DE2302037C3 - Chromon-3-carbonsäuren bzw. deren Ester und Verfahren zu ihrer Herstellung sowie diese enthaltende antiallergisch und antiasthmatisch wirksame Arzneimittel - Google Patents
Chromon-3-carbonsäuren bzw. deren Ester und Verfahren zu ihrer Herstellung sowie diese enthaltende antiallergisch und antiasthmatisch wirksame ArzneimittelInfo
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Description
in der R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder
einen kurzkettigen Alkoxyrest und R2 ein Wasserstoffatom
oder einen kurzkettigen Alkylrest bedeutet.
2. Verfahren zur Herstellung von Chrom on-3-carbonsäuren
bzw. von deren Estern der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich
bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen
COOR,
(D
CH2OH
ίο
«5
(II)
in der R-, die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzt, mit Natriumdichromat oxidiert und die
erhaltene Carbonsäure gegebenenfalls mit Thionylchlorid in das entsprechende Säurechlorid überführt
und dieses mit einem entsprechenden kurzkettigen Alkohol in den betreffenden Chromon-3-carbonsäureester
überfuhrt.
3. Antiallergisch und antiasthmatisch wirksame Arzneimittel, enthaltend eine Verbindung der im
Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel I neben üblichen inerten Trägerstoffen oder Verdünnungsmitteln.
Die Erfindung betrifft Chromon-3-carbonsäuren bzw. deren Ester der allgemeinen Formel I
30
in der R1 ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder
einen kurzkettigen Alkoxyrest und R2 ein Wasserstoffatom
oder einen kurzkettigen Alkylrest bedeutet, und ein Verfahren zu deren Herstellung sowie diese enthaltende
antiallergisch und antiasthmatisch wirksame Arzneimittel.
Die erfindungsgemäßen Chromon-3-carbonsäuren bzw. ihre Ester eignen sich zur Vorbeugung gegen
allergische und asthmatische Reaktionen. Wenn diese Verbindungen beispielsweise nach den von M ο t a
in »Life Sciences«, Bd. 7, S. 465 (1963), und Bier »Proc. Soc. Exptl. Biol. Med.«, Bd. 81, S. 584 (1952),
beschriebenen Methoden getestet werden, vermögen sie in intraperitonialen Dosen von 5 bis 100 mg/kg
Ratten vor allergischen und asthmatischen Reaktionen zu bewahren.
Zur Behandlung von allergischem Bronchialasthma wurden bereits das Dinatriumsalz der Cromoglycinsäure
oder razemisches Ephedrinhydrochlorid (vgl. B. H e 1 w i g »Moderne Arzneimittel«, S. 681 [1967]),
verwendet. Ersteres wirkt nur prophylaktisch, ist jedoch nicht oralaktiv, letzteres ist zwar oralaktiv,
wirkt jedoch nur therapeutisch. Die Chromon-3-carbonsäuren oder Chromon-3-carbonsäureester gemäß
der Erfindung wirken dagegen nicht nur prophylaktisch gegen allergische und asthmatische Reaktionen,
sondern sind auch oralaktiv. Dies zeigt folgender Vergleichsversuch.
Vergleichsversuch
Die Chromon-3-carbonsäuren bzw. Chromon-3-carbonsäureester gemäß der Erfindung wurden mit dem
zur Behandlung von allergischen Bronchialasthma verwendeten Dinatriumsalz der Cromoglycinsäure
der folgenden Formel
O 0-CH2-CH(OH)-CH2-O O
und mit razemischem Ephedrinhydrochlorid im Rahmen eines passiven Hautanaphylaxietests verglichen.
Die Bewertung der Testverbindungen wurde wie folgt durchgeführt:
6o
Passiver Hautanaphylaxietest
1. Versuchstiere:
1. Versuchstiere:
140 bis 18Og schwere männliche Ratten vom Sprague-Dawley-Typ.
2. Herstellung des Antiserums:
Die Ratten wurden mit 1 mg Ovalbumin intramuskulär und 10" B. pertussis Organismen sensibilisiert.
Am 14. Tag wurde den Versuchstieren Blut entnommen, worauf in üblicher Weise das Serum
zubereitet wurde. Die folgenden Kriterien dienten dazu, die Reizwirkung (reaginic nature) des für den
Test verwendeten Ratten-Atnivalbumins sicherzustellen.
a) Latenz einer Hautempfindlichkeit nach passiver übertragung:
Der passive Hautanaphylaxietest zeigte ein maximales Ansprechen, wenn das Empfangertier 24
oder mehr Stunden nach der Injektion des Antiserums einem Immunitätstest unterworfen wurde.
b) Langzeit-Hautfixierung:
Die Rattenhaut blieb länger als 7 Tage nach Injektion des Antiserums empfindlich.
c) Verhalten beim Erwärmen oder in Anwesenheit von Sulfhydryjgruppen:
Der passive Hautanaphylaxietiter dieses Serums ging bei dreistündigem Erwärmen auf eine Temperatur
von 56° C oder bei Zugabe von 0,1-m /ί-Mercaptoäthanol verloren.
d) Säulenchromatographie:
Die Chromatographie des Antiserums auf DEAE-Cellulose und Sephadex G-200 zeigte, daß die
passive Hautanaphylaxie-Aktivität nicht in der IgG-, IgA- oder IgM-Klasse der Proteine auftrat.
e) Mastzellen-Sensibilisierungsfähigkeit:
Dieses Antiserum sensibilisiert bei Ratten peritoneale
Mastzellen in vitro für eine anschließende Histaminabgabe bei Einwirkung eines Antigens.
3. Methoden der Hervorrufung und Bestimmung
einer Hautanaphylaxie
einer Hautanaphylaxie
Die passive Hautanaphylaxie wurde in der von Ovary und Bier 1952 und M ο t a 1963 beschriebenen
Weise hervorgerufen. Hierbei wurden auf jede Seite der dorsalen Mittellinie der Ratten geeignete
Antikörperkonzentrationen (in der Regel 1:5 und 1:40 verdünnt) in Dosen von 0,1 ml injiziert. 48 Stunden
später wurden die Versuchstiere schwach mit Äther beiäubt, worauf sie in die Schwanzvene 0,25%
Evansblau und 1 mg Ovalbumin in 1 ml Kochsalzlösung injiziert erhielten. 30 Minuten später wurden
die Versuchstiere mit Äther getötet, worauf die RUckenhaut untersucht und der mittlere Durchmesser
der Reaktionsstelle bestimmt wurde.
Es konnte gezeigt werden, daß zwischen der relativen Antikörperkonzentration und dem Durchmesser
der Reaktionsstelle eine lineare Beziehung besteht, wenn die Antikörperkonzentration so eingestellt wird,
daß Durchmesser zwischen etwa 7 und 19 mm entstehen. Bei jedem Versuch wurde für die Beziehung
Durchmesser zu relativen Antikörperkonzentration entsprechend der Methode der kleinsten Quadrate
eine Kurve gezeichnet. Diese Kurve wurde auf eine Antikörperkonzentration von null extrapoliert, um
dadurch den Grundliniendurchmesser abzuleiten. Die prozentuale Inhibierung wurde nach folgender Gleichung
berechnet:
Prozentuale Inhibierung = 1 —
Durchmesser der Versuchsprobe — Grundwert
Durchmesser der Vc/gleichsprobe — Grundwert
Durchmesser der Vc/gleichsprobe — Grundwert
100.
35
Die Signifikanz der Inhibierung wurde nach dem Students-t-Test bestimmt.
Die Angabe der Testergebnisse erfolgte in einer 0- bis + + +-Skala für Dosen von 100 mg/kg.
0. Keine merkliche Aktivität.
+: Eine statistisch merkliche Aktivität bis
+: Eine statistisch merkliche Aktivität bis
etwa 40% Inhibierung.
+ + : Aktivierung von 40 bis 60%.
+ + +: Aktivierung von. mehr als 60% bzw. merkliche Aktivität bei Dosen unter 25 mg/kg.
+ + : Aktivierung von 40 bis 60%.
+ + +: Aktivierung von. mehr als 60% bzw. merkliche Aktivität bei Dosen unter 25 mg/kg.
4. Injektion der Verbindungen
Sämtliche Verbindungen wurden in 1 % Traganthgummi und 0,15 M-Kochsalzlösung verrieben. Die
Versuchstiere mußten vom vorhergehenden Tag an hungern und erhielten Wasser ad libitum. Am Versuchstag
wurden den Ratten 100 mg Testverbindung pro Kilogramm Körpergewicht in Mengen von 10 ml
Suspension pro Kilogramm Körpergewicht 30 Minuten vor der Injektion von Ovalbumin verabreicht.
Es wurden folgende Ergebnisse erhalten:
Passiver Hautanaphylaxietest
o-Methoxychromon-S-carbonsäure
(Beispiel 4)...
Chromon-3-carbonsäureäthylester (Beispiel 5)...
Dinairiumchromoglycat
(bekannt)
(bekannt)
Biologische Aktivität
Verabreich ungsform
I.P. P.O.
I.V.
Chromon-3-carbonsäure
(Beispiel 1)
(Beispiel 1)
o-Brom-chromon-ß-carbonsäure (Beispiel 2) ..
o-Chlor-chromon-S-carbonsäure
(Beispiel 3) ..
P.O. = Oral (25 bis 100mg/kg Körpergewicht mittels Magensonde).
I.V. = Intravenös.
Biologische Aktivität
Verabreichungsform
I.P.
P.O.
I.V.
Bei dem passiven Hautanaphylaxietest zeigt razemisches Ephedrinhydrochlorid und die beanspruchten
Chromon-3-carborisäuren bzw. deren Ester bei oraler Verabreichung eine Aktivität in etwa derselben Größenordnung.
Hierbei sind jeweils 100 mg/kg erforder-Hch, um eine merkliche Inhibierung zu erzielen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind daher zur symptomatischen Linderung bei allergischen Zuständen,
wie Asthma, Heufieber geeignet. Zu ihrer Verabreichung werden die erfindungsgemäßen Verbindungen
mit üblichen pharmazeutischen Verdünnungsmitteln bzw. Trägern, wie Laktose, kombiniert
und in geeignete Verabreichungsformen, z. B. Tabletten, gebracht. In der Regel werden Dosen von 5 bis
100 mg/kg zur Linderung allergischer Zustände empfohlen.
Die Chromon-3-curbonsäuren bzw. Chromon-3-carbonsäureester
gemäß der Erfindung werden dadurch hergestellt, daß man in an sich bekannter Weise eine
Verbindung der allgemeinen Formel
60
CH2OH
(N)
in der R1 die oben angegebene Bedeutung besitzt,
mit Natriumdichromal oxidiert und die erhaltene Carbonsäure gegebenenfalls mit Thionylchlorid in
das entsprechende Säurechlorid überführt und dieses mit einem entsprechenden kurzkettiger Alkohol in den
betreffenden Chromon^-carbonsäureester überführt.
Beispiel 1
Chromon-3-carbonsäure der Formel
Chromon-3-carbonsäure der Formel
COOH
Zunächst wurde ein Gemisch aus 78,0 g (0.443 Mol) 3-(Hydroxymethyl)-chromon, 7,45 g (0,25 Mol) Natriumdichromatdihydrat
und 1 1 Wasser auf eine Temperatur von 10°C gekühlt. Das erhaltene Gemisch wurde dann unter Kühlen in einem Eis/Aceton-Bad
und Rühren mit 200 ml kalter, 50%iger Schwefelsäure versetzt. Der bei der Schwefelsäurezugabe beobachtete
höchste Temperaturanstieg betrug 18 C. Nach dem Wiederabkühlen auf eine Temperatur von 10 C wurden
weitere 200 ml 50%iger Schwefelsäure zugegeben. Hierbei stieg die Temperatur auf 19 C an und blieb
selbst bei gutem Kühlen etwa 5 Minuten lang bei dieser Temperatur. Dies zeigt, daß eine exotherme
Reaktion unter Entweichen von etwas CO2 ablief. Nach dem Wiederabkühlen auf 10 C wurde das
Reaktionsgemisch mit weiteren 100 ml 50%iger Schwefelsäure versetzt. Hierbei stieg die Temperatur
auf 14 C an. Das Eisbad wurde nun entfernt und das Reaktionsgemisch über Nacht bei Raumtemperatur
gerührt. Hierauf wurde der unlösliche Rückstand abfiltriert und gründlich mit Wasser gewaschen. Der
feuchte Filterkuchen wurde in 500 ml gesättigter Natriumbicarbonatlösung aufgeschlämmt. Nach 15minutigem
Rühren wurde die Aufschlämmung filtriert und mit 50 ml Wasser gewaschen (der Filterkuchen
bestand hauptsächlich aus Ausgangsmaterial). Das Filtrat wurde langsam mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure
angesäuert, wobei ein etwas seifenartiger Niederschlag ausfiel. Diese rohe Chromon-3-carbonsäure
wurde abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute betrug 6,0 g
(7,17% der Theorie). Durch Umkristallisation aus 480 ml mit Aktivkohle vorbehandelten, heißen Äthylacetat
wurden 3,8 g reine Carbonsäure vom F. 198 bis 200 C erhalten. Bei nochmaliger Umkristallisation
aus Äthylacetat wurde die analysenreine Substanz vom F. 199 bis 201C erhalten.
Aus der Chromsäurereaktion-Mutterlösung fielen bei neuntägigem Stehen bei Raumtemperatur weitere
Feststoffe aus. Bei der geschilderten Bicarbonat-Behandlung fielen weitere 8,0 g Rohprodukt an. Bei
weiterem zehntägigem Stehenlassen der Ciiromsäurereaklion-Multerlösung
wurden (nach der Bicarbonal-Behandlung) nochmals 4,5 g Rohsäure, d. h. also
insgesamt 18,5 g (22,1 % der Theorie) einer wie die Dünnschichtchromalographie und das IR-Speklrum
anzeigten qualitativ annehmbaren Chromon-3-carbonsäure erhalten.
Beispiel 2
6-Bromchromon-3-carbonsäure der Formel
6-Bromchromon-3-carbonsäure der Formel
COOH
200 ml konzentrierter Schwefelsäure wurden langsam unter Rühren und Kühlen mit einem Eisbad in
eine Lösung von 19,6 g (0,066 Mol) Natriumdichromatdihydrat in 100 ml Wasser eingetragen, und die
erhaltene Chromsäurelösung wurde hierauf langsam innerhalb von 10 Minuten unter Rühren in eine
Lösung von 25,5 g (0,1 MoI) 6-Brom-3-(hydroxymethylj-chromon
in 250 ml konzentrierter Schwefelsäure eingetragen, wobei die Temperatur unter schwachem
Kühlen auf etwa 60 C gehalten wurde. Die erhaltene Lösung wurde dann über ein Wochenende
stehengelassen. Es zeigte sich auf Grund von dünnschichtcliromatographischen
und IR-spektraipholometrischen Untersuchungen, daß in dieser Reaklionsstufe
hauptsächlich der entsprechende Aldehyd gebildet worden war. Nunmehr wurde die Lösung
6 Stunden lang auf eine Temperatur von 70 C und anschließend über Nacht auf eine Temperatur von
55°C erhitzt. Nach Zugabe von 300 ml Eiswasser schied sich ein dunkler fester Niederschlag ab. Dieser
hauptsächlich aus Aldehyd bestehende Nisderschlag wurde abfiltriert. Nach 6tägigem Stehen bei Raumtemperatur
war aus dem wäßrigen Filtrat ein festes Rohprodukt ausgefallen.
Das erhaltene feste Rohprodukt wurde mit 100 ml gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung verrieben,
worauf die erhaltene Mischung mit Wasser auf 1 1 aufgefüllt wurde. Der unlösliche Rückstand wurde
abfiltriert und das Filtrat mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure
angesäuert. Hierbei schieden sich 2,3 g (8,6% der Theorie) eines Feststoffes vom F. 183
bis 186C ab. Durch Umkristallisation aus Äthylacetat
wurde reine o-Bromchromon-S-carbonsäure in Form fahlgelber Kristalle vom F. 191 bis 193° C
erhalten. Die Ausbeute betrug 1,2 g (4,5%).
B e i s ρ i e 1 3
o-Chlor-chromon-S-carbonsäure der Formel
COOH
Diese Verbindung wurde nach der im Beispiel 1 geschilderten Weise durch Dichromatoxidation von
6-Chlor-3-(hydroxymethyl)-chromon in 7,4%iger Ausbeute (Rohprodukt) hergestellt. Durch Umkristallisation
aus Äthylacetat wurden 1,3 g (3,9%) analysenreine o-Chlor-chromon-S-carbonsäurt! in Form lohfarbcner
Kristalle vom F. 225 bis 2270C erhalten.
o-Melhoxy-chromon^-carbonsaure der Formel
CH3O
COOH
15
Unter Rühren und Kühlen wurde ein Gemisch aus 20,6 g (0,1 Mol) 3-(Hydroxymethyl)-6-methoxychromon,
19,6 g (0,066 Mol) Na2Cr2O7 · 2H2O und 50 ml
Wasser innerhalb von 15 Minuten tropfenweise mit 100 ml konzentrierter Schwefelsäure versetzt, wobei
die Temperatur auf etwa 300C gehalten wurde. Nach Zugabe dieser Schwefelsäuremenge schienen sämtliche
Feststoffe in Lösung gegangen zu sein. Die erhaltene Lösung wurde nun 90 Minuten auf 750C
erhitzt und anschließend mit 1 1 Wasser versetzt. Die hierbei gebildete trübe Lösung wurde dann 3 Stunden
auf 85 bis 900C erhitzt. Nach dem Abkühlen auf 8O0C
wurde eine Lösung von 5,07 g (0,017 MoI) Na2Cr2O7 · 2H2O in 30 ml Wasser zugegeben, worauf
das R.eaktionsgemisch 1 Stunde auf 900C erhitzt
und dann über Nacht abkühlen gelassen wurde. Die hierbei abgeschiedenen Feststoffe wurden abfiltriert,
mit 100 ml Wasser gewaschen und mit 200 ml einer gesättigten Natriumhydrogencarbonatlösung verrieben.
Das hierbei erhaltene Gemisch wurde hierauf mit Wasser auf 500 ml aufgefüllt und dann filtriert. Das
Filtrat wurde mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure angesäuert. Die hierbei abgeschiedenen Feststoffe
wurden abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Hierbei wurden 1,7 g (7,7% der Theorie)
rohe o-Methoxy-chromon-S-carbonsäure vom F. 137 bis 1410C erhalten. Durch Umkristallisation aus
Äthylacetat wurde die reine Verbindung vom F. 167 bis 169° C erhalten.
Chromon-3-carbonsäureäthylester der Formel
COOC3H
2"5
Eine Lösung aus 1,9 g (0,01 Mol) gemäß Beispiel 1 erhaltener Chromon-3-carbonsäure und 30 ml Thionylchlorid
wurde 10 Minuten auf Rückfiußtemperatur erhitzt. Nachdem der Hauptteil des Thionylchlorids
abgetrieben worden war, wurden zu dem Gemisch 50 ml Benzol zugegeben und abdestillierl, um überschüssiges
Thionylchlorid zu vertreiben. Die Benzolzugabe und das Abdestillieren desselben wurden
wiederholt. Nun wurden dem Gemisch 50 ml absolutes Äthanol zugesetzt und die Lösung 1 Stunde auf
Rückflußtemperatur erhitzt. Nach Entfernung des Äthanols wurde der Rückstand mit 20 ml Wasser
versetzt, worauf das hierbei abgeschiedene öl mit 100 ml Äther extrahiert wurde. Die ätherische Lösung
wurde über MgSO4 getrocknet, mit Aktivkohle behandelt, abfiltriert und konzentriert, wobei 1,7 g
klebriger Chromon-3-carbonsäureäthylester erhalten wurden.
Der erhaltene Rohester wurde dann mit 50 ml Ligron (Kp. 60 bis 65° C) als Lösungsmittel auf Rückfiußtemperatur
erhitzt. Hierauf wurde tropfenweise Äthylacetat zugegeben, bis der Hauptteil des aufgeschmolzenen
Materials in Lösung gegangen war. Die erhaltene Lösung wurde heiß von einer geringen
Menge an unlöslichem Rückstand (der auch den Hauptteil der farbgebenden Komponente enthielt)
abdekantiert. Beim Abkühlen der dekantierten Lösung schied sich ein öl ab. Durch Animpfen dieses Öls
wurden 1,1g (50,4% der Theorie) der kristallinen Verbindung
vom F. 57 bis 59" C erhalten. Durch erneute Umkristallisation in der geschilderten Weise wurde
der reine Chromon-S-carbonsäureäthylester vom F. 65 bis 67°C in einer Ausbeute von 0,7 g (3,2%) erhalten.
Claims (1)
1. Chromon-ß-carbonsäuren bzw. deren Ester
der allgemeinen Formel I
COOR,
(D
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Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |