DE220670C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
- C01C1/00—Ammonia; Compounds thereof
- C01C1/02—Preparation, purification or separation of ammonia
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Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Analytical Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Treating Waste Gases (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 220670 KLASSE 12 &. GRUPPE
GREGORY JONES und PEDRO SUAREZ in LONDON.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1909 ab.
Bekanntlich kann man durch Überleiten von Luft und Wasserdampf über erhitzten Torf
Ammoniak gewinnen, wobei, wenn die Einwirkungstemperatur des Luftwasserdampfgemisches
5000 C. nicht übersteigt, der Stickstoff der Luft zur Bildung von Ammoniak beiträgt.
Durch die Einwirkung von Luft und Wasserdampf auf Torf bei der genannten Temperatur
von unter 5000 C. findet eine feuchte Verbrennung des Torfes ohne jede Feuererscheinung
statt, und die aus der Retorte austretenden Gase bestehen, nachdem sie von Teer, Essigsäure,
Ammoniak usw. befreit sind, bei richtiger Leitung der Reaktion im wesentlichen aus Kohlensäure, Stickstoff, überschüssiger
Luft und überschüssigem Wasserdampf. Brennbare Gase, wie Kohlenoxyd und Wasserstoff,
dürfen nur in ganz geringen Mengen in den Austrittsgasen vorhanden sein.
Es ist bereits in älteren Patentschriften, welche die Behandlung von erhitztem Torf mit
einem Luftwasserdampfgemisch beschreiben, ausdrücklich betont worden, daß es von der
höchsten Wichtigkeit ist, die Reaktionstemperatur innerhalb eines beschränkten Temperaturintervalles
zu halten. Da die Reaktion eine exothermische ist, wobei also Wärme frei wird, ist dies keine ganz einfache Sache, und man
muß die anzuwendenden Mengen von Wasserdampf bzw. fein verteiltem Wasser sehr genau
regulieren, um dem Bestreben des Torfes, ins Glühen zu kommen, entgegenzuarbeiten. Andererseits
ist man jedoch aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, ziemlich nassen Torf zu verwenden, so daß die Austrittsgase eine sehr
erhebliche Menge Wasserdampf enthalten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, den sehr erheblichen Verbrauch an Dampf für die
Durchführung der Reaktion vollständig oder nahezu vollständig zu ersparen, und dies geschieht
in der Weise, daß man einen Teil der Austrittsgase wiederum in die Retorte, und zwar unterhalb der Reaktionszone einleitet.
Die Austrittsgase werden dort mit Luft gemischt, und die Erfahrung hat gelehrt, daß
man nicht nur eine sehr bedeutende Ersparnis an Dampf erzielt, sondern daß man auch die
Regelung der Reaktionstemperatur besser als unter anderen Umständen in der Hand behält.
Die Ursachen für diese nicht vorherzusehende Erscheinung sind nicht mit positiver Sicherheit
aufgeklärt.
Bei Ausübung des eben angegebenen Verfahrens verfährt man in der Weise, daß man
einen Teil der heißen, aus dem letzten Skrubber oder Säureturm austretenden, also von
Teer, Ammoniak, Essigsäure usw. befreiten Austrittsgase vermittels einer geeigneten Rohr-
leitung einem Rootschen Gebläse oder anderem Ventilator zuführt und die aus dem Gebläse
heraustretenden Gase vermittels eines Rohres in die Torfretorte, und zwar unterhalb der
Reaktionszone leitet, wo dieselben mit der für die feuchte Oxydation des Torfes notwendigen
Menge Luft vermischt werden. Um eine Kondensation des Wasserdampfes zu vermeiden,
sind selbstverständlich die Gaszuleitungs- und
ίο Ableitungsrohre vor Wärmeverlust in bekannter
Weise geschützt. Ebenso kann man durch Anbringung von Ventilen das Verhältnis der
Austrittsgase und der Luft in entsprechender Weise regeln.
Das gleiche Verfahren kann eventuell in sinngemäßer Abänderung auch für andere
kohlenstoffhaltige Materialien als Torf Anwendung finden.
Claims (1)
- Patent- Anspruch :Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus dem Stickstoff der Luft durch Überleiten von Luft und Wasserdampf über erhitzten Torf oder andere kohlenstoffhaltige Materialien bei Temperaturen unterhalb 5000, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil der nach ihrer Befreiung von Teer, Ammoniak, Essigsäure und anderen Reaktionsprodukten im wesentlichen nur noch aus Kohlensäure, Stickstoff und Wasserdampf bestehenden Austrittsgase unter Vermeidung von Wärmeverlust in den Reaktionsofen, und zwar unterhalb der Reaktionszone zurückleitet, wo diese Gase mit der nötigen Menge Luft vermischt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220670C true DE220670C (de) |
Family
ID=481703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220670D Active DE220670C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220670C (de) |
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