DE230982C - - Google Patents

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DE230982C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C8/00Solid state diffusion of only non-metal elements into metallic material surfaces; Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive gas, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
    • C23C8/02Pretreatment of the material to be coated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.-- M 230982 KLASSE .48 rf. GRUPPE
oder deren Legierungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Mai 1908 ab.
Glüht man Aluminiumoxyd mit Kobaltsalzen, so erhält man eine dunkelblaue Masse, das Kobaltultramarin oder Thenards Blau; Zinkoxyd gibt das sogenannte Rinmanns Grün, Zinnoxyd Blaugrün und Magnesiumoxyd Fleischfarben. Führt man diese Reaktion auf einer reinen metallischen Oberfläche der genannten Metalle aus, so erhält man beim schwachen Glühen dieselben Färbungen, die aber beim stärkeren Glühen dunkler werden und über braun in stahlgrau übergehen. Ruft man aber eine Oxydschicht auf der metallischen Oberfläche der genannten Metalle durch schwaches Anglühen oder durch Verwendung von Säuren hervor, so tritt die braune oder schwarze Farbe schon beim schwachen Glühen zutage. Wiederholt man die Behandlung mit Kobaltsalzen und das nachträgliche Glühen einige Male, so nimmt die Oberfläche eine schöne schwarze Farbe an, die dem Metall fest anhaftet und es vor äußeren Angriffen schützt. Die ursprünglich gebildete Verbindung von Metalloxyd und Kobaltsalz, die wahrscheinlich aus einem Doppelsalze des betreffenden Metalles mit dem Kobaltsalze besteht, sehließt einen Überschuß des Kobältsalzes ein, das bei Verwendung z. B. von salpetersaurem Kobaltoxydul beim Glühen eine stahlgraue, oft metallisch glänzende Farbe annimmt und ein Sesquioxyd des Kobalts darstellt. Dieses geht bei stärkerem Glühen in Oxyduloxyd und in Oxydul über. Auf diese Weise ist es möglich, durch Abänderung der Glühtemperatur und des Kobaltsalzüberschusses braune, stahlgraue und schwarze Färbungen auf der Oberfläche der betreffenden Metalle hervorzurufen. Es sind zwar Verfahren bekannt, Aluminium zu brünieren, so z. B. durch Erhitzen von Aluminium, nachdem es mit einem Anstrich von frischem Eiweiß versehen ist; der dabei gebildete Überzug läßt sich aber durch starkes Reiben wegbringen. Auch das Auftragen von Fetten, Ölen, Harzen und Kohlenwasserstoffen oder Eintauchen in Tanninlösung u. dgl. mit darauffolgendem Erhitzen ist bekannt, ferner die Behandlung mit Quecksilberverbindungen und Färbung der entstandenen Oxydschicht durch Chromverbindungen. Bei Zink kann durch Behandlung mit dem Doppelsalz von schwefelsaurem Nickeloxydul-Ämmoniak nach vorhergehender Reinigung durch Scheuern mit Sand und durch verdünnte Schwefelsäure eine Patina hergestellt werden. Ein anderes, von Dr. Götting angegebenes Verfahren, Aluminium zu brünieren, beruht auf der Wegbeizung des Aluminiums, wobei das im käuflichen Aluminium enthaltene Silicium und Eisen die Farbe hervorruft, die dem Aluminium nicht einen ,schwarzen, sondern einen Bronzeton verleiht. Der durch das vorliegende Verfahren erzielte Fortschritt liegt darin, daß man dem Metalle eine dauernde, wirklich schwarze, metallische, dauernd gegen Risse, Schläge, Biegung und auch gegen Rotglut widerstandsfähige, nicht aber eine kohlenstoff haftige Oberfläche verleiht, und dann auch darin, daß es verhältnismäßig viel schneller
und billiger auszuführen ist, ferner darin, daß das Verfahren nicht bloß bei Aluminium verwendbar ist, sondern auch bei Zink, Zinn, Magnesium und allen Legierungen, in welchen diese Metalle vorherrschend sind, und daß seine Ausführung kein gesundheitsschädliches Arbeiten mit Säuren u. dgl. erfordert. Die Arbeitsweise nach dem vorliegenden Verfahren ist folgende: Das Arbeitsstück wird in
ίο angewärmtem oder nicht angewärmtem Zustande in die Lösung eines Kobaltsalzes getaucht und nachträglich schwach oder stärker ausgeglüht. Die Lösung kann auch mit einem weichen Pinsel aufgetragen werden. Die Höhe der Temperatur beim Ausglühen und die Zahl der Tauchungen richtet sich durchaus nach der gewünschten Nuance.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Brünieren und Schwarzfärben von Aluminium, Zink, Zinn und Magnesium oder deren Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Metalle oder deren Legierungen warm oder kalt an der Oberfläche mit einer alkalischen oder neutralen Lösung eines Kobaltsalzes versehen und nachträglich je nach der gewünschten Nuance mehr oder weniger stark geglüht werden.
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