DE2247751B2 - Traegerhuelse - Google Patents

Traegerhuelse

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    • D06B23/04Carriers or supports for textile materials to be treated
    • D06B23/042Perforated supports
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Description

Die Erfindung betrifft eine Trägerhülse zum Färben oder Bleichen schrumpfender Garne in Form von Kreuzspulen oder Kreuzwickeln, bestehend aus einem textile Fasern enthaltenden, porösen, elastischen Material mit einer porösen, elastischen Naht, Schweiß- oder Klebeverbindung.
Es ist bekannt, schrumpfende Garne in Strangformen zu bleichen und zu färben. In der Strangform kann das Garn während des Färbens bzw. Bleichens ungehindert schrumpfen, ohne verformt zu werden. Man erhält so den gewünschten weichen Warengriff und einen voluminösen Warenausfall. Nachteilig ist jedoch das zweimalige Haspeln der Stränge. Die Strangrüstzeit ist lohnintensiv und der Färbeapparat wird in bestimmten Flottenverhältnissen schlecht ausgenutzt.
Ein wesentlicher Vorteil in wirtschaftlicher Hinsicht ist das Färben in Kreuzspulformen. Wird bei diesem Verfahren ein Wickelkörper ζ. B. aus nicht vorgeschrumpftem Garn hergestellt, und anschließend in einem Färbe- bzw. Bleichbad behandelt, so wird das Garn vorrangig an den innersten Garnlagen durch den beim Färben bzw. Bleichen auftretenden Schrumpf komprimiert und verformt.
(Wicklungsdichte, Wicklungsart und Form des Wikkelkörpers beeinflussen die Egalität der Färbung, den Griff des gefärbten Garnes und die Ausnutzung des Färbeapparates. Je höher die Wicklungsdichte desto besser ist die Ausnutzung des Färbeapparates).
Dadurch entstehen in der Regel Unegalitäten, weil die Spule hart wird. Ein gleichmäßiger Flottendurchsatz ist nicht mehr gewährleistet. Der Griff der Ware wird hart bei flachem Warenausfall. Durch unterschiedliche Lichtreflexion des verformten Garnes entsteht optische Unegalität.
Infolge der vorstehend geschilderten Nachteile wird das Garn vor dem Blechen bzw. Färben in Kreuzspulformen vorgeschrumpft. Dies erfolgt diskontinuierlich durch Dämpfen wobei bei bestimmten Garnen ein mehrmaliges Dämpfen und Umspulen erforderlich wird.
Neben dem Kreuzspulverfahren hat »ich insbesondere das Färben und Bleichen in Kreuzwickelform (in weichem Wickel) bewährt. Hierbei wird ebenfalls ein Wickelkörper aus über Kontinue-Dämpfanlagen schon vorgebauschtem Garn hergestellt, der dann in einem Färbe- bzw. Bleichbad behandelt und in der gewünschten Weise nachbehandelt wird. Die Stabilität der Kreuzwickel ist wesentlich geringer als diejenige von Kreuzspulen. Hierdurch besteht die Gefahr einer Wickeldeformation beim Färben bzw. Bleichen, wodurch Schwierigkeiten beim Abspulen des Garnes entstehen. Um ein Verrutschen der inneren und äußeren Garnlagen zu verhindern, ist ein Umhüllen der Garnpackung mit einem sogenannten Färbestrumpf erforderlich. Das Umhüllen und Abnehmen des Färbestrumpfes läßt sich lediglich manuell ausführen und ist deshalb sehr zeit- und lohnintensiv. Ein weiterer Nachteil ist, daß bei Verwendung des Färbestrumpfes es trotzdem oft zu Verwirrungen der innersten Garnlagen kommt mit der Folge von erhöhtem Garnabfall.
Zur Verbesserung der Färbe- bzw. Bleichverfahren in Kreuzspul- und Kreuzwickelform hat man bereits versucht, Färbehülsen aus geschäumtem elastischem Kunststoffmaterial zu verwenden. Diese Hülsen haben sich jedoch nicht bewährt, weil sie gegenüber Chemikalien, insbesondere gegenüber Bleichmitteln wenig beständig sind, sich zersetzen und Flotte und Garnwickel verunreinigen. Der Kunststoffschaum wird außerdem meist stark angefärbt und kann aus diesem Grunde nicht wiederverwendet werden.
Erfindungsgemäß wird nun eine Trägerhülse für Kreuzspul- und Krcuzwickelformen zum Bleichen und Färben schrumpfender Garne der eingangs genannten Art vorgeschlagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß sie aus einem bindemittelfreien Vliesstoff aus weitgehend nicht anfärbbaren, synthetischen Stapelfasern oder Endlosfasern besteht, der durch Nadeln verfestigt ist. Nach einer besonderen Ausgestaltung ist es vorgesehen, daß die dem zu färbenden oder iu bleichenden Garn zugewandte Seite durch eine Wärmeanwendung «inseitig verfestigt und geglättet ist. Besonders gute Ergebnisse werden diesbzüglich erzielt, wenn parallel zu der Erwärmung ein Druck auf die Oberfläche derTrägerhülse ausgeübt wird.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Trägerhülse werden die bekannten Nachteile des an sich vorteilhaften Färbe- und Bleichverfahrens von Kreuzspulen und Kreuzwickeln nahezu restlos beseitigt. Durch die Elastizität des Hülsenmaterials wird der Schrumpf oder der Restschrumpf der Garnpackung aufgefangen und die Garnverformung insbesondere der innersten Garnlagen verhindert bzw. wesentlich vermindert. Hierdurch erhält man eine größere Sicherheit hinsichtlich Egalität des Garnes. Die Gefahr der Abplattisierung des Garnes an der Färbehülse bzw. an dem Färberohr des Materialträgers wird wesentlich vermindert. Dem Kreuzwickel oder der Kreuzspule wird die Möglichkeit eines Ausgleiches evtl. ungleicher Wickeldichtcn gegeben. Beim Färben bestimmter Garne kann auf das bisher erforderliche mehrfache Dämpfen und Umspulen verzichtet werden, da die Trägerhülse den beim Färben auftretenden vollen Schrumpf des Garnes und somit der Garnpackung aufzufangen in der Lage ist. Durch das Auffangen des Restschrumpfes können bei bestimmten Garnen we-
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sentlich höhere Materialmengen pro Spule gespult und behandelt weden, da es nicht mehr zu den genannten Garnverformungen der innersten Garnlagen kommt
Die erfindungsgemäße Trägerhalse besteht zweckmäßig aus einem Vliesstoff aus elastischen, vorzugswei- S se gekräuselten Stapel- oder Endlosfasern. Zweckmäßig besteht sie aus Polyolefin-Fasern, die chemisch beständig sind. Hierdurch wird auch eine weiiestgehende Nichtanfärbbarkeit durch die in der Flotte befindlichen Farbstoffe gewährleistet. Polyolefin-Fasem sind weiter- to hin temperaturbeständig bei den angewandten Färbetemperaturen und können mehrmals wiederverwendet werden. Der Durchflußwiderstand gegenüber der Farbflotte ist geringer ais der Widerstand der zu färbenden Garnpackung. Die geglättete, der Garnseite zugewandte Oberfläche der Trägerhülse erlaubt ein problemloses Abspulen des gefärbten Garnes.
Die Trägerhülse aus einem porösen elastischen Vliesstoff kann konisch oder zylindrisch ausgebildet sein und wird aus einem Zuschnitt gegebener Abmessung durch Vernähen, Verschweißen oder Verkleben hergestellt Hierbei ist es wesentlich, daß die Eigenschaften des Vliesstoffes durch die Naht nicht verändert werden. Ein zum Nähen verwandter Faden sollte deshalb aus dem gleichen Material bestehen, wie die zur Bildung des Vliesstoffes eingesetzten Fasern. Zum Beispiel sollte ein Polypropylenvlies auch mit einem Fadem aus Polypropylen vernäht werden. Wird eine Schweiß- oder Klebeverbindung bevorzugt, so muß diese die gleiche Porosität und Elastizität aufweisen wie das Vliesmate- 3» rial.
Die Herstellung des Vliesmaterials für die erfindungsgemäße Trägerhülse erfolgt zweckmäßig mit Hilfe geeigneter an sich bekannter Krempelmaschinen. Es wird ein Faservlies aus schwer anfärbbaren, gekräuselten synthetischen Fasern gekrempelt. Es hat sich herausgestellt, daß Polyolefin-Fasern und insbesondere Polypropylen-Fasern am besten geeignet sind. Es können sowohl feine Titer als auch die gröbsten auf dem Mark befindlichen Fasern oder Mischungen verschiedener Titer verwandt werden.
Ein Optimum in den Eigenschaften der Trägerhülsen wird erreicht bei Verwendung von gekräuselten Polypropylenfasern mit hoher Erholungsfähigkeit und mittlerer Reißfestigkeit, und zwar in Abmischung von etwa 70% Fasern mit einem Titer von 70dtex, Schnittlänge etwa 90 mm und etwa 30% Fasern mit einem Titer von 17 dtex. Schnittlänge etwa 60 mm.
Das gekrempelte Vlies wird durch Nadelung in an sich bekannter Weise ohne Zuhilfenahme eines Bindemittels verfestigt Bei einem Vliesgewicht von etv/a 800 g/m2 stellt man zweckmäßig eine Materialdikke von etwa 6 mm ein. Es hat sich gezeigt, daß ein derartiges Material generell gut für den vorliegenden Einsatzzweck geeignet ist Geringe und höhrere Gewichte und Volumina sind jedoch ebenfalls möglich und fallen unter den Bereich der Anmeldung.
Nach der Vliesverfestigung durch Nadeln ist es zweckmäßig, evtl. vorhandenen Schrumpf des Materials durch eine geeignete Hitzebehandlung etwa in einem Flachbandtrockner vorwegzunehmen und so das für die Herstellung der Trägerhülsen bestimmte Vlies zu fixieren.
Um zu vermeiden, daß sich während des Färbevorganges Fasern von dem genadelten Vliesmaterial ablösen, kann der Faserverband an der Oberfläche einseitig durch geeignete Maßnahmen zusätzlich verfestigt sein. Diese Verfestigung erfolgt in an sich bekannter Weise durch Wärme- und ggf. Druckanwendung, wobei ein Verschmelzen der an der Oberfläche befindlichen Fasern stattfindet. Die Porosität des Vliesmaterials darf durch die Faserverschmelzung nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Nach dem Verschmelzen der an der Oberfläche befindlichen Fasern kann die Viiesoberfläche durch gekühlte Walzen geglättet werden.

Claims (5)

Patentansprüche: ■2-
1. Trägerhülse zum Färben oder Blechen schrumpfender Garne in Form von Kreuzspulen oder Kreuzwickeln, bestehend aus einem textile Fasern enthaltenden, porösen, elastischen Material, mit einer porösen, elastischen Naht, Schweiß- oder Klebeverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem bindemittelfreien Vliesstorr aus weitgehend nicht anfärbbaren, synthetischen Stapelfasern oder Endlosfasern besteht, der durch Nadeln verfestigt ist.
2. Trägerhülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem zu färbenden oder zu bleichenden Garn zugewandte Seite durch Wärme- <5 anwendung einseitig verfestigt und geglättet ist.
3. Trägerhülse nach Anspruch f, dadurch gekennzeichnet, daß die dem zu färbenden oder zu bleichenden Garn zugewandte Seite durch Wärme- und Druckanwendung einseitig verfestigt und geglättet ist.
4. Trägerhülse nach Anspruch!—3, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Vliesstoff aus gekräuselten Stapelfasern oder Endlosfasern besteht.
5. Trägerhülse nach Anspruch 1 —4, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Vliesstoff aus Polyolefinfasern besteht.
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