Lage gebracht worden ist. Der Holzstab legt sich nun kurz vor Beendigung des Rückganges des Schützens auf den Tragteil desselben. Unmittelbar darauf zwingt der Anschlag 37 den Greifer 45, sich herumzulegen und dadurch den Stab festzuklemmen. In dieser Lage wird der Greifer 45 durch die Federn 42 gehalten. Geht nun der Schlitten mit dem auf ihm liegenden Stabe in das Fach hinein, so drückt die Rolle 48, welche durch, die Exzenterscheibe 8 eine entsprechende schwingende Bewegung erhält, den Stab gegen die obere Fläche des Schützens. So durchläuft der Schlitten mit dem auf ihm festgeklemmten Stabe das Fach. Kurz vor Beendigung der Vorwärtsbewegung gibt die Rolle 48 den Stab frei. Infolgedessen gleitet das hintere Ende des Stabes in das Fach hinab. Gleich darauf schlägt der Greifer mit dem Schenkel 38 gegen den Anschlag 44 und muß infolgedessen auch das vordere Ende des Stabes freigeben, der nun völlig frei in. das Fach hinabgleitet, da er sich auf der glatt polierten runden Tragfläche des Schlittens nicht zu halten vermag. Der Schlitten geht nun mit geöffnetem Greifer zurück, und die Walze 51 legt sich mit dem Daumen 52 gegen die Kettenfäden, spannt dieselben und unterstützt dadurch das Schließen des Faches. Um ein Festhaken der Kettenfäden an dem Greifer während des Schließens des Faches zu verhindern, sind die Schenkel des Greifers abgerundet.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Webstuhl mit senkrechter Kette zur Herstellung von Geweben mit Holzschuß, dessen Schützen (Schlitten) in horizontaler Ebene hin und her geht, dadurch gekennzeichnet, daß der Schützen eine abgerundete glattpolierte Tragfläche besitzt, auf welcher der in das Fach einzuführende Holzstab gelagert und durch Greifer (45) und Rolle (48) beim Vorwärtsgehen des Schützens in das Fach festgeklemmt wird, während sie den Stab am Ende der Vorwärtsbewegung freigeben, so daß er, da
    er sich auf der glatten runden Tragfläche des Schützens nicht zu halten vermag, in den unteren Fach winkel fällt.
  2. 2. Webstuhl nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Holzstäbchen durch Leitfäden (58) vermittelt wird, zwischen denen die Stäbchen uneingebunden liegen und mit denen sie auf einem Baum (57) aufgewunden sind, so daß durch Abziehen der über den Stäbchen liegenden Leitfäden nach oben und der unter den Stäbchen liegenden Leitfäden nach unten letztere frei werden und über eine Gleitbahn hinweg auf die Tragfläche des Schützens gleiten, wobei überflüssig zugeführte Stäbchen über den Schützen weg in eine Sammelrinne (63) fallen.
  3. 3. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich frei oder zwangsweise drehende Rolle (48) den Holzstab auf die glatte runde Tragfläche des Schützens während dessen Vorwärtsbewegung in das Fach hinein drückt und ihn erst kurz vor Beendigung dieser Vorwärtsbewegung freigibt.
  4. 4. Webstuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine unrunde, zwangsweise bewegte Walze (51) beim Schließen des Faches gegen die Kettenfäden drückt, dieselben spannt und dadurch ein festes Einbinden der Holzstäbchen vermittelt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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