DE2201435C3 - Verfahren zur Herstellung keramischer Furniere - Google Patents

Verfahren zur Herstellung keramischer Furniere

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DE2201435C3 DE19722201435 DE2201435A DE2201435C3 DE 2201435 C3 DE2201435 C3 DE 2201435C3 DE 19722201435 DE19722201435 DE 19722201435 DE 2201435 A DE2201435 A DE 2201435A DE 2201435 C3 DE2201435 C3 DE 2201435C3
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Jasba-Baukeramik Gmbh Kg, 4242 Rees
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung keramischer Furniere, wie es in dem Patent 20 61 105 beschrieben ist. Nach diesem Verfahren wird eine verhältnismäßig dünnflüssige keramische Masse, d. h. ein keramischer Schlicker, in dünner Schicht auf einen was- »erdurchlässigen oder saugfähigen brennbaren Träger, ε. B. auf eine Papierbahn, aufgebracht und nach dem Vortrocknen der Schlickerschicht einem Brennofen zugeführt. Dieses Verfahren gestattet eine kontinuierliche Herstellung von keramischen Furnieren.
Bei der Durchführung des Verfahrens wird der vor-Eugsweise aus einer Papierbahn bestehende Träger der Schlickerschicht zunächst während des Trockenvorgangs auf einer mitwandernden Unterlage transportiert und dann dem Brennofen zugeführt, in dem er verbrennt, sobald er eine Temperatur von etwa 200° C erreicht hat. Von diesem Zeitpunkt ab müssen andere Mittel die Abstützung der Schlickerschicht im Brennofen übernehmen. Solche Mittel sind in dem älteren Patent genannt.
Bei der Durchführung des Verfahrens hat sich geneigt, daß in der Schlickerschicht während des Vor-Irocknens und des beginnenden Brennvorganges nicht immer mit Sicherheit Rißbildungen ausgeschlossen werden können, d. h. es muß mit einem gewissen Abfall gerechnet werden. Aufgabe der Erfindung ist, diesen Abfall weitgehend zu vermeiden.
Erfindungsgemäß wird das Verfahren des Hauptpatents, wonach ein dünnflüssiger keramischer Schlicker in dünner Schicht auf einen wasserdurchlässigen oder saugfähigen brennbaren Träger, z. B. eine Papierbahn aufgebracht und dann zusammen mit dem Träger durch einen Brennofen geführt wird, so abgewandelt, daß in die aufgebrachte Schlickerschicht eine Schicht aus Glas- oder Mineralfasern eingebracht wird und Träger, Schlickerschicht und Faserschicht nach Vortrocknen der Schlickerschicht zusammen dem Brennofen zugeführt werden.
Auf die Faserschicht wird vorzugsweise eine zweite Schlickerschicht aufgebracht. Weiter können auf die jeweils obenliegende Schlickerschicht glasurbildende Massen aufgebracht werden.
Die zuvor erwähnte und vorzugsweise aus Glasfasern bestehende Faserschicht verhindert wirksam die Rißbildung beim Trocknen des keramischen Schlickers. Außerdem erspart sie die Vorkehrun£ besonderer Träeer im Brennofen nach dem Verbrennen des brennbaren Trägers, was etwa bei 2000C geschieht. Die Faserschicht verliert ihre Festigkeit bei etwa 900°, aber in diesem Zeitpunkt ist die Festigkeit des Furniers groß genug, um sich selbst zu tragen.
In dem US-Patent 23 07 332 ist bereits die Herstellung von keramischen Furnieren beschrieben, d. h. von Furnieren größerer Stärke. In diesem Patent wird der Vorschlag gemacht, in die feinkörnige aus einem Gemisch von keramischen Körnern und Bindemittel bestehende Masse eine Verstärkungsschicht einzubetten, die aus Metall (Metallsieben) oder auch aus Mineralwolle bestehen soll. Die Temperatur im Brennofen soll dabei so hoch gehalten werden, daß gerade das Bindemittel schmilzt, aber die keramische Masse und die Verstärkungsmittel nicht geschmolzen werden. Da aber die Mineralwolle beim Brennvorgang nicht vorgespannt wird, kann mit ihr eine Erhöhung der Festigkeit des fertigen Furniers nicht erreicht werden. Die Gefahr der Rißbildung besteht im übrigen bei dem bekannten Verfahren nicht, da das geschmolzene Bindemittel die keramischen Körner miteinander verbindet, d. h. die Verbindung erst beim Abkühlvorgang hergestellt wird. Eine Anordnung zur Durchführung des Verfahrens ist im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben, diese zeigt die Anordnung in schematischer Darstellung.
In der Zeichnung bezeichnen 1 und 2 zwei Walzen, über die ein endloses breites Stahlband 3 geschlungen ist. Dieses von den Walzen stetig angetriebene Band dient als Träger und Antrieb einer Papierbahn 4. Sie kommt von einer Rolle 5 und läuft über eine Umlenkrolle 6 zu einer Rolle 7. Diese Rolle und damit die Papierbahn tauchen in einen Behälter 8 ein, der bis zu einem bestimmten Niveau mit einem keramischen Schlicker 9 gefüllt ist. Die Papierbahn 4 wird hierbei mit dem Schlicker beschichtet und gelangt von der Rolle 7 aus auf das Stahlband 3. Eine Rolle 10 dient zur gleichmäßigen Verteilung des keramischen Schlickers auf der Papierbahn.
Von einer Rolle 11 werden der keramischen Schicht Glasfasern 12 oder ein Glasfasergewebe zugeführt, das mit einer Walze 13 in die keramische Schicht eingedrückt wird. Papierbahn, Schlicker und Glasfaserschicht passieren anschließend einen Vortrockner 14, in dem das Stahlband 3 durch Rollen 15 abgestützt ist. Nach dem Vortrocknen wird auf die Oberfläche des Schlickers aus einem Behälter 16 über Walzen 17 eine Glasurmasse aufgebracht oder diese in anderer Weise gemustert. Die Papierbahn 3 mit dem vorgetrockneten Schlicker, der Glasurfasereinlage und der Glasur werden dann einem Brennofen 18 zugeführt.
Im Ofen verbrennt die Papierbahn, sobald sie etwa 200°C erhitzt ist. Am Schluß des Brennvorgangs wird auch die Glasfaserschicht geschmolzen. Das gebrannte fertige Furnier wird vom Ofen aus einem Tisch 19 zugeführt und dort durch eine Schneidvorrichtung 20 abgetrenn'. Die einzelnen Furniere werden durch eine Hubvorrichtung 21 vom Tisch 19 abgehoben und zu einem Stapel 22 auf einen Tisch 23 abgelegt. Auf dem Tisch 19 können die Furniere mit einem geeigneten Träger verbunden werden, um den Transport der Furniere und ihr Verlegen zu erleichtern.
Oft ist es vorteilhaft, auf die eingebrachte Glasfaser-
22 Ol 435
schicht noch eine zweite Schlickerschicht aufzubringen. Diesem Zweck dient ein Behälter 23, der vor dem Vortrockner 14 angeordnet ist und aus dem eine Schlickerschicht auf die Glasfaserschicht aufgespritzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

22 Ol Patentansprüche:
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung großflächiger, rißfreier keramischer Furniere, bei dem ein dünnflüssiger keramischer Schlicker auf einen wasserdurchlässigen oder saugfähigen brennbaren Träger aufgebracht und dann zusammen nut dem Träger durch einen Brennofen geführt wird, nach Patent 20 51105, dadurch gekennzeichnet, daß in die aufgebrachte Schlickerschicht eine Schicht aus Glas- oder Mineralfasern eingebracht wird und Träger, Schlickerschicht und Faserschicht nach Vortrocknen der Schlickerschicht zusammen dem Brennofen zugeführt werden. '5
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Faserschicht eme zweite Schlickerschicht aufgebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Schlickerschicht eine glasurbildende Masse aufgebracht wird.
DE19722201435 1970-12-11 1972-01-13 Verfahren zur Herstellung keramischer Furniere Expired DE2201435C3 (de)

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DE2201435A1 DE2201435A1 (de) 1973-07-19
DE2201435B2 DE2201435B2 (de) 1975-08-21
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