DE232669C - - Google Patents

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DE232669C
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suction
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C13/00Dental prostheses; Making same
    • A61C13/225Fastening prostheses in the mouth
    • A61C13/24Fastening by suction, i.e. total dentures

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Dentistry (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Dental Prosthetics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232669 KLASSE 30*. GRUPPE
JACOB PETRY in PITTSBURG, Penns, V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1910 ab.
Zu dem Zwecke, ein sicheres Festhaften der Oberkiefergebisse am Gaumen zu erzielen, pflegt man an der Oberfläche der Gebißplatte kleine Gruben, sog. Saugkammern, vorzusehen, aus denen beim Andrücken der Platte an den Gaumen zufolge des Nachgebens der Gaumenhaut (bzw. des Sichflachbiegens der Ränder der Kammer, wenn diese aus einem nachgiebigen Material, Gummi, bestehen) die Luft ausgepreßt wird, so daß nach dem Aufhören des Anpressungsdruckes die Gebißplatte zufolge der Saugwirkung der luftleer, gewordenen Kammer oder Kammern am Gaumen festgehalten wird. Aus Gründen der Einfachheit hat man bisher zumeist nur eine einzige Saugkammer an der Oberfläche der Gebißplatte angeordnet, die man dann, wenn sie aus Gummi bestand, wegen der Eigenschaft des Gummis, in der Feuchtigkeit nach einer gewissen Zeit schwammig zu werden, auswechselbar an der Gebißplatte befestigen muß. Zwecks Gewinnung mehrerer über die ganze Fläche der Gebißplatte verteilter Saugkammern hat man bisher Metallscheiben, in die kleine Vertiefungen eingepreßt waren, auf der Oberfläche der Gebißplatte angebracht. Die Vertiefungen wurden bei den metallischen Saugplatten stets nur sehr klein gemacht, weil bei der geringen Nachgiebigkeit der Gaumenhaut größere metallische Saugkammern durch das Andrücken an den Gaumen nicht hinreichend luftleer gemacht werden konnten; die Saugwirkung der metallischen Saugplatten war daher naturgemäß eine verhältnismäßig schwache.
Gemäß der Erfindung werden auf eine nach der durchschnittlichen Form des menschlichen Gaumens gewölbte Gummischeibe nach einem neuen Verfahren verhältnismäßig tiefe und weite Saugnäpfchen aus weichem Gummi aufgeschweißt; die so gewonnene Saugplatte wird an Knöpfchen, die auf einer in die Oberfläche der Gebißplatte eingepreßten Metallscheibe sitzen, angehakt. Es sind so beim Erfindungsgegenstand die Vorzüge der Verwendung einer metallischen Scheibe (solide Verbindung mit der Gebißplatte) mit den Vorzügen der aus weichem Gummi bestehenden auswechselbaren Saugkörper (starke Saugwirkung) vereinigt. , Die Gummischeibe mit auf ihr sitzenden Näpfchen kann in Spezialbetrieben billig hergestellt werden. Der Zahnarzt wie der Laie können die fertiggekaufte Saugplatte ohne besondere Vorkehrungen auf die Gebißplatte aufknöpfen.
Das neue Verfahren wird durch die Zeichnungen veranschaulicht, und zwar, zeigen Fig. 1 bis 6 die Herstellung der Saugplatte, mit Hilfe deren das künstliche Gebiß sich am Gaumen festsaugt, und Fig. 8 bis 18 die Art und Weise, wie die Saugplatte an der Oberseite der die Zähne tragenden Platte befestigt wird. .
Fig. 7 zeigt in schräger Draufsicht die Saugplatte 22 aus Gummi mit kleinen Löchern 28 und mit auf ihrem Rücken sitzenden Saugnäpfchen 20, 21, welch letztere beim festen Andrücken der fertigen Gebißplatte an den Gaumen luftleer werden, so daß sie alsdann durch die Wirkung des äußeren Luftdrucks fest am Gaumen haften bleiben. Zur Herstellung der Saugplatte, dienen die Matrize 2 (Fig. 1 und 3) und die Formklötze 13,16 (Fig. 2 und 4) aus
beliebigem harten Stoff; in Fig. 6 sind die Formklötze mit der Matrize in zusammen-. gesetzter Stellung im Schnitt gezeichnet. Die Matrize 2 ist in vier Teile 3, 4, 5, 6 zerlegbar; die obere Fläche der Matrize ist konvex gewölbt nach der durchschnittlichen Form des menschlichen Gaumens, die untere Fläche ist konkav gewölbt; die Ränder der Matrize 2 sind zum Teil eben, wie Fig. 3 und die Schnittfigur 6 erkennen lassen. Auf der konvexen Oberfläche der Matrize 2 sind an geeigneten Stellen Aushöhlungen 9 etwa von der Form von halben Ellipsoiden mit ringsum laufenden Schultern 10 vorgesehen, welche zur Aufnahme der Saugnäpfchen 20 mit Rändern 21 dienen; in der Mitte jeder der Aushöhlungen ist ein kleines Loch 11 (Fig. 1 und 3) vorgesehen. Aus einem Grunde, der später einleuchten wird, sind die Trennungsfugen der vier Teile 3, 4, 5, 6,
so aus denen die Matrize sich zusammensetzt, so geführt, daß alle Löcher 11 in solche Trennungsfugen zu liegen kommen.
Die untere Fläche des Formldotzes 13 (Fig. 2) stellt in ihrem mittleren Teil ein genaues Negativ der oberen Fläche der Matrize 2 dar, wie aus Fig. 6 zu. ersehen, und ebenso stellt die obere Fläche des Formklotzes 16 in ihrem mittleren Teil ein genaues Negativ der unteren Fläche der Matrize 2 dar. Der erhöhte Rand 18 des Formklotzes 13 und der vertiefte Rand 19 des Formklotzes 16 sind derart gestaltet, daß, wenn beide Formklötze aufeinandergesetzt sind, im Innern gerade noch Raum ist für die Matrize 2, die Gummiplatte 22 und Näpfchen 20, 21.
Nach dem Zusammensetzen der Formklötze 13, 16 bei eingelegter Matrize und Saugplatte . und Saugnäpfchen werden die Klötze mittels Schraubzwingen 25 sehr stark zusammengepreßt und alsdann in einen Vulkanisierofen gebracht, in welchem beim Fortschreiten des Vulkanisierprozesses unter der Wirkung des starken Preßdrucks das Material der Platte 22 und der Näpfchen 20 durch die Löcher 11 der Matrize 2' hindurchtritt, wodurch eine feste Verbindung der Näpfchen mit der Platte erzielt wird. Hat sich dieser Vorgang vollzogen, so wird die Form aus dem Ofen genommen, die Schraubzwingen werden gelöst, und die Saugplatte wird samt der Matrize 2 aus der
go Form genommen. Zufolge der eigenartigen Anordnung der Trennungsfugen der Teile 3, 4, 5, 6 der Matrize 2 können diese Teile leicht von der Saugplatte, die nunmehr fertig ist, abgenommen werden.
Im folgenden wird beschrieben, in welcher Weise gemäß der Erfindung die Saugplatte 22 an der konvexen oberen Fläche der Gebißplatte 34 (Fig. 17 und 18) befestigt wird. In die konkave Formfläche des unteren (33) von zwei Formklötzen 33 und 35 (Fig. 14 und 15) . wird zuerst ein geeignet gewölbtes Blech 30 (Fig. 8 und 11) aus biegsamem Material, vorzugsweise Aluminium, eingelegt. Auf dieses werden dann zwei dem · ersten ähnliche, mit Nieten 37 verbundene Bleche 31 und 32 (Fig. 9, 10, 12 und 13), von denen das erstere kleine Löcher 36 von Dreieckform aufweist, aufgelegt. Auf die. Bleche wird die Gebißplatte 34 und schließlich auf die letztere der Formklotz 35 aufgelegt. Beim nachfolgenden Zusammenpressen der Form tritt das Material der Gebißplatte in die Löcher 36 des Bleches 31 ein, so daß dieses fest an der Gebißplatte haftet. Nach dem Öffnen der Form wird das lose liegende Blech 30 abgenommen und dann auch das an Blech 31 angenietete Blech 32 durch Zerschneiden entfernt, so daß die Nietköpfe 37 frei über das Blech 31 emporragen (s. Fig. 16). Die Nietköpfe 37 sind in solcher Weise angeordnet, daß sie mit den Löchern 28 der Saugplatte (s. Fig. 7) übereinstimmen, und sie können daher zum Befestigen der Saugplatte an der Gebißplatte 34 dienen, wie dies Fig. 17 und 18 erkennen lassen.
Gemäß der Erfindung wird die Saugplatte 22 mit Näpfchen 20, 21 in der Weise, wie beschrieben, fabrikmäßig hergestellt, ebenso Bleche 30, 31 und 32, so daß die Arbeit des Zahnarztes bei Herstellung der künstlichen Gebisse wesentlich abgekürzt wird. Hat der Zahnarzt die eigentliche Gebißplatte entsprechend der Form des Gaumens des Bestellers festiggestellt, so j hat er eben nur die Bleche in der beschriebenen j Art in die Gebißplatte einzudrücken, das Blech 31 zu entfernen Und dann die Saugplatte an den Nietstiften des Bleches 32 zu befestigen, eine Arbeit, die wenig Zeit und Mühe erfordert.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen und Befestigen von Saugplatten für künstliche Gebisse, dadurch gekennzeichnet, daß in geeignete Aushöhlungen (9) einer nach der durchschnittlichen Form des menschlichen Gaumens gewölbten, geeignet unterteilten Matrize (2, 3, 4, 5, 6) Saugnäpfchen (20) ein-
. gelegt werden und daß alsdann die Matrize mit einer untergelegten Gummischeibe (22) zwischen einem Paar geeignet gestalteter Formklötze (13,16), von denen der obere mit in die Höhlungen der Saugnäpfchen passend sich einfügenden Buckeln (14) versehen ist, in einem Vulkanisierofen (24) einem starken Druck ausgesetzt wird, wobei durch im Grunde der Aushöhlungen vorgesehene Löcher (11) hindurch das Material der Näpfchen sich mit dem Material der Gummischeibe vereinigt.
2. Verfahren nach Anspruch i,. dadurch gekennzeichnet, daß beim Einformen der Gebißplatte (34) in deren Oberfläche eine
——
hakenartige Vorsprünge (37) für das Aufknöpfen der Saugplatte aufweisende metallische Scheibe (31) geeignet vertieft eingepreßt wird. .
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge für das Anknöpfen der Saugplatte durch die Köpfe von Nieten (37) gebildet sind, welche durch das Entfernen einer mit der in die Gebißplatte einzupressenden Metallscheibe (31) vereinigten zweiten Metallscheibe (32) freigelegt werden.
. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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