DE220036C - - Google Patents

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DE220036C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/14Drawing tubes, cylinders, or rods from the melt

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 220036 KLASSE 32a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. August 1908 ab.
" Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen beim Ausheben von Glaskörpern, insbesondere Hohlzylindern, aus der geschmolzenen Masse zu benutzenden Ofen, bei dem das die geschmolzene Masse enthaltende Aushebe- oder Ziehgefäß um eine wagerechte Achse drehbar angeordnet und mit zwei gegenständigen Höhlungen zur Aufnahme der Masse ausgebildet ist, die abwechselnd benutzt werden. Das Ziehgefäß ist in der Decke eines Ofens untergebracht und wird während des Aushebens von Unten geheizt, wobei gleichzeitig die in . der unteren Höhlung des Gefäßes vorhandenen Glasrückstände ausgeschmolzen werden. Bei den älteren Anordnungen mußte das Ziehgefäß nach vollendeter Aushebearbeit erst gesenkt werden, um gedreht werden zu können. Um dies zu vermeiden, wurde später die Ofen- ¥decke derart angeordnet, daß sie aus dem Bereiche des Ziehgefäßes gedreht oder gehoben werden konnte, während ein Heben und Senken des Ziehgefäßes unnötig war.
Der vorliegenden Erfindung gemäß ist die Ofendecke aus zwei oder mehreren wagerecht.
verschiebbaren Teilen jhergestellt, um Raum für die Drehung des Ziehgefäßes zu bieten. Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß die Ofendecke, welche ein bedeutendes Gewicht hat, nicht gehoben zu werden braucht, um Raum für die Drehung des Gefäßes zu schaffen, und hat überdies den wesentlichen Vorzug, daß ejn viel dichterer Anschluß der Decke an das Ziehgefäß erzielt werden kann.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 ein Grundriß, Fig. 2 eine zu Fig. 1 um 90 ° gedrehte Ansicht und Fig. 3 ein Schnitt nach der Gefäßachse einer Atisführungsform; Fig. 4 ist ein Grundriß, Fig. 5 eine Ansicht und Fig. 6 ein Schnitt nach Linie 6 der Fig. 4 einer zweiten Ausführungsform.
Das Ziehgefäß 10 hat zwei Höhlungen und ist am Ofen 7 um Zapfen 11 drehbar, welche in Trägern 12 gelagert sind. Die Träger 12 sind in Stücken 13 verschiebbar, so daß sie in der Höhe eingestellt werden können, während zur Einstellung in der Zapfenrichtung die Schrauben 14 dienen. Die Oberkanten 15 des Gefäßes stehen über die Deckplatten 9, ga des Ofens etwas hervor. Zum möglichst dichten Abschluß sind auf den Deckplatten verstellbare Stücke 16 durch Schrauben 17 befestigt, so daß die Flammen der Brenner 8 nicht herausschlagen können.
Wie Fig. 3 erkennen läßt, werden während des Ziehens aus einer Höhlung des Gefäßes 10 die Rückstände aus der anderen durch die Brenner 8 ausgeschmolzen. Wenn das Ziehen vollendet ist, wird das Gefäß um 180 ° gedreht. Vorher aber müssen die Deckplatten 9, ga so weit voneinander entfernt werden, daß das Gefäß den zu seiner Drehung nötigen Raum findet. Hierzu dient das in Fig. 2 sichtbare Hebelwerk. Die Platte 9 ist auf einem Hebelpaar 2οέ, 2i, die Platte ga, auf einem Hebelpaar α, zoa gelagert. Beide Hebelpaare drehen sich um am Ofen 7 befestigte Zapfen. Auf der Welle 25 des Hebels 20* sitzt ein Handhebel 22. Wenn dieser, niedergedrückt wird, so wird die Platte 9 zurückgezogen und gleichzeitig durch die Drehung der Hebel etwas angehoben, so daß sie sich nicht an dem Gefäß 10 reiben kann. Die Bewegung des
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Hebels 21 überträgt sich durch Stange 23 auf das Ende 21* des Hebels 2ia, so daß gleichzeitig mit Platte 9 auch Platte ga zurückgeschoben wird und das Gefäß genügenden Raum zu seiner Drehung gewinnt.
Die Drehung des Gefäßes 10 erfolgt durch Zahnstange 20, Zugstange 26 und Hebel 24 auf Achse 25. Auf der Achse 11 sitzt ein Sperrrad 18, in welches eine Sperrklinke des Zahnrades 19 eingreift. Die Verzahnung der Stange 20 beginnt in solchem Abstand von der Welle 11, daß das Gefäß erst gedreht wird, nachdem die Herdplatten genügend weit auseinandergeschoben sind.
Die Herdplatten werden sodann durch Rückbewegung des Handhebels in ihre Lage zurückgeführt, wobei die Klinke auf dem Rad 18 lose gleitet und das Gefäß seine Stellung nicht ändert. Von den Gliedern 21 und 2ia sind je zwei vorhanden. Von den letzteren hat nur eines die Verlängerung 21* über den Drehpunkt hinaus. Von den Gliedern 20 und zoa und 20* ist nur je eines vorhanden.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine etwas vereinfachte Ausbildung, welche jedoch nicht die bevorzugte Form ist. Hier gleiten die beiden Hälften 27 und 28 der Deckplatte seitlich auf den Ofen 7. Zu ihrer Bewegung dient die bei 36 gelagerte Welle 35 mit der geschlitzten Scheibe 34 (Fig. 6), in deren Schlitze der durch den Bock 29 mit Platte 27 verbundene Stift 30 und der mit Platte 28 durch Stangen 31, Traverse 32 verbundene Stift 33 eingreifen.
Auf der Welle 39 des Gefäßes sitzt ein Zahnrad 40, in welches das große Zahnrad 41 auf der Welle 35 eingreift. Das Zahnrad ist lose auf der Welle 35 und kann durch einen Hebel 38 mit Klinke 44, welcher fest, auf der Welle sitzt, gedreht werden. Über einen Teil der Verzahnung des Rades 41 ist ein Streifen 42 gelegt, der die Klinke 44 am Eingreifen hindert. Wenn der Hebel 38 gedreht wird, so schieben sich zunächst die Platten 27,28 auseinander, während das Gefäß so lange in Ruhe bleibt, bis Klinke 44 vom Streifen 42 abgeglitten ist. Dann greift sie in das Rad 41 ein und dreht damit das Gefäß.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Arbeitsofen zum Ausheben von Glaskörpern aus der geschmolzenen Masse mit zwecks Drehung des Aushebegefäßes beweglich angeordneter Ofendeckplatte, dadurch gekennzeichnet, daß die Ofendecke aus zwei oder mehreren Teilen (9, 9") hergestellt ist, die, um Raum für die Drehung des Aushebe- oder Ziehgefäßes zu bieten, wagerecht weggezogen werden.
2. Ausführungsform des Ofens nach An-Spruch i, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur Bewegung der Deckplattenteile in solcher Weise, daß sie bei ihrer Verschiebung etwas gehoben werden und nicht auf dem Aushebegefäß reiben.
3. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine mit dem Hebelwerk zum Zurückziehen der Deckplattenteile gekuppelte Zahnstange (20), deren Verzahnung erst dann mit dem zum Drehen des Gefäßes dienenden Zahnrad (19) in Eingriff kommt, nachdem die Deckplattenteile zurückgezogen sind. '.
4. Ausführungsform des Ofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung des zum Drehen des Gefäßes dienenden Zahnrades teilweise verdeckt ist, so daß der zum Auseinanderziehen der Herdplatten dienende Hebel (38) mit einer Klinke (44) erst in die Verzahnung des Rades (41) eingreift, nachdem die Platten zurückgezogen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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