DE229887C - - Google Patents
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- DE229887C DE229887C DENDAT229887D DE229887DA DE229887C DE 229887 C DE229887 C DE 229887C DE NDAT229887 D DENDAT229887 D DE NDAT229887D DE 229887D A DE229887D A DE 229887DA DE 229887 C DE229887 C DE 229887C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C7/00—Features, components parts, details or accessories, not provided for in, or of interest apart form groups F02C1/00 - F02C6/00; Air intakes for jet-propulsion plants
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 229887 KLASSE 46 d. GRUPPE
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Verbrennungsturbine mit durch den
Rückdruck der ausströmenden Verbrennungsgase in Umlauf versetzter Verbrennungskam-
mer.
Von den bekannten Ausführungen dieser Art unterscheidet sich die neue Maschine dadurch,
daß ein in die Luftzuführungsleitung eingebautes Absperrventil bei seiner durch den
ίο Explosionsdruck herbeigeführten Schlußbewegung
das Verbundventil für Gemischeinlaß und Auspuff so betätigt, daß die Gemischzufuhr
abgeschlossen und der Auspuff geöffnet wird. Diese Neuerung ermöglicht den Betrieb der
Maschine mit unter Druck stehendem Verbrennungsgemisch ohne Anwendung irgendwelcher
äußeren Steuerung für die Ventile.
Um' nun die Betätigung der Ventile auch bei Fehlzündungen beim Anlassen der Maschine
bzw. auch bei Überschreitungen der höchst zulässigen Umlauf zahl zu gewährleisten,
wird die Zuleitung zur Verbrennungskammer nach Überschreitung der Zündlage jedesmal
mit einer Auspufföffnung in Verbindung gesetzt, so daß der Druck in der Zuleitung sich
verringert und eine Schließung des Luftabsperrventils unter dem Einfluß des in der Verbrennungskammer
herrschenden Überdruckes stattfindet.
Der Fortfall jedweder äußeren Ventilsteuerung hat bei der neuen Maschine die Schwierigkeit
einer Regelung des Ganges im Gefolge. Diese Schwierigkeit wird nach der Erfindung
dadurch behoben, daß für die Gemisch- und Spülluftzufuhr zwei konzentrische, gegeneinander
verdrehbare Ringschieberspiegel angeordnet sind. Die gegenseitige Verdrehung dieser beiden Ringschieberspiegel ermöglicht
eine Beeinflussung des Ganges der Maschine ohne jedwede äußere Beeinflussung der Ventile.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform veranschaulicht.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Teiles des umlaufenden Radkörpers zum Teil im Schnitt,
Fig. 2 ein senkrechter Querschnitt durch den Radkörper nebst zugehörigen Ringschieberspiegeln.
Die umlaufende Maschinenwelle ist mit a bezeichnet. Dieselbe trägt die Nabe b, an
welche die Verbrennungskammern c mittels der hohlen Speichen d angeschlossen sind. Die
Kammern c sind durch einseitig Durchlaß gewährende Trennwände e unterteilt, um eine
gründliche Durchspülung der Kammern c zu ermöglichen. Der Hohlraum dieser Speichen d
steht mit Kanälen f im linken Teil der Nabe b in Verbindung.
In die hohlen Speichen d sind Rohrstutzen g eingesetzt, welche mit Kanälen h im rechten
Teil der Nabe b in Verbindung stehen.
Auf der linken Seite der Nabe b ist ein feststehender Ringschieberspiegel i und auf
der rechten Seite der Nabe ein ebenfalls feststehender Ringschieberspiegel k angeordnet.
Beide Schieberspiegel sind zwecks nachstehend noch zu besprechender Regelung der Maschine
gegeneinander verdrehbar. Der Schieberspiegel i ist mit einem Kanal I versehen, welcher
an die Preßluftleitung ni angeschlossen ist. Außerdem ist in dem Schieberspiegel i
noch ein Auspuffkanal η angeordnet. Die Kanäle / und η werden von den Öffnungen f
der Nabe b überschleift.
Den Kanälen h der Nabe b entsprechen Kanäle ο des Schieberspiegels k, welche in den
ίο Ringraum p einmünden, dem Brenngemisch
unter Druck zugeführt wird.
Jedem Rohrstutzen g entspricht ein Ventil q, welches durch eine Feder r belastet ist,
die sich gegen ein in der hohlen Speiche d befestigtes Widerlager s stützt. Mit diesem
Ventil q, das in Fig. 1 in geschlossener und in Fig. 2 in geöffneter Lage dargestellt ist,
ist durch die Spindel i ein Ventil u verbunden, welches die Auspuffdüse ν steuert. Das
Ventil u ist in Fig. 1 in geöffneter und in Fig. 2 in geschlossener Stellung gezeichnet.
Die Ventilspindel t ist in der Querwand e der Verbrennungskammer c geführt und ist
von der durchbohrten Spindel w eines Ventils χ umgeben, das in dem Widerlager s geführt ist
und die äußere Öffnung der hohlen Speiche d steuert. Die Länge der hohlen Spindel w ist
so bemessen, daß bei geschlossenem Ventil q zwischen dem inneren Ende der Spindel w
und der äußeren Stirnfläche des Ventils q noch ein die Öffnung des letzteren Ventils ermöglichender
Zwischenraum verbleibt, wie dies Fig. 1 zeigt.
Die Wirkungsweise der Maschine ist die folgende:
Wenn, wie dies Fig. 2 veranschaulicht, der Kanal h dem zugehörigen Kanal 0 des für
die Gemischzuführung bestimmten Schieberspiegels k gegenübersteht, so wird in der aus
Fig. 2 ersichtlichen Weise durch den Überdruck des Brenngemisches das Ventil q angehoben
und dadurch das Ventil u nach außen gegen seinen Sitz gepreßt, so daß die Auspuffdüse
υ verschlossen ist. Die Verbrennungskammer c füllt sich jetzt unter dem Einfluß
des Überdruckes des Brenngemisches und des durch die Zentrifugalkraft bei der Umdrehung
des Rades in der Kammer vorher gebildeten Unterdruckes mit Brenngemisch. Nachdem
der Kanal h an dem Kanal 0 vorbeigegangen ist, wird durch eine beliebig gesteuerte Zündung
das Brenngemisch in der Kammer c entflammt. Der durch die Explosion hervorgerufene
Überdruck drückt hierbei auf das Ventil χ und schleudert dieses aus der Stellung
nach Fig. 2 radial nach innen, wobei die hohle Ventilspindel w mit ihrer inneren Stirnfläche
auf das Ventil q drückt und dieses mit Unterstützung der Feder r gegen die Zentrifugalkraft
auf seinen Sitz niederdrückt, so daß das Rohr g verschlossen und gleichzeitig wegen der Verbindung der beiden Ventile q
und u durch die Spindel t die Auspuffdüse υ
von dem Ventil u freigegeben wird. Infolgedessen strömen die Verbrennungsgase durch
die Düse ν (in Fig. 1 nach links) aus, und
durch den Rückdruck wird die Verbrennungskammer in zu der Gasausströmung entgegengesetztem
Sinne in Umdrehung versetzt.
Bei beendeter Expansion ist der Kanal f an dem Kanal / des Schieberspiegels i angelangt,
so daß ein Strom von Spülluft durch die hohle Speiche d radial nach außen strömt
und im Verein mit der Zentrifugalkraft das bisher geschlossene Ventil χ in die Öffnungslage
zurückführt. Durch die Anordnung der Trennwand e in der Verbrennungskammer c
wird eine gründliche Spülung dieser Kammer ermöglicht.
Nach vollzogener Spülung gelangt der Kanal h wieder zur Deckung mit dem Kanal 0
des Schieberspiegels k usf.
In der Zeichnung ist der Einfachheit halber die Auspufföffnung η in derselben Ebene wie
der Gemischzuführungskanal 0 dargestellt. In der Praxis wird naturgemäß diese Auspufföffnung
so gelegt, daß sie im Umdrehungssinn der Nabe b auf den Kanal 0 folgt, so
daß der Kanal f mit der Auspufföffnung η erst dann in Verbindung tritt, wenn die Verbindung
des Kanals 0 mit dem Kanal h bereits unterbrochen ist.
Wenn beim Anlassen der Maschine Fehlzündungen eintreten, so bleiben die Ventile
in der durch Fig. 2 veranschaulichten Stellung, in welcher die Auspuffdüse geschlossen, also
keine Triebkraft vorhanden ist, und die Maschine würde, wenn man nicht für Öffnung
der Auspuffdüse sorgte, stehen bleiben. Derselbe Fall würde eintreten, wenn bei Überschreitung
der zulässig höchsten Umlaufzahl eine übermäßig hohe Zentrifugalkraft die Ventile nach außen drückt. Um nun auch
in diesen Fällen den Schluß der Ventile q und χ sowie die Öffnung des Ventils u zu
gewährleisten, dient die Auspufföffnung n, welche von dem Kanal f jedesmal nach dem
Zündungsmoment überschleift wird. Infolgedessen tritt in dem Hohlraum der Speichen d
eine Druckentlastung ein, so daß der in der Verbrennungskammer c herrschende Überdruck
bzw. die unter dem Einfluß dieses Überdruckes eintretende, radial nach innen gerichtete
Strömung das Ventil χ und damit auch das Ventil q schließt sowie das Ventil μ
öffnet.
Dadurch, daß man die gegenseitige Lage der Schieberspiegel i und k durch Verdrehung
eines dieser Schieberspiegel oder beider ändert, hat man es in der Hand, den Zeitpunkt
des Überschleifens der Kanäle I und f einerseits sowie h und 0 andererseits bzw. den
Zeitpunkt der Ladung und Spülung beliebig zueinander zu versetzen und dadurch den
Gang der Maschine ohne äußere Beeinflussung der Ventile zu verändern; das Prinzip der
Ventilsteuerung ausschließlich durch den auf das Luftabsperrventil wirkenden Explosionsdruck
bleibt also gewahrt.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ίο i. Durch die ausströmenden Verbrennungsgase getriebene Verbrennungsturbine mit umlaufender Verbrennungskammer, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die Luftzuführungsleitung eingebautes Absperrventil bei seiner durch den Explosionsdruck herbeigeführten Schlußbewegung das Verbundventil für Gemischeinlaß und Auspuff so betätigt, daß die Gemischzufuhr abgeschlossen und der Auspuff geöffnet wird. ao
- 2. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung zur Verbrennungskammer nach Überschreitung der Zündlage mit einer Auspufföffnung in Verbindung gesetzt wird.
- 3. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Gemisch- und Spülluftzufuhr zwei konzentrische, gegeneinander verdrehbare Ringschieberspiegel angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE229887C true DE229887C (de) |
Family
ID=490151
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT229887D Active DE229887C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE229887C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750952C (de) * | 1940-02-13 | 1945-02-03 | Verbrennungskraftmaschine |
-
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- DE DENDAT229887D patent/DE229887C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750952C (de) * | 1940-02-13 | 1945-02-03 | Verbrennungskraftmaschine |
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