DE233648C - - Google Patents

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DE233648C
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calcium chloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/36Pearl essence, e.g. coatings containing platelet-like pigments for pearl lustre

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adornments (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
233648 KLASSE 22g. GRUPPE
Zusatz zum "Patente 215672 vom 15. August 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Oktober 1909 ab. Längste Dauer: 14. August 1923.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung des durch Patent 215672 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Silbertinktur aus Fischschuppen, bei dem die in Wasser abgelöste glänzende Substanz der Fischschuppen durch Wasser verdrängende und mit Lacken mischbare Flüssigkeiten vom Wasser befreit und mit einem elastischen Lack gemischt wird. Es hat sich herausgestellt, daß anstatt durch die im Hauptpatent erwähnten Wasser verdrängenden und mit Lacken mischbaren Flüssigkeiten das Wasser aus der Fischschuppensubstanz auch durch andere Mittel, und zwar durch wasserbindende Salze, z. B. Chlorkalcium, ungelöschten Kalk usw., oder durch albuminöse Substanzen, z. B. Gelatine, Agar-Agar usw., entfernt werden kann. Das Entziehen des Wassers kann dabei, wie dies auch bei Verwendung der im Hauptpatent zur Wasserentziehung benutzten Flüssigkeiten der Fall ist, vor oder nach der Mischung der Fischschuppensubstanz mit dem elastischen Lack erfolgen.
Das Verfahren zum Entfernen des Wassers aus der Fischschuppensubstanz durch Wasser aufsaugende Salze kann in verschiedener Weise ausgeführt werden. Beispielsweise geschieht dies derart, daß man die von den Fischschuppen abgelöste perlmutterartige Substanz sich nach dem Vermischen mit Aceton vollständig zu Boden setzen läßt. Alsdann stellt man ein hochrandiges, oben offenes Näpfchen so in das die Fischschuppensubstanz enthaltende Gefäß, daß die Öffnung des Näpfchens über die Fischschuppensubstanz zu liegen kommt, von dem Aceton jedoch bedeckt ist. In dieses Näpfchen hat man vorher wasserfreies Chlorkalcium hineingebracht, das alles in der Mischung befindliche Wasser gierig aufsaugt und dabei nach und nach zerfließt. Das mit Wasser gesättigte Chlorkalcium wird entfernt, worauf das Näpfchen mit neuem Chlorkalcium in festem Zustande gefüllt wird. Man macht dies so lange, bis das Chlorkalcium fest bleibt. In diesem Falle ist der Mischung alles Wasser entzogen.
Da sich Chlorkalcium mit Äthyl- oder Methylalkohol verbindet, so wird, wenn solcher Alkohol bei der Lackerzeugung Verwendung finden soll, als Wasser entziehende Substanz z. B. kohlensaures Kali, essigsaures Kali, ungelöschter Kalk ο. dgl. verwendet.
Um anstatt Wasser aufsaugende Salze albuminöse Substanzen zur Entfernung des Wassers zu benutzen, geht man beispielsweise in folgender Weise vor: Die Perlenessenz, aus der das Wasser entfernt werden soll, wird mit Amylacetat oder auch mit Aceton enthaltendem Zelluloidlack u. dgl. gemischt. Dieser Mischung wird Gelatine in Platten zugesetzt. Die Gelatine ist in der Mischung unlöslich, zieht aber das Wasser aus der Mischung an und quillt auf.
Die aufgequollenen Gelatineplatten, die immer noch genügenden Zusammenhalt haben, werden herausgenommen und so lange durch neue harte Platten ersetzt, bis diese hart bleiben und nicht mehr aufquellen. Es ist dies ein Zeichen, dafür, daß kein Wasser, mehr in der Mischung vorhanden ist. Um diesen Lack auch weiterhin gegen Aufnahme von Wasser zu schützen, kann ihm immer eine ίο Platte Gelatine zugesetzt werden.
Anstatt der Gelatine können auch andere . albuminöse Substanzen, z.B. Agar-Agar usw., •zu demselben Zweck verwendet werden.
Als elastischer Lack kann wie im Haupt-,15 patent Zapon, Zelluloidlack, Kollodiumlösung u. dgl. Verwendung finden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Abänderung des durch Patent 215672 geschützten Verfahrens zur Herstellung von Silbertinktur aus Fischschuppen, dadurch gekennzeichnet, daß die Beseitigung des Wassers aus der glänzenden Substanz der Fischschuppen durch Wasser anziehende Stoffe vor oder nach dem Vermischen der Fischschuppensubstanz mit dem elastischen Lack erfolgt.
2. Verfahren nach. Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Wasser anziehende Stoffe Wasser bindende Salze oder Oxyde,
z. B. Chlorkalcium, ungelöschter Kalk usw., oder quellbare Celloide, z. B. Gelatine, Agar-Agar, verwendet werden.
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