DE22262C - Centraiapparat zum Stellen von Weichen, Signalen und Barrieren - Google Patents
Centraiapparat zum Stellen von Weichen, Signalen und BarrierenInfo
- Publication number
- DE22262C DE22262C DENDAT22262D DE22262DA DE22262C DE 22262 C DE22262 C DE 22262C DE NDAT22262 D DENDAT22262 D DE NDAT22262D DE 22262D A DE22262D A DE 22262DA DE 22262 C DE22262 C DE 22262C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- locking
- signal
- barrier
- push rod
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000004888 barrier function Effects 0.000 title description 17
- 229910000746 Structural steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L19/00—Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
- B61L19/02—Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation
- B61L19/023—Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation purely mechanical
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20; Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. April 1882 ab.
Bei dem Hebelapparat, Patent No. 1397, ist die Abhängigkeit zwischen den Weichen- und
Signalhebeln durch vertical schwingende und mit den Klinken der Weichenhebel bewegte
Verschlufstlieile und die dadurch bedingten Verschlufselemente hergestellt.
Bei vorliegender Construction ist diese Abhängigkeit durch horizontal und rechtwinklig zu
den Schubstangen der Signalhebel von den Weichenhebeln bewegte Riegel und entsprechende
Verschlufselemente bewirkt.
Diese Riegel, aus den Fig. 1 bis 3a ersichtlich
und mit K bezeichnet, sind aus zwei Flachschienen gebildet und durch den Bolzen Z, wie
Fig. ι bis 3 a zeigen, mit dem Weichenhebel verbunden, so dafs durch ein Umlegen des
Weichenhebels der Riegel in der Pfeilrichtung vorgeschoben wird.
In jeder der beiden Schienen des Verschlufsriegels sind im entgegengesetzten Sinne treppenförmig
gebildete Einschnitte ν und v1 enthalten,
deren Lagen den beiden Hebelstellungen entsprechen. Durch den Einschnitt ν wird der
Weichenhebel in seiner normalen Stellung verschlossen, und ist diese Schiene des Verschlufsriegels
mit -f- bezeichnet, Fig. 3 und 3 a. Durch den Einschnitt ν1 wird der Weichenhebel
in seiner umgelegten Stellung verschlossen und ist die denselben enthaltene Schiene mit — bezeichnet.
Unterhalb des Verschlufsriegels sind die von den Signalhebeln bewegten Schubstangen A B
und D in dem Verschlufskasten gelagert und werden die Riegel K durch Schlitze in den
Winkeleisen des Veischlufskastens und dem Bügel b an ihrem vorderen Theil und durch
die gabelförmige Ausbildung derselben an ihrem hinteren Theil auf der Welle W gerade geführt.
Für den Bolzen Z ist ein verticales, längliches Loch in dem Riegel enthalten, damit
die Bewegung des Weichenhebels ohne Klemmung auf den Riegel übertragen wird.
Die gegenseitige, durch die Situation der Geleislage bedingte Abhängigkeit der Weichen-
und Signalhebel von einander wird nun durch die auf die Schubstange des Signals in entsprechender
Combination einzusetzenden Verschlufselemente α β γ, Fig 10, 11, 13 und 15
hergestellt.
Die Form dieser Elemente ist durch die stufenförmigen Einschnitte υ ν1 des Verschlufsriegels
bedingt. Dieselben werden mittelst Schrauben auf der auf zwei Längsschienen und Querstücken χ gebildeten Schubstange befestigt
und gegen ein Verschieben in der Längsrichtung durch die Lappen y, welche ihren Stützpunkt
an χ finden, geschützt. Der Querschnitt des oberen Theiles der Verschlufselemente ist rechteckig,
die Breite derselben gleich der Stärke der Schubstange und die Länge derselben gleich der Hübe der Schubstange. Die Höhe
der Verschlufselemente stuft sich in derselben Weise ab wie die Einschnitte ν in den Riegeln.
Für die Feststellung des Weichenhebels in seine Ruhestellung durch die Schubstange A
wäre z. B. das Verschlufselement γ einzusetzen.
Es ist nun klar, dafs durch das Aufsetzen eines Verschlufselementes auf eine der Schubstangen,
wie z. B. auf Schubstange B, Fig. 13, für Weichenhebel 2/3 und durch das Vorschieben
der Schubstange in der Pfeilrichtung das Vorschieben des Riegels K in der Pfeilrichtung
gehindert wird und somit der Weichenhebel in seiner Normalstellung geschlossen ist. Auch ist
es klar, dafs, wenn sich der Weichenhebel in umgelegter Stellung befindet, eine Bewegung
des Signalhebels nicht möglich ist, weil die volle Fläche der -|--Schiene des Riegels K das
Durchtreten des Verschlufselementes verhindert.
Die Form der Verschlufselemente für die umgelegte Stellung des Weichenhebels sowie die
Wirkungsweise des Verschlusses in dem Einschnitt v1 ist dieselbe wie bei der Normälstellung
des Weichenhebels. Aufser den Weichen und Signalen ist in dem Hebelapparat eine Barrierenwinde, Fig. 6, mit aufgenommen,
welche mit den Verschlufsmechanismen des Apparates von dem Signalhebel derart abhängig
gemacht ist, dafs der Apparatwärter auf das jedesmalige Schliefsen der Barriere, bevor der
betreffende Signalhebel gestellt werden kann, aufmerksam gemacht wird; nicht aber wird die
Barrierenwinde durch die Signalstellung für die geschlossene Stellung der Barriore festgelegt.
Die Kettenrolle der Barriorenwinde ist durch den vertical schwingenden Gabelhebel h durch
den Mitnehmerstift ί mit dem Verschlufsriegel η verbunden. Derselbe besteht nur aus einer
Schiene, deren abgestufter Einschnitt vl bei geöffneter Stellung der Barriere die in Fig. 6
gezeichnete Stellung einnimmt, durch welche das Geben der betreffenden Signale nicht möglich
ist. Wird die Kettenrolle r in der Pfeilrichtung in Drehung versetzt, so wird dadurch
der Verschlufsriegel ti in der Pfeilrichtung vorgeschoben,
und zwar so lange, wie der Mitiiehmerzapfen
s sich im Eingriff mit der Gabel des Hebels h befindet. Beim Austreten desselben
aus der Gabel correspondirt die Abstufung vl des Verschlufsriegels η mit den
Schubstangen und, um diese Stellung zu erhalten, schleift von hier ab die Gabel des Hebels
h auf dem ringförmigen Angufs α der Kettenrolle.
Soll nun ein Signal eingestellt werden, welches das Schliefsen der Barriere für den passirenden
Zug verlangt, so wird der Wärter bei offener Stellung der Barriere durch das Anschlagen
des derselben zugehörigen Verschlufselementes an den Verschlufsriegel daran erinnert,
die Barriere zu schliefsen. Ein gewisses Herablassen der Barriere gestattet ihm aber
bereits dadurch, dafs der Verschlufsriegel η nach wenigen Kurbeldrehungen über die betreffende
Schubstange tritt, letztere zu bewegen und somit das Signal zu ziehen, obgleich die
Barriere noch nicht ganz geschlossen ist, und somit bei Erfordernifs noch geöffnet bleiben
oder ebenso durch andere im Nothfall geöffnet werden kann.
Um das Festlegen der geschlossenen Barriere
im Apparat zu verhüten, trägt der Radkranz des auf der Kettenrolle befestigten Zahnrades
eine kegelförmige Bohrung, in welche ein Stift z, Fig. 2 und 9, bei geöffneter Barrierenstellung
eingreift.
Die Kurbel O ist um einen Punkt/ drehbar
und drückt den Stift i in die Bohrung des Radkranzes hinein. Beim Anheben der Kurbel
behufs Schliefsens der Barri£re und gleichzeitiger Kurbelumdrehung wird der Stift 2 aus
der Bohrung des Radkranzes herausgedrückt und verhindert i durch diese Stellung ein Einklinken
der Kurbel, also ein Festlegen der geschlossenen Barriere.
Fig. ι ο und 11 (α β γ) zeigen die für den
Apparat in Anwendung kommenden Verschlufselemente. Hierin zeigt Fig. 10 die für drei
Signalstellungen bezw. Schubstangen erforderlichen Verschlüsse in den einzelnen Abstufungen
bei einer Schubstangenbewegung nach nur einer Richtung, Fig. 11 die Verschlüsse bei einer
Schubstangenbewegung nach zwei Richtungen.
Zur Erklärung derselben dienen die Fig. 12 bis 14. Fig. 12 zeigt die Situationsskizze eines
Bahnhofes, welcher durch zwei Signale abgeschlossen ist und auf welchem gleichzeitig mit
der Einfahrt die Signalisirung der Durchfahrt zu geben ist.
Von den in dem Apparat vorhandenen Signalhebeln gilt A für die Einstellung des
Fahrsignals A, Signalhebel B für das gleichbenannte Signal in dieser Richtung, Signalhebel
DADB für die Einschaltung des auf
dem Perron stehenden Durchfahrtsignales, dessen Flügel, bei gewöhnlicher Einfahrt hinter dem
Mast versteckt,. nach der einen oder anderen Richtung A oder B optisch sichtbar wird,
während hierbei die Schubstangen A und B durch Umlegen der gleichbenannten Signale
nur nach einer Richtung hin bewegt werden.
Wie in Fig. 13 und 14 angegeben ist, wird
durch den Umschlaghebel DADB eine Schubstangenbewegung nach zwei Richtungen bewirkt,
und finden daher die unter Fig. 11 dargestellten Verschlufselemente in dieser Schubstange Anwendung.
Soll hiernach die Durchfahrt in Richtung A-B gegeben werden, so mufs die mittlere Schubstange, über welcher die mittleren
Einschnitte der Verschlufsriegel liegen, die in den Fig. 10 und 11 unter β angegebenen
Schlüssel zweckentsprechend tragen.
Hierzu müssen Weiche 1 in positiver Richtung, Weiche 4 und die Barriere in negativer
oder gezogener Stellung verschlossen werden, d. h. der Weichenhebel r mufs eine solche Lage
haben, dafs in den mittleren Einschnitt des +-Verschlufsriegels ein Schlüssel ß, Fig. 10, mit
der Bewegung der Schubstange eintreten kann, wie in Fig. 15 dargestellt, wodurch dann dieser
Verschlufsriegel und mit ihm der Weichenhebel in der Pfeilrichtung· nicht bewegt werden kann.
Ferner mufs die Weiche 4 in der gezogenen Stellung verschlossen werden, d. h. der —Ver-
schlufsriegel mufs durch Umlegen des Weichenhebels mit seinem mittleren Einschnitt über die
mittlere Schubstange treten, in welche dann der in diese eingesetzte Schlüssel β, Fig. io, oder
hier, da Weiche 4 auch für die entgegengesetzte Richtung B-A in den positiven Verschlufsriegel
eintreten mufs, Schlüssel β in Fig. 11 eingreift.
Endlich mufs die Barriere angehoben werden, um dem in die Schubstange beigesetzten Verschlufselement
β freies Eintreten in den correspondirenden Schlitz des —- Verschlufsriegels
des Barrierenhebels zu gestatten. Da letzterer auch zugleich als negativer Verschlufs für die
Arretirung der Weiche 1 in negativer Stellung wirken mufs, ist der Schlüssel β in Fig. 11 in
die Schubstange eingesetzt.
Mit dem Ziehen des Signals A und der Einstellung D A für die Durchfahrt A-B treten durch
die gleichzeitige Bewegung der Schubstangen die Schlüssel unter die correspondirenden Einschnitte
der Verschlufsriegel und werden letztere somit mit den Weichenhebeln festgelegt.
Durch die Herstellung der Verschlufsriegel aus zwei Theilen, wie beschrieben, ist es möglich
geworden, die Schubstangen A B nahe an einander zu legen, was auf andere Art nicht
erreichbar ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der Verschlufsriegel K, gebildet aus zwei Flachschienen, von denen jede mit den im entgegengesetzten Sinne angeordneten stufenförmigen Einschnitten ν und v1 versehen sind, um den Weichenhebel in den bezw. Stellungen zu verschliefsen.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22262C true DE22262C (de) |
Family
ID=298910
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22262D Active DE22262C (de) | Centraiapparat zum Stellen von Weichen, Signalen und Barrieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22262C (de) |
-
0
- DE DENDAT22262D patent/DE22262C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2130003A1 (de) | Riegelvorrichtung | |
| EP0204944B1 (de) | Fallen-Panikschloss, insbesondere für Rohrrahmentüren | |
| DE22262C (de) | Centraiapparat zum Stellen von Weichen, Signalen und Barrieren | |
| DE352418C (de) | Einrichtung an Schloessern von Zweifluegeltueren | |
| DE32875C (de) | Thürsicherung mit Schlofs | |
| DE3720550A1 (de) | Mehrfachverriegelung | |
| EP0701035B1 (de) | Schloss für Gefängnistüren | |
| DE60932C (de) | Drückerschlofs | |
| DE877266C (de) | Sicherheitsschloss, insbesondere Tuerschloss, mit zweitourigem Riegel | |
| DE897520C (de) | Stangenriegelschloss | |
| CH668285A5 (de) | Schloss fuer justizvollzugsanstalten. | |
| DE89708C (de) | ||
| DE39051C (de) | Sicherheitsschlofs | |
| DE141375C (de) | ||
| DE65346C (de) | Zugluft abhaltende Doppelthür | |
| DE200290C (de) | ||
| DE604686C (de) | Schloss fuer Eisenbahnwagentueren u. dgl. | |
| DE272592C (de) | ||
| DE377567C (de) | Schloss | |
| DE242672C (de) | ||
| DE118642C (de) | ||
| DE338080C (de) | Riegel- und Sicherungsvorrichtung fuer Tueren, Deckel u. dgl. | |
| DE257903C (de) | ||
| DE277118C (de) | ||
| DE585038C (de) | Malschloss mit ringfoermiger Gehaeuse- und Riegelform und einer Mehrzahl ueber die Riegellaenge verteilter Sperrnocken |