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Elektrodynamische Bremsung von Gleichstrom-Fahrzeugelektromotoren,
die durch einen umlaufenden Spannungsteiler angelassen und geregelt werden Bekanntlich
hat man vorgeschlagen, zum Bremsen elektrischer Fahrzeuge, insbesondere elektrischer
Züge, denjenigen Strom zu benutzen welcher durch die Antriebsmotoren, nachdem sie
von der Speiseleitung abgeschaltet sind, erzeugt wird, wobei die Motoren als Generatoren,
die von der lebendigen Kraft des Zuges getrieben werden, arbeiten. Der so von den
Motoren erzeugte Strom durchläuft Widerstände, die an die Klemmen der 1Zotoren angeschlossen
sind. Man hat ferner vorgeschlagen, die derart erzeugten Ströme dazu zu benutzen,
um elektromagnetische Bremsen zu betätigen, «-elche mechanisch auf die rotierenden
Teile der Fahrzeuge einwirken. Der von den Motoren erzeugte Strom wurde auch dazu
benutzt, um die natürliche Reibung zwischen Brernsklötzen und Rädern durch einen
zusätzlichen magnetischen Reibungswiderstand zu ergänzen.
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Die bekannten Einrichtungen weisen den großen Nachteil auf, daß die
Bremswirkung der durch die Antriebsmotoren erzeugten elektrischen Ströme, welches
auch die Einrichtung und Schaltung der Motoren ist, rasch nachläßt entsprechend
der Verminderung der Zuggeschwindigl.-eit, da die von den Motoren erzeugte Spannung
schnell fällt. Die Folge davon ist, daß die Bremswirkung praktisch fast gleich Null
ist, obwohl die Zuggeschwindigkeit noch ziemlich groß ist. Hierdurch wird die Anwendung
von mechanischen Bremsen oder von Gleichstrombremsen anderer Bauarten notwendig,
um eine vollständige Bremsung des Zuges zu erzielen. Außerdem setzt man, um die
beschriebene unvollständige Bremswirkung zu erzielen, die Motoren großen elektrischen
und mechanischen Beanspruchungen aus. Ferner tritt bei den bekannten Einrichtungen
der Nachteil auf, daß die Anwendung der Hilfsbremse, sei sie nun eine Gleichstrom-
oder eine mechanische Bremse, die elektrische Bremsung unwirksam machen kann, wenn
man mit Hilfe der Hilfsbremse die Räder in einem Moment der Gefahr blockiert und
infolgedessen der Zug zu gleiten beginnt.
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Durch die vorliegende Erfindung werden die mit den bekannten Einrichtungen
verbundenen Nachteile vermieden. Die Erfin-
Jung findet bei Gleichstrom-Fahrzeugelektromotoren
Anwendung, die durch: einen umlaufenden Spannungsteiler angelassen und geregelt
werden, und zwar «-erden die Fahrzeugmotoren während der Bremsung auf den Spannungsteiler
als Stromerzeuger geschaltet, Der Spannungsteiler seinerseits erzeugt herbei eine
Spannung zur Speisung einer elektromagnetischen Bremse, deren Größe und Bremswirkung
durch dasselbe Steuerorgan geregelt wird, das auch die Regelung der Antriebsmotoren
während der Fahrt bewirkt. Die Regelung durch dieses Schaltorgan hat zur Folge,
daß die Fahrzeugmotoren dem Spannungsteiler eine abgestufte Spannung lief ern.
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Um die gefährlichen und störenden rückartigen Stöße- zu vermeiden,
welche durch die Unterbrechungen und Umkehrungen des Stromes in den Motoren während
des Anfahrens und der Bremsung hervorgerufen werden, kann man geeignete Hilfswiderstände
anwenden. Diese Widerstände werden mit einem ihrer Enden an den einen der Pole eines
jeden Motors. angeschlossen, während ihr anderes Ende .mit -einem Kontaktorgan verbunden
ist, mit dessen Hilfe während eines Augenblicks einer der beiden aufeinanderfolgenden
Stromzweige geschlossen wird, zwischen denen sich die Kommutierung vollzieht, und
zwar gerade in dem Moment, in dem sonst die beiden Stromzweige infolge der Kommutierung
unterbrochen sein würden.
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Die beigefügten Zeichnungen stellen beispielsweise eine Einrichtung
dar, mit deren Hilfe sich die vorliegende Erfindung verwirklichen läßt.
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Abb. i bis 6 zeigen in schematischer Darstellung die Schemata der
Einschaltung zweier in Serie oder parallel zueinander liegender Motoren zwischen
die verschiedenen Punkte der dynamotorischen Gruppe.
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Abb. 7 zeigt ein Schema, bei dem die Motoren nicht eingeschaltet sind.
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Abb.8 zeigt das gleiche Schema, welches jedoch mit einer automatischen
Regeleinrichtung versehen ist.
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Abb.9 zeigt einen Apparat, der geeignet ist, die Regelung, welche
in Abb. 8 dargestellt ist, durchzuführen.
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Abb. io veranschaulicht das Schaltschema zweier Motoren, bei dem Hilfswiderstände
@uigewendet werden, um ruckartige Stöße zu dämpfen. Die von dem Spannungsteiler
gespeiste Bremseinrichtung ist der Deutlichkeit halber fortgelassen.
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Bei allen beispielsweise veranschaulichten Schaltungsschemata befinden
sich zwei Motoren i, 2 mit Verbunderregung, die unter sich in Serie oder parallel
geschaltet sind, zwischen den verschiedenen Klemmen eines aus mehreren Aggregaten
bestehenden umlaufenden Spannungsteilers (dynamotoriscbe Gruppe). Der umlaufende
Spannungsteiler besteht bei dem Ausführungsbeispiel aus zwei Aggregaten und ist
mit drei Stromzuführungsstellen 3, 4, 5 versehen, welche die Leitungsspannung derart
unterteilen, daß zwischen den Klemmen 3, 4 ein Viertel der Leitungsspannung herrscht,
währendzwischen den Klemmen 4, 5 drei Viertel der Leitungsspannung zur Verfügung
stehen. Zwischen den beiden Klemmen 3, 4 ist eine elektromagnetische Bremseinrichtung
eingeschaltet, welche in der Zeichnung schematisch durch einen einfachen Widerstand
6 dargestellt ist, aber welche durch eine geeignete Einrichtung beliebiger Bauart
gebildet werden kann. Zwischen der genannten Bremseinrichtung und der dynamotorischen
Gruppe ist ein Eih-und Ausschalter 7 eingeschaltet, welcher von Hand oder mit Hilfe
eines unmittelbar oder automatisch wirkenden Relais betätigt werden kann. Bei dem
dargestellten - Ausführungsbeispiel ist -der Schalter 7 in einfacher Weise mit dem
Haupt-Ein- und Ausschalter 8 derart verbunden, daß die Öffnung des letzteren die
Schließung des Schalters 7 herbeiführt und umgekehrt. Die Schalter 7, 8 bilden also
einen Umschalter.
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Die Antriebsmotoren i, 2 können unter sich und mit der dynamotorischen
Gruppe nach einer der sechs Schemata, die in den Abb. i bis 6 dargestellt sind,
verbunden werden oder sie können abgeschaltet werden, wie dies in Abb. 7 gezeigt
ist. Die Umschaltung kann mit Hilfe eines Kontrollers beliebiger Bauart geschehen,
der mit festen und beweglichen Kontakten versehen ist, wie das bei den bekannten
Fahrreglern, die bei elektrischen Zügen Anwendung finden, üblich ist. Dieser Kontroller
kann mit dem Fahrkontroller verbunden werden.
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Die Einrichtung möge sich in der Stellung befinden, die in .der Abb.
i dargestellt ist, bei welcher die parallel geschalteten Motoren mit der maximalen
Leitungsspannung versorgt werden und der Schalter 8 auf dem Linienkontakt aufliegt.
Um zur Bremsung überzugehen, genügt es, den Umschalter in die gestrichelt dargestellte
Stellung zu überführen. Hierdurch wird der Schalter 7 geschlossen. Der Bremsstromkreis
6 wird durch die Spannung gespeist, welche zwischen den Xlemmen 3 und 4 in Abhängigkeit
von der Stromstärke auftritt, welche durch die Motoren erzeugt und dem Spannungsteiler
zugeführt wird. Auf diese Weise beginnt die Bremswirkung. Gleichzeitig tritt eine
Verlangsamung der Motoren und infolgedessen auch des Spannungsteilers auf. Solange
die Schaltung die 'in der Abb. 2 dargestellte bleibt.
nimmt die
Verlangsamung zu, so däß gleichzeitig eine Verminderung aller Ströme und infolgedessen
auch eine Verminderung desjenigen Stromes herbeigeführt wird, welcher den Stromkreis
6 der Bremse speist, bis schließlich die Bremswirkung gleich Null ist. In diesem
Moment oder in einem vorhergehenden geht man von der in A.bb. r dargestellten Schaltung
zu der in Abb.2 dargestellten über, bei der die beiden Motoren untereinander parallel
geschaltet sind, aber zwischen den Klemmen d., 5 liegen. Nunmehr wirkt der elektromotorischen
Kraft, welche in den Motoren als Folge der restlichen Geschwindigkeit vorhanden
ist, allein diejenige elektromotorische Kraft entgegen, «-elche zwischen den Klemmen
d. und 5 erzeugt wird. Hierdurch wird eine Vergrößerung der Geschwindigkeit der
dynamotorischen Gruppe hervorgerufen und infolgedessen auch eine Vergrößerung der
elektromotorischen Kraft zwischen den Klemmen 3 und ,4, Die letztgenannte elektromotorische
Kraft, «-elche den Bremsstromkreis 6 versorgt, erhöht entsprechend ihrer Vergrößerung
auch die Intensität der Bremswirkung. Dieser Zustand dauert während der folgenden
Verlangsamung der -Motoren und der dynamotorischen Gruppe an, bis man von der in
Abb. 2 dargestellten Schaltung zu der in Abb. 3 dargestellten übergeht, um die vorsteliend
beschriebenen Erscheinungen zu wiederholen.
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Indem man so die Schaltung ständig verändert, bis man zu dem in Abb.
6 dargestellten Schema gelangt, erhält man eine abnehinende Geschwindigkeit der
-Motoren, während der Spannungsteiler (dynainotorische Gruppe) bei jeder Schaltungsänderung
eine momentane Beschleunigung erfährt derart, daß in dem Moment, in dein inan von
dem Schema der Abb. 6 zu dem der :4bb. i übergeht, die restliche Geschwindigkeit
der dynamotorischen Gruppe wesentlich geringer vermindert ist als die der Motoren.
Infolgedessen kann die restliche kinetische Energie der dy-namotorischen Gruppe,
selbst -wenn das Fahrzeug noch nicht vollkommen angehalten ist, dem Bremsstromkreis
6 einen Strom zuführen, welcher genügt, um das Fahrzeug anzuhalten und auch eine
gewisse Zeit lang sogar auf einer geneigten Strecke festzuhalten.
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Die Bremsung kann bei einer der in den Abb. 2 bis 6 dargestellten
-Motorschaltungen beginnen. -lall -wird dann natürlicherweise die beschriebene Wirkungsweise
wiederholen, indem man voll dem genannten Schema ausgeht und alle folgenden Schemata
bis zum Schema 7 durchläuft.
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Man muß in Betracht ziehen, daß jedesmal, wenn man von einem Schaltungsschema
zu einem anderen übergeht, die plötzlichen Erhöhungen der Stromstärken, «-elche
in den Motoren auftreten, unmittelbar dem Breinsstrornkreis zugeführt werden. Denn
die Erhöhungen der Motorströme verwandeln sich in erster Linie in eine gewisse Erhöhung
der lebendigen Kraft der dynamotorischen Gruppe, «-elche auf diese Weise die Wirkung
einer zwischengeschalteten elektrischen Dämpfungsoinrichtung für die Beanspruchungen
der Bremse erhält.
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Insbesondere bei schnellen Schaltungen können die genannten Stromschwankungen
sehr hohe sein. Um die damit verbundene Gefahr zu vermeiden, findet die Hilfseinrichtung
Anwendung, «-elche im folgenden beschrieben und in Abb.8-dargestellt ist.
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In Serie mit jedem Motor ist bei der genannten Hilfseinrichtung ein
zusätzlicher Widerstand 9 geschaltet, welcher im gegebenen :Moment mittels eines
Differentialrelais eingeschaltet werden kann. Das Relais bestellt aus einem Einschalter
io, der mit zwei beweglichen Ankern i i verbunden ist. Diese Anker werden im entgegengesetzten
Sinne erregt, und zwar der eine durch einen mit einer Spannungsspule versehenen
Elektromagneten 12-, und der andere durch einen mit einer Stromspule versehenen
Elektromagneten 13, welch letzterer von dem Ankerstrom des betreffenden -Motors
durchflossen wird. Dieses Relais muß derart angeordnet «-erden, daß der zusätzliche
`widerstand 9 eingeschaltet wird, wenn der Ankerstrom einen vorher bestimmten Grenzwert
überschreitet, während er kurzgeschlossen ist, solange sich die Stromstärken unterhalb
des genannten Grenzwertes befinden.
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In der Praxis kann der genannte Hilfsapparat v erschiedene Ausführungsformen
aufweisen. Da er indessen während seiner Tätigkeit mit beträchtlichen Kräften beansprucht
wird, ist es notwendig, den Ankern eine geeignete Form zu geben, zum mindesten demjenigen
Anker, der mit dem stromdurchflossenen Elektromagneten zusammenarbeitet.
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In Abb. 9 ist eine geeignete Ausführungsform dargestellt. Bei dieser
Ausführungsform sind die Anker i i auf einer drehbar gelagerten Achse 1d., mit der
der Schaltarm verbunden ist, befestigt. Die Anker sind zwischen den Polen zweier
Elektromagneten 1,5 angeordnet, welche die beiden Spulen 12, 13, die die oben beschriebene
Differentialwirkung haben, tragen. Die genannten Anker -weisen zylindrische Flanken
16 und i j auf, welche einen kleinen Luftspalt zwischen sich und den Oberflächen
der Polstücke 18, i9 lassen. Die Ausbildung des Umfangs der genannten zylindrischen
Flanken ist beinahe gleich der Rotationsstrecke des Ankers und läßt einen beträchtlichen
Teil der Polstücke
auch dann unüber deckt, wenn der Anker vollkommen
angezogen ist. Der Anker weist außerdem zwei Ansätze 2o, 2, 1 auf, die gegenüber
den Polstücken angeordnet sind und mit letzteren einen veränderlichen Zwischenraum
bilden. Die magnetische Wirkung auf die zylindrischen Flanken ist sehr beträchtlich
und während der Bewegung der Anker konstant, wenn die Abmessungen derart sind, daß
die Sättigung des Eisens bei jeder Stellung verhindert wird. Die magnetische Wirkung
auf die Ansätze dagegen nimmt rasch zu, sobald sich der Anker dem Elektromagneten
nähert, so daß während der Ankerbewegung die vorherrschende differentiale Anzugskraft
verstärkt und dadurch die Stabilität der Bewegung gesichert wird.
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Es ist für den Fachmann klar, daß die Steuerorgane, mit deren Hilfe
die Umschaltung der Motoren in der oben beschriebenen Weise erfolgt, mit den Steuerorganen
vereinigt werden können, welche das Anfahren des Zuges und die Regelung der Motoren
während der Fahrt besorgen. Der gleiche Kontooller kann also für die beiden Zwecke
benutzt werden und es läßt sich mit ihm nicht nur die Fahrgeschwindigkeit, sondern
auch die Bremsung regeln, je nachdem, oh der Hauptschalter 8 sich in geschlossener
oder offener Stellung und umgekehrt der Schalter 7 sich in offener bzw. geschlossener
Stellung befindet.
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Die Einrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht es, eine vollkommene
Sicherheit in der Betätigung der Notbremse herbeizuführen, denn der Fahrer braucht
keinerlei Operationen auszuführen, die von denjenigen Operationen verschieden sind,
mit deren Hilfe er für gewöhnlich den Zug zum Stehen bringt.
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Er muß lediglich zuerst die Öffnung des Hauptschalters 8 herbeiführen,
die sich auch automatisch in verschiedener Weise erreichen läßt. Außerdem kann die
beschriebene Einrichtung unmittelbar zum normalen Bremsen benutzt werden. Es läßt
sich ein vollständiges Anhalten des Fahrzeuges erreichen, nachdem die notwendigen
Schaltungen zur allmählichen Verlangsamung vorgenommen sind, ohne daß man Spezialbremsen
anzuwenden braucht. Es genügt hierfür, in dem Kontooller geeignete Kontakte anzuordnen,
die mit dem Bremsstromkreis einerseits und der dv namotorischen Gruppe andererseits
verbunden sind. Diese Kontakte müssen derart eingerichtet werden, daß sie sich schließen,
sobald man von dem Schema der Abb. 6 zu dem der Abb. 7 übergeht. Gemäß dem letztgenannten
Schema bleibt der Unterbrecher 7 offen, während der Schalter 8 geschlossen ist und
die Motoren abgeschaltet sind. Die Schließung des Bremsstromes über die dynamotorische
Gruppe, welche durch den Kontooller gesteuert wird, führt eine Bremswirkung herbei,
obwohl der Schalter 7 offen bleibt.
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Bei dem Schema, welches in der Abb. io dargestellt ist, sind Einrichtungen
vorgesehen, die geeignet sind, die Unterbrechungen und Umkehrungen des Stromes in
den Motoren während der Kommutierung zu verhindern. In diesem Schema sind alle die
Apparate und Organe weggelassen, die keine direkte Beziehung zu der genannten Spezialeinrichtung
haben, um auf diese Weise eine möglichst große Klarheit zu erzielen. Insbesondere
ist die Bremseinrichtung und der Umschalter 7, 8 nicht dargestellt, jedoch. muß
naturgemäß bei der praktischen Durchführung der in Abb. io dargestellten Einrichtung
die Brerriseinrichtung an den Spannungsteiler D,, D2, D@ angeschlossen werden.
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Gemäß Abb. io werden die Motoren 1h, M2 mit Hilfe eines Kontrolleis
C gesteuert, der mit dem umlaufenden Spannungsteiler (Umformer), der seinerseits
drei Wicklungen D,, D" D3 aufweist, verbunden ist. Die Spannungen der genanntenWicklungen
mögen sich wie i :2. : i verhalten. Der Spannungsteiler ist zwischen dem Stromableiter
T und der Erde t eingeschaltet. Zwei Paare von Hilfswiderständen r,., r$ und r2,
r" welche entweder als induktive oder als Ohmsche Widerstände ausgebildet sind,
werden zweckmäßigerweise mit dein Kontooller C und den Motoren IN, M2 verbunden.
Zwei zusätzliche Widerstände R,, R2 können mit Hilfe eines Differentialrelais r
kurzgeschlossen werden, welch letzteres mit Elektromagneten versehen ist, die einerseits
mit einer Stromspule und andererseits mit einer Spannungsspule versehen sind und
gegeneinander arbeiten.
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Die genannten Hilfswiderstände sind bei der dargestellten Einrichtung
derart angeordnet, daß sie den sofortigen Schluß des während des Anlasseis nachfolgenden
Stromzweiges einen Augenblick früher herbeiführen als der vorhergehende Stromzweig
unterbrochen wird. Infolgedessen halten sie auch einen Augenblick den Strom während
des Bremsens in dem Augenblick aufrecht, in welchem der Stromkreis T noch nicht
geschlossen ist. Es ist klar, daß die genannten Widerstände auch umgekehrt angeordnet
werden können.
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Die Regelung des Stromes in den Motoren, welche mit Hilfe der automatischen,
die zusätzlichen Widerstände kurzschließenden Einrichtungen erhalten wird, genügt
allein nicht, um vollständig alle störenden und die Lebensdauer der Einrichtung
beeinträchtigenden- Stöße auszuschalten. Die genannten Stöße werden in erster Linie
durch die plötz,
und 3, wobei jeder Anker eine Spannung von % V
erhält.
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Position III. Die beiden Motoren liegen in Serie zwischen i und 3.
Dabei erhält jeder Anker eine Spannung von 't,' v.
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Position IV. Die beiden Motoren liegen in Serie zwischen i und .l.
Jeder Anker erhält -1/n I'.
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Position V. Der Motor JU, ist an die Klemmen i und 3 angeschlossen,
während der Motor ill. an die Klemmen 2 und 4 angeschlossen ist. jeder Anker erhält
'/', v.
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Position VI. Die beiden Motoren sind einander parallel an die genannte
Leitungsspannung angeschlossen. jeder Motor erhält dann die besagte Leitungsspannung
l'.
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Nachdem der Zylinder C endgültig irgendeine seiner Arbeitsstellungen
erreicht hat, wird die Spannungsspule Z-21 unter Spannung gesetzt, sobald i mit
21 in Berührung gekommen ist. Die Kontakte 11-13, 12-14, welche die Widerstände
R1 und R, kurzschließen, waren bei 1-21 während der Kominutierung unterbrochen «-orden.
Sie sind bestrebt, sich sofort wieder zu schließen, aber dies ist nur dann möglich,
wenn die entgegengesetzte Wirkung des Stronispulen-Elektroniagneten einen genügend
geringen Wert auf-«-eist. Diese Wirkung stellt sich ein unabli.ingig von der Richtung
des Hauptstromes, <l. 1i. also gleichgültig, ob ein Anlassen oder ein Bremsen
stattfindet. Die gleiche Abstimmung des Apparates dient also für die beiden Fälle,
wobei vorausgesetzt ist, daß die beiden Elektromagnete vollkommen unabhängig sind.
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Auch sonstige Änderungen oder Vereinfachungen bleiben naturgemäß im
Bereich der vorliegenden Erfindung, welche sich auch auf den Fall bezieht, bei dem
die Spannungen der einzelnen dynamotorischen Wicklungen in einem Verhältnis zueinanderstehen,
das von dein Verhältnis abweicht, welches in dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
angegeben ist. Auch kann die Zahl der dynamotorischen Wicldungen eine andere sein.
Ferner kann die Erfindung auch dann angewandt werden, wenn nur ein einziger Antriebsmotor
oder eine Gruppe von Motoren vorhanden ist.
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Die - konstruktiven Einzelheiten können ebenfalls entsprechend der
Zahl der Motoren oder Motorgruppen, ferner gemäß der Motortype, ihrer Kommutierungsweise
und der Zahl ihrer Anschlußpunkte verändert werden. Ferner können Änderungen wegen
der Wicklungen, die dem Anker des dynamotorischen Aggregates überlagert sind, und
wegen der Bauart der Unterbrecher und angewandten Relais eintreten, ohne daß der
Erfindungsgedhinke dadurch berührt wird. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrodynamische Bremsung
von Gleichstrom-Fahrzeugelektromotoren, die durch -einen umlaufenden Spannungsteiler
angelassen und geregelt werden, wobei während der Bremsung die Bremsstrom liefernden
Fahrzeugmotoren auf den Spannungsteiler als Stromerzeuger geschaltet werden, dadurch
gekennzeichnet, daß aus dem Spannungsteiler (3, d., 5) eine Spannung zur Speisung
einer elektromagnetischen Bremse (6) entnommen wird, deren Größe und Bremswirkung
durch dasselbe Schaltorgan (C) regelbar sind, das die Regelung der Antriebsmotoren
während der Fahrt bewirkt, in der Weise, daß die Fahrzeugmotoren dem Spannungsteiler
(3, d., 5) eine abgestufte Spannung liefern.
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2. Elektrodvnainische Bremsung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß unabhängig von den zusätzlichen Motorwiderständen (R1, R,) Hilfswiderstände
(r" r-3 bzw. r,, r,) mit einem ihrer Enden an die Klemmen eines der Motore (1l11
bzw. 1L) angeschlossen sind, während ihr anderes Ende mit einem Kontroller (C) in
Verbindung steht, der derart eingerichtet ist, daß während einer kurzen Zeit einer
der beiden aufeinanderfolgenden Stromzweige, zwischen denen die Kominutierting stattfindet,
in geschlossen wird, in welchem sonst die beiden Stromzweige infolge der Kommutierung
unterbrochen sein würden.
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3. Elektrodynamische Bremsung nach Anspruch-2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktorgane des Kontrollers (C) beim Anfahren den folgenden Stromzweig
während einer kurzen Zeit, und zwar schon einen Moment vor der Unterbrechung des
vorhergehenden Stromzweiges, schließen, während sie beim Bremsen den vorliergelienden
Strom während einer kurzen Zeit, und zwar auch noch im ersten Augenblick, in dem
der nachfolgende Stromzweig geschlossen ist, aufrechterhalten.
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d.. Elektrodynamische Bremsung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Motor (1171, 1I,) mit zwei Widerständen (r" r. bzw. r,, r4) verbunden
ist, die mit ihrem einen Ende (5-17 bzw. 6-16) mit einer Motorklemme (5 bzw. 6)
und mit ihrem anderen Ende (5'-17' bzw. 6'-16') mit einer Hilfsbürste in Verbindung
stehen, welch letztere auf den Hauptkontakten einer Kontrollerwalze (C) aufliegt,
wobei sie einen halben Schritt der entsprechenden Hauptbürste im Sinne der
lichen
Stromunterbrechungen in den Ankern der Motoren hervorgerufen, die auftreten, wenn
man, sei es beim Anlassen, sei es beim Bremsen, von einer Speisespannung auf die
andere übergeht, wodurch das Kitzel mit dem entsprechenden Zahnrad außer Eingriff
gebracht wird.
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Diese Stromunterbrechungen, die beim Erfindungsgegenstand wesentlich
häufiger sind als bei den bekannten, serienparallelen Steuersystemen, verlangsamen
außerdem sowohl das Anlassen als das Bremsen.
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Die in Rede stehende Einrichtung hat daher vor allem zum Zweck, den
Strom in den Motoren dann aufrecht zu erhalten, wenn man von der einen zu der anderen
Schaltung übergeht. Während dieser Übergänge kann der Strom schwächer, jedoch nicht
vollständig unterbrochen werden. Auch braucht er die Richtung, welche er vor der
Kommutierung hatte, nicht zu ändern. Dies wird dadurch erreicht, daß der Motoranlasser
ebenso wie der Bremswiderstand keinen Unterbrechungen unterworfen werden. Auch braucht
er die Richtung, welche er vor der Kommutierung hatte, nicht zu ändern. Dies wird
dadurch erreicht, daß der Motoranlasser ebenso wie der Bremswiderstand keinen Unterbrechungen
unterworfen werden, so daß auf diese Weise die durch solche Unterbrechungen sonst
hervorgerufenen Stöße ausgeschaltet werden. Dabei behält der Steuerapparat als charakteristisches
Merkmal seine vollständige Umkehrbarkeit, da man nur ebenso viel Kontrollsteuerstellungen
hat als Spannungen zur Speisung der Motoranker zur Verfügung stehen.
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Alles dies wird auf sehr einfache Weise dadurch erreicht, daß man
an die beiden Klemmen 5-17 und 6-16 (Abb. fo) jedes Ankerstromkreises die beiden
Widerstände a'1 r3 und r2, r4 anschließt. Die freien Enden 5'-17' bzw. 6'-16' der
genannten Widerstände sind mit Bürsten entsprechend der Zahl der freien Enden 5'-17'
und 6'-16' verbunden. Die Bürsten schleifen auf Kontakten 5-17. und 6-16, wobei
sie jedoch diesen gegenüber um einen Winkel versetzt sind, der praktisch gleich
:der Hälfte des Winkelabstandes ist, welcher zwischen den Mitten zweier aufeinarnderfolgender
Kontakte vorhanden ist: Die Folge davon ist, daß die Ankerstromzweige der Motoren
niemals unterbrochen sind, da in dem Moment, in dem die Hauptbürsten 5-17 und 6-16
keinen Kontakt haben, die Hilfsbürsten 5'-17' und 6'-16' Kontakt besitzen. Infolgedessen
kann ein verringerter Strom durch die Anker der Motoren und die Widerstände r1,
7g bzw. r2, r4 fließen.
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Um die Kontinuität des Stromes in den Motoren aufrechtzuerhalten,
genügt es, daß die Kontaktstücke sich über einen Winkel erstrecken, welcher etwas
größer ist als die von den Unterbrechungeneingenommene Strecke. Dann wird während
eines Augenblicks der Kontakt gleichzeitig durch die Haupt- und durch die Hilfsbürsten
hergestellt, und zwar schleifen die einen Bürsten auf einem Kontaktstück und die
anderen auf dem nächsten. Die Widerstände r l, rs bzw. r., r4 werden durch parasitäre
Ströme durchlaufen, die nur einen Augenblick auftreten, da ihre Enden dynamotorische
Klemmen, die verschiedene Spannung aufweisen, berühren. Der joulesche Effekt, der
dabei auftritt, ist jedoch zu vernachlässigen in Anbetracht seiner geringen Dauer.
Die sofortige Unterbrechung der genannten Ströme wird dadurch sehr erleichtert,
daß sie mit Hilfe derselben Kontaktstücke, die die Hauptunterbrechungen herbeiführen,
ebenfalls herbeigeführt wird.
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Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Nebenschlußerregung
sowohl bei dem Spannungsteiler als bei den Antriebsmotoren von den Klemmen 1, 2
abgeleitet, d. h. sie beträgt ein Viertel der Spannung V, die in der Speiseleitung
herrscht. Das gleiche gilt für die Spannungsspule 2-2i, die in dem Apparat vorgesehen
ist welcher die zusätzlichen Widerstände R1, R2 automatisch kurzschließt.
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In dem dargestellten Fall haben die Ankerstromkreise der Motoren den
folgenden Verlauf 5" r1, 5 113 R1, 13, Hauptschlußerregung,
15, Stromspule der Kurzschlußeinrichtung, 17, y2, 17'.
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6', r2, 6 12, R2, 1q., Hauptschlußerregung,
16, r4, 16'.
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Der Zylinder C trägt die vier Doppelbürsten 5, 5'; 17, 17'; 6, 6';
16, 16', welche die Bürsten der genannten Ankerstromzweige darstellen. Ferner trägt
er die Bürsten i', 2', 3', .4' der Klemmen der dynamotorischen Aggregate. Die kleinen
Bürsten 1, 21 liefern den Strom zu der Spannungsspule des Kurzschlußapparates, jedoch
nur dann, wenn sich der Zylinder in den Stellungen I, II, III, IV, V, VI befindet.
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An Steuerstellungen sind sieben vorhanden. Davon sind sechs Fahrstellungen.
Die Steuerstellungen sind folgendermaßen gekennzeichnet Position I. Die beiden Motoren
sind in Serie geschaltet und liegen zwischen den Klemmen i und 2. Jeder Anker erhält
dann eine Spannung, die l/8 der Leitungsspannung V beträgt.
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Position 1I. Die beiden in Serie geschalteten Motoren liegen zwischen-
den Klemmen
beim Anfahren stattfindenden Walzendrehung voreilt.
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5. Elektrodynamische Bremsung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
claß jeder Motor (1J7, _IL) nur mit einem einzigen Widerstand (r-1 bzw. r-,)' verbanden
ist, der in der Nähe der Nullstellungen in Funktion tritt, während der andere Widerstand
(r3 bzw. r..) durch einen Kurzschlußkreis ersetzt ist.