DE233265C - - Google Patents
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- DE233265C DE233265C DENDAT233265D DE233265DA DE233265C DE 233265 C DE233265 C DE 233265C DE NDAT233265 D DENDAT233265 D DE NDAT233265D DE 233265D A DE233265D A DE 233265DA DE 233265 C DE233265 C DE 233265C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B1/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
Landscapes
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 233265 KLASSE 75«. GRUPPE
ADOLF MAJER in PFORZHEIM.
Vorrichtung zur Erzeugung von Glasreliefs.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, um mittels einer Kopiermaschine Glasreliefs zu
erzeugen, in ähnlicher Art und Weise, wie man bisher in Metall und Stein plastische
Muster mittels Kopier- oder Graviermaschinen durch Bewegung eines Führungsgriffels über
einem Modell in drei Dimensionen herstellt, wobei eine Nachbildung des Modells entweder
in gleicher Größe oder in verkleinertem oder
ίο vergrößertem Maßstabe erhalten wird. Durch
unmittelbare Übertragung dieses Arbeitsverfahrens und Anwendung der bei Metall-Gravieroder
Kopiermaschinen gebräuchlichen Werkzeuge zur Herstellung von Glasreliefs erhält man wegen der dem Glas anhaftenden eigentümlichen
Materialeigenschaften kein praktisch brauchbares Ergebnis. Die vorgeschlagene Anwendung umlaufender, fräserartig wirkender
Werkzeuge hatte, trotzdem man damit in Nachahmung der bekannten freihändig geübten
Glasschneidetechnik verfuhr, zunächst nach Versuchen des Erfinders keinen befriedigenden
Erfolg; durch Zerspringen des Glases und vorzeitige Abnutzung des umlaufenden Werkzeuges, welches z. B. aus einem Korundgriffel
bestand, ergaben sich anscheinend unüberwindliche Schwierigkeiten für die maschinelle
Durchführung des Verfahrens, so daß es aussichtslos erschien, darauf eine fabrikationsmäßige
Erzeugung von Glasreliefs zu gründen. Es gelang indessen, die Schwierigkeiten zu
überwinden, als man nach entsprechender Einrichtung der Maschine und Werkzeuglager
dazu überging, die Fräser- oder Bohrerspindel und den Korundgriffel mit einer ausnahmsweise
hohen Drehgeschwindigkeit anzutreiben.
Es zeigte sich, daß es notwendig war, mit der Umdrehungszahl mindestens über 5000
Umdrehungen in der Minute hinauszugehen, und daß die Geschwindigkeit zweckmäßig sogar
bis an 15000 Umdrehungen in der Minute zu steigern war, wenn das beste Ergebnis erzielt
werden sollte.
Zur Ausführung der Erfindung, die auf diesem Grundgedanken einer ausnahmsweise
hohen Drehgeschwindigkeit des Fräsers oder sonstigen Werkzeuges beruht, kann man sich
einer Kopierbank oder Kopiermaschine von bekannter Anordnung bedienen. Das Werkzeug
wird am besten mittels eines -Elektromotors mit. regelbarer hoher Drehgeschwindigkeit
angetrieben.
Auf der Zeichnung ist schematisch das System einer mechanisch arbeitenden Kopiermaschine
veranschaulicht; über dem zu vervielfältigenden Modell q gleitet der Führungsgriffel p als eine Art Tastorgan, indem eine
das ganze Relieffeld bestreichende Bewegungsvorrichtung zwischen ihm und dem Modell q
angeordnet ist. Die gleiche Bewegungsvorrichtung ist übereinstimmend auf der anderen
Seite zwischen dem Werkstück g und. dem Werkzeuggriffel h in bekannter Weise herge- "
richtet, wobei für letzteren die Tiefe des Eingriffs durch den Führungsgriffel p an jeder
Stelle des Kopierfeldes bestimmt wird. Das gegenseitige Zusammenarbeiten des Führungsgriffels und Werkzeuggriffels mit den auf zu- ,
gehörigen Schlitten anzubringenden Modell- und Werkstücken kann andernfalls., mittels
einer bekannten Übertragungseinrichtung derart geregelt werden, daß der Kopiervorgang
eine oder mehrere in einem bestimmten Verhältnis verkleinerte oder vergrößerte Kopien
ergibt.
Für die Ausführung der Erfindung ist charakteristisch, daß das den Intaglio-Einschliff
bewirkende Werkzeug h mit hoher Umdrehungszahl — zweckmäßig über 5000 in der Minute —
umläuft und unter diesen Umständeil nach Fräserart auf das Glasmaterial wirkt, wobei
ein Aussplittern und Bruch des Glases vermieden wird. . Durch Elektromotorantrieb
kann man vorteilhaft die genannte hohe Drehgeschwindigkeit unmittelbar auf die Werkzeugspindel
übertragen, deren Lagerung und Lagerschmierung natürlich für eine solche Drehgeschwindigkeit
eingerichtet sein muß.
Als Werkzeug hat sich in erster Linie ein gespitzter Korund-, Karborund- oder Schmirgelstift
als1-geeignet erwiesen. Bei der hohen
Drehgeschwindigkeit nutzt sich ein solcher Stift unverhältnismäßig weniger ab als wie
bei mäßiger Geschwindigkeit, was durch Versuche erwiesen ist. Zweckmäßig wird der
Führungsstift p von einem Material (z. B.
Bronze) hergestellt, welches einen annähernd gleichen Abnutzungsgrad zeigt. ·
Statt der Werkzeugstifte können umlaufende Gravierwerkzeuge mit kugligen oder spitz auslaufenden
Fräserkronen, die aus Kupfer, Stahl
o. dgl. bestehen, angewendet werden, wobei man diese Werkzeuge in bekannter Weise
unter Hinzuführung von Schmirgel oder eines Schleifmittels arbeiten läßt. Der Werkzeugsangriff
kann auch unter Flüssigkeitsbedeckung des Werkstücks stattfinden.
Der Erfinder hat festgestellt, daß, während die auf der Kopiermaschine vorgenommene
Arbeit mit solchen umlaufenden Werkzeugen bei verhältnismäßig niedriger Drehungszahl
(unter 5000 in der Minute) keine praktisch befriedigenden Ergebnisse zeitigte, indem trotz
aller Vorsicht Brüche und Risse nicht ausblieben, die Schleifarbeit ohne solche Anstände
bis zu Ende durchführbar ist, wenn man eine beträchtlich höhere Drehgeschwindigkeit ■—
über 5000 und vorteilhaft gegen 15000 Umdrehungen in der Minute — anwendet. Es
gelingt vermöge dieser Arbeitsweise, sehr vollendete Reliefs und körperliche Figuren aus
vollem Glas in verhältnismäßig kurzer Zeit mechanisch herzustellen, welche in der Vollkommenheit
der Ausführung nicht den kostspieligen, von Hand gearbeiteten künstlerischen Erzeugnissen nachstehen.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Vorrichtung zur Erzeugung von Glasreliefs, dadurch gekennzeichnet, daß der als Werkzeug verwendete Fräser oder Gravierstift mit einer sehr hohen Umdrehungszahl (und zwar über 5000 Umdrehungen in der Minute) läuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE233265C true DE233265C (de) |
Family
ID=493218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT233265D Active DE233265C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE233265C (de) |
-
0
- DE DENDAT233265D patent/DE233265C/de active Active
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