DE228451C - Schalldose, deren stifthalter um einen punkt schwingbar gelagert ist - Google Patents
Schalldose, deren stifthalter um einen punkt schwingbar gelagert istInfo
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Classifications
-
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- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
- G11B3/44—Styli, e.g. sapphire, diamond
- G11B3/46—Constructions or forms ; Dispositions or mountings, e.g. attachment of point to shank
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42g. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schalldose sowohl für Berliner- als auch für Edisonschrift,
bei welcher die Schwingungsweite der Membran in beliebiger Weise verändert werden
kann. Zu dem Zweck kommt ein Stifthalter zur Anwendung, der in an sich bekannter Weise
um einen Punkt schwingbar gelagert ist; jedoch besitzt gemäß vorliegender Erfindung der
Stifthalter neben seinem bekannten Angriffspunkt an der Membran noch einen weiteren Angriffspunkt,
der dem Einfluß eines elastischen Organs unterworfen ist, so daß durch Abstimmung
dieses elastischen Organs gegen die Elastizität der Membran die Lage der instantanen
Rotationsachse des Systems und damit das Maß, in dem die Ausschwingungen des Schallstiftes auf die Membran übertragen werden,
geregelt werden kann, und zwar so, daß der Nadelarm zu der vom Drehpunkt des Stifthalters
nach dem Angriffspunkt der Membran gehenden Drehungsachse des Systems schräg liegt.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung zur Veranschaulichung
gekommen, und zwar ist
Fig. ι die Vorderansicht einer mit dem neuen Stifthalter ausgerüsteten Schalldose,
Fig. 2 eine gleiche Darstellung mit einer anderen Ausführungsform der Lagerung des
Stifthalters,
Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 2, teilweise im Schnitt.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf einem Ansatz der
Schalldose G, die in üblicher Weise mit der Membran M versehen ist, auf einer Körnerspitze
U, d. h. um einen Punkt schwingbar gelagert, der Stifthalter angeordnet, der hier
im wesentlichen die Gestalt einer dreiarmigen Platte hat. Diese Platte wird auf der Körnerspitze
U am besten mittels zweier Schrauben O gesichert, die lose durch den Stifthalter
hindurchgehen, diesen aber mit Hilfe zwischenj geschalteter Federn gegen die Körnerspitze U
andrücken. Der Stifthalter ist zunächst in an sich bekannter Weise mit dem. Nadelarm A
ausgerüstet, in dem die Nadel N mittels der Schraube S befestigt wird. Außerdem besitzt
der Stifthalter den an sich bekannten Angriffspunkt X an der Membran, der hier durch den
Arm B geschaffen wird. Gemäß vorliegender Erfindung wird nun dieser Stifthalter mit
einem weiteren Angriffspunkt Y, der bei dem gewählten Ausführungsbeispiel die Gestalt des
Armes C hat, ausgerüstet, und dieser Arm C
unterliegt seinerseits dem Einfluß eines elastischen Organes, das seinerseits regelbar ist, so
daß die Elastizität dieses Organs gegen die. Elastizität der Membran in bestimmtem Sinne
abgestimmt werden kann. Bei dem in der Zeichnung gewählten Ausführungsbeispiel besteht
das elastische Organ aus einer Feder, deren Regelungsweise später beschrieben werden
soll. . Eine weitere Voraussetzung der vorliegenden Erfindung ist die, daß der Nadelarm
A zu der. Achse, die von der Körnerspitze U nach dem Angriffspunkt X an der
Membran führt, schräg liegt. Bei dieser Ausbildung resultieren für den Stiftträger zwei
Hauptdrehungsachsen, und zwar geht die eine von der Körnerspitze U nach dem Angriffspunkt
X der Membran und die zweite von der
gleichen Körnerspitze U nach dem dem Einfluß des elastischen Organs unterworfenen Angriffspunkt
Y-, der in. Fig. ι am Ende des Armes C liegt. Die Wirkung ist bei dieser
Konstruktion folgende:
Wenn man zunächst annimmt, daß das auf den Arm C wirkende elastische Organ derart
gespannt ist, daß praktisch das Ende des Armes C eine Schwingung nicht ausführen
ίο kann, d. h., daß ein Herauskippen dieses Endes
aus der Papierebene in der Zeichnung nicht möglich ist, so muß, wenn die Membran bei
Berliner Schrift zur Anwendung kommt, bei der durch die Schallkurve veranlaßten Schwingung
des Nadelarmes A der Stiftträger um die instantane Rotationsachse schwingen, welche
von der Körnerspitze U nach dem Angriffspunkt Y des elastischen Organs führt. Die
Folge davon ist, daß die Schwingung des Nadelarmes in vollem Maße unter Vermittlung
des Membranarmes B auf die Membran selbst übertragen wird, indem das Ende des Armes B
in maximaler Weise aus der Papierebene heraus und zurück geschwungen wird. Bei fest gespanntem
elastischen Organ muß daher die Membran M ihre Maximalschwingung ausführen.
Nimmt man dagegen den anderen Grenzfall an, bei welchem das auf den Arm C wirkende elastische Organ völlig entspannt
ist, das Ende des Armes C also mit Leichtigkeit aus der Papierebene heraus und in diese zurückgekippt
werden kann, dann bewirkt die Elastizität der Membran ein Festhalten des dort gelagerten
Angriffspunktes X des Stifthalters bzw. des Armes B, und der ganze Stifthalter
muß in dem Fall um eine instantane Rotationsachse schwingen, die von der Körnerspitze U
nach dem Angriffspunkt X der Membran, also durch den Arm B führt. Die von der Schallkurve
dem Arm A übermittelten Schwingungen werden daher in diesem Falle einzig und allein
auf den Arm C übertragen, indem dieser aus der Papierebene heraus- und zurückgeschwungen
wird. Die Membran dagegen wird in diesem Fall keinerlei Schwingungen ausführen. Um diese Wirkung zu erreichen, ist
es aber, wie leicht einzusehen, Voraussetzung, daß, wie schon oben erwähnt, der Nadelarm A
zu der von der Körnerspitze U nach dem Angriffspunkte X des Stifthalters an der Membran
gehenden Drehungsachse schräg liegt, da sonst durch die Wellenlinien der Schallfurche eine
Drehung des Stifthalters um diese Achse nicht möglich wäre.
Aus vorstehendem geht nun ohne weiteres hervor, daß, wenn man dem auf den Arm C
wirkende elastische Organ eine mittlere Spannung gibt, die instantane Rotationsachse in
den Winkel zwischen UX und UY fallen wird, so daß auch die Membran M eine mittlere Ausschwingung
erfährt und ebenso der Arm C, nur nach der anderen Seite. Zerlegt man die Schwingung
um diese Achse in zwei Einzelschwingungen um UX und UY, so wirkt auf die
Membran M nur die Komponente um UY, auf den Arm C nur die Komponente um UX.
Die vom Nadelarm ausgehende Bewegung wird also in zwei Komponententeile zerlegt, deren
Verteilung lediglich von der Spannung des elastischen Organes abhängt. Wenn das elastische Organ ebenso stark gespannt ist wie
die Membran, dann müssen also, wenn im übrigen die Arme B und C gleich lang sind,
die Komponententeile gleich sein und die Membran etwa halb so große Schwingungen
ausführen, als wenn das elastische Organ in maximaler Weise gespannt ist. In dem Maße,
wie sich die Spannung des elastischen Organs verstärkt, verringert sich also die Teilnahme
des Armes C an den Schwingungen, und schließlieh
wird der größere Teil der Bewegung direkt auf die Membran übertragen, wobei das System
um die instantane Achse UY schwingt.
Aus vorstehendem ist ersichtlich, daß die Gestalt des Stiftträgers an sich unerheblich ist,
wenn nur dafür Vorsorge getroffen wird, daß derselbe um einen Punkt drehbar ist und neben
seinem bekannten Angriffspunkt an der Membran noch einen weiteren Angriffspunkt Y hat,
auf den ein regelbares elastisches Organ einwirkt, und wenn der Nadelarm A schräg zur
instantanen Rotationsachse UX liegt. Der Stiftträger muß weiter in jedem Fall um einen
Punkt schwingbar sein. Ob dies nun aber eine Körnerspitze ist, wie in Fig. 1 angenommen,
oder ob ein Kugelgelenk zur Anwendung kommt, oder ob andere Hilfsmittel benutzt
werden, ist an sich für die vorliegende Erfindung gleichgültig. Bei dem in Fig. 2 und 3
gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Stifthalter kardanisch gelagert, wodurch ebenfalls
die Schwingbarkeit um einen Punkt erreicht wird. Der Stifthalter H hat auch hier die
Gestalt einer dreiarmigen Platte mit dem Nadelarm A, dem Membranarm B, der bei X
an der Membran M angreift, und dem dritten Arm C, der bei Y auf einem Ansatz Z des
Membrangehäuses dem Einfluß eines elastischen Organs unterworfen ist. Diese dreiarmige
Platte ist in Körnerspitzen RR gelagert, die in einem Kreuzstück K sitzen. Letzteres ist
in zwei Körnerspitzen R' R' drehbar gelagert, die in Ansätzen des Membrangehäuses befestigt
sind. Daraus resultieren die Drehungsachsen D E für das Kardangelenk,· welche sich
im Punkte U schneiden, der mithin den Drehungspunkt für das ganze System darstellt.
Auf diese Weise resultieren ebenfalls die instantanen Rotationsachsen UX und UY, und die
Wirkung ist auch unter dem Einflüsse des Kardangelenkes die gleiche wie in Fig. 1, wo
lediglich eine Körnerspitze zur Unterstützung
des Stifthalters zur Anwendung gekommen ist. P bezeichnet in Fig. 2 die Schallplatte mit
Berlinerschrift, von welcher mittels der Nadel N die Schwingungen abgenommen werden. Das
elastische Organ, das zahlreichen Ausführungsformen unterliegen kann, besteht bei dem in
Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel aus zwei Federn F, die von beiden Seiten auf das Ende
des Armes C einwirken. Dieser Arm trägt an
ίο seinem äußersten Ende eine Öffnung, durch
welche eine Regulierschraube T' frei hindurchgeht. Die eine Feder F legt sich einerseits
gegen den Arm C, andererseits gegen einen Bund / der Schraube T', während die andere
Feder zwischen der anderen Seite des Armes C und einer wandernden Mutter W angeordnet
ist. Auf der Schraube befinden sich zu beiden Seiten des Bundes Gewinde von ungleicher
Ganghöhe, und zwar ist das Verhältnis bei letzteren wie 1 : 2. Das untere Gewinde geht
in den Vorsprung Z des Schalldosengehäuses G hinein, während das obere Gewinde in die
wandernde Mutter W eingreift.1
Dreht man den Kopf T der Schraube in dem einen Sinne, so wird das Ende der Schraube
in das Gehäuse hineingehen, während die mit dem steileren Gewinde versehene Mutter W
sich gleichzeitig um dasselbe Stück, um welches sich der Bund der Schraube T' verschiebt,
in der entgegengesetzten Richtung verschiebt.
Beide Federn werden also im gleichen Sinne und Maße entspannt, bei der entgegengesetzten
Drehung des Kopfes T aber gespannt, ohne daß sich der Arm C irgendwie verstellt.
Dieselbe Schalldose läßt sich auch für Platten mit. Edisonschrift verwenden, wenn die Schalldose
mit der Achse D (Fig. 2) eine schräge Lage zur- Schallplatte einnimmt, während die Achse E
quer zur Furche und in diesem Falle parallel zur Schallplatte zu liegen kommt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schalldose, deren Stifthalter um einen Punkt schwingbar gelagert- ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Stifthalter neben seinem bekannten Angriffspunkt an der Membran noch einen weiteren Angriffspunkt seitlich an der Schalldosenfassung besitzt, der dem Einfluß eines elastischen Organs unterworfen ist, so daß durch Ab-Stimmung dieses elastischen Organes gegen die Elastizität der Membran die Lage der instantanen Rotationsachsen des Systems und damit an der Membran das Maß, in dem die Ausschwingungen des Schallstiftes auf diese übertragen werden, geregelt werden kann, und zwar so, daß der Nadelarm zu der vom Drehpunkt des Stifthalters nach dem Angriffspunkt der Membran gehenden Drehungsachse des Systems schlag liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228451T | 1909-08-03 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE228451C true DE228451C (de) | 1910-11-10 |
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ID=488845
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|---|---|---|---|
| DE1909228451D Expired DE228451C (de) | 1909-08-03 | 1909-08-03 | Schalldose, deren stifthalter um einen punkt schwingbar gelagert ist |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228451C (de) |
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1909
- 1909-08-03 DE DE1909228451D patent/DE228451C/de not_active Expired
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