DE228671C - - Google Patents
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- DE228671C DE228671C DENDAT228671D DE228671DA DE228671C DE 228671 C DE228671 C DE 228671C DE NDAT228671 D DENDAT228671 D DE NDAT228671D DE 228671D A DE228671D A DE 228671DA DE 228671 C DE228671 C DE 228671C
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Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L15/00—Methods, circuits, or devices for controlling the traction-motor speed of electrically-propelled vehicles
- B60L15/32—Control or regulation of multiple-unit electrically-propelled vehicles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
- Control Of Multiple Motors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 228671 ™
KLASSE 20/. GRUPPE
Die Regelung der Wechselstrommotoren für Bahnzwecke geschieht durch Spannungsänderung
mit Hilfe eines Stufentransformators. Eine vollkommen gleichförmige Regelung wird dadurch
erreicht, daß innerhalb der festen Stufen des Transformators durch einen drehbaren Zusatztransformator
jede beliebige Spannung eingestellt werden kann, wodurch Sprünge in der Regelung und damit verbundene Stöße vermieden
werden.
Wird der Zusatztransformator sekundär mit zwei Wicklungen ausgeführt, die vom Strom in
entgegengesetzten Richtungen durchflossen werden, und von denen immer abwechselnd eine
stromführend ist, so läßt sich, wenn der durch einen besonderen Motor angetriebene Regler
nach Drehung Um 180 elektrische Grade seine . Wicklung selbsttätig auf die nächste Spannungsstufe umschaltet, durch einfache Drehung des
Zusatztransformators im gleichen Sinne eine vollkommen gleichmäßige und stoßfreie Spannungsregelung
erzielen. Es ist also zur Steuerung eines Fahrmotors nur nötig, den Antriebsmotor
des Reglers in dem einen oder anderen Sinne umlaufen zu lassen.
Würde man diese sehr einfache Steuerung für mehrere Motoren und Fahrzeuge eines Zuges
gleichzeitig verwenden (Vielfachsteuerung), so würde eine genaue Regelung, die an jedem
Fahrzeug zur gleichmäßigen Arbeitsverteilung die gleiche Spannung vorausgesetzt, nicht erzielt
werden. Denn einerseits ist der Widerstand des Zusatztransformators gegen Drehung
je nach seiner Stellung verschieden, und zwar am größten bei der Spannungsänderung Null
und gleich Null bei größter Spannungserhöhung oder -erniedrigung, wobei der Regler sich immer
so einzustellen sucht, daß die Spannung sekundär herabgesetzt wird. Andererseits ist das
Drehmoment umgekehrt proportional dem cos φ, also bei schlechtem Leistungsfaktor am größten
und bei bestem gleich Null. Schließlich ist der mechanische Widerstand gegen Drehung verschieden
infolge verschiedener Einzelwiderstände der Lager, der Zahnrädergetriebe usw. Da nun zum Antrieb der Spannungsregler
Wechselstrom-Kommutatormotoren mit Serien- '·' Charakter verwendet werden, die ihre Geschwin- '
digkeit mit der Größe des Drehmoments erheblich ändern, so ist eine, gleichmäßige Steuerung
mehrerer Fahrzeuge durch einfaches Stromgeben an die Antriebsmotoren der Regler nicht
zu erzielen. Vielmehr würden die einzelnen Spannungsregler, wenn sich erst eine Differenz
in ihren Stellungen gebildet hat, sehr bald ganz aus dem Tritt kommen. Dieser Übelstand wird
vermieden durch die nachfolgend beschriebene neue Einrichtung.
Die genaue Steuerung beliebig vieler Fahrzeuge wird bei der neuen Einrichtung dadurch
erreicht, daß man die Triebkraft zur Einstellung der Spannungsregler von der Spannung
der Fahrmotoren selbst abhängig macht.
Die Figur zeigt das vollständige Schaltungsschema eines Fahrzeuges, das sich bei den
anderen Fahrzeugen desselben Zuges wiederholt. Die Verbindung der Fahrzeuge im Zuge
erfolgt durch die Steuerleitung si.
In der Figur bedeutet α den HaupttransformaiQr^-Stafentransformator),
^'.-älä^^^fetransforrnatpr,
c dessen Antriebsmotor, d den Fahrmotor. Der Antriebsmotor c ist hier als
Wechselstrom-Serienmotor mit zwei Erregerwicklungen angenommen, von denen eine Linkslauf,
die andere Rechtslauf ergibt. Der Antriebsmotor c wird in Umlauf gesetzt, sobald eine
seiner Erregerwicklungen an Erde gelegt wird. Das geschieht durch das Differentialrelais e.
Dieses besitzt zwei Elektromagnete, deren Anker durch einen Wagebalken verbunden sind.
Die eine Spule (g) liegt an der Spannung des
ίο Fahrmotors d, die andere Spule (fj, an der
Spannung der Steuerleitung si. ,Das Relais e
wird im Ruhezustande durch schwache Federn in der Mittellage gehalten, wobei die Relaiskontakte
geöffnet sind.
Die Steuerspannung kann man mit Hilfe eines mit der Führerkurbel verbundenen kleinen
Spannungsreglers h zwischen der.höchsten und niedrigsten Fahrmotorspannung beliebig einstellen.
Wenn nun die vom Führer eingestellte Steuerspannung höher ist als die des Fahrmotors
d, so überwindet die Zugkraft der Spule f die der Spule g und der Federn. Spule f
zieht ihren Anker an, das linke Relais schließt damit den Stromkreis der rechten Erregerwicklung
des Antriebsmötors c, und dieser dreht den Zusatztransformator b in solchem Sinne,
daß die Fahrmotorspannung erhöht wird. Ist das nahezu eingetreten, so geht das Differentialrelais
in seine Mittellage zurück, da die Zugkräfte der beiden Spulen einander aufheben,
und der Zusatztransformator b bleibt stehen. Sinkt dagegen die Spannung der Steuerleitung si
unter die des Fahrmotors d, so wird, da nunmehr die Relaisspule g ihren Anker anzieht
und die linke Erregerwicklung des Motors c einschaltet, dieser Antriebsmotor im umgekehrten
Sinne laufen und die Spannung des ■ Fahrmotors so lange erniedrigen, bis sie auf
die der Steuerleitung gesunken ist. Sind also beliebig viele Fahrzeuge bei gleicher Einrichtung
durch die Steuerleitung si verbunden, so werden sämtliche Zusatztransformatoren b
unabhängig voneinander ihre Spannung auf die der Steuerleitung einstellen; sämtliche
Motoren erhalten damit gleiche Spannung. Nur die Zeit zur Einstellung wird je nach der Größe
des zu überwindenden Widerstandes etwas verschieden sein.
Zweckmäßig wird am Führerstande noch ein Doppelvoltmeter ν angeordnet, dessen einer
Zeiger die Spannung des Fahrmotors d, dessen anderer die der Steuerleitung si anzeigt. Beide
Zeiger spielen vorteilhaft auf derselben Skala. Man kann daran die vorhandenen Spannungen
und die Wirkung der Steuerbewegungen genau verfolgen.
Die beschriebene Einrichtung ist stets unter Spannung, arbeitet also mit Ruhestrom. Dadurch
wird zugleich der Vorteil erreicht, daß bei etwaigem Ausbleiben des Stromes in der
Steuerleitung infolge Bruches oder Lösens einer Kupplung sofort sämtliche Fahrmotoren an
die niedrigste Spannung gelegt werden.
Für die Geschwindigkeitsregelung eines Zuges genügt bei der beschriebenen Einrichtung eine
einzige Steuerleitung.
Das Wesentliche der beschriebenen Einrichtung ist die Benutzung der Spannungsdifferenz
zwischen der gemeinsamen Steuerleitung si und den einzelnen Fahrmotoren d zum Betriebe
der Hilfsmotoren c in solchem Sinne, daß durch die Spannungsdifferenz eine Änderung
der Motorspannung veranlaßt wird so lange, bis die Spannungsdifferenz verschwindet. Dagegen
kann die im vorstehenden nur als Beispiel angenommene besondere Regelungsweise der Hauptmotoren mit Hilfe von Zusatztransformatoren
usw. auch durch eine andere ersetzt werden. Deshalb ist die neue Einrichtung auch
nicht auf die Verwendung von Wechselstrom beschränkt, vielmehr für jede Stromart anwendbar.
Wenn endlich auch die Einrichtung in erster Linie für Bahnzwecke in Betracht kommt, so kann sie unter geeigneten Bedingungen
natürlich auch für andere Zwecke Ver-Wendung finden.
Der einfachen Darstellung wegen ist oben die vollständige Gleichheit der gemeinsam zu
steuernden Motoren vorausgesetzt, so daß gleichen Geschwindigkeiten und gleichen Klemmenspannungen
gleiche Drehmomente entsprechen. · Das ist natürlich grundsätzlich nicht
erforderlich, und die vorstehenden Darlegungen behalten ihre Gültigkeit auch für verschiedene
Motoren, die ähnlich verlaufende Charakteristiken haben, sofern man nur unter den verglichenen
Spannungen, deren Unterschied für die Wirkungsweise der Einrichtung maßgebend ist,
angemessen reduzierte oder, in anderer Auffassungsweise, gleichwertige Spannungen versteht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vielfachsteuerung für zusammen arbeitende Elektromotoren mit selbständigen, durch Hilfsmotoren angetriebenen Reglern (z. B. Drehtransformatoren), dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerleitung (si) der Hilfsmotoren (c) eine beliebig veränderliche Spannung aufgedrückt wird, und daß der Unterschied zwischen dieser Spannung und der Spannung an den einzelnen Hauptmotoren (d) zur Steuerung der Hilfsmotoren (c) in solchem Sinne benutzt wird, daß der Spannungsunterschied verschwindet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE228671C true DE228671C (de) |
Family
ID=489045
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228671D Active DE228671C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228671C (de) |
-
0
- DE DENDAT228671D patent/DE228671C/de active Active
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