CH146282A - Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der OberfMehe von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen. Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung gefärbter, vorzugs weise grau und schwärzlich getönter .Schutz schichten auf Aluminiumlegierungen, ins besondere siliziumhaltigen Aluminiumlegie rungen, beziehungsweise Gegenstände aus solchen.
Es ist bekannt, Aluminium und Alu miniumlegierungen durch eine oxydierende Behandlung mit alkalischen Chromatlösun- gen mit gegen Witterungseinflüsse usw. be ständigen Schutzüberzügen zu versehen. Es ist auch bekannt, auf Gegenständen aus Alu minium oder Aluminiumlegierungen schüt zende Metallüberzüge aufzubringen, durch Eintauchen der Gegenstände in eine heisse, alkalische, das aufzubringende Schutzmetall, zum Beispiel Chrom, als. Salz enthaltende Lösung.
Nach der Erfindung gelingt die Bildung von gefärbten, ausserordentlich haltbaren Schutzschichten dadurch, dass man die aus Aluminiumlegierungen bestehenden Gegen stände, vorzugsweise bei erhöhter Tem peratur, mit Lösungen, zum Beispiel durch Eintauchen, behandelt, welche neben ver hältnismässig sehr geringen Mengen von Chromaten, zum Beispiel Kalium- oder Natriumchromat, verhältnismässig grössere Mengen von alkalisch reagierenden Stoffen, wie Natriumkarbonat, Ätznatron oder der gleichen, enthalten, und zwar erfolgt die An wendung der Chromate,
sei es in Form der fertigen Chromate oder auch in Form von Bichromat, zum Beispiel Kalium-Bichromat, in- Mengen von unterhalb etwa 0,25 Ge wichtsprozent, vorteilhaft unterhalb etwa 0,2% , der Behandlungslösung, berechnet als Kalium-Biehromat, und die Verwendung der alkalisch reagierenden Substanzen bezw. Al- kalien, in Mengen von mindestens etwa <B>1,5</B> Gewichtsprozent, vorzugsweise etwa 2 % oder mehr, berechnet als Na2C03,
wobei man im allgemeinen um so grössere Mengen der Al- kalien anzuwenden haben wird, je grösser die Menge des verwendeten Chromates ist, so dass das. Verhältnis zwischen Alkali, berechnet als Na--:C03, zum Chromat, berechnet als Ka- lium-Bichromat, mindestens 5 :1, vorzugs weise aber nicht unter 8-10 : 1 betragen soll.
An Stelle einzelner Chromate, wie zum Bei spiel Natrium- oder Kaliumchromat oder Bi- chromat, oder einzelner Alkalien, wie zum Beispiel Natrium- oder Kaliumkarbonat, N a.-- trium- oder Naliumhydroxyd und derglei chen, können gegebenenfalls auch fxemische von zwei oder mehreren Chromaten oder Al- kalien Verwendung finden.
Im Gegensatz zu den bekannten Ver fahren findet bei dem vorliegenden Verfah ren weder die Bildung eines oxydhaltigen, noch eines metallischen Überzuges auf den behandelten Gegenständen statt, sondern es erfolgt vielmehr unter der Wirkung der ver hältnismässig grosse Mengen von Alkali ent haltenden Lösungen auf die metallene Ober fläche ein Herauslösen des in dieser enthal tenen Aluminiums auf eine gewisse Tiefe, wobei die Legierungsbestandteile wie zum Beispiel Silizium, Mangan und dergleichen, freigelegt und gefärbt werden,
während die sehr geringe Menge des anwesenden Chro- mates nach den Feststellungen des Anmel- dere in erster Linie dazu dient, diese beim Auflösen des Aluminiums frei gewordenen Legierungsbestandteile auf der verbleibenden Oberfläche zu verteilen und gleichzeitig fest haftend zu machen. Die Durchführung des Verfahrens, welche vorzugsweise bei er höhten Temperaturen, zum Beispiel nahe.
dem Siedepunkt der Behandlungsflüssigkeit erfolgt, nimmt nur ausserordentlich kurze Zeit in Anspruch, so dass es in den meisten Fällen gelingt, schon nach wenigen, zum Beispiel zwei, Minuten ausgezeichnet. gefärbte und haltbare Schutzschichten zu erzielen, wäh rend die benötigten Zeiten nach andern be kannten Verfahren weit grössere sind und bis zu vielen Stunden betragen.
Als zu behandelnde Legierungen kommen in Betracht säm'liche, insbesondere silizium- haltige Legierungen des Aluminiums, vor zugsweise zum Beispiel die unter den ge schützten Namen Silumin bezw. Alpax be kannten Aluminium-Silizium-Legierungen, ferner solche mit zum Beispiel Mangan, An timon, Molybdän, Kupfer, Silber, Zinn, Zink, Wolfram und dergleichen mehr.
Hierbei hat man es in der Hand, gegebenenfalls durch geeignete Auswahl von Legierungsbestand teilen den Farbton der erzeugten Schutz schicht innerhalb gewisser Grenzen in ge- -#=,7iinschter Weise zu beeinflussen. Ähnliche Wirkungen kann man, wie festgestellt wurde, auch erzielen durch Zugabe ganz geringer Mengen von Salzen gewisser Metalle, wie zum Beispiel der eben genannten, zu den Be handlungslösungen.
Im allgemeinen hat es sich als empfeh lenswert erwiesen, insbesondere bei der Be handlung von Gussstücken aus Aluminium legierungen, diese Stücke vor der Behand lung einer mechanischen Vorbehandlung in an sich bekannter Art, zum Beispiel vermit telst Sandstrahlgebläses, Drahtbürsten und dergleichen, zu unterziehen, wodurch die etwa vorhandene oxydhaltige Oberflächen haut beseitigt und ein besserer Angriff der so freigelegten, rein metallischen Fläche durch die alkalische Lösung ermöglicht wird.
<I>Beispiel 1:</I> Ein Gegenstand aus einer Legierung, welche etwa 87 % Aluminium und 13 % Si lizium enthält, wird zunächst einer Vor behandlung durch eine rotierende Drahtbürste unterzogen und sodann in eine auf etwa <B>90'</B> erhitzte wässerige Lösung eingetaucht, welche im Liter 1 gr Nalium-Bichromat und 15 gr Natrium-Karbonat (Na2C0,) oder die entsprechende Menge Ätznatron enthält. Nach etwa zwei Minuten ist die Bildung der Oberflächenschicht vollendet.
Der Gegen- stand wird alsdann aus dem Bade gut mit Wasser abgewaschen und in üblicher Weise getrocknet. Die darauf ge bildete Schutzschicht hat eine dunkelgraue Farbe bei' hohem Glanz und ist in hohem Masse widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, neutrale Salzlösungen und dergleichen.
Beispiel <I>2:</I> Ein Gegenstand aus einer Legierung, welche etwa 90 % Aluminium und 10 % Zink enthält, wird zunächst einer Vorbehandlung, zum Beispiel durch ein Sandstrahlgebläse, unterzogen und sodann in eine auf etwa<B>90'</B> erhitzte wässerige Lösung eingetaucht, wel che im Liter Wasser 2 gr Kalium-Bichromat und 20 gr Natrium-Karbonat (Na,C03) oder die entsprechende Menge Ätznatron ent hält. Nach etwa zwei Minuten ist die Bil dung der Oberflächenschicht vollendet.
Der Gegenstand wird alsdann aus dem Bade her ausgenommen, gut mit Wasser abgewaschen und in üblicher Weise getrocknet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Ge genständen aus Aluminiumlegierungen durch Behandlung der Flächen mit alkalischen Lö sungen von Salzen der Chromsäure, dadurch gekennzeichnet, dass Lösungen zur Verwen dung kommen, welche neben sehr geringen, etwa 0,25 % des Lösungsgewichtes nicht über steigenden Mengen von Salzen der Chrom säure, berechnet als Kalium-Bichromat, ver hältnismässig grosse, nicht unter etwa 1,5 des Lösungsgewichtes betragende Mengen von alkalisch reagierenden Stoffen, berechnet als Na2C03, enthalten. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen mit einem 0,929o' des Lösungs gewichtes nicht übersteigenden Gehalt an Salzen der Chromsäure, berechnet als Kaliumbiehromat. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen mit einem Gehalt von minde- stens 2 % des Lösungsgewichtes an al kalisch reagierenden Stoffen, berechnet als NaZC03. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen, die als alkalisch reagierende Stoffe mindestens zum Teil mindesten ein Alkalikarbonat enthalten. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen, die als alkalisch reagierende Stoffe mindestens zum Teil mindestens ein Alkalihydroxyd enthalten. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen, in denen das Verhältnis zwi schen Alkali, berechnet als NazC03, zu dem Salz der Chromsäure, berechnet als Kalium-Bichromat, grösser als 5 :1 ist.6,. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lösungen, in denen das Verhältnis zwi schen Alkali, berechnet als Na"C03, zu dem Salz der Chromsäure, berechnet als Kalium-Bichromat, nicht unter 8-10 : 1 ist. . Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Silizium ent haltende Aluminiumlegierungen der Be handlung unterzogen werden. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ausser Silizium noch mindestens einen weiteren Legie rungsbestandteil enthaltende Aluminium legierungen der Behandlung unterzogen werden. 9.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass Aluminium- legierungeu der Behandlung unterzogen werden, die Legierungsbestandteile ent halten, welche geeignet sind, die Fär bung der erzielten Schutzschicht zu be einflussen. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch Verwendung von Lö sungen mit geringen Zusätzen von Me- tallsalzen, welche geeignet sind, die Fär bung der erzielten Schutzschichten zu beeinflussen. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ober fläche der zu behandelnden Gegenstände vor der Behandlung einer mechanischen Reinigung unterzogen wird.PATENTANSPRUCH II: Gegenstand aus einer Aluminiumlegie rung, welcher mit einer Schutzschicht über zogen ist, dadurch gekennzeichnet, dass er nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP60981D DE553166C (de) | 1929-08-10 | 1929-08-10 | Verfahren zur Herstellung von gefaerbten, z. B. grau oder schwaerzlich getoenten Schutzschichten auf der Oberflaeche von Gegenstaenden aus Aluminiumlegierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH146282A true CH146282A (de) | 1931-04-15 |
Family
ID=7389572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH146282D CH146282A (de) | 1929-08-10 | 1929-10-18 | Verfahren zur Herstellung von gefärbten Schutzschichten auf der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminiumlegierungen. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT130614B (de) |
| CH (1) | CH146282A (de) |
-
1929
- 1929-10-18 CH CH146282D patent/CH146282A/de unknown
- 1929-10-19 AT AT130614D patent/AT130614B/de active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT130614B (de) | 1932-12-10 |
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