AT130614B - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen.

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AT130614B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus
Aluminiumlegierungen. 
 EMI1.1 
 miniumlegierungen bzw. Gegenständen aus solchen. 



   Es ist bekannt, Aluminium und Aluminiumlegierungen durch eine oxydierende Behandlung mit alkalischen Chromatlösungen mit gegen Witterungseinflüsse u. dgl. beständigen Schutzüberzügen zu versehen. Es ist auch bekannt, auf Gegenständen aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen schützende Metallüberzüge aufzubringen durch Eintauchen der Gegenstände in eine heisse, alkalische, das aufzubringende Schutzmetall, z. B. Chrom, als Salz enthaltende Lösung. 
 EMI1.2 
 von Chromaten, z. B.   Kalium- oder Natriumchromat, verhältnismässig   grössere Mengen von alkalisch reagierenden Stoffen, wie Natriumkarbonat, Ätznatron od. dgl. enthalten, u. zw. erfolgt die Anwendung der Chromate, sei es in Form der fertigen Chromate oder auch in Form von Bichromat, z. B.

   KaliumBichromat, in Mengen von unterhalb etwa 0'25 Gewichtsprozent, vorteilhaft unterhalb etwa 0'2% der Behandlungslösung, berechnet als   Kalium- B : c hromat,   und die Verwendung der alkalisch reagierenden Substanzen bzw. Alkalien in Mengen von mindestens etwa   1'5   Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa   2%   oder mehr, berechnet als   Na2C03, wobei man   im allgemeinen um so grössere Mengen der Alkalien anzuwenden haben wird, je grösser die Menge des verwendeten Chromates ist, so dass das Verhältnis zwischen Alkali, berechnet als   NaCOg,   zum Chromat, berechnet als Kalium-Bichromat, mindestens 5 : 1, vorzugsweise aber nicht unter 8 bis 10 : 1 betragen soll. An Stelle einzelner Chromate, wie z. B.

   Natrium-oder Kaliumchromat und   Bichromat,   oder einzelner Alkalien, wie z. B. Natrium-oder Kaliumkarbonat, Natriumoder Kaliumhydroxyd u. dgl., können gegebenfalls auch Gemische von zwei oder mehreren Chromaten oder Alkalien Verwendung finden. 



   Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren findet bei dem vorliegenden Verfahren weder die Bildung eines oxydhaitigen, noch eines metallischen Überzuges auf den behandelten Gegenständen statt, sondern es erfolgt vielmehr unter der Wirkung der verhältnismässig grosse Mengen von Alkali enthaltenden Lösungen auf die metallene Oberfläche ein Herauslösen des in dieser enthaltenen Aluminiums auf eine gewisse Tiefe, wobei die Legierungsbestandteile, wie z. B. Silizium, Mangan u. dgl., freigelegt und gefärbt werden, während die sehr geringe Menge des anwesenden Chromates, wie festgestellt wurde, in erster Linie dazu dient, diese beim Auflösen des Aluminiums frei gewordenen Legierungsbestandteile auf der verbleibenden Ober-   fläche   zu verteilen und gleichzeitig fest haftend zu machen.

   Die   Durchführung   des Verfahrens, welche vorzugsweise bei erhöhten Temperaturen, z. B. nahe dem Siedepunkt der Behandlungsflüssigkeit erfolgt, nimmt nach den beschriebenen Verfahren nur ausserordentlich kurze Zeit in Anspruch, so dass es in den meisten Fällen gelingt, schon nach wenigen, z. B. zwei Minuten ausgezeichnet gefärbte und haltbare Schutzschichten zu erzielen, während die benötigte Zeiten nach andern bekannten Verfahren weit grössere sind und bis zu vielen Stunden betragen. 



   Als zu behandelnde Legierungen kommen in Betracht die verschiedensten, insbesondere siliziumhaltige Legierungen des Aluminiums, vorzugsweise z. B. die unter den geschützten Namen Silumin bzw. 

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  Alpax   bekannten   Aluminium-Silizium-Legierungen, ferner solche mit z. B. Mangan, Antimon, Molybdän, Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Wolfram u. dgl. mehr. Hiebei hat man es in der Hand, gegebenenfalls durch geeignete Auswahl von Legierungsbestandteilen den Farbton der erzeugten Schutzschicht innerhalb gewisser Grenzen in gewünschter Weise zu beeinflussen.   Ähnliche Wirkungen kann   man, wie festgestellt wurde, auch erzielen durch Zugabe ganz geringer Mengen von Salzen gewisser Metalle, wie z. B. der eben genannten, zu den   Behandlungslösungen.   
 EMI2.1 
 in an sich bekannter Art, z.

   B. vermittels Sandstrahlgebläse, Drahtbürsten u.   dgl.,   zu unterziehen, wodurch die etwa vorhandene   oxydhaltige Oberflächenhaut   beseitigt und ein besserer Angriff der so freigelegten rein metallischen Fläche durch die alkalische Lösung ermöglicht wird. 



   Beispiel 1 : Ein Gegenstand aus einer Legierung, welche etwa 87% Aluminium und 13% Silizium enthält, wird zunächst einer Vorbehandlung durch eine rotierende Drahtbürste unterzogen und sodann in eine auf etwa   900 erhitzte   wässerige Lösung eingetaucht, welche im Liter 1 g Kalium-Biehromat und 15   Natrium-Karbonat (NaCOg)   oder die entsprechende Menge Ätznatron enthält. Nach etwa zwei Minuten ist die Bildung der   Oberflächenschicht   vollendet. Der Gegenstand wird alsdann aus dem Bade herausgenommen, gut mit Wasser abgewaschen und in üblicher Weise getrocknet. Die darauf gebildete 
 EMI2.2 
 gegen Feuchtigkeit, neutrale Salzlösungen u. dgl. 



   Beispiel 2 : Ein Gegenstand aus einer Legierung, welche etwa   90%   Aluminium und 10% Zink enthält, wird zunächst einer Vorbehandlung, z. B. durch ein Sandstrahlgebläse, unterzogen und sodann in eine auf etwa   900 erhitzte   wässerige Lösung eingetaucht, welche im Liter Wasser 2 g Kalium-Biehromat und 20 g   Natrium-Karbonat (NaCOg)   oder die entsprechende Menge Ätznatron enthält. Nach etwa zwei Minuten ist die Bildung der   Oberflächenschicht   vollendet. Der Gegenstand wird alsdann aus dem Bade herausgenommen, gut mit Wasser abgewaschen und in üblicher Weise getrocknet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen durch Behandlung derselben in alkalischen Lösungen von Chromaten oder Bichromaten, dadurch gekennzeichnet, dass auf die genannten Gegenstände, insbesondere solche aus siliziumhaltigen Aluminiumlegierungen, Lösungen zur Einwirkung gebracht werden, die neben etwa 0'25 Gewichtsprozente des Lösungsgewichtes nicht übersteigenden Mengen von Chromaten oder   Bichro-   maten, berechnet als Kaliumbichromat, mindestens etwa   1'5%   des Lösungsgewichtes betragende Mengen von alkalisch reagierenden Stoffen, wie z. B.

   Alkalikarbonat oder-hydroxyde, berechnet als Na2 COg enthalten, wobei der Lösung noch geringe Mengen von zur Beeinflussung des Farbtons der erzielten Schutzschichten geeigneten Metallsalzen hinzugefügt werden können.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Lösung das Verhältnis zwischen Alkali, berechnet als NACO", zum Chromat, berechnet als Kalium-Biehromat, grösser wie 5 : 1, vorzugsweise nicht unter 8 bis 10 : 1 ist.
AT130614D 1929-08-10 1929-10-19 Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen. AT130614B (de)

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DEP60981D DE553166C (de) 1929-08-10 1929-08-10 Verfahren zur Herstellung von gefaerbten, z. B. grau oder schwaerzlich getoenten Schutzschichten auf der Oberflaeche von Gegenstaenden aus Aluminiumlegierungen

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AT130614D AT130614B (de) 1929-08-10 1929-10-19 Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen.

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CH146282A (de) 1931-04-15

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