DE2507226C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Furniere - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Furniere

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DE2507226C2
DE2507226C2 DE19752507226 DE2507226A DE2507226C2 DE 2507226 C2 DE2507226 C2 DE 2507226C2 DE 19752507226 DE19752507226 DE 19752507226 DE 2507226 A DE2507226 A DE 2507226A DE 2507226 C2 DE2507226 C2 DE 2507226C2
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Jasba-Baukeramik Gmbh Kg, 4242 Rees
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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung keramischer Furniere, d. h. dünner keramischer Blätter, die vorzugsweise zur Bekleidung von Oberflächen bestimmt sind, und zwar auf ein Verfahren nach DT-Patent 20 61 105, bei oem ein dünnflüssiger keramischer Schlicker auf einen wasserdurchlässigen oder saugfähigen brennbaren Träger aufgebracht, und dann zusammen mit diesem durch einen Brennofen geführt wird.
Der genannte brennbare Träger, der gleichzeitig die Trocknung des keramischen Schlickers zulassen soll, bildet den Träger des Schlickers bis »uiri Brennofen. d.h. während der Vortrocknung und bis zu einer Erwärmung auf etwa 3000C. Beim Transport des beschichteten Trägers wird so verfahren, daß der Träger nach dem Aufbringen der Schlickerschicht zwecks Vortrocknung des Schiickers auf einem endlosen und angetriebenen Band transportiert wird. Die Schlickerschicht erreicht dabei eine ausreichende Festigkeit, so daß sie durch einen Trockenofen bzw. den ersten Teil eines Brennofens auf mechanischen Mitteln, z. B. auf Rollen, transportiert werden kann.
In der Brennzone des Brennofens verbrennt einmal der Träger und zum anderen wird die Schlickerschicht zunächst weich, sintert und kühlt in der anschließenden Kühlzone so weit ab, daß sie wieder hart wird. In der Brennzone schmälzt auch eine gegebenenfalls in die Schlickerschicht eingebrachte Faserschicht aus Glasfa- eo sern oder mineralischen Fasern. Es entsteht also die Aufgabe, eine weich gewordene Schlickerschicht durch die Brennzone des Brennofens zu ziehen, ohne daß eine Verformung der weichen Schlickerschicht durch die Transportmittel eintritt. Zu diesem Zweck wird nach einem Vorschlag der Erfindung so verfahren, daß das endlose Furnier stetig durch die ßrennzone des Brennofens gezogen und dabei auf einer ebenen feuerfesten Platte über eine dünne und laufend erneuerte Schicht eines hitzebeständigen, feinkörnigen Materials abgestützt wird. Man erreicht so, daß zwischen Furnier und Platte nur eine rollende Reibung entsteht. Diese ist so gering, daß ein Ziehen des Furniers durch die Brennzone möglich wird, ohne daß Formänderungen der Schlickerschicht in weichem Zustand auftreten.
Bevorzugt geschieht die Zuführung des feinkörnigen Materials mit Hilfe von Druckluft. Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Diese zeigt in schematischer Darstellung teils in Seitenansicht teils im Schnitt den hinteren Teil eines Trockenofens, einen Brennofen mit einer Vorrichtung gemäß der Erfindung und den vorderen Teil eines hieran anschließenden Abkühlofens für das gebrannte Furnier.
Ein im ganzen mit 1 bezeichneter Trockenofen bildet einen Kanal 2. In diesem Kanal sind Transportrollen 3 und Heizwiderstände 4 angeordnet Der Kanal ist oben und unten und an den Seiten durch feuerfeste Wände 5 abgeschlosser. Die Rollen 3 dienen zum Transport eines vorgetrockneten Furniers. Das in der Zeichnung dargestellte Furnier besteht aus einer ersten von einem Papierband 6 getragenen Schlickerschicht 7, aus einer Glasfaserschicht 8 und einer zweiten Schlickerschicht 9. Das Furnier ist soweit vorgetrocknet, d. h. so fest, daß es mit Hilfe der Rollen 3 vorgeschoben werden kann. Der Trägern verbrennt im Brennofen, sobald das Furnier eine Temperatur von angenähert 2000C erreicht hat.
Der Trockenofen I kann einen Teil eines Brennofens 10 bilden, dessen Brennzone durch einen allseitig geschlossenen Kanal 11 gebildet wird, der vorzugsweise durch eine geschliffene hoc!, hitzebeständige Platte 12 unterteilt ist Unter dieser waagerecht liegenden Platte 12 sind in einzelnen Kammern Heizwiderstände 13 angeordnet und im oberen Teil des Kanals 11 gleiche mit 14 bezeichnete. An die Brennzone schließt ein Abkühlofen 15 an. Auch er bildet einen Kanal ·6 mit Heizwiderständen 17,18. Am Anfang des Kanals 16 sind Rollen 19,20 angebracht, über die ein endloses Band 21 geschlungen ist Hierzu gehörige Gegenrollen sind nicht mehr dargestellt Eine der Rollen ist angetrieben, das Band 2t dient zum Transport des fertig gebrannten Furniers. Es handelt sich hier um ein Band aus einem hoch temperaturbeständigen Material. Über der Rolle 19 ist eine gewichtsbelastete Rolle 22 angeordnet, die die Mitnahme des Furniers durch das Band 21
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In der Brennzone, d.h. im Kanal 11, wird die vorgetrocknete und bereits verhältnismäßig feste Schlickerschicht weich. Es entsteht also das Problem, diese erweichte Schicht mit Hilfe des Bandes 21 durch die Brennzone zu ziehen, ohne daß ein Verformen der Schicht oder gar ein Reißen eintritt. Um dies auszuschließen, sind Mittel vorgesehen, die die Reibung der Schlickerschicht auf der Platte 12 so gering wie möglich halten. Zu diesem Zweck wird durch eine Rohrleitung 23 aus einem Vorratsbehälter 24 über einen Schieber 23 dem Zwischenraum zwischen Furnier und Oberfläche der PIaUe 12 ein sehr feines und möglichst rundkörniges Material 26, z. B. Sand zugeführt, und zwar mit Hilfe von Druckluft, die der Rohrleitung 23 durch ein Ventil 27 von einer Rohrleitung 23 zugeführt wird. Die Zuführung geschieht kontinuierlich oder intermittierend. Die Materialkörner oder die Körnung führen beim Transport des Furniers eine Rollbewegung aus, so daß die Reibung zwischen Furnier, also
insbesondere dem erweichten Teil des Furniers, und der Platte 12 auf so ein geringes Maß herabgesetzt wird, daß eine Verformung des Furniers nicht mehr auftritt. Um die Zufiihnmg des Materials gleichmäßig zu gestalten, ist in der Platte 12 eine Mulde 29 ausgebildet. In diese S mündet die Rohrleitung 23.
Hierzu I Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung großflächiger rißfreier keramischer Furniere, bsi dem ein dünnflüssiger keramischer Schlicker auf einen wasserdurchlässigen oder saugfähigen brennbaren Träger aufgebracht, und dann mit diesem zusammen durch einen Brennofen geführt wird, nach Patent 20 61105, dadurch gekennzeichnet, daß das endlose Furnier stetig durch die Brennzone des Brennofens gezogen und dabei auf einer ebenen feuerfesten Piatie über eine dünne und laufend erneuerte Schicht aus einem feinkörnigen, hitzebe j ändigen Material abgestützt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung des feinkörnigen Materials mit Hilfe von Druckluft geschieht.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 odei 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Abstützung des Furnieres dienende ebene und feuerfeste Platte (12) an ihrem vorderen Rand eine schalenartige Vertiefung (29) hat und daß
in diese Vertiefung ein Rohr (28) zur Zuführung des das Furnier tragenden feinkörnigen Materials mündet
DE19752507226 1975-02-20 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung keramischer Furniere Expired DE2507226C2 (de)

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DE2507226B1 DE2507226B1 (de) 1976-08-19
DE2507226C2 true DE2507226C2 (de) 1977-06-23

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