DE22101C - Neuerung an Kaffeemaschinen - Google Patents

Neuerung an Kaffeemaschinen

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Publication number
DE22101C
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DE
Germany
Prior art keywords
glass
cooking vessel
lid
tube
cooking
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Active
Application number
DENDAT22101D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. BRANDT in Berlin W., Königgrätzerstrafse 131
Publication of DE22101C publication Critical patent/DE22101C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J31/00Apparatus for making beverages
    • A47J31/04Coffee-making apparatus with rising pipes
    • A47J31/057Coffee-making apparatus with rising pipes with water container separated from beverage container, the hot water passing the filter only once i.e. classical type of drip coffee makers
    • A47J31/0576Coffee-making apparatus with rising pipes with water container separated from beverage container, the hot water passing the filter only once i.e. classical type of drip coffee makers with a sealed water boiling vessel in which the steam pressure urges the hot water through a rising pipe

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)
  • Apparatus For Making Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34: Hauswirthschaftliche Geräthe.
J. BRANDT in BERLIN. Neuerung an Kaffeemaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1882 ab.
Die Neuerungen beziehen sich hauptsächlich auf die Anwendung von Kochgefäfsen aus Glas, um erstens beurtheilen zu können, ob die Maschine vor dem Gebrauch gehörig gereinigt wurde, und zweitens um die Vorgänge in der Maschine während des Kochens genau beobachten zu können. Endlich ist bei dieser Maschine die Einrichtung so getroffen, dafs die zu extrahirenden Materialien (Kaffee, Thee) in einem gleichfalls aus Glas hergestellten Deckel gehalten werden, nur dafs das kochende Wasser nicht von unten nach oben, sondern umgekehrt die zu extrahirenden Stoffe passirt.
Das fertige Getränk fällt sodann direct in eine Kanne.
Eine solche Kaffeemaschine ist in beiliegender Zeichnung dargestellt:
Fig. ι zeigt den Längsschnitt,
Fig. 2 die Oberansicht des Kochgefäfsdeckels mit theilweisem Schnitt.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen Details der Construction des Kochgefäfses,
Fig. 5 eine Seitenansicht der Kaffeemaschine, wenn sie benutzt wird.
Die Kaffeemaschine besteht aus drei Haupttheilen: dem gläsernen Kochgefäfs, der im Innern mit Rohr versehenen Kanne zur Aufnahme des Kaffee, und endlich dem Glasdeckel zur Aufnahme der zu extrahirenden Stoffe, der aufserdem gleichzeitig als Deckel für die Kanne dient.
Das Kochgefäfs besteht im wesentlichen aus einem Glascylinder A, welcher oben und unten in Metall gehalten wird, jedoch derart, dafs das Glas bei der Erwärmung ohne Behinderung sich ausdehnen kann und somit dem Zerspringen desselben vorgebeugt wird. Der Boden B dieses Kochgefäfses wird aus Metall hergestellt und bildet einen gewölbten Teller, dessen äufserer Rand mit einer .eingedrehten Nuth a versehen ist, welche zur Aufnahme eines Dichtungsmittels b dient; diese Dichtung b stellt man am passendsten aus gewebtem oder geflochtenem Asbest her, jedoch kann man auch Asbestpapier oder -Pappe oder irgend ein anderes elastisches Dichtungsmittel benutzen, Fig. 1, 3 und 4.
Dieser Boden B liegt in einem Ring D, welcher seinerseits durch eine Anzahl Stangen c, deren oberes Ende mit Gewinde und knopfförmiger Mutter d versehen ist, mit einem Ring E verbunden wird. Der genannte Ring E liegt auf dem oberen Rand des Glascylinders A und ist gleichfalls mit einer ausgedrehten Nuth e versehen, Fig. 4, welche mit einer passenden elastischen Dichtung ausgefüllt ist. Die beschriebenen Nuthen α und e sind jedoch nicht genau der Form des Glases angepafst, sondern lassen demselben etwas Spielraum, damit beim Erwärmen und Ausdehnen des Glases letzteres nicht zerspringt, Fig. 4.
Der Ring E hat ferner innen Gewinde und ist darauf ein mit ' Rohrfortsatz i versehener Deckel F eingeschraubt. Um letzteren Deckel F dampfdicht zu mächen, ist derselbe mit einer -eingedrehten Nuth m versehen, in welcher eine Dichtung befindlich ist, die sich auf einen Wulst des Ringes E, Fig. 4, legt. Es ist hierdurch möglich, durch Herausnehmen des Deckels F das Innere des Glascylinders A und den Boden B zu reinigen, ohne die Muttern d der Stangen c lösen zu müssen, eine Manipulation,
die deshalb sehr einfach ist. Nur dadurch, dafs man einen Glascylinder anwendet, welcher leicht Von möglichst gleicher Wandstärke hergestellt werden kann, in Verbindung mit dem elastischen Dichtungsmittel und dem metallenen Boden, ist es möglich, das so construirte Gläskochgefäfs mit Erfolg gegen Zerspringen zu schützen.
Das Rohr i des Deckels F ist an seinem oberen Ende abgeschliffen und wird dampfdicht durch die Glocke η geschlossen, wenn die Maschine in Thätigkeit ist. Die Glocke n, Fig. i, verlängert sich nach unten zu einem Rohr ο, welches durch das Rohr i bis beinahe an den Boden B des Glaskochgefäfses reicht. Der Glasdeckel / trägt ^n der Mitte ein Rohr /, welches eingegypst oder auf sonstige passende Weise befestigt, und an dem Vorderende mit Gewinde versehen ist. Die Glocke η bildet gleichzeitig die Mutter, mit welcher die perforirten Blechsiebe r gegen den Rand des Glasdeckels J gehalten werden, Fig. i.
Das beschriebene Rohr p hat an der höchsten Stelle des Deckes J eine Anzahl Löcher s, Fig. i, durch welche das kochende Wasser auf das zu extrahirende Material fällt, und damit sich diese Löcher s nicht verstopfen, ist ein gebogenes Sieb t angeordnet, welches an ein auf das Rohr p aufgeschobenes Rohr ν gelöthet ist und den oberen Theil des Deckels J abschliefst, Fig. ι und 5.
Der zu extrahirende Kaffee oder Thee liegt, wie aus Fig. 1 ersichtlich, zwischen den Sieben r und t.
Die Kanne K kann aus Metall, Glas oder Porcellan hergestellt werden und hat in ihrer Mitte ein Rohr w, welches das Rohr i des Deckels F umfafst, jedoch nicht ganz so lang als dieses ist, um zu verhindern, dafs sich die Glocke 11 darauf legt und der Verschlufs des Rohres i undicht wird. Die Handhabung der Maschine ist kurz folgende:
Man hebt den Deckel J sammt dem Rohr 0 mit Glocke η heraus und füllt das Glaskochgefäfs mit Wasser entweder durch Einfüllen durch Rohr i oder Abschrauben des ganzen Deckels F. Wenn das Wasser kocht, so drückt es die Dampfspannung in Rohr ο in die Höhe und nimmt seinen Weg in der in Fig. 1 mit Pfeilen angedeuteten Weise.
Um die ganze Maschine behufs Ausgiefsens des fertigen Kaffees, Fig. 5, neigen zu können, sind an dem oberen Rand oder Ring des Kochgefäfses auf jeder Seite zwei Arme oder Drahtstifte χ angebracht, Fig. 1, 2 und 3, welche sich in entsprechende Ausschnitte des Gestelles W legen. Man kann jedoch statt dieser Einrichtung auch einfache Drehzapfen benutzen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche: Bei Kaffee- oder Theemaschinen:
1. Die Anwendung eines durchsichtigen oder durchscheinenden Kochgefäfses, bestehend aus einem Cylinder A, aus hellem oder farbigem Glas oder Porcellan hergestellt, welcher unter Mitwirkung einer elastischen Dichtung in der Nuth a, des metallenen Bodens B und Nuth e des Metallringes E derart gehalten wird, dafs die durch die Erwärmung bedingte Ausdehnung des Glasoder Porcellancylinders A nicht gehindert wird, zum Zweck, das Zerspringen des letzteren zu verhüten.
2. Die Construction des Kochgefäfses, speciell die Verbindung der metallenen' Ringe D und E, von denen der erstere den Boden B hält, der zweite hingegen im Innern mit Gewinde versehen ist und den gleichfalls mit Dichtung eingeschraubten Deckel F hält, vermittelst der mit Muttern■"· d versehenen Stangen c, zum Zweck des dampfdichten Zusammenhaltens der einzelnen Theile, ohne die durch Erhitzung erfolgende Ausdehnung zu verhindern. * .'
3. Die Anwendung eines wie unter τ Άund 2. beschriebenen construirten Kochgefäfses ohne Kanne und Aufsatz als gewöhnlichen Kochtopf für den Feuerherd oder Petroleum-Kochapparat.
4. Die Anwendung eines aus Glas hergestellten Deckels J zur Aufnahme der zu extrahirenden Substanz in Verbindung mit der den dampfdichten Verschlufs des Kochgefäfses bildenden Glocke η mit Rohr 0 und der ,hieraus resultirende Weg des kochenden ,Wassers von oben nach unten in der Richtung der Pfeile, zum Zweck, die Extrahirung beobachten zu können und so ein besseres Resultat zu erreichen.
5. Die Anwendung der in der Mitte mit Rohr w versehenen Kanne K, welche aus Metall, Glas oder Porcellan hergestellt sein kann, in Verbindung mit dem unter 1. beschriebenen Kochgefäfs und dem unter 4. genannten Glasdeckel.
6. Die Anwendung des separat eingeschraubten Deckels F beim Kochgefäfs zwecks bequemer Reinigung desselben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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