DE224040C - - Google Patents

Info

Publication number
DE224040C
DE224040C DENDAT224040D DE224040DA DE224040C DE 224040 C DE224040 C DE 224040C DE NDAT224040 D DENDAT224040 D DE NDAT224040D DE 224040D A DE224040D A DE 224040DA DE 224040 C DE224040 C DE 224040C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
naphthalene
oils
sulfur
sulphurisation
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT224040D
Other languages
English (en)
Publication of DE224040C publication Critical patent/DE224040C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H3/00Vulcanised oils, e.g. factice

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 224040-KLASSE 39 b. GRUPPE
RÜTGERSWERKE-ACT.-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Oktober 1907 ab.
Es sind eine Anzahl von Füllmassen — in Deutschland meist Faktis genannt — bekannt, welche durch Schwefelung von ölen bei einer meist i6o° übersteigenden Temperatur erhalten werden. Als Ausgangsmaterialien dienen entweder rohe oder »geblasene«, voroxydierte Öle.. In einigen Fällen setzt man diesen Ausgangsmaterialien vor Beginn der Schwefelung Paraffin, Vaseline, Mineralöl, Asphalt, Pech
ίο ο. dgl. zu. Je größer der Schwefelüberschuß, die angewandte Hitze und die Dauer der Schwefelung sind, um so härter und krümeliger werden jeweils die erhaltenen-Füllmassen. Es ist auch bereits bekannt, daß die einzelnen
t5 Öle jeweils ein gewisses Mindestquantum von Schwefel erfordern, um sich überhaupt zu verfestigen, weil anderenfalls nur Schwefelbalsame entstehen. Die bisher bekannten Füllmassen können wohl bei entsprechend hohen Tem-
ao peraturen wieder geschmolzen werden, gehen dabei aber in nicht wieder erstarrende Balsame über.
Das vorliegende neue Verfahren zur Herstellung elastisch-plastischer Füllmassen weicht darin von den bisher üblichen Schwefelungsverfahren ab, daß die im hocherhitzten Öle stattfindende Reaktion im geeigneten Augenblicke gemäßigt oder zum Stillstand gebracht wird durch Hinzufügung von kaltem Naphtalin.
Es ist naturgemäß Sache des Ausprobierens, wieviel Naphtalin von gewöhnlicher Lufttemperatur man jeweils zur heißen ölmasse zuzusetzen hat, um die Reaktion zu mäßigen oder zum Stillstand zu bringen. Es versteht sich von selbst, daß unter sonst gleichen Umständen die Menge des Naphtalins um so größer sein muß, je heißer die Ölmasse ist, daß sie sich aber nach dem gewünschten Endprodukt richten muß. Man kann bei der Herstellung von Füllmassen nach dem vorliegenden Verfahren sowohl die bisher üblichen Mengenverhältnisse zwischen den jeweils benutzten voroxydierten oder auch nicht voroxydierten Ölen und Schwefel, als auch die Art der Temperatursteigerung bis zum Eintritt der Reaktion beibehalten. Man hat nur im geeigneten Augenblicke, welcher sich bekanntlich deutlich an den physikalischen Erscheinungen, welche die Reaktion begleiten, zu erkennen gibt, eine hinreichende Menge von festem Naphtalin in die heiße Masse zu streuen.
Man kann bei der Herstellung von besonders plastischem und die Aufnahme erheblicher Mengen trockener pulveriger Füllmaterialien in die Gummimischung ermöglichendem braunen Rübölfaktis beispielsweise folgendermaßen verfahren:
100 Teile rohen Rüböls werden in der üblichen Weise erhitzt mit 20 Teilen Schwefel, bis sich durch das starke Hochschäumen der erhitzten Mischung der geeignete Zeitpunkt zum Zusatz des Naphtalins zu erkennen gibt. Alsdann werden 20 Teile Naphtalin zugesetzt und in der heißen Masse verrührt. Gleichzeitig mit dem Zusätze des Naphtalins oder kurz vorher wird auch die Erhitzung der
Masse unterbrochen. Die heiße Masse wird dann in flache Eisenblechkästen gekippt und darin vollends erstarren gelassen. Dieser Arbeitsweise verdankt das Produkt die für gewisse Verwendungszwecke erwünschte Eigenschaft, beim Wiedererhitzen fast ohne, jede Zersetzung wieder schmelzbar zu sein und im Gegensatz zu den bekannten Faktissorten trotzdem beim Erkalten wieder zu erstarren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung elastischplastischer Massen aus verdickten Ölen, dadurch gekennzeichnet, daß man den erhitzten ölmassen gegen Ende ihrer durch Oxydation und Schwefelung in üblicher Weise bewirkten Verdickung Naphtalm einverleibt.
DENDAT224040D Active DE224040C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE224040C true DE224040C (de)

Family

ID=484806

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT224040D Active DE224040C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE224040C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4877857A (en) * 1988-05-05 1989-10-31 The Dow Chemical Company Preparation of epoxy resins

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4877857A (en) * 1988-05-05 1989-10-31 The Dow Chemical Company Preparation of epoxy resins

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE224040C (de)
DE2255173C3 (de) Bitumenmasse aus einem durch Vakuumdestillation von Roherdöl gewonnenem Bitumen und einem thermoplastischen Blockcopolymeren und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2115475A1 (de) Verfahren zur Herstellung von elastifizierten bituminösen Mischungen
DE305567C (de)
AT234572B (de) Verfahren zur Herstellung eines Reibkörpers für Bremsen, Kupplungen od. dgl.
DE579646C (de) Verfahren zur Herstellung eines Bindemittels fuer die Brikettierung
DE619244C (de) Verfahren zum Herstellen von Brennstoffbriketts
DE971882C (de) Vergussmasse
DE257468C (de)
DE741822C (de) Verfahren zur Herstellung von Abdichtungsmitteln fuer Risse und Fugen
DE833842C (de) Bindemittel fuer Giessereisand aus Sulfitablauge
DE201966C (de)
DE889957C (de) Verfahren zur Herstellung pechhaltiger Massen
DE959044C (de) Verfahren zum Herstellen stabiler waesseriger Dispersionen
DE233933C (de)
DE1275241B (de) Schmiermittel
DE388358C (de) Verfahren zur Herstellung von Formlingen
DE616056C (de) Elektrisch isolierendes Bindemittel, insbesondere zur Verbindung von Glimmerteilchen
AT210390B (de) Verfahren zur Herstellung eines Borides
DE527286C (de) Verfahren zur Veredelung von Schieferbitumen
DE871894C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Erzeugnissen
AT38839B (de) Verfahren zur Herstellung von festem Brennstoff aus Erdöl, Pech und Sägespänen.
AT367086B (de) Bituminoese masse und verfahren zu ihrer herstellung
AT233710B (de) Schmiermittel
DE554455C (de) Verfahren zur Herstellung eines feuerfesten Moertels