DE224988C - - Google Patents
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- DE224988C DE224988C DENDAT224988D DE224988DA DE224988C DE 224988 C DE224988 C DE 224988C DE NDAT224988 D DENDAT224988 D DE NDAT224988D DE 224988D A DE224988D A DE 224988DA DE 224988 C DE224988 C DE 224988C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16D—COUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
- F16D3/00—Yielding couplings, i.e. with means permitting movement between the connected parts during the drive
- F16D3/16—Universal joints in which flexibility is produced by means of pivots or sliding or rolling connecting parts
- F16D3/20—Universal joints in which flexibility is produced by means of pivots or sliding or rolling connecting parts one coupling part entering a sleeve of the other coupling part and connected thereto by sliding or rolling members
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/008—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor adapted for burning two or more kinds, e.g. liquid and solid, of waste being fed through separate inlets
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
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- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/02—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment
- F23G5/027—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment pyrolising or gasifying stage
- F23G5/0276—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor with pretreatment pyrolising or gasifying stage using direct heating
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23G—CREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
- F23G5/00—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
- F23G5/24—Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor having a vertical, substantially cylindrical, combustion chamber
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Sludge (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren sowie die diesbezüglichen Vorrichtungen
zur Vergasung von Grobmüll und Abwässerklärschlamm.
Man hat bereits versucht, den Abwässerklärschlamm in gewöhnlichen Gaserzeugern zu
vergasen. Aber die einfache Übertragung des bei Verwendung von Kohlen als Brennstoff
üblichen Verfahrens auf den Klärschlamm hat
ίο wegen der verschiedenen Zusammensetzung
keine befriedigenden Ergebnisse gehabt.
Auch hat man versucht, Grobmüll und Klärschlamm zusammen zu verbrennen. Die
Wärmeausnutzung war aber infolge des außerordentlich hohen Wassergehaltes bei der gemeinsamen
Verbrennung nur gering.
Durch das vorliegende Verfahren soll dagegen ein hochwertiges, insbesondere für motorische
Zwecke vorzüglich geeignetes Gas erzeugt werden. Das Verfahren besteht darin, daß der Klärschlamm zunächst für sich allein
behandelt wird und die für die nachfolgende Verwendung des Gases schädlichen Bestandteile
ihm entzogen werden und die wertvollen Stickstoffverbindungen im entscheidenden Augenblicke vor der Mischung mit dem brennenden
Hausmüll ebenfalls abgezogen werden. Durch das eigentümliche Ineinandergreifen der
einzelnen Verfahrenshandlungen soll bei der vorliegenden Erfindung nicht nur eine vorzügliche
Wärmeausnutzung, sondern auch eine Gewinnung aller Nebenprodukte ermöglicht werden.
Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß der Klärschlamm bis auf etwa
50 Prozent vom Wasser befreit und darauf mit überhitztem Dampf behandelt wird. Der
auf etwa 300° vorgewärmte entfettete Klärschlamm wird nun sofort ohne Abkühlung einem Gaserzeuger zugeführt, in dessen einen
Schacht das Grobmüll und in dessen anderen Schacht der Klärschlamm eingefüllt wird.
Die Verbrennungshitze des Grobmülles trocknet und erhitzt den vorgewärmten Klärschlamm
bis zur Entgasung; in diesem Augenblicke werden an geeigneter Stelle die sich bildenden
Stickstoffverbindungen und Kohlenwasserstoffe abgesaugt, bevor sie in die Hochglutzone, in
welcher sich Klärschlamm und Grobmüll vereinigt, gelangen. Durch einen besonderen
Kanal werden die abgesaugten Gase dem Gaserzeuger an tieferer Stelle wieder zugeführt.
Die abgesaugten Gase werden nachher «unter Gewinnung von Ammoniak in beliebiger Weise,
insbesondere zu motorischen Zwecken, verwandt.
Eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens ist in den beiliegenden drei Figuren dargestellt,
und zwar zeigt
Fig. ι die Entfettungsvorrichtung im Schnitt, Fig. 2 im Grundriß,
Fig. 3 den Gaserzeuger im Schnitt.
Der Klärschlamm wird bis auf etwa 60 Prozent getrocknet. Ein größerer Wassergehalt des Klärschlammes hat den Nachteil, daß der Dampfverbrauch für die Entfettung zu groß wird und auch überflüssige Wassermengen erhitzt werden, die in dem nachfolgenden Verfahren keine zweckmäßige Verwendung mehr finden. Ein Wassergehalt von weniger als 40 Prozent ist unzulässig, weil eine derartig weitgehende Entwässerung sich zu teuer stellt und für den nachfolgenden Vorgang der aus
Der Klärschlamm wird bis auf etwa 60 Prozent getrocknet. Ein größerer Wassergehalt des Klärschlammes hat den Nachteil, daß der Dampfverbrauch für die Entfettung zu groß wird und auch überflüssige Wassermengen erhitzt werden, die in dem nachfolgenden Verfahren keine zweckmäßige Verwendung mehr finden. Ein Wassergehalt von weniger als 40 Prozent ist unzulässig, weil eine derartig weitgehende Entwässerung sich zu teuer stellt und für den nachfolgenden Vorgang der aus
dem Wassergehalt des Klärschlammes gebildete Wasserdampf nicht mehr genügt und infolgedessen
anderweitig erzeugt werden muß. Der bis zu dem angegebenen Grade vorgetrocknete Klärschlamm wird in den Schacht A
eingefüllt. Durch das Dampfzuleitungsrohr c wird überhitzter Dampf von 3150 zugeführt.
Das Rohr c besitzt eine Anzahl Dampfdüsen δ1, δ2, δ3, durch die der Dampf der eigentliclien
Kammer schräg nach unten gerichtet zugeführt wird. Der Dampf durchsetzt den eingefüllten Schlamm und bewirkt die Zersetzung
des Fettes. Die neugebildeten Produkte, wie Fettsäure und Glyzerin, werden mit dem Wasserdampf durch die Öffnnungen
d1, d2, da in die Vorlage B gefördert, von wo
sie in den Kühler C abziehen können. Das Destillatgemisch sammelt sich in dem Behälter
D an. Durch Öffnung der unteren Tür e des Schachtes A wird der entfettete und vorerwärmte
Klärschlamm abgezogen, um ohne Abkühlung sofort dem in Fig. 3 dargestellten Gaserzeuger zugeführt zu werden.
Die Füllöffnung g des Gaserzeugers dient zur Beschickung des Grobmülles, welcher durch
den Füllschacht F vor den Rost h gelangt und hier zum Teil verbrennt. Die Verbrennungsluft
wird vorteilhaft unter Druck durch den Kanal i zugeleitet. Die sich an dem
Rost h entwickelnde Wärme wird zur Überhitzung des Wasserdampfes in den Überhitzer
K benutzt. Die Aufgabe der dort entwickelten Wärme besteht aber in der völligen
Trocknung des Klärschlammes, welcher durch die Öffnung f und den Füllschacht E eingefüllt
wird. Infolge der Wärme wird der letzte Teil des Wassers ausgetrieben, und die Entgasung
des Klärschlammes beginnt bereits, wenn die herabsinkende Masse des Füll-Schachtes
E die Höhe des Kanals m erreicht. Durch diesen Kanal m werden die Gase und
Dämpfe abgesaugt, bevor sie in die Glutzone gelangen. Zur Absaugung dient vorteilhaft
ein Dampfstrahlgebläse. Der Kanal führt nach unten, . so daß die abgesaugten Gase in eine
bereits abgekühlte Zone des Gaserzeugers wieder eingeführt werden, ohne daß sie die
Glutzone zu durchziehen brauchen. Hierdurch wird die Zersetzung der 2V-.H-Verbindüngen
verhindert, während die Kohlenwasserstoffe fixiert werden, ohne die Glutzone am unteren Teil des Rostes h berühren zu müssen.
Von der Unterkante des Rostes h ab arbeiten, der Grobmüll und der Klärschlamm zusammen.
Die durch den Kanal m abgesaugten und bei η
dem Gaserzeuger wieder zugeführten Dämpfe und Gase bilden mit dem im glühenden Koks
enthaltenen Stickstoff Ammoniak, und die im Schacht E enthaltenen fertigen Gase entweichen
durch das mittlere Abzugsrohr 0. Die weiter von G nach H herabsinkende Masse
ist durch die Oberfeuerung h in der Hauptsache bereits in verkokte Masse übergeführt
und wird durch die Unterfeuerung bei p1 und -p2 durch die bei q1 und q2 eintretende
vorerwärmte Luft vollständig verbrannt. Die auf diese Weise gebildeten Generatorgase entweichen
gleichfalls durch das Abzugsrohr 0. Bei r und s wird überhitzter Wasserdampf
zugeleitet, um den gesamten Stickstoff als Ammoniak zu gewinnen. Die Asche und Schlacke sammelt sich bei t1 und i2 an. Die
bei 0 austretenden Gase und Ammoniakdämpfe werden durch einen Wäscher geführt und dort
getrennt.
Claims (2)
1. Verfahren zur gemeinsamen Vergasung von Grobmüll und Abwässerklärschlamm,
dadurch gekennzeichnet, daß der Klärschlamm zunächst von Wasserdampf
. durchsetzt und alsdann in einem besonderen Füllschacht des Gaserzeugers vollständig
getrocknet wird, während seine bei Beginn der Entgasung auftretenden Gase und Dämpfe vor der Mischung mit
dem ■ Grobmüll und vor Erreichung der Glutzone abgesaugt werden, worauf beim
Sinken der Gaserzeugerfüllung die Mischung des Klärschlammes mit dem brennenden Grobmüll und die vollständige Entgasung
oder Vergasung erfolgt.
2. Vorrichtung für das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Vorwärmung-und Entfettung ein Schacht dient, dessen einer Breitseite überhitzter
Dampf zugeführt wird, während die andere Breitseite Öffnungen für die Abführung der Gase und Dämpfe besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224988C true DE224988C (de) |
Family
ID=485675
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224988D Active DE224988C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224988C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3338478A1 (de) * | 1983-03-23 | 1984-10-04 | SKF Steel Engineering AB, Hofors | Verfahren zur abfallbeseitigung |
-
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- DE DENDAT224988D patent/DE224988C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3338478A1 (de) * | 1983-03-23 | 1984-10-04 | SKF Steel Engineering AB, Hofors | Verfahren zur abfallbeseitigung |
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