DE236146C - - Google Patents

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DE236146C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/006Twisting machines in which twist is imparted at the paying-out and take-up stations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 236146 KLASSE 76 c. GRUPPE
ERWIN BREKELBAUM in DÜREN, Rhld.
Ringzwirnmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1909 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Ringzwirnmaschine, insbesondere zum Zwirnen von Fäden aus verschiedenartigem Material.
Bei den bekannten, diesem Zweck dienenden Maschinen hat sich besonders bei der Verarbeitung verschiedenartigen Materials, beispielsweise von Leinen und Baumwolle oder Ramie mit Baumwolle, der Übelstand gezeigt, daß die
ίο Verzwirnung nicht so glatt und ebenmäßig vor sich geht, als erwünscht ist. Es kommen nämlich Reiten des einen Fadens um den andern, Hüpfen des Fadens und andere Unregelmäßigkeiten vor, was sich daraus erklärt, daß von den beiden zur Verzwirnung kommenden Fäden der eine steifer, glätter „und unelastischer ist als der andere.
Um diesen Übelständen abzuhelfen und einen glatten, ebenmäßig verzwirnten Faden auch aus zwei oder mehreren aus verschiedenem Rohmaterial bestehenden Einzelfäden herzustellen, ist gemäß der vorliegenden Erfindung der Zwirnpunkt, d. h. der Anfang der eigentlichen Verzwirnung, festgelegt.
Dieses Festhalten des Zwirnpunktea wird durch eine feststehende Führungsstange bewirkt, die mit ihrer äußersten Erzeugenden lotrecht über der Spindelachse liegt und dabei in einer solchen Höhe über der Spindel angeordnet ist, daß der Winkel zwischen Auf- und Ablauf der Fäden (Umschlußwinkel auf der Stange f) so groß ist, daß die Zwirnung sich wohl bis zur Führungsstange ungehindert fortpflanzen kann, aber kein über diese Führungsstange hinausgehendes Zusammendrehen der Fäden stattfindet. Die Einzelfäden laufen weiter gleichzeitig bis zur Führungsstange, und zwar bis zu ihrem lotrecht über der Spindelachse liegenden Punkt getrennt. Hierdurch wird verhindert, daß bei der Zwirnung der eine Faden an dem anderen eine Stützung findet, von ihm gefangen wird und hierdurch das Überspringen des Zwirnpunktes ermöglicht.
Die Fig. 1 bis 5 der Zeichnung zeigen den Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen.
Von den Kreuzspulen α laufen die Einzelfäden b, c getrennt zu dem Walzenpaar d, e, das aus Lieferwalze und Druckwalze besteht. Von diesen Walzen gehen die Fäden weiter getrennt in wagerechter Richtung (Fig. 1 bis 3) oder nahezu wagerechter Richtung (Fig. 4 und 5) auf die Führungsstange f, welche mit ihrer äußersten Erzeugenden g lotrecht über der Achse der Spindel h und dem Schweineschwänzchen k liegt. Bei dieser Einrichtung bleibt der Zwirnungspunkt ständig im Punkt i.
Eine ähnliche Anordnung ist bereits bekannt, sie ergibt aber nicht die gleiche Wirkung. Diese bekannte Anordnung ist in Fig. 6 und 7 in Seiten- und Vorderansicht dargestellt. Bei ihr liegt die feste Führungsstange zwar auch lotrecht über der Spindelachse und dem Schweineschwänzchen, auch laufen die Fäden getrennt zu. . Die Ablenkung des Fadens (der umspannte Bogen auf der Stange f) ist jedoch nicht ausreichend. Die Zwirnung setzt sich deshalb über die Führung f hinaus fort und erfolgt dem verschiedenen Material entsprechend beliebig und abwechselnd zwischen dieser Führung und der Lieferwalze, also in, den Punkten ι bis 4, indem der Zwirnpunkt ruckweise von
einem dieser Punkte zum andern hin und her springt.
Die Erfindung besteht also in der Verbindung an sich bekannter Einrichtungen, nämlich einer lotrecht über der Spindelachse liegenden Führungsstange und der getrennten Zuführung der Einzelfäden zum Lieferwerk mit einer solchen Höhenanordnung der Führungsstange f über den Spindeln, daß die Verzwirnung nur vom
ίο Läufer bis zu dem Punkt i der äußersten Erzeugenden dieser Führung geht. Diese Höhenlage ist von der Art des Materials und der zu gebenden Drehung des Zwirnes abhängig. Es wäre also auch die Anordnung der Führungsstange f in höherer Lage als die Lieferwalze möglich. Es würde sich alsdann die in Fig. 8 und 9 in Seiten- und Vorderansicht dargestellte Fadenführung ergeben. Bei dieser Anordnung besteht aber der Nachteil, daß der Umschlußbogen an den Liefer- oder Belastungswalzen leicht beim Verzwirnen von Fäden ungleichen Materials Störungen hervorruft, da die Adhäsion der rauhen und glatten Einzelfäden eine verschieden große ist. Es hat sich daher die in Fig. 1 dargestellte Anordnung, bei der der Zulauf der Fäden in wagerechter Ebene erfolgt (Fig. 1), am besten bewährt. Dieser Bedingung entspricht auch die in Fig. 10 dargestellte Anordnung, wo die Einzelfäden von der Belastungswalze ablaufen.
Da die Einzelfäden tangential von den Lieferwalzen bzw. Belastungswalzen ablaufen, verlassen sie diese alle zu gleicher Zeit, was bei einer Ausführungsform nach Fig. 6 und 8 nicht der Fall ist, weil sie infolge der verschiedenen Adhäsion verschieden weit mitgenommen werden können.
Die Übersicht über die zulaufenden Fäden ist eine gute, so daß Fehler und, Fadenbrüche schnell bemerkt und abgestellt werden können. Die Lieferung der Maschinen wird daher erhöht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ringzwirnmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verzwirnenden Einzelfäden (b, c) von den Ablaufspulen durch das Lieferwerk getrennt bis zu einer feststehenden Führungsstange (f) geführt werden, die mit ihrer Ablaufstelle senkrecht über den Spindeln und so hoch über ihnen angeordnet ist, daß der umspannte Bogen an dieser Führungsstange kein Überspringen des Zwirnpunktes über die Ablaufstelle zuläßt.
2. Ringzwirnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstange (f) so angeordnet ist, daß die Einzelfäden (b, c) in wagerechter Richtung von den Lieferwalzen auf sie auflaufen, der Um-Schlußwinkel der Fäden auf der Führungsstange also Qo ° beträgt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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