DE2308314C3 - Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut - Google Patents

Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut

Info

Publication number
DE2308314C3
DE2308314C3 DE2308314A DE2308314A DE2308314C3 DE 2308314 C3 DE2308314 C3 DE 2308314C3 DE 2308314 A DE2308314 A DE 2308314A DE 2308314 A DE2308314 A DE 2308314A DE 2308314 C3 DE2308314 C3 DE 2308314C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
wood
medium
drying medium
vacuum
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2308314A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2308314A1 (de
DE2308314B2 (de
Inventor
Bror Olof Djursholm Haeger (Schweden)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hager System Sandarne Se AB
Original Assignee
Hager AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hager AB filed Critical Hager AB
Publication of DE2308314A1 publication Critical patent/DE2308314A1/de
Publication of DE2308314B2 publication Critical patent/DE2308314B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2308314C3 publication Critical patent/DE2308314C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/005Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by dipping them into or mixing them with a chemical liquid, e.g. organic; chemical, e.g. organic, dewatering aids
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B5/00Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat
    • F26B5/04Drying solid materials or objects by processes not involving the application of heat by evaporation or sublimation of moisture under reduced pressure, e.g. in a vacuum
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B2210/00Drying processes and machines for solid objects characterised by the specific requirements of the drying good
    • F26B2210/16Wood, e.g. lumber, timber

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Jib Cranes (AREA)

Description

In Verbindung mit der Druckkonservierung, Trocknung und Färbung von Holz nach dem »Hager-Prozeß« gemäß der schwedischen Patentschrift 3 01 870 und der US-PS 35 60 251 wurde eine Holztrocknung mit hochsiedendem öl mit einem Siedepunkt von 250 bis 300° C beschrieben, die schnell und unschädlich durchführbar ist. Bei diesem Verfahren absorbiert das Holz etwas Trocknungsöl. Durch spezielle Maßnahmen wird der absorbierte Anteil so gering wie möglich gehalten. Er kann auf eine Menge herabgedrückt werden, die diejenige nicht überschreitet, die zur Erzielung einiger der durch den Hager-Prozeß erwünschten Effekte erwünscht ist. Bei normaler Trocknung ist es jedoch nicht erwünscht, derartige ölmengen in das Holz einzuarbeiten.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines wirksamen und schonenden Verfahrens zur Trocknung von Holz, bei dem das Trocknungsmedium aus der Oberfläche des Produktes entfernt wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut durch Erhitzen in einem geschlossenen Behälter durch ein mit Wasser nicht mischbares hochsiedendes Trocknungsmedium unter vermindertem Druck bei einer Temperatur von 50 bis 90°C, wobei das getrocknete Gut unter Vakuum gehalten wird, bis das in der Gutoberfläche verbliebene Trocknungsmedium verdampft ist. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß zum Trocknen ein Trocknungsmedium mit einem Siedepunkt bei Normaldruck zwischen 150 und 25O0C eingesetzt und unter Abfuhr des dem Gut entzogenen Wasserdampfes mit verdampftem Trocknungsmedium aus dem Behälter ein zumindest 80%iges Vakuum eingehalten wird, und daß unmittelbar nach beendigter Trocknung das Trocknungsmedium unter Aufrechterhaltung des Vakuums aus dem Behälter entfernt wird.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das zu trocknende feuchte Holz in einen Eisenzylinder gebracht, der verschlossen wird. In diesen Zylinder wird auch das Trocknungsmedium, z. B. ein Erdöl- bzw. Petroleum-Produkt, das bei etwa 200°C siedet, gebracht. Wärme wird in einem Maße zugeführt, daß das Erdöl-Produkt bei 80° C gehalten wird. Darüber hinaus wird ein Vakuum angelegt, so daß das Wasser in dem Holz wegsiedet.
Der Wasserstrom, der das Holz verläßt, und das
mi !geführte verdampfende Trocknungsmedium werden zu einem Kühler zur Kondensation geleitet. Das Kondensat wird anschließend zu einem Sammelgefäß
S geleitet. Aus diesem wird das Trocknungsmedium sorgfältig zur kontinuierlichen Verwendung abgetrennt.
Ist das Holz bis zu dem erwünschten Ausmaß
getrocknet, so wird das Trocknungsmedium aus dem Zylinder entnommen. Dies wird unter Beibehaltung des
ίο Vakuums durchgeführt Das Vakuum in dem Zylinder wird auch für einige Zeit nach dem Zeitpunkt, zu dem das Trocknungsmedium entfernt wurde, aufrechterhalten. In der Holzoberfläche zurückbleibendes Trocknungsmedium wird während dieses Zeitraums aus dem heißen Holz verdampft Das Holz ist anschließend fertigbehandelt.
Die dargelegte Verfahrensweise wird nachfolgend eingehender erläutert
Eine geeignete Vorrichtung zur Holztrocknung besteht aus einem Eisenzylinder mit einer Giebelwand, die geöffnet und geschlossen werden kann. An dem Zylinder ist ein Heizmantel so angebaut, daß der Zylinder und sein Inhalt erwärmt werden können. Die Erwärmung kann beispielsweise auch durch Heizröhren in dem Zylinder erfolgen. Als Wärmeüberträger kann beispielsweise Wasser, eine von öl verschiedene Flüssigkeit oder Dumpf verwendet werden. Der Zylinder sollte eine thermische Isolierung aufweisen. Zu dem Zylinder führt ein Rohr von einem Behälter für das Trocknungsmedium, durch welches das Medium zu oder von dem Zylinder transportiert werden kann. Das Trocknungsmedium muß wegtransportiert werden können, wenn sich der Zylinder unter Vakuum befindet, beispielsweise über eine geeignete Flüssigkeitspumpe oder durch eigenes Abfließen zu einem darunterliegenden evakuieren Behälter. Von dem Zylinder führ· ferner ein Rohr zum Entlassen von Dämpfen zu einem Kühler, wo die Dämpfe zu Wasser und flüssigem Trccknungsrtiedium kondensiert werden. Von dem Kühler werden die Kondensate zu einem Behälter geleitet, wo das Wasser und das Trocknungsmedium voneinander getrennt werden. Das Trocknungsmedium wird sorgfältig entnommen-, dabei ist es von geringer Bedeutung, wenn ein Teil des Wassers mitgenommen wird; im Gegensatz dazu sollte das abgeschiedene Wasser kein Trocknungsmedium enthalten. Die erfor derliche Vakuumpumpe, die den Zylinder, Kühler und Abscheide-Behälter evakuiert, wird in geeigneter Weise mit dem Kühler oder dem Behälter verbunden. Weitere übliche Meß- und Steuerungsvorrichtungen sollten ebenfalls vorhanden sein.
Wenn das feuchte Holz in den Zylinder eingebracht wird, wird es so befestigt, daß es während der Trocknungsperiode nicht gegen den oberen Teil des Zylinders treiben kann. Das Trocknungsmedium wird gewöhnlich in einer derartigen Menge eingebracht, daß es unter Schäumungsbedingungen, d. h. wenn es während des Trocknungsvorgangs mit austretenden Dampfblasen vermischt wird, das Holz bedeckt, jedoch nicht darüber. Das Trocknungsmedium sollte auf diese Weise den Zylinder nicht vollständig ausfüllen, jedoch bildet das Medium eiine frei schäumende Oberfläche über dem Holz, aus der Wasser und Trocknungsmedium in Form von Dämpfen in das Rohr zu dem Kühler
h5 austreten. Nachfolgende Einfüllungen von Trocknungsmedium während der Trocknungsperiode sind gewöhnlich notwendig.
Als Trocknungsmeciiurn werden Flüssigkeiten ver-
wendet die nicht mit Wasser mischbar sind und die in dem genannten Bereich (mit einer geeigneten Dampfdruckkurve) sieden. Die untere Grenze des Siedepunktes ergibt sich aus der Tatsache, daß es möglich sein soll, das Holz im Vakuum zu erhitzen, ohne daß das Trocknungsmedium zu heftig siedet oder schäumt, was vm einer raschen Verdampfung führt Dies würde das Verfahren unnötig belasten. Die Trocknung würde verzögert werden, andauernde Nachfüllungen des Trocknungsmediums wären notwendig, der Wärmeveir- |O brauch würde ansteigen, und es wäre notwendig, größere Mengen des Trocknungsmediums wiederzugewinnen.
Es ist zwar möglich, die Trocknung mit Medien, die bei 150 bis 1600C sieden, durchzuführen, jedoch sind Trocknungsmedien mit einem Siedepunkt ab 180° C geeigneter, da dann das Trocknungsverfahren leichter durchzuführen ist. Der Siedepunkt darf jedoch nicht zu hoch sein, so daß die Medien nach dem Trocknen in dem Holz zurückbleiben. Es muß im Gegenteil möglich sein, sie aus dem Holz zu verdampfen. Aus dieser Überlegung heraus ergibt sich die obere Grenze für den Siedepunkt von 2500C oder gerade darunter. Am besten eignen sich Medien, die zwischen 200 und 2500C, vorzugsweise /.wischen 200 und 220°C bzw. bei etwa 200°C oder ein wenig darüber sieden.
Das Trocknungsmedium kann beispielsweise aus Erdöl- bzw. Petroleumprodukten zusammengesetzt üein. Selbst verschiedene organische Lösungsmittel können verwendet werden, z. B. solche, die Chlor enthalten. In der Regel sind die Erdöl- bzw. Petroleumprodukte zu bevorzugen, da sie billig sind. Darüber hinaus sollten Produkte verwendet werden, die geruchlos oder jedenfalls frei von einem unangenehmen Geruch sind. Dies ist besonders dann bedeutungsvoll, wenn die Gefahr besteht, daß geringe Mengen der hochsiedenden Bestandteile des Mediums in dem Holz ,lurückbleiben können. Der Flammpunkt sollte so hoch wie möglich sein. Unter den organischen Lösungsmitteln besitzen die chlorierten Produkte den Vorteil, daß sie ziemlich feuerbeständig sind. Da sie entschieden teurer als die Erdöl- bzw. Petroleumprodukte sind, ist es daher auch wichtig, sie so vollständig wie möglich wiederzugewinnen. Selbst wenn die Trocknung in einem geschlossenen Behälter durchgeführt wird, ist das Gesundheitsrisiko, das möglicherweise durch die chlorierten Produkte verursacht wird, in Betracht zu ziehen. Werden Erdöl- bzw. Petroleumprodukte verwendet, so können chlorierte Substanzen als Zusatzstoffe verwendet werden, um den Flammpunkt anzuheben. Das Trocknungsmedium kann ganz oder teilweise, gegebenenfalls zu einem geringeren Anteil aus chlorierten riammwidrigen Lösungsmitteln bestehen.
Erdölprodukte mit einem hohen Gehalt an Aromaten laugen in der Regel Einlagerungen (Harze) aus dem Holz aus. Derartige Medien sollten deshalb nicht an erster Stelle gewählt werden. Erdölprodukte mit einem niedrigen Gehalt an aromatischen Verbindungen haben sich bisher am geeignetsten erwiesen, zumal sie in der Regel auch keinen unangenehmen Geruch besitzen.
Einige Erdölprodukte dieser Art sind empfindlich gegen Luftoxidation. Durch Oxidation kann ein größerer Anteil an hochsiedenden Produkten und Ausfällungen gebildet werden. Es haben sich jedoch beim erfindungsgemäßen Trocknungsverfahren keine durch Luftoxidation bedingten Probleme ergeben. Dies hängt wahrscheinlich damit zusammen, daß die
T 1. — ~ : Λ/-1 -I I r.-:L_i ...:_ 1 ι u I ο
ι ι UtMiUiIg im van. u um uuiiiigciuilll vviiu, Ü. II. UdD
30
35
45 oxidierende Luft nicht vollständig mit dem Trocknungsmedium in Berührung kommt
Ein besonders geeignetes Trocknungsmedium ist ein Erdölprodukt, das zwischen 187 und 212°C siedet Es ist farblos, frei von aromatischen Verbindungen und in beträchtlichem Grade geruchlos. Der Flammpunkt beträgt 55°C. Es handelt sich um ein Produkt auf der Basis von Isoaliphaten (»Shellsol T«). Mit diesem Produkt war es möglich, das Holz rasch unter Beibehaltung einer frischen Farbe und mit einer ausgezeichneten Wiedergewinnung des Mediums zu trocknen. Ein ähnliches Produkt siedet zwischen 191 und 257° C, wenn gleich die obere Grenze des Siedepunktes in diesem Fall ein wenig zu hoch zu liegen und das Siedeintervall ein wenig zu breit zu sein scheint. Der Flammpunkt beträgt 660C. Es ist ein Produkt auf der Basis von Aliphaten (»Shellsol K«).
Dem Trocknungsmedium können weitere Substanzen zugesetzt werden, um dem Holz verschiedene Eigenschaften zu verleihen. Solche sind beispielsweise Wachs, das eine wasserabstoßende Oberfläche erzeugt. Bleichmittel, die ein helleres Holz ergeben, Substanzen, die eine harte Oberfläche ergeben, wie Harze und Leinsamenöl, Substanzen zum Schutz gegen Zerfall, Blaufäule oder Feuer; es können auch Farbpigmente zugesetzt werden. Diese Zusätze oder ihre Auswirkungen verbleiber» in der Holzoberfläche.
Um das Schäumen während der Trocknungsperiode zu vermindern, können, falls dies notwendig erscheint, Antischaummittel dem Medium zugesetzt werden; ein gutes derartiges Mittel ist Octylalkohol.
In den meisten Fällen hat sich eine Trocknungstemperatur von 80°C am zweckmäßigsten erwiesen. Für leicht beschädigtes Holz können Temperaturen von 50 oder 6O0C angewendet werden. Die Trocknung erfordert dann eine wesentlich längere Zeit. Sie ist jedoch im Vergleich mit den begrenzten Möglichkeiten, die sich in solchen Fällen für die Trocknung nach üblichen Verfahren ergeben, immer noch sehr schnell. Vorzugsweise wird die Trocknung bei 60 bis 80° C durchgeführt.
Das Vakuum sollte so hoch sein, daß das Wasser siedet, jedoch nicht so hoch, daß das Trocknungsmedium zu rasch verdampft. Die Trocknung schreitet am besten voran, wenn das Vakuum so hoch ist, wie dies hinsichtlich des Trocknungsmediums möglich ist. Je höher der Siedepunkt des Mediums ist, desto höher kann und sollte das Vakuum sein. Weiterhin sind, je größer die Dimensionen des zu behandelnden Holzes sind, ein um so höheres Vakuum und eine um so höhere Temperatur erwünscht.
In der Regel ist es leicht. Bedingungen für die rationellste Verfahrensweise unter Verwendung eines bestimmten Trocknungsmediums anzugeben. Um dies zu verdeutlichen, kann die folgende Tabelle eine Anleitung für einige der vorstehend erwähnten Zusammenhänge geben.
Dampfdruck bei 80 und 6O0C für Wasser und organische Flüssigkeiten, die zwischen 120 und 220° C sieden.
Siedepunkt 80° C 60*C
100° C (Wasser) 355 mm Hg 149 mm Hg
120 200 90
160 50 20
180 20 5
200 10 J
220 <; 1
für die organischen Substanzen angegebenen Werte sind schematisch. Dampfdruckkurven für verschiedene Substanzen mit den gleichen Siedepunkten sind bekanntlich nicht identisch, selbst wenn die Unterschiede in der Regel gering sind.
Im folgenden sind die Dampf druckwerte für das genannte Erdölprodukt mit einem Siedepunkt zwischen 187 und 212°C auf Isoaliphatenbasis angegeben:
Temperatur
Druck
25° C
50
75
100
1,4 mm Hg
4.2
10,6
46,0
Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß Substanzen, die bei etwa 120°C sieden, bei den erwähnten Trocknungstemperaturen einen vergleichsweise hohen Dampfdruck haben. Der Dampfdruck ist wesentlich niedriger für Substanzen, die bei 160° C sieden. Eine weitere beträchtliche Verminderung des Dampfdruckes wird für Substanzen beobachtet, die bei 180°C sieden; diese können zur Trocknung bei 60°C, gegebenenfalls auch bei 80° C, verwendet werden. Für den letzteren Fall sind jedoch höher siedende Medien erwünscht. Für Substanzen mit Siedepunkten bei 200°C ist der Druck zur Trocknung bei 80° C auf einen günstigen Wert erniedrigt.
Was den Druck bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens anbelangt, erscheint es zweckmäßig, diesen nicht unter dem Zwei- bis Vierfachen des Dampfdruckes des Mediums bei der Trocknungstemperatur zu halten. Im allgemeinen wird bei einem 80 bis 98%igen Vakuum gearbeitet, d. h. unter einem Druck zwischen 15 und 150 mm Hg; hierbei ist das Vakuum für höher siedende Medien höher und für niedriger siedende Medien niedriger. Beim Arbeiten mit dem genannten Erdölprodukt mit einem Siedepunkt zwischen 187 und 212°C auf Isoaliphatenbasis bei einer Trocknungstemperatur von 80° C wird in der Regel ein Druck zwischen 20 und 120 mm Hg verwendet. Bei einer Arbeitsweise mit hohem Vakuum ist es für die Erzielung einer guten Trocknung notwendig, eine wirksame Kühlung durchzuführen.
Das Vakuum kann zu Beginn der Trocknungsperiode geringer sein, Anschließend wird es nach und nach auf den gewünschten Wert gebracht. Zu Deginn werden nämlich große Wassermengen von den äußeren Schichten des Holzes verdampft. Es tritt eine heftige Schaumbildung auf. Dieser Schaum kann durch ein geringeres Anfangsvakuum vermindert werden. Eine heftige Schaumbildung würde gewöhnlich die Verdampfung des Trocknungsmediums sehr stark steigern. Im Gegensatz zu üblichen Trocknungsverfahren scheint kein Grund dafür zu bestehen, am Anfang eine niedrige Temperatur anzuwenden.
Nach der Trocknung wird das Trocknungsmedium aus dem Zylinder weggeführt, wobei das Vakuum beibehalten wird. Anderenfalls würde bei einer Unterbrechung des Vakuums, während das Trocknungsniedium in dem Zylinder zurückbleibt, der äußere Luftdruck das Trocknungsmedium in großen Mengen in das evakuierte Holz drücken Nach der Entfernung des Mediums läßt man das Holz in dem Zylinder unter <>5 Aufrechterhaltung des Vakuums oder falls möglich unter erhöhtem Vakuum. Während dieser Zeit ver-
l f. j ' 1
(isnipii uiis in üC
1 II' L *T* 1
ckgebliebene !rocknüngs medium gleichzeitig mit dem Abfall der Temperatur des Holzes.
Während der Trocknungsperiode nimmt das Holz, eine beträchtliche Wärmemenge auf, die bei Verwendung eines wärmeisolierten Zylinders und aufgrund des tnermischisolierenden Vakuums gut isoliert ist. Darüber hinaus besitzt Holz eine geringe thermische Leitfähigkeit, weshalb die Wärme vom HoIi. lediglich langsam abgeführt wird. Die Wärmemenge in dem Holz kann somit praktisch vollständig zur Verdampfung des in dem Holz zurückgebliebenen Trocknungsmediums ausgenützt werden.
Die erfindungsgemäße Holztrocknung wird dadurch begünstigt, daß das verwendete Trocknungsmediuni eine geringe Verdampfungswärme besitzt. In der Rege! beträgt sie lediglich ein Fünftel der Verdampfungswärme des Wassers. Da die Verdampfung aus dem Hol/ während des Verfahrens abnimmt, ist es leicht, das Vakuum sukzessive anzuheben, um auf diese Weise die Wirksamkeit der Trocknung zu steigern, I:s ist im Hinblick auf Regen und Feuchtigkeit vorteilhaft, das Holz abkühlen zu lassen, bevor es aus dem Trocknungs zylinder entnommen wird.
Zur weiteren Steigerung der Wirksamkeit des Verfahrens kann neben dem Vakuum auch die Temperatur am Ende der Trocknungsperiode gesteigert werden. Weiterhin kann in einer begrenzten Menge Heißluft eingebracht werden. Hierdurch kann zeitweise das Vakuum ein wenig abfallen. Zu diesem Zeitpunkt sind vorhandene Mengen an Trocknungsmedien so gering, daß sie durch einen gesteigerten äußeren Diuck nicht in das Holz eindringen können. Anstelle von Luft kann auch Dampf eingebracht werden. Eine geeignete Maßnahme hierfür ist das Einbringen von I leiUwasser in den Boden des Zylinders. Die Hitzezufuhr wird dabei aufrechterhalten. Das Wasser verdampft nach und nach und unterwirft das Holz einer Dampfbehandlung, die gewissermaßen eine Wasserdampfdestillation des Mediums bedeutet. Eine Behandlung dieser Art verdamplt leicht Substanzen mit vergleichsweise hohen Siedepunkten. Die geringen Mengen des Mediums, die eventuell in dem Holz zurückbleiben, sind vergleichsweise hochsiedend. Sie haben kaum einen schädigenden Einfluß auf das Holz.
In der Regel ist es nicht nötig, zwischen die Holzstücke Kreuzstücke zu plazieren.
Zu Beginn der Trocknungsperiode ist das feuchte Holz in der Regel schwerer als das mit Dampfblasen durchsetzte Trocknungsmedium. Mit zunehmender Trocknung wird das Holz leichter und die Menge der Dampfblasen in dem Trocknungsmedium geringer. Infolgedessen nähern sich die Gewichte gleicher Volumeneinheiten von Holz und dem mit Dampfblasen durchsetzten Trocknungsmedium einander und werden für einen beträchtlichen Zeitraum der Trocknungsperiode identisch.
Da die während der Trocknung aufgenommene Wärmemenge hauptsächlich mit dem Volumen des Holzes zusammenhängt, ist es leichter, Reste an Trocknungsmedium aus Holz mit großen Dimensionen zu entfernen. Die zurückbleibende Menge an Trocknungsmedium liegt in der Regel unter 5 kg pro cbm, wenn Trocknungsmedien verwendet werden, die bei ^000C sieden und eine Trocknungstemperatur von etwa 8O0C verwendet wird. Die Verluste an Trockniingsmedi· um brauchen 2 kg pro cbm Holz nicht zu überschreiten.
Die Trocknung von Holz mit 25 mm Dicke kann rrfindungsgemäü in 4 bis 6 Stunden durchgeführt
werden. Wird die Dicke des Holzes auf 50 mm verdoppelt, so steigt die Trocknungszeit auf 6 bis 8 Stunden an. Dies bedeutet, daß die Trocknung 25 bis 50 mal schneller erfolgt als in üblichen Vorrichtungen mit Luft als Trocknungsmedium. Die Dauer der Verdampfung des Trocknungsmediunis liegt somit erfindungsgemäß im Bereich von Stunden, wobei es jedoch von Vorteil ist, wenn sie verlängert werden kann.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut durch Erhitzen in einem geschlossenen Behälter durch ein mit Wasser nicht mischbares hochsiedendes Trocknungsmedium unter vermindertem Druck bei einer Temperatur von 50 bis 900C, wobei das getrocknete Gut unter Vakuum gehalten wird, bis das in der Gutoberfläche verbliebene Trocknungsmedium verdampft ist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Trocknen ein Trocknungsmedium mit einem Siedepunkt bei Normaldruck zwischen 150 und 250° C eingesetzt und unter Abfuhr des dem Gut entzogenen Wasserdampfes mit verdampftem Trocknungsmedium aus dem Behälter ein zumindest 80%iges Vakuum eingehalten wird, und daß unmittelbar nach beendigter Trocknung das Trocknungsmedium unter Aufrechterhaltung des Vakuums aus dem Behälter entfernt wird.
DE2308314A 1972-02-22 1973-02-20 Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut Expired DE2308314C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE7202189A SE393676B (sv) 1972-02-22 1972-02-22 Forfarande for torkning av tre och andra liknande fiberprodukter

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2308314A1 DE2308314A1 (de) 1973-09-06
DE2308314B2 DE2308314B2 (de) 1977-10-06
DE2308314C3 true DE2308314C3 (de) 1978-05-24

Family

ID=20259526

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2308314A Expired DE2308314C3 (de) 1972-02-22 1973-02-20 Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut

Country Status (9)

Country Link
US (1) US3811200A (de)
AT (1) AT344616B (de)
CA (1) CA992307A (de)
CH (1) CH558923A (de)
DE (1) DE2308314C3 (de)
FI (1) FI58212C (de)
GB (1) GB1402191A (de)
NO (1) NO136057C (de)
SE (1) SE393676B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3043659A1 (de) * 1980-11-19 1982-07-08 Bror Olof 18263 Djursholm Häger Oberflaechenbehandlung von holz

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE418845B (sv) 1979-05-10 1981-06-29 Boliden Ab Forfarande for rening av vatprocessfosforsyra
SE435830B (sv) * 1980-10-17 1984-10-22 Kenogard Ab Sett att torka impregnerat cellulosamaterial, sasom trevirke, i vetskeformiga hogkokande torkmedier och anvendning av serskild behallare for denna torkningsmetod
WO1982003224A1 (en) * 1981-03-13 1982-09-30 Ab Boliden A method for producing a fuel from solid bituminous and/or lignocellulosic material
US4377039A (en) * 1981-07-24 1983-03-22 Haeger Bror O Process for the drying of wood by use of dielectric energy
DK59286D0 (da) * 1986-02-06 1986-02-06 Steen Ole Moldrup Fremgangsmaade og anlaeg til fjernelse af vaeske fra trae
HU9203611D0 (en) * 1992-11-18 1993-04-28 Pal Csecsei Method for impregnating or simultaneous impregnating and drying of wood
CA2162374C (en) * 1993-05-12 2005-09-27 Pertti Viitaniemi Method for improving biodegradation resistance and dimensional stability of cellulosic products
SE9601721L (sv) * 1996-05-06 1997-11-07 Flaekt Ab Trätorkningsanläggning samt förfarande för att rena en torkgas från en trätorkningsanordning
DE19715839B4 (de) * 1997-04-16 2004-02-12 Gebrüder Lödige Maschinenbau-Gesellschaft mit beschränkter Haftung Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung von öl- und wasserhaltigen Walzzunderschlämmen
BR9904982A (pt) * 1999-10-29 2001-06-12 Aracruz Celulose Processo para prevenir ou controlar o aparecimento de manchas em madeira
US6634118B2 (en) * 2001-07-06 2003-10-21 Virginia Tech Intellectual Properties, Inc. Method and apparatus for vacuum drying wood in a collapsible container in a heated bath
US20070102113A1 (en) * 2005-11-04 2007-05-10 Ainsworth Lumber Co., Ltd. Methods of manufacturing engineered wood products
US20070111019A1 (en) * 2005-11-04 2007-05-17 Ainsworth Lumber Co., Ltd. Methods of manufacturing engineered wood products
US20090077924A1 (en) * 2007-09-21 2009-03-26 Ainsworth Lumber Co., Ltd. Methods of manufacturing engineered wood products

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA620883A (en) * 1961-05-23 M. Hutchinson Hamilton Process for the treatment of lumber
US3560251A (en) * 1965-07-19 1971-02-02 Hager Ab Wood treatment method
US3685959A (en) * 1969-04-24 1972-08-22 Dow Chemical Co Wood seasoning and modification
US3571943A (en) * 1969-06-23 1971-03-23 Hulbert E Sipple Wood drying and preserving process

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3043659A1 (de) * 1980-11-19 1982-07-08 Bror Olof 18263 Djursholm Häger Oberflaechenbehandlung von holz

Also Published As

Publication number Publication date
GB1402191A (en) 1975-08-06
FI58212C (fi) 1980-12-10
NO136057B (de) 1977-04-04
NO136057C (no) 1977-07-13
FI58212B (fi) 1980-08-29
AU5236373A (en) 1974-08-22
DE2308314A1 (de) 1973-09-06
SE393676B (sv) 1977-05-16
US3811200A (en) 1974-05-21
ATA152073A (de) 1977-11-15
CH558923A (de) 1975-02-14
DE2308314B2 (de) 1977-10-06
CA992307A (en) 1976-07-06
AT344616B (de) 1978-08-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2308314C3 (de) Verfahren zur Trocknung von Holz und anderem Fasergut
DE2203105C3 (de) Verfahren zur Erhöhung der Füllkapazität von Tabak
DE3118160A1 (de) Verfahren zum trocknen von durch hochdruckextraktion hergestellter naturstoffextrakten
DE69402316T2 (de) Behandlung von rauchmaterial
DE3421091A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum expandieren von tabakblaettern
DE2102244A1 (de) Verfahren zur Extraktion von Kaffee
DE556301C (de) Trockenverfahren fuer wasserhaltige Stoffe
DE374362C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen bei Dampfspannung im Unterdruck fuer Holz usw
DE620227C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Wiedergewinnung von Loesungsmitteln und kontinuierlichen Trocknung leicht sublimierbarer Substanzen
DE1629096A1 (de) Verfahren zum Trocknen von Holz
DE3310718C2 (de) Verfahren zur Entkeimung von mikrobiell kontaminierten Materialien
DE2702970C2 (de) Verfahren zum Schützen von Holz
DE2439233A1 (de) Verfahren zur entfernung von loesungsmittel aus proteinmaterial
DE2237220A1 (de) Verfahren zur entwaesserung von aluminiumfluoridhydraten
DE889834C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Traenkung von holzigen Stoffen
DE514740C (de) Verfahren zur Abtrennung fluechtiger Stoffe von schwerer fluechtigen durch Destillation
AT156284B (de) Verfahren zur Verminderung des Quellens von Nutzholz.
DE148914C (de)
DE940984C (de) Verfahren zur Gewinnung von Furfurol
AT110885B (de) Verfahren zur Verminderung des Nikotingehaltes gebrauchsfertiger Tabakfabrikate.
DE608486C (de) Verfahren zur Veredelung von Kohle
AT142895B (de) Verfahren zur Konzentrieren von Kautschukmilch durch Eindampfen im Vakuum.
AT112981B (de) Verfahren zum Imprägnieren von Holz.
DE855328C (de) Verfahren zur Holzbehandlung
DE143821C (de)

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: KOCKUMS INDUSTRI AB, 826 01 SOEDERHAMN, SE

8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: ZUMSTEIN SEN., F., DR. ASSMANN, E., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. KOENIGSBERGER, R., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. ZUMSTEIN JUN., F., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. KLINGSEISEN, F., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: HAGER SYSTEM AB, SANDARNE, SE

8328 Change in the person/name/address of the agent

Free format text: ZUMSTEIN, F., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. ASSMANN, E., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. KLINGSEISEN, F., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN

8339 Ceased/non-payment of the annual fee