DE232172C - - Google Patents

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DE232172C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N3/00Preparing for use and conserving printing surfaces
    • B41N3/08Damping; Neutralising or similar differentiation treatments for lithographic printing formes; Gumming or finishing solutions, fountain solutions, correction or deletion fluids, or on-press development

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  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
R EICH S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE. 15/. GRUPPE
Ätze für metallene Flachdruckplatten. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. November 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ätze für Metallplatten zu Zwecken des Flachdrucks, so daß ein Druck von Metallplatten den Arbeiten auf dem lithographischen Steine gleichkommt. Für das Veffahren eignen sich Platten von schweren Metallen und Legierungen, vornehmlich aber solche von Zink. Man reinigt sie in bekannter Weise zunächst von Schmutz mit einer Lösung von Ätznatron, spült sie mit
ίο Wasser rein und mattiert sie mit Bimssteinmehl ; Platten für Kreidezeichnungen werden mit Sand gekörnt. Die Platten werden dann mit Wasser gewaschen, darauf mit einer Neutralisierungslösung von etwa 25 g Alaun in 1 1 Wasser überspült, mit Wasser nachgespült und getrocknet. Nachdem das Druckmuster in irgendeiner bekannten Manier auf die Platte gebracht ist, wird sie mit Talkum bepudert und mittels eines Pinsels oder Schwammes eine Ätze aufgetragen, die aus einer Lösung von saurem Kaliuniphosphat, 25 g Kaliumnitrat, 12,5 g Natriumphosphat, 12,5 Natriumnitrat in ι 1 Wasser besteht. Man ist jedoch nicht genau an diese Mischungsverhältnisse gebunden, sondern kann sie in besonderen Fällen etwas ändern. Die Ätze, welche ohne Gummiarabicumoder sonstweiche Beimischung gebraucht wird, läßt man etwa 3 Minuten auf der Platte, wäscht sie ab und gummiert die Platte. Das Druckmuster wird dann trocken über den Gummi mit Terpentin ausgewaschen, trockengefächelt und der Gummi abgewaschen. Dann wird eingewalzt und mit Talkum gepudert. Aller Schmutz wird jetzt genau wie auf dem Steine mit Schiefer entfernt. Nachdem die Platte nochmals geätzt, abgewaschen, getrocknet und gummiert ist, ist sie fertig für den Druck. Um Veränderungen vorzunehmen, wird die Stelle mit Schiefer oder einer Lösung von Ätznatron entfernt, die Platte mit Wasser überspült, dann mit obenerwähnter Alaunlösung neutralisiert; nachdem die Platte mit Wasser überspült und getrocknet ist, wird die Korrektur eingetragen und genau wie vorher beschrieben behandelt. Falls Arbeiten für spezielle Zwecke etwas hochgeätzt werden sollen, wie man es z. B. auf dem Steine zuweilen tut, so walzt man die Arbeit ein, bepudert sie mit feinem Asphaltmehl und Talkum, entfernt allen Schmutz mit Schiefer und bewischt dann die Platte mit einer Lösung von 50 g Salpetersäure und 50 g Alaun in 1 1 Wasser so lange, bis die Arbeit die gewünschte Höhe hat. Dann wäscht man die Platte" mit Wasser ab, fächelt sie trocken und ätzt sie mit der vorher beschriebenen Ätze.
Es existiert ein Verfahren, das mit einer Mischung von saurem Ammoniumphosphat und Ammoniumnitrat und Gummiarabicum oder der in dem Gummi enthaltenen Säure und auf elektrolytischem Wege auf Metall platten, nachdem sie sorgfältig durch Schleifen vorbereitet sind, etwas ähnliches zu erreichen versucht hat. Ein Zusatz von Gummiarabicum oder der in dem Gummi enthaltenen oder anderer Säuren wirkt aber nach der Erfahrung des Erfinders nachteilig, da diese Zusätze durch
teilweise Zerstörung des Ätzgrundes die Tonentwickelung auf der Platte verursachen. Gerade dadurch, daß die neue Ätze kein Gummiarabicum enthält, soll sie so vollkommen wirken, daß man Metallplatten verwenden kann, die nur mit feinstem Bimssteinmehl mattiert sind, um die feinsten Arbeiten, für die man bisher stets den polierten Stein benutzen mußte, auszuführen. Mit der neuen ίο Ätze kann man selbst oxydierte Flecke durch ein Übergehen mit der Ätze für Aufnahme von Arbeiten wieder brauchbar machen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ätze für metallene Flachdruckplatten, bestehend aus einer wässerigen Lösung von saurem Kaliumphosphat Kaliumnitrat, Natriumphosphat und Natriumnitrat ohne Beimischung von Gummiarabicum.
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