DE230334C - - Google Patents

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DE230334C
DE230334C DENDAT230334D DE230334DA DE230334C DE 230334 C DE230334 C DE 230334C DE NDAT230334 D DENDAT230334 D DE NDAT230334D DE 230334D A DE230334D A DE 230334DA DE 230334 C DE230334 C DE 230334C
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/02Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05BSEWING
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 230334-KLASSE 52 a. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY INELIZABETH5NEW-JeRSEy5V1St-A.
Die Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von Nähmaschinen, die sowohl geradlinig verlaufende als auch zickzackförmige Stiche in fortlaufender Naht erzeugen können, wie es beispielsweise beim Zunähen von Schuhoberteilen, beim Annähen von Lappentaschen . auf Kleidungsstücke, bei der Herstellung von Gammaschen und anderen Gegenständen vorkommt.
Es sind Nähmaschinen dieser Art bekannt, bei denen eine schwingende Nadel zur Erzeugung der Zickzacknähte Anwendung findet und bei denen die Schwingungen der Nadel selbsttätig nach einer bestimmten Anzahl von Zick- -zackstichen in dem Zeitpunkt eines Stichbildungsvorganges ausgeschaltet werden, in dem die Nadel aus dem Stoff herausgetreten ist. Die vorliegende Erfindung bezieht sich im. Gegensatz hierzu auf eine Nähmaschine der erwähnten Art, bei der die Ausschaltung der Nadelschwingungen durch den Benutzer der Maschine nach einer beliebigen Anzahl von Zickzackstichen eingeleitet werden kann. Damit aber der Benutzer nicht genötigt ist, hierbei die Nähgeschwindigkeit zu verlangsamen und darauf achten zu müssen, daß er die Umschaltung vornimmt, während die Nadelspitze aus dem Stoff herausgetreten ist, sieht die vorliegende Erfindung Mittel vor, durch die die vom Benutzer zu einem beliebigen Zeitpunkt eingeleitete Ausschaltung der Nadelschwingungen verzögert wird, bis der gerade in der Entwicklung begriffene Stichbildungsvorgang" so weit vorgeschritten ist, daß die Nadel sich nicht mehr im Stoff befindet,
bei dieser Umschaltung
Infolgedessen ist auch von Hand eine Be- oder ein Bruch der
Schädigung des Stoffes
Nadel verhindert.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine dargestellt. Sie bestellt aus der gewöhnlichen Grundplatte ι mit dem Auslegerarm 2, an dessen Kopf der wagerechte Drehzapfen 4 angeordnet. ist. Auf diesem ist c!ej^j3cJwmg_ejide_JNad^^ angeordnet, der in seinem unteren Teil mit einem Querschlitz 6 (Fig. 1) für den Durchgang eines auf dem unteren Teil des Kopfes 3 sitzenden Führungsstiftes 7 versehen ist. In seitlichen Ansätzen 8 des Nadelstängenrahmens 5 ist die senkrecht auf und ab bewegliche Nadelstange 9 gelagert, die die Nadel 10 trägt und mit einem festen Bund ausgestattet ist. Dieser Bund trägt einen Zapfen, an dem das eine Ende des Lenkers 12 angreift, dessen anderes Ende mit einer Kurbelscheibe 13 auf dem vorderen Ende der Hauptwelle 14 verbunden ist. Letztere ist in gewöhnlicher Weise im Auslegerarm gelagert und am hinteren Ende mit dem Schwungrad 15 versehen.
Die Nadel 10 arbeitet mit dem auf der Querwelle 17 angeordneten· rotierenden Ringschiffchen zusammen. Die Querwelle 17 ist durch ein geeignetes Getriebe mit der Längswelle 18 verbunden, die unter der Tischplatte gelagert ist und durch den Riemen 19 und das Rad 20 von der Hauptwelle 14 aus angetrieben wird.
Auf der Hauptwelle 14 sitzt das Schraubenrad 21, das mit einem größeren Schraubenrad
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40
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55
60
22 auf der Nockenwelle 23 in Eingriff steht. Die Welle 23 erhält durch dieses Getriebe die halbe Geschwindigkeit der Hauptwelle. Die Nockenwelle 23 trägt einen sogenannten Dreiecknocken 24, der durch die parallelen Arme 25 eines Joches 26 umfaßt wird, das am vorderen Ende eines Hebels 27 sitzt. Letzterer ist hinten mittels des Schraubenzapfens 28 auf dem Nadelstangenrahmen 5 drehbar gelagert (Fig. i, 2 und 3).
Der Hebel 27 erhält durch die Drehung des Nockens 24 eine schwingende Bewegung um seinen Zapfen 28, kann sich aber in seiner Längsrichtung relativ zum Nocken verschieben. Damit die durch den Nocken dem Hebel mitgeteilte Schwingung auch teilweise in eine Längsbewegung umgesetzt werden kann, ist der Hebel 27 in der Nähe des. Joches 26 mit einem Zapfen 29 versehen, der mit geeigneten Führungsmitteln zur Herbeiführung einer bestimmten Bewegung versehen ist. Diese Führungsmittel bestehen bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Lenker 30, dessen eines Ende den Zapfen 29 umfaßt, während sein anderes Ende an einem Zapfen 31 angreift, der auf einem Arm 32 sitzt. Der Arm 32 ist auf der schwingenden Querwelle 33 befestigt, die parallel mit der Nockenwelle 23 in der Rückwand des Auslegerarmes gelagert ist (Fig. 2).
Die Welle 33 liegt etwas unterhalb und vor der Nockenwelle 23 in solcher Lage, daß ihre Achse annähernd mit der Achse des Zapfens 29 zusammenfällt, wenn der Hebel 27 sich in seiner Tieflage befindet.
Auf dem rückwärtigen Ende der Welle 33 sitzt ein Arm 34 (Fig. 2, 4 und 5), der an seinem freien Ende mit einer Gabel einen Zapfen .. 35 auf dem vorderen Ende eines Hebels 36 umfaßt, der um den am Gestell festen Zapfen 37 drehbar und auf der Unterseite mit einem Ausschnitt 38 versehen ist, in den das obere mit Gewinde versehene Ende einer Stange 39 eingreift. Diese Stange.trägt eine Mutter 40 und . zwischen dieser und einer am Gestell angebrachten Führungsnuß 41 eine Feder 42, durch die der Arm 36 und somit auch der Arm 34 in seiner oberen Lage (Fig. 4) gehalten werden.' Der Arm 34 trägt einen Ansatz 43, an dem eine nach einem Trethebel führende Stange 44 hängt, die dazu dient, den Arm 34 der Wirkung der Feder 4.2 'entgegen nach abwärts zu ziehen und dadurch der Welle 33 eine Schwingung zu erteilen.
. Wenn der Arm 34 sich in der in Fig. 4 dargestellten normalen Höchstlage befindet, so. liegt der Zapfen 31 des Lenkers 30 auf einer Linie, die die Achse der Welle 23 mit der Achse des Zapfens 28 verbindet, so daß durch die Schwingung des Hebels 2.J der Zapfen 29 quer und annähernd rechtwinklig zu der erwähnten Linie bewegt wird und somit der Hebel durch den Lenker 30 keine merkliche Bewegung in der Längsrichtung erfährt. Wird aber der Arm 34 in die in Fig. 5 dargestellte Lage nach unten gezogen, so wird durch diedementsprechende Schwingung der Welle 33 der Drehzapfen 31 über die erwähnte gedachte Linie gehoben, wodurch bei der Schwingung des Hebels 27 der Lenker 30 schräg zu der erwähnten Linie schwingt und dadurch zusätzlich zu der Schwingung des Hebels 27 auch eine Längsverschiebung" dieses Hebels hervorruft. Diese Längsbewegung überträgt sich auf den Nadelstangenrahmen 5 in Form einer Schwingung dieses Rahmens um den Zapfen 4 und ruft somit eine Schwingung der Nadel zusätzlich ihrer Auf- und Abbewegung hervor.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Nocken 24 mit einem höheren konzentrischen Teil α und einem tieferen konzentrischen Teil b' versehen, von denen jeder etwa ein Viertel des Umfanges ausmacht. Diese beiden konzentrischen Teile sind durch schrägverlaufende Stücke c und d des Umfanges miteinander verbunden. Der Eingriff der konzentrischen Teile α und b mit den Armen 25 des Joches 26 dient dazu, den Hebel 27 unbeweglich in seiner oberen oder unteren Lage zu halten, während die Nadel durch den Stoff nach abwärts geht und wieder daraus auftaucht. Die exzentrischen oder schrägen Teile c und ä rufen eine Schwingung des Hebels 27 in der einen oder anderen Richtung hervor, während sich die Nadel außerhalb des Stoffes befindet. Die Bewegung des Hebels 27 in die äußerste Tieflage bringt den Lenker 30 zur Deckung mit den Armen 32 derart, daß ihre Enden im wesentlichen in derselben Achse liegen. Infolgedessen werden der Hebel 27 und die Nadel bei jedem zweiten Stich in die ursprüngliche gegenseitige Lage zurückgeführt, ohne Rücksicht auf die Stellung de's Armes 32 und des von ihm getragenen Zapfens 31. Wenn sich der Zapfen 31 in seiner normalen Lage befindet, in der der Hebel 27 keine merkliche Längsbewegung erfährt, wird auch die Nadelstange während der Bildung der folgenden Stiche in ihrer senkrechten Lage gehalten. Wenn der Arm 32 angehoben wird und dadurch den Zapfen 31 aus der geraden Verbindungslinie der Nockenwelle und des Zapfens 28 herausbringt, so behält der Nadelrahmen seine senkrechte Lage noch bei, wenn der Hebel 27 sich in seiner Tieflage befindet. Der Nadelstangenrahmen wird aber nach innen in die sogenannte Lage für Kantennaht gezogen, wenn der Hebel 27 sich in seine Höchstlage bewegt, da dann die Welle 33, die den Drehzapfen des Armes 32 bildet, konachsial mit dem Zapfen 29 in einer seiner äußersten Lagen steht, so daß der Zapfen 31 beständig in einem Bogen geschwungen wird, der konzentrisch zu der Lage ist, zu der der Lenker 30 in derselben äußersten
Stellung des Hebels 27 einen Radius bildet. Wenn also der Hebel 27 durch den Nocken 24 in seine äußerste Tief lage gebracht ist, so hat die Schwingung der Welle 33 behufs Anhebens des Armes 32 keine Wirkung auf die Lage des Hebels 27, da die Arme 30 und 32'einander decken und die Drehachsen ihre Enden im wesentlichen in allen Stellungen des Zapfens 31 zusammenfallen. Dies trifft zu, gleichgültig, in welche Stellung der Zapfen 31 für eine gegebene Weite von Zickzackstichen gebracht worden ist.
Um die Bewegung des Hebelarmes 34 zu regeln, sind auf der Rückseite des Auslegerarmes Augen 45 und 46 angeordnet, in denen Anschlagschrauben 47 mit Sperrmuttern 48 sitzen. Diese Schrauben dienen zur Begrenzung der Bewegung des Hebels 36, womit auch die Bewegung" des Hebels 34 und des Armes 32 sowie des Zapfens 31 begrenzt wird.
Das hintere Ende der Nockenwelle 23 ist mit einer zylindrischen Bohrung 49 (Fig. 8 und 9) versehen, in die ein Bolzen 50 einer Kurvenscheibe 51 paßt. Diese Scheibe hat auf der inneren oder vorderen Fläche zwei Schrauben-. zapfen 52, deren Köpfe 53 für gewöhnlich auf dem Boden von Löchern 54 sitzen, die sich in einem Bund 55 befinden, der durch Schrauben 56 auf dem Ende der Welle 23 befestigt ist.
Eine Feder 57 ist zwischen das innere Ende des Bolzens 50 und den Boden der Bohrung 49 eingelegt, wodurch die Kurvenscheibe 51 in ihre durch die Köpfe der Schrauben 52 bestimmte äußerste Lage gedrückt wird.
Die Außenfläche der Scheibe 51 besitzt eine querverlaufende Aussparung 58 (Fig. 4 bis 9) mit segmentartigen, konzentrisch zur Achse verlaufenden Begrenzungen, die Anschläge 58° bilden. Die Enden der Nut sind bei 58* schräg nach außen ansteigend, in einem Winkel zur Achse der Bewegung der Kurvenscheibe und spitz zusammenstoßend mit den Abschrägungen 59 der Kurvenscheibe, deren äußerer Umfang sonst zylindrisch ist, so daß außerhalb der Aussparung segmentförmige Anschläge entstehen. ■
Der Hebelarm 34 trägt auf der Vorderfläohe einen Zapfen 60, der in der Höchstlage des Armes 34 konzentrisch zur Kurvenscheibe 51 liegt und in den Ausschnitt 58 der letzteren hineinragt (Fig. 9). Die Kurvenscheibe 51 ist derart auf der Welle 23 in bezug auf den Nocken 24 angeordnet, daß beim Eintreffen des Joches 26 in der äußersten Hoch- oder Tieflage und beim Aufwärtsgang· der Nadel, wenn ihre Spitze sich etwas über dem Stoff befindet, der Ausschnitt 58 im wesentlichen senkrecht verläuft, so daß er den Abwärtsgang des Zapfens 60 mit dem Arm 34 gestattet. Bei der Weiterdrehung der Nockenwelle 23 und beim. Aufwärtsgang der Nadel in die Höchstlage gelangt der Ausschnitt 58 in eine andere Winkellage und verhindert alsdann die Bewegung des Armes 34 durch eine seiner Anschlagflächen 58" so lange, bis die Kurvenscheibe 51 ungefähr eine halbe Umdrehung ausgeführt hat. Alsdann nimmt der Ausschnitt 58 wieder im wesentlichen eine senkrechte Lage ein, während · das Joch 26 die entgegengesetzte äußerste Lage erreicht hat. Die Spitze der Nadel befindet sich dann wieder oberhalb des Stoffes und ist im Begriff, in die Höchstlage zu gehen. Der Zapfen 60 ist wieder frei, sich mit dem Arm 34 nach abwärts zu bewegen und den Zapfen 31 zu verstellen, um von einer geradlinigen Naht in eine Zickzacknaht überzugehen. Wenn die Kurvenscheibe 51 in der Stellung ist, in der sie den Arm 34 freigibt (Fig. 4 und 6), so wird beim Abwärtsgang des Hebels 34 der Zapfen 60 über die schrägen Flächen 58s gehen und dadurch die Kurvenscheibe 51 entgegen der Wirkung der Feder 57 zurückdrücken. Nach dem Vorbeigang des Zapfens 60 kehrt die Scheibe unter der Einwirkung der Feder 57 in ihre normale Lage zurück und verhindert durch ihre Umfangskante den sofortigen Rückgang des Armes 34 unter dem Einfluß der Feder 42. Die Sperrung und Freigabe des Hebelarmes 34 beruht, wie ersichtlich, auf der besonderen Konstruktion der nachgiebigen Kurvenscheibe 51, die mit der Nockenscheibe 24 umläuft, und auf der Anordnung des Zapfens 60, der eine bogenförmige Bewegung in einer Ebene rechtwinklig zur Achse der Kurvenscheibe hat. Da die Bewegung des Zapfens 60 demgemäß im wesentlichen rechtwinklig zu den Anschlägen . erfolgt, die durch die zylindrischen Wandungen 58" des Ausschnittes 58 dargeboten werden, so ist ersichtlich, daß diese Teile sperrend ineinandergreifen, ohne daß eine gegenseitige seitliehe Bewegung möglich wäre. Da andererseits die Endteile des Ausschnittes 58 und die schrägen Flächen 59 sowohl zur Achse der Bewegung der Kurvenscheibe als auch zur Bewegung des Zapfens 60 geneigt sind, so ist der Eingriff des Zapfens mit den Flächen 58δ'nachgiebig infolge der nachgiebigen Lagerung der Kurvenscheibe 51, so daß über diese schrägen Flächen eine Bewegung des Zapfens 60 unter Zusammendrückung der Feder 57 möglich ist.
Soll von einer Zickzacknaht und der dazu erforderlichen, in Fig. 5 dargestellten Lage der Teile zu einer geradlinigen Naht übergegangen werden, so wird die Stange 44 freigegeben, indem man beispielsweise den daran befestigten Trethebel losläßt. Die Feder 42 drückt alsdann die Arme 36 und 34 mit dem Zapfen 60 so weit aufwärts, daß der Zapfen 60 sich gegen den Umfang" der Kurvenscheibe 51 anlegt. Hier bleibt er so lange liegen, bis bei der Weiterdrehung der Kurvenscheibe 51 eine der Abschrägungen 59 vor den Zapfen 60 gelangt,
worauf der Zapfen durch die Feder 42 über den Rand der Scheibe 51 gedrückt wird, was dadurch möglich ist, daß die Scheibe 51 nunmehr federnd zurückweicht. Der Zapfen 60 greift dann in den Ausschnitt 58 ein, worauf die Kurvenscheibe unter dem Einfluß der Feder 57 in ihre normale Lage zurückkehrt. Der Hebel 34 ist alsdann in der Lage gesperrt, die er zur Erzeugung einer geradlinigen Naht einnehmen muß. Es ergibt sich also, daß infolge der Konstruktion der Kurvenscheibe 51 und infolge ihres Zusammenwirkens mit dem Hebel 34 dieser Hebel durch die Trethebelstange 44 und durch die Feder 42 stets dann bewegt werden kann, wenn die Nadel sich oberhalb des Stoffes befindet, gleichgültig, welche seitliche Lage sie und der Nadelrahmen einnehmen.
Wie aus der Beschreibung hervorgeht, kann der Hebel 34 behufs Verschiebung des Zapfens 31 des Lenkers 30 jederzeit während der Stich-. bildung ausgeführt werden, solange sich der Hebel 27 in seiner Tieflage befindet, die mit der für geradlinige Nähte erforderlichen Lage der Nadel übereinstimmt, da bei dieser Stellung des
2S Hebels 27 der Zapfen 31 sich auf dem Arm 32 nur in einer konzentrisch zum Zapfen 29 verlaufenden Bahn bewegen kann. Es ist ferner ersichtlich, daß die Lage des Hebels 34 jederzeit geändert werden kann, während sich die Nadelspitze oberhalb des Stoffes befindet. Hieraus folgt, daß nur eine Seite der Kurvenscheibe 51 für die Sicherung gegen den Wechsel der Nähart von Wichtigkeit ist, und dies ist die mit dem Anschlag 58* versehene Seite, die jeweilig die Unterkante des Ausschnittes 58 bildet, während der Hebel 27 sich in der Höchst-. lage und die Nadel sich im Stoff befindet. Selbstverständlich kann an Stelle der federnden Lagerung der Kurvenscheibe 51 auch eine unverschiebliche Lagerung treten, in welchem Falle dann der Zapfen 60 in achsialer Richtung federnd angeordnet sein muß.
Solange der Hebel 34 nicht derart bewegt wird, daß er die Lage des Zapfens 31 ändert, ist die Maschine für geradlinige Nähte eingestellt. Will man die Teile in der Lage sperren, daß nur Zickzack- oder Überwendlichnähte hergestellt werden, so ist es nur nötig, die Hebel 34 und 36 nach abwärts zu drücken und sie in dieser Lage zu sperren. Zu diesem Zwecke ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine Sperrplatte 61 auf dem Drehzapfen 37 angebracht und mit einem Schlitz 62 (Fig. 4 und 5) versehen, in den eine in dem Hebel 36 sitzende Klemmschraube 63 eingreift. Ist der Hebel 36 in der beschriebenen Weise in die Lage gebracht, in der der Nadel eine schwingende Bewegung erteilt wird, so wird die Klemmschraube 63 gelockert und das freie Ende der Sperrplatte 61 bis zum Anschlag an die obere Begrenzungsschraube 47 (Fig. 5 punktiert) umgelegt. Alsdann wird die Klemmschraube wieder angezogen. Hierdurch ist der Hebel am Aufwärtsgang gehindert.
Es ist selbstverständlich, daß an Stelle des sogenannten Nadelrahmens 5 auch irgendeine andere Anordnung treten kann, durch die vom Hebel 27 aus der Nadel eine schwingende Bewegung erteilt wird.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Nähmaschine zur Erzeugung geradliniger und zickzackförmig verlaufender Stiche, bei der eine Vorrichtung zum Aufheben des Antriebes für die seitliche Nadelschwingung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit dieser Vorrichtung ein beweglicher Zapfen (60) verbunden ist, der mit einer Kurvenscheibe (51) zusammen arbeitet, die mit einem bewegten Teil der Maschine verbunden ist und Anschlagflächen (58°) und schräge Abgleitflächen (58^) besitzt, an denen der Zapfen (60) infolge der federnden Lagerung eines der bei- den Teile vorbeigehen kann, außer wenn die Kurvenscheibe sich in einer solchen Lage befindet, daß die Anschlagflächen (58B) die Bewegung des Zapfens (60) sperren.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebig gelagerte Kurvenscheibe (51) sich mit dem Nocken (24) bewegt, der dazu dient, der Nadel eine seitlich schwingende Bewegung zu erteilen.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (51) einen querverlaufenden Ausschnitt (58) besitzt, der auf den beiden Längsseiten mit sperrenden Anschlagflächen (58a) und auf den beiden Querseiten mit schräg ansteigenden und in abfallende Flächen (59) übergehenden Flächen (58δ) versehen ist, so daß der Zapfen (60) nur dann aus dem Ausschnitt heraus und in den Ausschnitt eintreten kann, wenn der Ausschnitt seiner Längsrichtung nach mit der Bewegungsbähn des Zapfens zusammenfällt.
4. Nähmaschine nach Anspruch 1 und 2, bei der der Nadelstangenrahmen die seitlich schwingende Bewegung von einem Nocken durch Vermittlung eines längsverschiebbaren Hebels (27) erhält, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtung des Hebels unter der Wirkung des Nockens (24) durch eine Lenkervorrichtung bestimmt wird, die aus einem auf dem Hebel (27) angeordneten Zapfen (29) besteht, der durch Lenker (30 und 32) derart mit iao einer zur Nockenwelle (23) paraHelen schwingenden Welle (33) verbunden ist,
daß durch Verstellung der Lenker der Zapfen (29) in verschiedene Lägen gebracht werden kann, in denen er bei der schwingenden Bewegung des Hebels (27) durch den Nocken entweder eine wesentliche Längsverschiebung des Hebels verhindert oder verursacht.
S- Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem Hebel (27) angeordnete Zapfen (29) in der einen ihm durch die Lenker erteilten Stellung auf einer geraden Linie liegt, die die Achse der Nockenwelle und den Angriffspunkt des Hebels (27) am Nadelstangenrahmen (5) miteinander verbindet, so daß !5 in dieser Lage des Zapfens (29) der Hebel (27) keine Längsbewegung erfährt, während der Zapfen (29) in der anderen durch die Lenker bestimmten Endlage über die erwähnte gerade Linie gelangt und dadurch eine Längsverschiebung des Hebels (27) bei der Schwingung hervorruft.
6. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß verstellbare Anschläge (47) die obere und untere Lage der Lenker begrenzen und dadurch die Größe der der Nadel erteilten Schwingbewegung bestimmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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