DE230334C - - Google Patents
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- DE230334C DE230334C DENDAT230334D DE230334DA DE230334C DE 230334 C DE230334 C DE 230334C DE NDAT230334 D DENDAT230334 D DE NDAT230334D DE 230334D A DE230334D A DE 230334DA DE 230334 C DE230334 C DE 230334C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B3/00—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
- D05B3/02—Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B29/00—Pressers; Presser feet
- D05B29/06—Presser feet
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B73/00—Casings
- D05B73/04—Lower casings
- D05B73/12—Slides; Needle plates
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- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 230334-KLASSE
52 a. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY INELIZABETH5NEW-JeRSEy5V1St-A.
Die Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von Nähmaschinen, die sowohl geradlinig
verlaufende als auch zickzackförmige Stiche in fortlaufender Naht erzeugen können,
wie es beispielsweise beim Zunähen von Schuhoberteilen, beim Annähen von Lappentaschen
. auf Kleidungsstücke, bei der Herstellung von Gammaschen und anderen Gegenständen vorkommt.
Es sind Nähmaschinen dieser Art bekannt, bei denen eine schwingende Nadel zur Erzeugung
der Zickzacknähte Anwendung findet und bei denen die Schwingungen der Nadel selbsttätig
nach einer bestimmten Anzahl von Zick- -zackstichen in dem Zeitpunkt eines Stichbildungsvorganges
ausgeschaltet werden, in dem die Nadel aus dem Stoff herausgetreten ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich im. Gegensatz hierzu auf eine Nähmaschine der erwähnten
Art, bei der die Ausschaltung der Nadelschwingungen durch den Benutzer der Maschine nach einer beliebigen Anzahl von
Zickzackstichen eingeleitet werden kann. Damit aber der Benutzer nicht genötigt ist, hierbei
die Nähgeschwindigkeit zu verlangsamen und darauf achten zu müssen, daß er die Umschaltung
vornimmt, während die Nadelspitze aus dem Stoff herausgetreten ist, sieht die vorliegende
Erfindung Mittel vor, durch die die vom Benutzer zu einem beliebigen Zeitpunkt eingeleitete Ausschaltung der Nadelschwingungen
verzögert wird, bis der gerade in der Entwicklung begriffene Stichbildungsvorgang" so
weit vorgeschritten ist, daß die Nadel sich nicht mehr im Stoff befindet,
bei dieser Umschaltung
bei dieser Umschaltung
Infolgedessen ist auch von Hand eine Be- oder ein Bruch der
Schädigung des Stoffes
Nadel verhindert.
Nadel verhindert.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Maschine dargestellt. Sie bestellt aus
der gewöhnlichen Grundplatte ι mit dem Auslegerarm 2, an dessen Kopf der wagerechte
Drehzapfen 4 angeordnet. ist. Auf diesem ist c!ej^j3cJwmg_ejide_JNad^^ angeordnet,
der in seinem unteren Teil mit einem Querschlitz 6 (Fig. 1) für den Durchgang
eines auf dem unteren Teil des Kopfes 3 sitzenden Führungsstiftes 7 versehen ist. In seitlichen
Ansätzen 8 des Nadelstängenrahmens 5 ist die senkrecht auf und ab bewegliche Nadelstange
9 gelagert, die die Nadel 10 trägt und mit einem festen Bund ausgestattet ist. Dieser
Bund trägt einen Zapfen, an dem das eine Ende des Lenkers 12 angreift, dessen anderes Ende
mit einer Kurbelscheibe 13 auf dem vorderen Ende der Hauptwelle 14 verbunden ist.
Letztere ist in gewöhnlicher Weise im Auslegerarm gelagert und am hinteren Ende mit
dem Schwungrad 15 versehen.
Die Nadel 10 arbeitet mit dem auf der Querwelle 17 angeordneten· rotierenden Ringschiffchen
zusammen. Die Querwelle 17 ist durch ein geeignetes Getriebe mit der Längswelle 18
verbunden, die unter der Tischplatte gelagert ist und durch den Riemen 19 und das Rad 20
von der Hauptwelle 14 aus angetrieben wird.
Auf der Hauptwelle 14 sitzt das Schraubenrad
21, das mit einem größeren Schraubenrad
35
40
45
55
60
22 auf der Nockenwelle 23 in Eingriff steht. Die Welle 23 erhält durch dieses Getriebe die
halbe Geschwindigkeit der Hauptwelle. Die Nockenwelle 23 trägt einen sogenannten Dreiecknocken
24, der durch die parallelen Arme 25 eines Joches 26 umfaßt wird, das am vorderen
Ende eines Hebels 27 sitzt. Letzterer ist hinten mittels des Schraubenzapfens 28 auf
dem Nadelstangenrahmen 5 drehbar gelagert (Fig. i, 2 und 3).
Der Hebel 27 erhält durch die Drehung des Nockens 24 eine schwingende Bewegung um
seinen Zapfen 28, kann sich aber in seiner Längsrichtung relativ zum Nocken verschieben.
Damit die durch den Nocken dem Hebel mitgeteilte Schwingung auch teilweise in eine
Längsbewegung umgesetzt werden kann, ist der Hebel 27 in der Nähe des. Joches 26 mit
einem Zapfen 29 versehen, der mit geeigneten Führungsmitteln zur Herbeiführung einer bestimmten
Bewegung versehen ist. Diese Führungsmittel bestehen bei der dargestellten Ausführungsform
aus einem Lenker 30, dessen eines Ende den Zapfen 29 umfaßt, während sein anderes Ende an einem Zapfen 31 angreift, der
auf einem Arm 32 sitzt. Der Arm 32 ist auf der schwingenden Querwelle 33 befestigt, die
parallel mit der Nockenwelle 23 in der Rückwand des Auslegerarmes gelagert ist (Fig. 2).
Die Welle 33 liegt etwas unterhalb und vor der Nockenwelle 23 in solcher Lage, daß ihre Achse
annähernd mit der Achse des Zapfens 29 zusammenfällt, wenn der Hebel 27 sich in seiner
Tieflage befindet.
Auf dem rückwärtigen Ende der Welle 33 sitzt ein Arm 34 (Fig. 2, 4 und 5), der an seinem
freien Ende mit einer Gabel einen Zapfen .. 35 auf dem vorderen Ende eines Hebels 36 umfaßt,
der um den am Gestell festen Zapfen 37 drehbar und auf der Unterseite mit einem Ausschnitt
38 versehen ist, in den das obere mit Gewinde versehene Ende einer Stange 39 eingreift.
Diese Stange.trägt eine Mutter 40 und . zwischen dieser und einer am Gestell angebrachten
Führungsnuß 41 eine Feder 42, durch die der Arm 36 und somit auch der Arm 34 in
seiner oberen Lage (Fig. 4) gehalten werden.' Der Arm 34 trägt einen Ansatz 43, an dem eine
nach einem Trethebel führende Stange 44 hängt, die dazu dient, den Arm 34 der Wirkung
der Feder 4.2 'entgegen nach abwärts zu ziehen und dadurch der Welle 33 eine Schwingung
zu erteilen.
. Wenn der Arm 34 sich in der in Fig. 4 dargestellten normalen Höchstlage befindet, so. liegt der Zapfen 31 des Lenkers 30 auf einer Linie, die die Achse der Welle 23 mit der Achse des Zapfens 28 verbindet, so daß durch die Schwingung des Hebels 2.J der Zapfen 29 quer und annähernd rechtwinklig zu der erwähnten Linie bewegt wird und somit der Hebel durch den Lenker 30 keine merkliche Bewegung in der Längsrichtung erfährt. Wird aber der Arm 34 in die in Fig. 5 dargestellte Lage nach unten gezogen, so wird durch diedementsprechende Schwingung der Welle 33 der Drehzapfen 31 über die erwähnte gedachte Linie gehoben, wodurch bei der Schwingung des Hebels 27 der Lenker 30 schräg zu der erwähnten Linie schwingt und dadurch zusätzlich zu der Schwingung des Hebels 27 auch eine Längsverschiebung" dieses Hebels hervorruft. Diese Längsbewegung überträgt sich auf den Nadelstangenrahmen 5 in Form einer Schwingung dieses Rahmens um den Zapfen 4 und ruft somit eine Schwingung der Nadel zusätzlich ihrer Auf- und Abbewegung hervor.
. Wenn der Arm 34 sich in der in Fig. 4 dargestellten normalen Höchstlage befindet, so. liegt der Zapfen 31 des Lenkers 30 auf einer Linie, die die Achse der Welle 23 mit der Achse des Zapfens 28 verbindet, so daß durch die Schwingung des Hebels 2.J der Zapfen 29 quer und annähernd rechtwinklig zu der erwähnten Linie bewegt wird und somit der Hebel durch den Lenker 30 keine merkliche Bewegung in der Längsrichtung erfährt. Wird aber der Arm 34 in die in Fig. 5 dargestellte Lage nach unten gezogen, so wird durch diedementsprechende Schwingung der Welle 33 der Drehzapfen 31 über die erwähnte gedachte Linie gehoben, wodurch bei der Schwingung des Hebels 27 der Lenker 30 schräg zu der erwähnten Linie schwingt und dadurch zusätzlich zu der Schwingung des Hebels 27 auch eine Längsverschiebung" dieses Hebels hervorruft. Diese Längsbewegung überträgt sich auf den Nadelstangenrahmen 5 in Form einer Schwingung dieses Rahmens um den Zapfen 4 und ruft somit eine Schwingung der Nadel zusätzlich ihrer Auf- und Abbewegung hervor.
Wie Fig. 3 zeigt, ist der Nocken 24 mit einem höheren konzentrischen Teil α und einem
tieferen konzentrischen Teil b' versehen, von
denen jeder etwa ein Viertel des Umfanges ausmacht. Diese beiden konzentrischen Teile
sind durch schrägverlaufende Stücke c und d des Umfanges miteinander verbunden. Der
Eingriff der konzentrischen Teile α und b mit den Armen 25 des Joches 26 dient dazu, den
Hebel 27 unbeweglich in seiner oberen oder unteren Lage zu halten, während die Nadel durch
den Stoff nach abwärts geht und wieder daraus auftaucht. Die exzentrischen oder schrägen
Teile c und ä rufen eine Schwingung des Hebels 27 in der einen oder anderen Richtung hervor,
während sich die Nadel außerhalb des Stoffes befindet. Die Bewegung des Hebels 27
in die äußerste Tieflage bringt den Lenker 30 zur Deckung mit den Armen 32 derart, daß
ihre Enden im wesentlichen in derselben Achse liegen. Infolgedessen werden der Hebel 27 und
die Nadel bei jedem zweiten Stich in die ursprüngliche gegenseitige Lage zurückgeführt,
ohne Rücksicht auf die Stellung de's Armes 32 und des von ihm getragenen Zapfens 31.
Wenn sich der Zapfen 31 in seiner normalen Lage befindet, in der der Hebel 27 keine merkliche
Längsbewegung erfährt, wird auch die Nadelstange während der Bildung der folgenden
Stiche in ihrer senkrechten Lage gehalten. Wenn der Arm 32 angehoben wird und dadurch
den Zapfen 31 aus der geraden Verbindungslinie der Nockenwelle und des Zapfens 28
herausbringt, so behält der Nadelrahmen seine senkrechte Lage noch bei, wenn der Hebel 27
sich in seiner Tieflage befindet. Der Nadelstangenrahmen wird aber nach innen in die sogenannte
Lage für Kantennaht gezogen, wenn der Hebel 27 sich in seine Höchstlage bewegt, da dann die Welle 33, die den Drehzapfen des
Armes 32 bildet, konachsial mit dem Zapfen 29 in einer seiner äußersten Lagen steht, so daß
der Zapfen 31 beständig in einem Bogen geschwungen
wird, der konzentrisch zu der Lage ist, zu der der Lenker 30 in derselben äußersten
Stellung des Hebels 27 einen Radius bildet. Wenn also der Hebel 27 durch den Nocken 24
in seine äußerste Tief lage gebracht ist, so hat die Schwingung der Welle 33 behufs Anhebens
des Armes 32 keine Wirkung auf die Lage des Hebels 27, da die Arme 30 und 32'einander
decken und die Drehachsen ihre Enden im wesentlichen in allen Stellungen des Zapfens 31
zusammenfallen. Dies trifft zu, gleichgültig, in welche Stellung der Zapfen 31 für eine gegebene
Weite von Zickzackstichen gebracht worden ist.
Um die Bewegung des Hebelarmes 34 zu regeln, sind auf der Rückseite des Auslegerarmes
Augen 45 und 46 angeordnet, in denen Anschlagschrauben 47 mit Sperrmuttern 48 sitzen. Diese Schrauben dienen zur Begrenzung
der Bewegung des Hebels 36, womit auch die Bewegung" des Hebels 34 und des Armes 32
sowie des Zapfens 31 begrenzt wird.
Das hintere Ende der Nockenwelle 23 ist mit einer zylindrischen Bohrung 49 (Fig. 8 und 9)
versehen, in die ein Bolzen 50 einer Kurvenscheibe 51 paßt. Diese Scheibe hat auf der
inneren oder vorderen Fläche zwei Schrauben-. zapfen 52, deren Köpfe 53 für gewöhnlich auf
dem Boden von Löchern 54 sitzen, die sich in einem Bund 55 befinden, der durch Schrauben
56 auf dem Ende der Welle 23 befestigt ist.
Eine Feder 57 ist zwischen das innere Ende des Bolzens 50 und den Boden der Bohrung 49 eingelegt,
wodurch die Kurvenscheibe 51 in ihre durch die Köpfe der Schrauben 52 bestimmte
äußerste Lage gedrückt wird.
Die Außenfläche der Scheibe 51 besitzt eine querverlaufende Aussparung 58 (Fig. 4 bis 9)
mit segmentartigen, konzentrisch zur Achse verlaufenden Begrenzungen, die Anschläge 58°
bilden. Die Enden der Nut sind bei 58* schräg
nach außen ansteigend, in einem Winkel zur Achse der Bewegung der Kurvenscheibe und
spitz zusammenstoßend mit den Abschrägungen 59 der Kurvenscheibe, deren äußerer Umfang
sonst zylindrisch ist, so daß außerhalb der Aussparung segmentförmige Anschläge entstehen.
■
Der Hebelarm 34 trägt auf der Vorderfläohe einen Zapfen 60, der in der Höchstlage des Armes
34 konzentrisch zur Kurvenscheibe 51 liegt und in den Ausschnitt 58 der letzteren
hineinragt (Fig. 9). Die Kurvenscheibe 51 ist derart auf der Welle 23 in bezug auf den
Nocken 24 angeordnet, daß beim Eintreffen des Joches 26 in der äußersten Hoch- oder Tieflage
und beim Aufwärtsgang· der Nadel, wenn ihre Spitze sich etwas über dem Stoff befindet, der
Ausschnitt 58 im wesentlichen senkrecht verläuft, so daß er den Abwärtsgang des Zapfens
60 mit dem Arm 34 gestattet. Bei der Weiterdrehung der Nockenwelle 23 und beim. Aufwärtsgang
der Nadel in die Höchstlage gelangt der Ausschnitt 58 in eine andere Winkellage
und verhindert alsdann die Bewegung des Armes 34 durch eine seiner Anschlagflächen 58"
so lange, bis die Kurvenscheibe 51 ungefähr eine halbe Umdrehung ausgeführt hat. Alsdann
nimmt der Ausschnitt 58 wieder im wesentlichen eine senkrechte Lage ein, während ·
das Joch 26 die entgegengesetzte äußerste Lage erreicht hat. Die Spitze der Nadel befindet
sich dann wieder oberhalb des Stoffes und ist im Begriff, in die Höchstlage zu gehen. Der
Zapfen 60 ist wieder frei, sich mit dem Arm 34 nach abwärts zu bewegen und den Zapfen 31
zu verstellen, um von einer geradlinigen Naht in eine Zickzacknaht überzugehen. Wenn die
Kurvenscheibe 51 in der Stellung ist, in der sie den Arm 34 freigibt (Fig. 4 und 6), so wird
beim Abwärtsgang des Hebels 34 der Zapfen 60 über die schrägen Flächen 58s gehen und
dadurch die Kurvenscheibe 51 entgegen der Wirkung der Feder 57 zurückdrücken. Nach
dem Vorbeigang des Zapfens 60 kehrt die Scheibe unter der Einwirkung der Feder 57 in
ihre normale Lage zurück und verhindert durch ihre Umfangskante den sofortigen Rückgang
des Armes 34 unter dem Einfluß der Feder 42. Die Sperrung und Freigabe des Hebelarmes 34
beruht, wie ersichtlich, auf der besonderen Konstruktion der nachgiebigen Kurvenscheibe
51, die mit der Nockenscheibe 24 umläuft, und auf der Anordnung des Zapfens 60, der eine
bogenförmige Bewegung in einer Ebene rechtwinklig zur Achse der Kurvenscheibe hat. Da
die Bewegung des Zapfens 60 demgemäß im wesentlichen rechtwinklig zu den Anschlägen
. erfolgt, die durch die zylindrischen Wandungen 58" des Ausschnittes 58 dargeboten werden, so
ist ersichtlich, daß diese Teile sperrend ineinandergreifen, ohne daß eine gegenseitige seitliehe
Bewegung möglich wäre. Da andererseits die Endteile des Ausschnittes 58 und die schrägen
Flächen 59 sowohl zur Achse der Bewegung der Kurvenscheibe als auch zur Bewegung
des Zapfens 60 geneigt sind, so ist der Eingriff des Zapfens mit den Flächen 58δ'nachgiebig
infolge der nachgiebigen Lagerung der Kurvenscheibe 51, so daß über diese schrägen
Flächen eine Bewegung des Zapfens 60 unter Zusammendrückung der Feder 57 möglich ist.
Soll von einer Zickzacknaht und der dazu erforderlichen, in Fig. 5 dargestellten Lage der
Teile zu einer geradlinigen Naht übergegangen werden, so wird die Stange 44 freigegeben,
indem man beispielsweise den daran befestigten Trethebel losläßt. Die Feder 42 drückt alsdann
die Arme 36 und 34 mit dem Zapfen 60 so weit aufwärts, daß der Zapfen 60 sich gegen
den Umfang" der Kurvenscheibe 51 anlegt. Hier bleibt er so lange liegen, bis bei der Weiterdrehung
der Kurvenscheibe 51 eine der Abschrägungen 59 vor den Zapfen 60 gelangt,
worauf der Zapfen durch die Feder 42 über den Rand der Scheibe 51 gedrückt wird, was dadurch
möglich ist, daß die Scheibe 51 nunmehr federnd zurückweicht. Der Zapfen 60 greift
dann in den Ausschnitt 58 ein, worauf die Kurvenscheibe unter dem Einfluß der Feder 57 in
ihre normale Lage zurückkehrt. Der Hebel 34 ist alsdann in der Lage gesperrt, die er zur Erzeugung
einer geradlinigen Naht einnehmen muß. Es ergibt sich also, daß infolge der Konstruktion
der Kurvenscheibe 51 und infolge ihres Zusammenwirkens mit dem Hebel 34 dieser
Hebel durch die Trethebelstange 44 und durch die Feder 42 stets dann bewegt werden
kann, wenn die Nadel sich oberhalb des Stoffes befindet, gleichgültig, welche seitliche Lage sie
und der Nadelrahmen einnehmen.
Wie aus der Beschreibung hervorgeht, kann der Hebel 34 behufs Verschiebung des Zapfens
31 des Lenkers 30 jederzeit während der Stich-. bildung ausgeführt werden, solange sich der
Hebel 27 in seiner Tieflage befindet, die mit der für geradlinige Nähte erforderlichen Lage der
Nadel übereinstimmt, da bei dieser Stellung des
2S Hebels 27 der Zapfen 31 sich auf dem Arm 32
nur in einer konzentrisch zum Zapfen 29 verlaufenden Bahn bewegen kann. Es ist ferner
ersichtlich, daß die Lage des Hebels 34 jederzeit geändert werden kann, während sich die
Nadelspitze oberhalb des Stoffes befindet. Hieraus folgt, daß nur eine Seite der Kurvenscheibe
51 für die Sicherung gegen den Wechsel der Nähart von Wichtigkeit ist, und dies ist die
mit dem Anschlag 58* versehene Seite, die jeweilig
die Unterkante des Ausschnittes 58 bildet, während der Hebel 27 sich in der Höchst-.
lage und die Nadel sich im Stoff befindet. Selbstverständlich kann an Stelle der federnden
Lagerung der Kurvenscheibe 51 auch eine unverschiebliche Lagerung treten, in welchem
Falle dann der Zapfen 60 in achsialer Richtung federnd angeordnet sein muß.
Solange der Hebel 34 nicht derart bewegt wird, daß er die Lage des Zapfens 31 ändert,
ist die Maschine für geradlinige Nähte eingestellt. Will man die Teile in der Lage sperren,
daß nur Zickzack- oder Überwendlichnähte hergestellt werden, so ist es nur nötig, die Hebel
34 und 36 nach abwärts zu drücken und sie in dieser Lage zu sperren. Zu diesem Zwecke ist
gemäß der vorliegenden Erfindung eine Sperrplatte 61 auf dem Drehzapfen 37 angebracht
und mit einem Schlitz 62 (Fig. 4 und 5) versehen, in den eine in dem Hebel 36 sitzende
Klemmschraube 63 eingreift. Ist der Hebel 36 in der beschriebenen Weise in die Lage gebracht,
in der der Nadel eine schwingende Bewegung erteilt wird, so wird die Klemmschraube
63 gelockert und das freie Ende der Sperrplatte 61 bis zum Anschlag an die obere
Begrenzungsschraube 47 (Fig. 5 punktiert) umgelegt. Alsdann wird die Klemmschraube
wieder angezogen. Hierdurch ist der Hebel am Aufwärtsgang gehindert.
Es ist selbstverständlich, daß an Stelle des sogenannten Nadelrahmens 5 auch irgendeine
andere Anordnung treten kann, durch die vom Hebel 27 aus der Nadel eine schwingende Bewegung
erteilt wird.
Claims (6)
1. Nähmaschine zur Erzeugung geradliniger und zickzackförmig verlaufender
Stiche, bei der eine Vorrichtung zum Aufheben des Antriebes für die seitliche Nadelschwingung
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß mit dieser Vorrichtung
ein beweglicher Zapfen (60) verbunden ist, der mit einer Kurvenscheibe (51) zusammen
arbeitet, die mit einem bewegten Teil der Maschine verbunden ist und Anschlagflächen
(58°) und schräge Abgleitflächen (58^) besitzt, an denen der Zapfen (60) infolge der federnden Lagerung eines der bei-
den Teile vorbeigehen kann, außer wenn die Kurvenscheibe sich in einer solchen Lage
befindet, daß die Anschlagflächen (58B) die
Bewegung des Zapfens (60) sperren.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nachgiebig
gelagerte Kurvenscheibe (51) sich mit dem Nocken (24) bewegt, der dazu dient, der
Nadel eine seitlich schwingende Bewegung zu erteilen.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe
(51) einen querverlaufenden Ausschnitt (58) besitzt, der auf den beiden
Längsseiten mit sperrenden Anschlagflächen (58a) und auf den beiden Querseiten
mit schräg ansteigenden und in abfallende Flächen (59) übergehenden Flächen (58δ) versehen ist, so daß der Zapfen
(60) nur dann aus dem Ausschnitt heraus und in den Ausschnitt eintreten kann, wenn
der Ausschnitt seiner Längsrichtung nach mit der Bewegungsbähn des Zapfens zusammenfällt.
4. Nähmaschine nach Anspruch 1 und 2, bei der der Nadelstangenrahmen die seitlich
schwingende Bewegung von einem Nocken durch Vermittlung eines längsverschiebbaren
Hebels (27) erhält, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtung des
Hebels unter der Wirkung des Nockens (24) durch eine Lenkervorrichtung bestimmt
wird, die aus einem auf dem Hebel (27) angeordneten Zapfen (29) besteht, der durch Lenker (30 und 32) derart mit iao
einer zur Nockenwelle (23) paraHelen schwingenden Welle (33) verbunden ist,
daß durch Verstellung der Lenker der Zapfen (29) in verschiedene Lägen gebracht
werden kann, in denen er bei der schwingenden Bewegung des Hebels (27) durch den Nocken entweder eine wesentliche
Längsverschiebung des Hebels verhindert oder verursacht.
S- Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der auf dem Hebel (27) angeordnete Zapfen (29) in der
einen ihm durch die Lenker erteilten Stellung auf einer geraden Linie liegt, die die
Achse der Nockenwelle und den Angriffspunkt des Hebels (27) am Nadelstangenrahmen
(5) miteinander verbindet, so daß !5 in dieser Lage des Zapfens (29) der Hebel
(27) keine Längsbewegung erfährt, während der Zapfen (29) in der anderen durch die Lenker bestimmten Endlage über die
erwähnte gerade Linie gelangt und dadurch eine Längsverschiebung des Hebels (27)
bei der Schwingung hervorruft.
6. Nähmaschine nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß verstellbare
Anschläge (47) die obere und untere Lage der Lenker begrenzen und dadurch die Größe der der Nadel erteilten Schwingbewegung
bestimmen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB190918063T | 1909-08-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE230334C true DE230334C (de) |
Family
ID=32444845
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230020D Active DE230020C (de) | 1909-08-05 | ||
| DENDAT230334D Active DE230334C (de) | 1909-08-05 |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT230020D Active DE230020C (de) | 1909-08-05 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE230334C (de) |
| GB (1) | GB190918063A (de) |
-
0
- DE DENDAT230020D patent/DE230020C/de active Active
- DE DENDAT230334D patent/DE230334C/de active Active
-
1909
- 1909-08-05 GB GB190918063D patent/GB190918063A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB190918063A (en) | 1909-12-16 |
| DE230020C (de) |
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