DE228570C - - Google Patents

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DE228570C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A17/00Safety arrangements, e.g. safeties
    • F41A17/30Multiple safeties, i.e. one safety element acting on at least one element of the firing mechanism and at least one other element of the gun, e.g. the moving barrel
    • F41A17/32Multiple safeties, i.e. one safety element acting on at least one element of the firing mechanism and at least one other element of the gun, e.g. the moving barrel the other element being the breech-block or bolt

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- JVl 228570 KLASSE 72 a. GRUPPE
JOSEPH TAMBOUR in NANTERRE b. PARIS.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Verschluß- und Abzugsicherung für Handfeuerwaffen mit Dr eh Verschluß, bei welcher der von einem Sicherungshebel bekannter Art in der Sicherungsstellung abgestützte Abzug den Schlagbolzen unmittelbar in der Spannrast hält. Sie besteht besonders darin, daß der Abzug beim Anheben einen selbsttätigen Verschlußsperrhebel derart verschwenkt, daß
ίο dessen Sperransatz aus einem in der hinteren Verschlußwarze vorgesehenen Einschnitt austritt.
Diese Anordnung hat den Vorteil, daß sich der Verschluß vor Abgabe des Schusses nicht öffnen kann, was bekanntlich bei Handfeuerwaffen mit Drehverschluß namentlich beim Liegendschießen häufig eintritt und die Ursache von Versagern bildet.
Der Erfindung gemäß wird ferner der Sicherungshebel nicht bloß zum Abstützen des Abzuges, sondern auch dazu verwendet, den Verschlußsperrhebel bei ruhendem Abzug vollständig aus seiner Sperrstellurig zu verschwenken. Der Abzug und der Verschlußsperrhebel stehen unter der Einwirkung einer und derselben Feder; durch besondere Formgebung beider Teile ergeben sich zwei Druckpunkte für das Abziehen. Zum Sperren wird in bekannter Weise der Sperrflügel benutzt, der jedoch so ausgestaltet ist, daß der Schütze beim schußgerechten Erfassen der Waffe sofort fühlt, ob der Sperrflügel zu oder offen ist.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein mit einer' solchen Sicherung versehenes Mausergewehr Modell 1904 dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι das Gewehr mit gespanntem Schloß, abgestütztem Abzug und gesperrtem Verschluß, Fig. 2 den vom Sicherungshebel abgestützten Abzug von innen gesehen und Fig. 3 diese beiden Teile in gleicher Ansicht bei in den Schaft hineingedrücktem Sicherungshebel und bei (gestrichelt dargestelltem) angehobenem Abzug; Fig. 4 veranschaulicht den Sicherungshebel in der Draufsieht, Fig. 5 zeigt das Gewehr bei Abgabe des Schusses, Fig. 6 bei gespanntem Schloß und mittels des Sicherungshebels verschwenktem Verschlußsperrhebel und Fig. 7 den der Erfindung gemäß ausgestalteten Sperrflügel, während die Fig. 8 und 9 den bei gesperrtem Schloß von der Schlagbolzenmutter festgestellten Sicherungshebel darstellen.
Bei gespanntem Schloß (Fig. 1) wird der Abzug i, der bei 2 angelenkt ist, von dem um einen Bolzen 3 drehbaren und unter dem Druck einer Feder 4 stehenden Sicherungshebel 5 abgestützt, indem dessen Schrägfläche 6 (Fig. 2, 3, 4) hinter einen Ansatz 7 des Abzuges zu liegen kommt. Der Abzug hält in dieser Lage unmittelbar mittels eines hakenförmigen Vorderendes 8 die als lange Leiste mit ebener Unterfläche ausgebildete Spannrast 9 in der Spannlage und gibt sie frei, sobald er angezogen wird; dies kann jedoch erst geschehen, wenn der Sicherungshebel 5 in den Schaft hineingedrückt wird (Fig. 5), wie dies beim schußgerechten Erfassen der Waffe ohne besonderen Handgriff von selbst geschieht. Hierbei gelangt das Vorderende des Sicherungshebels 5 mit seiner Schrägfläche 6 außer Bereich des Abzuges 1, so
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daß dieser verschwenkt werden kann (Fig. 3). Der Abzug ruht mit der Unterseite seines Vorderendes 8 auf dem Vorderteil eines Verschlußsperrhebels 10, der durch einen Längsschlitz des Abzuges hindurchreicht, bei 11 angelenkt ist und mit seinem hinteren Ende unter dem Druck einer Feder 12 steht, die sich einerseits gegen das genannte Ende, andererseits gegen den Abzug stützt. Wird der Abzug ι angehoben (Fig. 5), so verschwenkt er mit seinem Vorderende 8 den Verschlußsperrhebel 10 derart, daß dessen Sperransatz 13 aus einem für ihn in der hinteren Verschlußwarze 14 vorgesehenen Einschnitt austritt. Kurz bevor der Abzug 1 mit seinem Haken 8 die gespannte Schlagbolzenmutter 15 freigibt, stößt er mit seinem Ansatz 7 gegen einen am Hinterende des Verschlußsperrhebels 10 befindlichen, als zweiten Druckpunkt wirkenden Ansatz 16, der als kürzerer Hebelarm ein rascheres Verschwenken des Hebels 10 und ein rascheres Zusammendrücken der Feder 12 bewirkt, so daß der Sperransatz 13 früher aus der Verschlußwarze austritt als der Haken 8 aus der Spannrast.
Bei entspanntem Schlagbolzen 17 (Fig. 5) hält die Spannrast 9 mit ihrer ebenen Unterfläche den Abzug 1 in angezogener Stellung, und dieser infolgedessen den Verschlußsperrhebel 10 außer Eingriff mit dem Verschlußstück 18, sowie den Sicherungshebel 5 in seiner entsichernden Lage.
Soll der Verschluß bei gespanntem Schloß ohne Durchzug des Abzuges geöffnet werden, so wird das aus dem Schaft herausragende Druckstück des Sicherungshebels 5 mit einem Finger bis zur Bewegungsgrenze in eine am Bügelschweif 19 vorgesehene Mulde hineingedrückt. Hierbei wird der Sicherungshebel weiter verschwenkt als beim schußgerechten Erfassen der Waffe, und er drückt mit seinem aufwärts gerichteten Arm 20 gegen einen Zapfen 21 am Verschlußsperrhebel 10, so daß dieser aus seiner Sperrlage verschwenkt wird (Fig. 6).
Zum Sperren wird der Sperrflügel 22 in bekannter Weise benutzt; doch ist der Erfindung gemäß an seiner Scheibe eine Schraubenfläche 23 vorgesehen, mittels deren die Schlagbolzenmutter 15 beim Einstellen des. Sperrflügels über die Spannrast überzogen wird (Fig. 9), so daß sie aus der gestrichelt gezeichneten Stellung in die voll gezeichnete gelangt; hierbei tritt eine an der Schlagbolzenmutter vorgesehene Nase 24 unter den hakenförmigen Kopf des Armes 20 (Fig. 8), so daß der Sicherungshebel 5 unbeweglich wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Selbsttätige Verschluß- und Abzugsicherung für Handfeuerwaffen mit Drehverschluß, bei welcher der von einem Sicherungshebel in der Sicherungsstellung abgestützte Abzug den Schlagbolzen unmittelbar in der Spannrast hält, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzug beim Anziehen einen Verschlußsperrhebel (10) derart verschwenkt, daß dessen Sperransatz aus einem in der hinteren Verschlußwarze vorgesehenen Einschnitt austritt.
2. Sicherung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Sicherungshebel
(5) angeordneten Arm (20), der bei vollständigem Hineindrücken des Sicherungshebels in eine Mulde des Bügelschweifes auf einen Zapfen (21) des Verschlußsperrhebels (10) drückt und diesen auch bei ruhendem Abzug aus der Sperrlage verschwenkt.
3. Sicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzug zwecks Erzielung zweier Druckpunkte beim Abziehen vorerst mit seinem Vorderende (8) gegen den Vorderteil des Verschluß sperrhebels (10) drückt und beim weiteren Anheben mit seinem hinteren Ansatz (7) gegen einen am Hinterende des Verschlußsperrhebels befindlichen Ansatz (16) stößt, der als kürzerer Hebelarm ein rascheres Verschwenken des Hebels bewirkt, so daß dessen Sperransatz den Verschluß früher,
d. i. unmittelbar vor dem Augenblick freigibt, da der Abzug aus der Spannrast tritt.
4. Sicherung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß seitlich an der Schlagbolzenmutter eine Nase (24) angebracht ist, die beim Zurückziehen der Schlagbolzenmutter mittels des an sich bekannten Sicherungsfiügels unter den hakenförmigen Kopf des am Sicherungshebel (5) angeordneten Armes (20) tritt, so daß dieser Hebel unbeweglich und dem Schützen schon beim schußgemäßen Ergreifen der Waffe deren gesperrter Zustand bewußt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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