DE426206C - Verfahren zur Herstellung eines haftenden UEberzuges auf Aluminiumgegenstaenden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines haftenden UEberzuges auf AluminiumgegenstaendenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
- C23C22/00—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals
- C23C22/05—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions
- C23C22/60—Chemical surface treatment of metallic material by reaction of the surface with a reactive liquid, leaving reaction products of surface material in the coating, e.g. conversion coatings, passivation of metals using aqueous solutions using alkaline aqueous solutions with pH greater than 8
- C23C22/66—Treatment of aluminium or alloys based thereon
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines haftenden Überzuges auf Aluminiumgegenständen. Die Irrfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines farbigen Überzuges auf Gegenständen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen.
- Es ist an sich bekannt, Aluininiumgegenstände in eine Anirnoniaklösung oder Aminonial:salz östing zu tauchen, um einen schützenden Überzug zu erzielen. Der so gewonnene Überzug hat aber ein mattes Aussehen und eine gleichmäßige Färbung. Demgegenüber wird nach dem vorliegenden Verfahren ein Überzug gewonnen, der verschiedenartige Färbungen aufweist und eine irisierende Wirkung zeigt, so daß der Gegenstand ein künstlerisches Aussehen hat rinn als Schmuckgegenstand dienen kann.
- Bei Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung kommt eine aminoniakalische Lösung in Anwendung: Um aber das gewünschte Ergebnis zu erzielen, enthält die Lösung ein Silbersalz und ein Animoniumsalz. Die Lösung kommt heiß zur Verwendung, und der Gegenstand wird in sie eingetaucht. Durch Hinzufügen von einem oder mehr Salzen gewisser anderer Metalle kann die Färbung geändert werden, während die irisierende @N'irkung beibehalten wird.
- Nachdem der Gegenstand in der geeigneten 'Weise gereinigt worden ist, wird er der Einwirkung einer Lösung unterworfen, die Ammoniak, Aninioniunisalz und ein Silbersalz enthält, und diese Überzul;slösung inag ungefähr 2 bis 2o l'rozetit ihres Volumens -konzelitriertes Ammoniakwasser enthalten, und zwar zweckmäßig in der Zusammensetzung von einem Volumen konzentrierten Annnoniakwassers und neunVoluinenWassers. Das beste und schnellste Resultat ergibt sich, wenn die Lösung zwischen 5o und ioo° C, vorzugs- weise aber go° C, erwärmt wird. Die Temperatur kann nach der einen oder anderen Seite hin von der genannten etwas abweichen. Es hat sich aber herausgestellt, daß die Zeit, die zur Erzielung des Überzuges erforderlich ist, und die Dicke und die Oualität des Überzuge, von der Temperatur der Lösung sowohl als auch von der Konzentration des Ammoniaks abhängig ist.
- Da das Ammoniak bei hoher Temperatur sehr schnell aus: derüberzugslösung entweicht, so ist es häufig ratsam, eine geringe Menge konzentriertes Ammoniak der Lösung -zuzufügen kurz vor Einführen des Gegenstandes, so daß eine genügende Menge von Ammoniak zur Zeit vorhanden ist, um den gewünschten Überzug zu erzielen. Das Ammoniumsalz ist nur in einer geringen Menge zugegen, beispielsweise von i Prozent oder mehr. Es kann Chlorammonium oder schwefelsaures oder salpetersaures Ammonium sein, evtl. mit einer geringen IJcnge von Salzen der Alkaliinetalle.
- Anfänglich wird bei dieser Behandlung Wasserstoff in reichlichem Maße frei, aber diese Gasentwicklung nimmt ab und Wirt schließlich nach einer gewissen Zeit auf, die vOn der Stärke und der Temperatur der T_iisung abhängig ist. Die Bildung des Überzuges ist im allgemeinen beendet, wenn die Gasentwicklung aufhört.
- Offenbar vermag das Cberzugsverfahren keine nachteiligen Wirkungen auf die physikalischen Eigenschaften des überzogenen Gegenstandes selbst auszuüben. Die Überzüge, wie sie nach vorliegender Erfindung ausgeführt «-erden, können nach Bedarf gefärbt werden, . und zwar kann dies auch während der Bildung des Überzuges, ohne das Verfahren zu unterbrechen, geschehen. Gewisse Färbungen können durch Zuführen geringer Mengen anderer Metallsalze als Silbersalze zu der Überzugslösung erreicht werden.
- Im allgemeinen soll das Salz, das hinzugefügt wird, ein solches eines Metalles sein, das in der Lösung durch Eintauchen von metallischem Aluminium in die Lösung zu Metall reduzierbar ist. Es hat sich aber gezeigt, daß es bisweilen vorteilhaft ist, wie schon oben erwähnt, außer Salzen der genannten Metalle kleine Mengen von Salzen von nichtniederschlagbaren Metallen hinzuzufügen, beispielsweise Alkalimetalle, die in gewissen Fällen die Farbe beeinflussen.
- Wird eine geringe Menge (beispielsweise 5 bis 5o Milligramm auf den Liter Lösung) eines oder mehrerer bl:etallsalze der Überzugslösung hinzugesetzt, so wird eine Farbe gewonnen, die zwischen silberweiß und allen Schattierungen von gelb, braun und grau bis schwarz variiert, einschließlich der verschiedelien Abschattierungen von rot, blau und grün und irisierenden Wirkungen. Alle diese Abschattierungen und Farben erscheinen gleichartig dauerhaft zu sein, sie widerstehen jeder für gewöhnlich auftretenden Wärmezufuhr, dem Waschen und anderem -Behandeln und sind weniger geneigt, abzublassen oder zu schwinden als das Alurliinium oder die Legierungen, auf denen der Überzug gebildet wird. Wird der Überzug in dieser Weise gefärbt, so sollten außer Silber nur solche 1letallsalze verwendet werden, die in Ammoniak löslich sind, wie z. B. Kupfer, Nickel, Zink, Cadiniurn, Kobalt, Wolfram, llolylicfiin und Vanadium usw. Die deichzeitige Anwendung von zwei oder mehreren dieser Metallsalze hat vielfach bessere Irgelnüssc als die \'er wendung nur eines dieser Salze.
- 1@,'irc1 eine Aluininittinlegierung mit der Cberzugslösung behandelt, #o entspricht der sich ergebende Cberzuri dein reinen Aluininiiini initBezug auf die meisten phvsikalisclicn Higenschaften und weicht titir in der Farbe ah, die %#cin <lern \letall oder den \Ietallen in der Leriierttng abhängt. Wird eine Legierung, die eine erhebliche I@ Menge von Silicium enthält, überzogen, so ist der Überzug in der Regel dunkel und sogar ganz schwarz und besit-'rt gewisse Eigenschaften, die dem fein zerteiltenSilicium eigen sind. Wird eine Aluininiuinlegierung mit i bis d: Prozent Nickel in der angegebenen Weise behandelt, so variiert die sich ergebende Überzugsfarbe von dem Messinggelb bis zu einem Dunkelbraun; entsprechend dem wachsenden Prozentsatz von \ ickel. Bestellt die Legierung ausAhnninium undWolfram (z.B. 95 bis 99 Prozent Aluminium und 5 bis i Prozent Wolfram), so variiert der Überzug von silberweiß (bei i Prozent Wolfram) bis zu einer leichten Messinggelbfarbe bei einem höheren Prozentsatz von Wolfram. Besteht die Legierung aus Aluminium und Silber, so neigt die Farbe nach gelb mit einem Ton nach gold bei einem Prozentsatz von %" Prozent Silber, und diese Farbe wird dunkler und mehr vorherrschend bis-zu einem kräftigen und hellen Rot, je ,größer der Prozentsatz an Silber ist. Besteht die Legierung ausAluminitirn und Eisen, so ergibt sich eine Farbe von leichtem Grau bis ungefähr i Prozent Eisen und wird allmählich dunkler bis zu d. oder 5 Prozent, wenngleich ein starkes Dunkel niemals erzielt wird. Andere Legierungen, finit Aluminium als Grundlage in ähnlicher Weise behandelt, ergeben charakteristische Überzüge, so z. $. solche, die Kupfer, Kobalt, 1 aligan, Chrom, Molybdän, Uran. Zirkonitirn, Thoriurn, Cerium, Zink enthalten. Enthält eine Legierung ungefähr= 88 Prozent Zink, 2 Prozent Kupfer und io Prozent Aluminium, so wird der finit Überzugslösung behandelte Gegenstand einen schwärzlichen Überzog erhalten.
- Wird handelsübliches reines Aluminium mit der Überzugslösung behandelt in der Gegenwart eines metallenen Gegenstandes, wie z. B. eines Stückes Silber oder Nickel, so «eicht der Überzug etwas von dem Überzug ab, der gebildet wird, wenn das genannte lfetall fehlt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. -erfahren zur Herstellung eines haftenden Überzuges auf Altuniniuuiäegenständen, bestellend vornelinilich aus Altiuiiliitiiiio.xydhcdrat, dadurch gekenn7eichliet, claß der i\ltliiiiiiitiiiigegeiistaiid in eine lieißel-östnig von Ainnioniak getaucht wird, die Silber- ttlicl Animonial:alz enthalt. 2. \"erfallren nach Anspruch i, dadurch gel;eunzeicliiiet, claß die verwendete Lösung noch ein oder mehr die Farbe beeinflussende, in :lnuncmal; lösliche Salze de Kadmitun, Kobalt, l'Zupfer, Nickel, llolybdiiu, Wolfram oder Zink eutlii(t.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA39725D DE426206C (de) | 1923-03-29 | 1923-03-29 | Verfahren zur Herstellung eines haftenden UEberzuges auf Aluminiumgegenstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA39725D DE426206C (de) | 1923-03-29 | 1923-03-29 | Verfahren zur Herstellung eines haftenden UEberzuges auf Aluminiumgegenstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE426206C true DE426206C (de) | 1926-06-15 |
Family
ID=33546494
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA39725D Expired DE426206C (de) | 1923-03-29 | 1923-03-29 | Verfahren zur Herstellung eines haftenden UEberzuges auf Aluminiumgegenstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE426206C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1173930B (de) * | 1959-05-30 | 1964-07-16 | Licentia Gmbh | Anordnung zum Schutz von Halbleiter-gleichrichtern, die zur Stromversorgung von Bahnanlagen dienen |
| WO2005047565A1 (de) * | 2003-11-07 | 2005-05-26 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Farbige chromfreie konversionsschichten auf metalloberflächen |
-
1923
- 1923-03-29 DE DEA39725D patent/DE426206C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1173930B (de) * | 1959-05-30 | 1964-07-16 | Licentia Gmbh | Anordnung zum Schutz von Halbleiter-gleichrichtern, die zur Stromversorgung von Bahnanlagen dienen |
| WO2005047565A1 (de) * | 2003-11-07 | 2005-05-26 | Henkel Kommanditgesellschaft Auf Aktien | Farbige chromfreie konversionsschichten auf metalloberflächen |
| US8268096B2 (en) | 2003-11-07 | 2012-09-18 | Henkel Ag & Co. Kgaa | Colored conversion layers devoid of chrome formed on metal surfaces |
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