DE224342C - - Google Patents
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- DE224342C DE224342C DENDAT224342D DE224342DA DE224342C DE 224342 C DE224342 C DE 224342C DE NDAT224342 D DENDAT224342 D DE NDAT224342D DE 224342D A DE224342D A DE 224342DA DE 224342 C DE224342 C DE 224342C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
- D06B3/08—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments as hanks
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JYe 224342 KLASSE 8 a. GRUPPE
Maschine zum Färben von Strähngarn. Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. März 1909 ab.
Das Färben von Strähngarn geschieht bisher fast allgemein noch durch Handarbeit. Dabei
werden die Garnsträhne über Stäbe gehängt und diese in regelmäßigem Abstande auf die
Längswände des Färbebottichs gelegt, so 'daß die Strähne in die Flüssigkeit eintauchen. Diese
Stäbe werden dann nacheinander von zwei Arbeitern erfaßt, einige Male gedreht (Umziehen
der Strähne), dann hin und her geschwungen
ίο (Schlagen des Garnes) und endlich an anderer
Stelle des Bottichs wieder niedergelegt (Umsetzen) .
Nun sind zwar auch Maschinen zum Färben von Strähngarn bekannt geworden, bei welchen
die auf dem Färbebottich liegenden Garnträger nacheinander von Greiferarmen, die an einem
über dem Behandlungsbottich in dessen Längsrichtung hin und her bewegten Wagen angeordnet
sind, bewegt und so umgesetzt werden.
Ebenso ist es für Strähngarnfärbemaschinen bekannt, dem Garn während des Umsetzens eine
schlagende Bewegung in der Flotte zu erteilen. Von diesen bekannten Maschinen, die immer
noch keine völlige Nachahmung der Handarbeit ermöglichen und sich deshalb auch nicht in die
Praxis eingeführt haben, unterscheidet sich nun die den Erfindungsgegenstand . bildende
neue Maschine hauptsächlich dadurch, daß die am Wagen drehbar gelagerten Greiferarme nach
Erfassen eines Garnträgers in der einen Endlage des Wagens bei dessen Bewegung mittels
eines Getriebes einerseits zum Schlagen des Garnes in Schwingung versetzt werden und
andererseits während des Umsetzens durch ein an einem der Greiferarme gelagertes, angetriebenes
Zahnrad gleichzeitig dem in den Greiferarmen gehaltenen Garnträger zum Umziehen der Strähne eine Drehung erteilt wird.
Dabei ist der die Greiferarme tragende Wagen mit seinem Getriebe auf einem verschiebbar
geführten Rahmen angeordnet, der bei jeder Hin- und Herbewegung des Wagens für das Umsetzen
der Garnsträhne um den Abstand der auf dem Bottich liegenden Garnträger verschoben
wird.
Bei dieser neuen Maschine wird die Handarbeit auf das Genaueste nachgeahmt, und es
wird deshalb auch mit ihr das vollkommenste Resultat erzielt. Trotzdem ist die Bauart der
Maschine eine verhältnismäßig einfache.
Die Zeichnung veranschaulicht den Erfindungsgegenstand
in einem Ausführungsbeispiel in Fig.. ι in Ansicht, in Fig. 2 im Schnitt nach
der Linie A-A der Fig. 1, in Fig. 3 im Schnitt, teilweise nach der Linie B-B, teils nach der
Linie C-C der Fig. 1 in vergrößertem Maßstabe.
Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 3, wobei die Bewegung der Garnträger, der Greiferarme
und des Wagens besonders veranschaulicht ist. .
Über der Farbkufe 1 ist ein aus Eisenschienen 2 zusammengesetzter Rahmen auf im Ma-
schinengestell 3 gelagerten Rollen 4 verschiebbar angeordnet. Auf diesem ruht mit Rädern 5 ein
mit nach unten ragenden Armen 6 ausgestatteter Wagen, welcher von der auf dem Rahmen 2
gelagerten Welle 7 aus durch Kurbeln 8 und Schubstangen 9 in hin und her gehende Bewegung
versetzt wird. Bei dieser Bewegung rollt ein im Arm 6 gelagertes Zahnrad 10 in einer
Zahnstange 11, welche an der einen Schiene 2 vorgesehen ist, ab und wird dadurch zwangläufig
mit seiner Welle 12 gedreht. Diese Drehbewegung wird durch eine auf der Welle 12
sitzende Kurbel 13 und eine Schubstange 14 in eine schwingende Bewegung der ebenfalls im
Arm 6 gelagerten, längeren Kurbel 15 umgesetzt, auf deren Welle 16 die Greiferarme 17
sitzen. Diese Arme sind zweiteilig, wobei deren Teile bei 18 gelenkig verbunden und mit einer
Feder 19 versehen sind, welche die Teile in Strecklage zu halten strebt. Stellschrauben 20
dienen zur Regelung des Abstandes der unteren, beweglichen Teile ιηα der Arme 17 voneinander,
der Länge der Garnträger 21 entsprechend. Letztere sind von den Armteilen 17" mit an
denselben vorgesehenen, trichterartigen Mundstücken 22 gehalten und besitzen an dem einen
Ende je ein Zahnrad 23, das während der Arbeit mit einem in dem entsprechenden Armteil τ.ηα
gelagerten Zahnrad 24 in Eingriff steht, welch letzteres bei der Bewegung des Wagens durch
ein auf der Welle 12 sitzendes Kettenrad 25 durch geeignet geführte Ketten 26 und durch
ein mit dem Zahnrad 24 auf einer Welle sitzendes Kettenrad 27 angetrieben wird (Fig. 2).
Der Garnträger führt also während des Betriebes beim Hin- und Herfahren des Wagens 6,
wie sich besonders aus Fig. 4 ergibt, eine hin und her gehende und gleichzeitig eine schwingende
und drehende Bewegung aus, welchen Bewegungen der in der Farbfiotte hängende
Garnsträhn folgen muß, wobei- der Strähn gleichzeitig um den Garnträger gezogen wird,
so daß er schließlich mit allen Teilen durch die Flotte gezogen wird. Zur Beschleunigung und
Erleichterung des Umziehens der Garnstränge ist durch Querstücke 28 mit dem Garnträger 21
ein parallel zu diesem liegender Stab 29 verbunden, der sich mit dem Träger dreht.
Das Erfassen eines neuen Garnträgers erfolgt bei der Rechtsbewegung des Wagens 6, indem die mit Rollen 30 versehenen freien Enden der Arme 17" über an einem mit dem Wagen 2 verbundenen Rahmen 31 angeordnete schiefe Ebenen 32 gleiten, dadurch auseinander gespreizt werden und hinter den Ebenen 32 wieder zusammenschnappen, wobei d:e Mundstücke 22 den zunächst liegenden der in Kerben 33 der Kufenlängsränder ruhenden Garnträger erfassen und infolge ihrer trichterförmigen Gestalt aus den Kerben 33 anheben. Dabei kommt das Rad 23 mit dem Rad 24 in Eingriff, und der Garnträger 21 wird bei der Rückbewegung des Wagens 6, wobei zunächst die Rollen 30 der Arme 17" unter den nach außen federnd nachgebenden schiefen Ebenen 32 hinweggleiten (Fig. 2), in Drehung versetzt und erhält seine vorbeschriebenen Bewegungen. Kommt der Wagen 6 im linken Hubende an, dann gleiten die Arme τηα mit ihren Rollen 30 an schiefen Ebenen 34 entlang, spreizen dadurch nach außen und geben den Garnträger frei, der nun herabfällt und sich in eine freie Kerbe am vorderen Bottichende legt. Bei der Linksbewegung des Wagens 6 wird der Rahmen 2 mittels eines von der Welle 7 aus angetriebenen Exzenters 35 und durch ein Schaltgetriebe 36, 37, dessen Klinke in eine mit dem Gestell 3 verbundene Zahnstange 38 eingreift, um einen Zahn weitergeschaltet, so daß die Arme 17" bei Rechtsbewegung des Wagens 6 den nächsten Garnträger erfassen können.
Das Erfassen eines neuen Garnträgers erfolgt bei der Rechtsbewegung des Wagens 6, indem die mit Rollen 30 versehenen freien Enden der Arme 17" über an einem mit dem Wagen 2 verbundenen Rahmen 31 angeordnete schiefe Ebenen 32 gleiten, dadurch auseinander gespreizt werden und hinter den Ebenen 32 wieder zusammenschnappen, wobei d:e Mundstücke 22 den zunächst liegenden der in Kerben 33 der Kufenlängsränder ruhenden Garnträger erfassen und infolge ihrer trichterförmigen Gestalt aus den Kerben 33 anheben. Dabei kommt das Rad 23 mit dem Rad 24 in Eingriff, und der Garnträger 21 wird bei der Rückbewegung des Wagens 6, wobei zunächst die Rollen 30 der Arme 17" unter den nach außen federnd nachgebenden schiefen Ebenen 32 hinweggleiten (Fig. 2), in Drehung versetzt und erhält seine vorbeschriebenen Bewegungen. Kommt der Wagen 6 im linken Hubende an, dann gleiten die Arme τηα mit ihren Rollen 30 an schiefen Ebenen 34 entlang, spreizen dadurch nach außen und geben den Garnträger frei, der nun herabfällt und sich in eine freie Kerbe am vorderen Bottichende legt. Bei der Linksbewegung des Wagens 6 wird der Rahmen 2 mittels eines von der Welle 7 aus angetriebenen Exzenters 35 und durch ein Schaltgetriebe 36, 37, dessen Klinke in eine mit dem Gestell 3 verbundene Zahnstange 38 eingreift, um einen Zahn weitergeschaltet, so daß die Arme 17" bei Rechtsbewegung des Wagens 6 den nächsten Garnträger erfassen können.
Ist der Wagen 2 ganz nach rechts ausgefahren, d. h. ist der letzte Garnsträhn gefärbt,
dann stößt ein Anschlag 39 gegen einen mit dem Hebel 40 verbundenen Anschlag 41, dreht diesen
Hebel und rückt dadurch den Riemenleiter 42 und mit diesem den Riemen 43 von der Festauf
die Losscheibe und setzt somit die Maschine selbsttätig still. Nach Auslösen der Schaltklinke
37 kann der Wagen 2 mittels eines an dem Arm 6 angebrachten Handgriffes 44 in seine Ausgangslage zurückgeführt werden.
Claims (3)
1. Maschine zum Färben von Strähngarn, bei welcher die auf dem Färbebottich liegenden
Garnträger zum Umsetzen der Strähne nacheinander von an einem über dem Behandlungsbottich
in dessen Längsrichtung hin und her bewegten Wagen angeordneten Greiferarmen bewegt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die am Wagen (6) drehbar gelagerten (16) Greiferarme (17, ιηα) nach
Erfassen eines Garnträgers (21) in der einen Endlage des Wagens bei dessen Bewegung
mittels eines Getriebes (11,12, 13, 14, 15, 16)
einerseits zum Schlagen des Garnes in Schwingung gesetzt werden und andererseits
während des Umsetzens durch ein an einem der Greiferarme (17^) gelagertes, angetriebenes
Zahnrad (24) gleichzeitig dem in den Greiferarmen gehaltenen Garnträger (21)
zum Umziehen der Strähne eine Drehung erteilt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Greiferarme
(17, χηα) tragende Wagen (6) mit seinem
Getriebe (11, 12, 13, 14, 15, 16) auf einem
verschiebbar geführten Rahmen (2) angeordnet ist, der bei jeder Hin- und Herbewegung
des Wagens für das Umsetzen der Garn- I trägerenden ein trichterförmiges Mundstück
strähne um den Abstand der auf dem Bot- j aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die
tich liegenden Garnträger (21) verschoben J Greiferarme (17) aus zwei Teilen bestehen,
wird. J deren einer (17") gelenkig (18) mit dem an-
3. Maschine nach Anspruch 1, bei der deren Teil (17) verbunden und gegen diesen
die Greiferarme zum Ergreifen der Garn- federnd abgestützt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEftEI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE224342C true DE224342C (de) |
Family
ID=485088
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT224342D Active DE224342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE224342C (de) |
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0
- DE DENDAT224342D patent/DE224342C/de active Active
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