DE222000C - - Google Patents

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DE222000C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/70Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by building-up from preformed elements
    • B28B21/74Producing pipe bends, sockets, sleeves; Moulds therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JKi 222000-KLASSE 80«. GRUPPE
in BIEBRICH a. Rh.
von Formen für Metallguß.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. August 1908 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Formen von Gegenständen aus Zement u. dgl. und'zur Herstellung von Formen für Metallguß, bei der die Form mit dem Formgut an Hebeln so aufgehängt ist, daß ihr Gewicht gleichsam,am Kraftarm einer Hebelpresse wirkend zur Hervorbringung des zum Feststampfen des Formgutes bzw. zum Eindrücken des Modelles erforderlichen Preßdruckes Verwendung findet.
Diese Einrichtung soll insbesondere zur Anwendung kommen bei der Herstellung der Muffen von Röhren aus Zement o. dgl. Bisher erfolgte das Anbringen der Muffen am oberen Ende des fertiggestampften Rohres in der Regel in der Weise, daß eine gußeiserne . Schablone von der Form der anzubringenden Muffe aufgelegt und durch Aufschlagen mittels Hammer, Stampfer, Klopfholz o. dgl. soweit als nötig heruntergetrieben wurde. Dieses Verfahren ist jedoch sehr umständlich und zeitraubend. Außerdem wird durch das Aufschlagen die obere Seite der gußeisernen Schablone gestreckt und diese dadurch krumm und infolgedessen auch die Muffe des Rohres. Auch tritt sehr oft infolge zu heftigen Schiagens Bruch der gußeisernen Schablonen ein. Diese Übelstände sollen nunmehr durch die Anwendung der nachfolgend beschriebenen Einrichtung beseitigt werden. Dabei soll erwähnt werden, daß an und für sich die Ausnutzung des Gewichtes von Form und Formgut zum Pressen, beispielsweise durch freien Fall beim Formen von Röhren u.dgl., bereits bekannt geworden ist. Die Erfindung besteht demgegenüber darin, daß dieses Gewicht an einem Krafthebelarm gewissermaßen wie an einer Hebelpresse zur Wirkung kommt, wobei der Begriff Hebel im weitesten Sinne zu fassen ist, so daß auch ähnlich wie Hebel wirkende Einrichtungen benutzt werden können.
In den Zeichnungen zeigen
Fig. ι und 2 zwei zueinander um 90 ° versetzte Schnitte, ■
Fig. 3 eine Draufsicht und
Fig. 4 und 5 eine etwas abgeänderte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Die gußeiserne Schablone 5 hat in bekannter Weise die Form des oberen Rohrquerschnittes und ist an der unteren Seite mit einem Ansatz von der Gestalt der zu bildenden Aussparung an dem oberen Ende des Rohres versehen. Auf der oberen Seite der Schablone befinden sich vier Böckchen 6, in welchen Hebel 2 mittels herausnehmbarer Bolzen 8 drehbar gelagert sind. An diese Hebel 2 sind Klauen 3 angelenkt, welche unter Knaggen 7 der Form greifen, wobei Knaggen und Klauen so abgeschrägt sind, daß ein unbeabsichtigtes Abrutschen der letzteren nicht stattfinden kann.
Die Hebel 2 hängen mittels eiserner ösen 4 und 10 an einem schmiedeeisernen Kreuz 1, welches von einem Laufkran, einer Laufwinde, Laufkatze, Flaschenzug 0. dgl. getragen wird und Einkerbungen zwecks Verstellung der ösen 4 und entsprechend der verschiedenen Größe der Rohrformen aufweist. Durch eiserne Haken 9 können die Klauen 3 außer Eingriff mit den Knaggen 7 gehalten werden.
Der Arbeitsvorgang ist etwa folgender:
Ist die Rohrform bis zum Rand vollgestampft, so wird feiner Mörtel (Muffenmörtel) aufgebracht, damit die Muffe sich besser auspreßt. Dann wird die Schablone aufgelegt und das Kreuz 1 entweder über sie gefahren oder die Form unter dieses Kreuz gebracht, je nachdem die Werkstatteinrichtungen es erfordern. Hierauf wird die Verbindung der Hebel 2 mit der Schablone durch Einstecken der Bolzen 8 hergestellt, und die Ösen 10 werden von den Hebeln gelöst (Fig. 1).
Außerdem werden die Haken 9 von den Klauen 3 abgehoben, so daß letztere unter die Knaggen 7 fassen können. Wird das Kreuz 1 jetzt angehoben, so bildet für die Hebel 2 der Gelenkbolzen zwischen den inneren Enden der Hebel 2 und den Klauen 3 den festen Hebeldrehpunkt, während mittels der Ösen 4 ein Zug nach oben auf die betreffenden Hebelarme ausgeübt wird. Dieser bewirkt einen Druck auf die Böckchen 6 und auf die Schablone, welcher so lange wächst, bis er gleich dem Gewicht der ganzen Form mitsamt dem noch in der Form befindlichen Rohr ist, falls die Hebei das Übersetzungsverhältnis 1 : 1 haben.
In dem hier dargestellten Beispiel beträgt der Enddruck das Doppelte von diesem Gewicht, da das Hebelübersetzungsverhältnis 1 : 2 ist. Diese Kraft kann je nach dem Übersetzungsverhältnis der Hebel natürlicherweise verrin-. gert oder auch noch vergrößert werden. Es kann also eine beliebige Regelung des Preßdruckes, mit dem die Schablone in die Rohrstirnfläche eingepreßt wird, stattfinden, wobei der größte Druck erreicht ist, sobald sich die Form selbst von dem Boden abzuheben beginnt. Die Schablone preßt sich nur so weit mit ihrem Ansatz in den Mörtel ein, bis die Ansätze 13 an den Böckchen 6 sich auf den Rand der Rohrform auflegen, so daß beim weiteren Anheben die Form sich vom Boden abhebt. Es wird die Schablone also an allen. Stellen gleichmäßig eingepreßt, ohne daß sie irgendwie verbogen oder zerstört werden kann.
Die Form und der Kern sind mit der unteren Muffenschablone des Rohres so verbunden, daß ein Herausdrücken des gestampften Rohres aus der Form nicht eintreten kann. Ist die Muffe in dieser Weise geformt, so wird das Kreuz etwas heruntergelassen, bis die Klauen 3 von den Knaggen 7 frei werden und durch die Haken 9 so festgestellt werden können, daß sie nicht mehr in Eingriff mit den Knaggen 7 gelangen. Dann werden die Bolzen 8 herausgenommen und die inneren Enden der Hebel 2 an den Ösen 10 aufgehängt, so daß nunmehr der Kern 11 mittels der Kernkette 12 beim Hochgang des Armkreuzes herausgehoben wird, während die Schablone selbst auf dem fertig geformten Rohr liegen bleibt. Ist der Kern herausgezogen, so wird das Kreuz wieder heruntergelassen, die Hebel 2 werden wieder mittels der Bolzen 8 mit den Böckchen 6 verbunden und darauf durch Anheben des Kreuzes die Schablone 5 abgehoben und auf das nächstfolgende Rohr gebracht..
Da höchstens bei der Verwendung von drei Hebeln ein völlig gleichmäßiges Anziehen stattfinden kann, so werden diese zweckmäßig nicht mittels der ösen 4, sondern durch Seilzüge in Tätigkeit gesetzt (Fig. 4 und 5). Zu diesem Zweck sind je zwei Hebel durch Seilzüge 14, 15 verbunden, welche über an dem Armkreuz 1 sitzende Rollen 16, 17 laufen. Beim Hochgehen des Armkreuzes werden die durch Seilzug miteinander verbundenen und damit überhaupt alle vier Hebel völlig gleichmäßig angezogen, so daß die Schablone an allen Stellen mit gleicher Kraft eingedrückt wird.
Es können auch alle vier Hebel miteinander durch Seilzug verbunden werden, ebenso wie bei der Anordnung von mehr Hebeln diese alle oder in einzelnen Gruppen durch derartige Mittel gleichmäßig angezogen werden können.
Die Zugkraft wird durch die Hebel in einen Druck auf die Form selbst umgesetzt, welcher von Null bis zu einer Größe wächst, welche gleich dem Gewicht der ganzen Form vermehrt um das des Formgutes ist. Dabei kann, wie bereits erwähnt wurde, dieser Enddruck noch durch die entsprechende Wahl des Verhältnisses der Hebelarme zueinander vergrößert und verkleinert werden.

Claims (4)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    i. Einrichtung zum Formen von Gegenständen aus Zement u. dgl. und zur Herstellung von Formen für Metallguß, dadurch gekennzeichnet, daß die Form mit dem Formgut an Hebeln so aufgehängt ist, daß ihr Gewicht gleichsam am Kraftarm einer Hebelpresse wirkend zur Hervorbringung des Preßdruckes auf das Preßgut dient.
  2. 2.· Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 zum Formen von Zementrohrmuffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Einpressen der Muffenschablone in eine Stirnfläche des noch in der Form befind- iao
    lichen Rohres durch das Anziehen von zweiarmigen Hebeln geschieht, deren Drehachsen mit der Form verbunden sind.
  3. 3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel an den äußeren Enden mittels eines Flaschenzuges, Kranes o. dgl. angezogen werden und dementsprechend einen Preßdruck ausüben, der gleich dem mit der Hebelübersetzung multiplizierten Gewicht der Form und des noch in der Form befindlichen Rohres ist.
  4. 4. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Enden der Hebel einzeln oder in Gruppen durch Seilzüge, welche über an dem gemeinsamen Tragkreuz sitzende Rollen laufen, so verbunden sind, daß beim Anheben des Armkreuzes ein gleichmäßiges Anziehen der Hebel erfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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