DE236152C - - Google Patents
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- DE236152C DE236152C DENDAT236152D DE236152DA DE236152C DE 236152 C DE236152 C DE 236152C DE NDAT236152 D DENDAT236152 D DE NDAT236152D DE 236152D A DE236152D A DE 236152DA DE 236152 C DE236152 C DE 236152C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D51/00—Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
- D03D51/18—Automatic stop motions
- D03D51/20—Warp stop motions
- D03D51/28—Warp stop motions electrical
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Chairs Characterized By Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 c. GRUPPE
Kettenfadenwächter für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1910 ab.
Es sind schon Einrichtungen vorgeschlagen worden, bei welchen, wenn ein Kettenfaden
bricht, entweder unmittelbar durch Herabfallen der betreffenden Drahtlitze des Litzengeschirres
oder mittelbar durch sog. Wächternadeln ein elektrischer Stromkreis geschlossen wird, in welchen ein Elektromagnet geschaltet
ist, dessen Anker bei Fadenbruch und Stromschluß einen Anschlag" o-. dgl. in den Bereich
ίο der Weblade führt, welcher dann von der Lade
so vorgestoßen wird, daß er oder besondere mit ihm verbundene Hilfsmittel den Ausrückhebel
ausrücken oder zur Ausrückung freigeben.
Die älteren Vorrichtungen haben sämtlich den Mangel, daß der Anker durch irgendwelche
Teile, Federn, Eigengewicht u. dgl. einen so großen Widerstand erfährt, daß das,
Anziehen desselben dem Elektromagneten erheblich erschwert wird. Hierdurch ist eine
zuverlässige Wirkung der Vorrichtung in Frage gestellt.
Die neue Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß dieser Übelstand vermieden ist. Der
Anker steht in seiner Bereitschaftslage für den-Fall des Fadenbruches mit keinem seine
Bewegung" erschwerenden Teile in Verbindung. Sein Gewicht ist praktisch ausgeglichen.
Gleichwohl aber ist auch die mechanische Funktion durch entsprechende Hilfsmittel
vollkommen gesichert, ferner gelangt die Vorrichtung beim Wiedereinrücken des Stuhles von selbst in ihre Bereitschaftslage
zurück.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt ein Schema der Gesamteinrichtung·.
Fig. 2 veranschaulicht die Anbringung der Vorrichtung" am verlängerten Brustbaum im
Grundriß.
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 4 ein Längsschnitt durch dieselbe.
Die Kettenfäden 1 gehen durch die Drahtlitzen 2 des Litzengeschirres und von hier
durch das Rietblatt 3 an der Weblade 4. Am Litzengeschirr wird in irgendeiner geeigneten
und bekannten Weise entweder unmittelbar durch Herabfallen der Litze selbst oder
mittelbar durch Wächternadeln o. dgl. Vorkehrung getroffen, daß sich beim Bruch eines
Kettenfadens der Stromkreis 5, 5, welcher seinen Strom aus der Stromquelle 6 empfängt,
schließt.
Am Brustbaum 7, und zwar an einer Ver- ' längerung desselben, ist nahe dem Ausrückhebel
8 die neue Vorrichtung angebracht. Gemäß Fig. ι hängt das Gehäuse 9 der Vorrichtung
beispielsweise an einer Art Pendelstange 10, die mittels gekröpften Armes 11 am
Brustbaum befestigt ist. Die Pendelstange 10 oder die zur Verbindung derselben mit dem
Gehäuse 9 dienende Schraube stützt sich gegen einen Anschlag 12, dessen Befestigung
aus Fig. 2 ersichtlich ist. Der Anschlag 12 hat beispielsweise die Form eines stufenförmig
gebogenen Doppelwinkels .und ist mit
dem Ausrückhebel 8 durch eine Schraube verbunden. Gegen sein äußeres Ende 12' stützt
sich die Pendelstange 10, und gegen sein inneres Ende 12" stützt sich ein Stift 13, weleher
aus dem Gehäuse 9 vorragt.
Auf der Innenseite nach der Weblade hin ragt aus dem Gehäuse 9 eine kurze Stange 14
vor. Wenn alle Kettenfäden ganz sind, so trifft ein Anschlag 15 an der Weblade jedesmal
gegen die Stange 14 und schiebt dieselbe um ein entsprechendes Stück in das Gehäuse 9
hinein, worauf sich beim Zurückgehen der Weblade die Stange 14 unter dem Einfluß
einer (im Gehäuse sitzenden) Feder wieder
I5. herausschiebt. Solange kein Fadenbruch erfolgt
ist, wird durch dieses Verschieben der Stange 14 kein Einfluß auf den Gang des
Stuhles ausgeübt. Erst wenn ein Faden bricht, besorgt der Stromschluß eine Sperrung der
Stange 14 innerhalb des Gehäuses 9. Alsdann schiebt sich diese Stange nicht leer in das Gehäuse
hinein, sondern nimmt letzteres mit, hebt den Ausrückhebel 8 aus seiner Rast, so
daß dieser zurückschnellt und den Stuhl stillag setzt.
Die Stange 14 ist in Fig. 4 in ihrer äußersten Stellung rechts gezeichnet, in welche
Lage sie jedesmal durch eine Feder 16 zurückgedrückt wird, wenn der Anschlag 15 sie
g0 nach links geschoben hatte. An ihrem inneren
Ende bei 17 ist die Stange beispielsweise als dreizinkige Gabel ausgebildet. Wie aus
Fig. 3 ersichtlich ist, sind die beiden äußeren Zinken \j' und ij" dieser Gabel durch eine
Brücke 18 miteinander verbunden. Zugleich sind sie breiter als die Mittelzinke 17 und
greifen in Nuten des Gehäuses hinein, wodurch die Gabel außen geführt wird. Die Mittelzinke 17 geht beispielsweise durch eine
Öse 19 hindurch, welche am Gehäuseboden festsitzt und gegen die sich die Feder 16
(Fig. 4) stützt.
Oberhalb der Stange 14 befindet sich der Elektromagnet 20, vor welchem der Anker 21
liegt und um einen Bolzen 22 drehbar ist. Anker 21 ist an seinem Vorderende bei 21' hakenförmig
gebogen. Sobald der Stromkreis geschlossen ist, wird das hintere Ende des Ankers
vom Elektromagneten gehoben und das vordere Hakenende 21' gesenkt. Dieses legt
sich also vor die Brücke 18 und, während bei nicht erregtem Elektromagneten die Brücke
18 der Gabelstange 14 frei unter dem Haken 2i' des Ankers himveggleiten konnte, erfaßt
jetzt die Brücke den Haken und nimmt infolgedessen das ganze Gehäuse 9 mit vor, wenn der Anschlag 15 der Weblade gegen die
Stange 14 trifft.
Der Anker wird von keiner Feder o. dgl.
beeinflußt, sein Gewicht ist so weit ausgeglichen, daß. der Haken 21' sich nicht von
selbst senkt, die Bewegung" des Ankers also so leicht, daß sie auf jeden Fall bei Erregung
des Elektromagneten sicher eintritt.
Um den Ankerhaken in seiner Sperrstellung zu sichern, ist über dem Anker eine Klinke 23
angebracht, welche bei der gezeichneten Bereitschaftslage des Ankers auf einer Fläche 24
nahe bei einem Ansatz 24' aufliegt. Unterhalb dieser Klinke befindet sich der Stift 13,
welcher gemäß Fig. 2 und 3 seitlich aus dem Gehäuse vorragt. Eine Feder 25 sucht das
linke verdickte Ende dieses Stiftes in das Gehäuse hineinzuziehen; die innerste Stellung
ist in Fig. 3 angegeben. Bei dieser Lage liegt die Verdickung 13' des Stiftes 13 im Bereich
der Klinke 23; sie hat mittels der konischen Übergangsstelle von 13' zu 13 die Klinke 23
gehoben. Wenn man den Ausrückhebel 8 behufs Ingangsetzung des Stuhles nach außen
drückt und in seine Rast einlegt, so schiebt der vom Ausrückhebel getragene Anschlag
12" den Stift 1.3 so weit durch das Gehäuse hindurch, daß die Verdickung 13' die Klinke
23 nicht trägt, sondern diese sich auf die Fläche 24 des Ankerhebels legt. Diese Stellung
ist in Fig. 2 und 4 angegeben.
Sobald nun der Elektromagnet den Anker bewegt, also der Haken 21' gesenkt wird,
fällt die Klinke 23 hinter den Ansatz 24' und sperrt dadurch den Ankerhebel, welcher gezwungen
wird, in seiner Lage zu bleiben, so daß die Stange 14 ihn mitnehmen.muß. Wenn
durch das Vorstoßen des Gehäuses 9 der Stuhl ausgerückt ist, hat der Anschlag 12" beim
Zurückgehen des Ausrückhebels den Stift 13 freigegeben; derselbe kann also in die Stellung'
nach Fig. 3 zurückgehen und hierdurch die Klinke 23 wieder ausheben. Wenn man den Stuhl wieder einrückt, drückt Anschlag
12 den Stift 13 wieder vor, und die Vorrichtung befindet sich ohne weiteres hierdurch
wieder in ihrer Bereitschaftslage.
Claims (2)
- Patent-An Sprüche:i. Ketten fadenwächter für Webstühle, bei welchem der Weblade oder einem sonstigen bewegten Teile eine unter Federdruck stehende verschiebbare Stange dargeboten wird, die sich für gewöhnlich frei hin und her bewegen kann, bei Fadenbruch aber mittels eines Elektromagneten gesperrt wird, so daß dann die Weblade die ganze Vorrichtung vorstößt und den Stuhl ausrückt, dadurch gekennzeichnet, daß der selbst zur Sperrung dienende Magnetanker von einem frei beweglichen zweiarmigen Hebel gebildet wird, der durch entsprechende Gewichtsverteilung nahezu in der Schwebe gehalten wird, und welcher nach Eintritt in die Sperrlage gesichert wird.
- 2. Kettenfadenwächter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bereitschaftslage sich eine lose Klinke (23) auf den Anker (21) legt und bei der Bewegung desselben durch den Elektromagneten (20) hinter einen Ansatz (24') fällt, um den Anker für die Dauer der Ausrückung zu sperren, wobei unterhalb der Klinke ein Stift (13) mit verdicktem Kopf (13') angeordnet ist, welcher in der Bereitschaftslage mit seinem dünnen Schaft unter der Klinke (13) liegt und deren Bewegung nicht hindert, während er beim Ausrücken des Stuhles von dem ihn stützenden Anschlag (12") am Ausrückhebel frei wird, dadurch mit seiner Verdickung unter die Klinke tritt und dieselbe aushebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE236152C true DE236152C (de) |
Family
ID=495858
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT236152D Active DE236152C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE236152C (de) |
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