DE219935C - - Google Patents

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DE219935C
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fringes
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D5/00Fringes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 219935 KLASSE 25 c. GRUPPE
CARL ANTON MÜLLER und FRANZ ANGER in TEPLITZ, Böhmen.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung geknüpfter Fransen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Mai 1909 ab.
Es ist bekannt, geknüpfte Fransen an Tüchern, Schals, Teppichen usw. dadurch herzustellen, daß man das Gewebe auf eine ortsfeste Nadelreihe aufsteckt. Auch die vorliegende Erfindung arbeitet auf dieser Grundlage, unterscheidet sich aber vom Bekannten durch Maßregeln, welche unter anderem den Vorteil erbringen, daß man für jede Spule nur einmal einzufädeln braucht, nicht wie sonst einzeln
ίο für jede Franse. Es wird dadurch viel Arbeitszeit gespart, auch wird Abfall vermieden.
In der Zeichnung wird eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt wie folgt:
Fig. ι der Apparat in einer Gesamtansicht, Fig. 2 der Apparat in einem Schnitt, .
Fig. 3 und 4 je eine Einzelheit, während die Fig. 5 bis 8 die vier Hauptphasen des Arbeitsganges veranschaulichen.'
α ist ein Ständer oder Tisch. An seinem Vorderrande ist eine Leiste oder Platte b aufgelegt, in welche die in geradliniger Reihe stehenden Nadeln c eingesetzt sind. Das Öhr befindet sich dicht unter der Spitze; die Nadel ist etwas gekrümmt. Im nachstehenden wird für die Vorrichtung der Ausdruck »Kamm« gebraucht. Man kann Kämme benutzen, in denen die Nadeln vollständig festsitzen, doch kann man es auch so einrichten, daß sich die Nadeln einzeln herausnehmen und in verschiedenen Abständen arrangieren lassen. Man hat es dann nicht (wie im ersteren Falle) nötig, für jedes Muster einen besonderen Kamm zu verwenden.
Die Tischplatte ist geschlitzt, und in diesem Schlitz d führt sich ein durch Flügelmutter feststellbarer Bolzen e, an welchem eine Leiste f sitzt. Auf f liegt, im Scharnier g klappend, eine zweite Leiste h. i bezeichnet einen Schlußriegel, k eine offene und / eine geschlossene Öse.
Unter der Tischplatte liegen Stege m, auf denen so viele Spulenserien stehen, wie es der Nadelzahl entspricht. Die Anzahl der Spulen η pro Serie richtet sich nach der Dicke des Büschels. Will man z. B. Fransen herstellen, bei denen jedes Büschel aus drei Strähnen von je vier Fäden besteht, so weist der Kamm Gruppen von je drei Nadeln auf. In jede Nadel wird ein Faden 0 eingezogen. Hierin liegt auch wieder ein Vorteil der Erfindung, indem sich dieser eine Faden, wie man weiterhin erkennen wird, vervierfacht, so daß man es nicht wie bisher nötig hat, zwei Faden nebeneinander in die Nadel zu ziehen. Man arbeitet dadurch bequemer. Alle Fadenenden gemeinsam werden zwischen den Flächen f und h festgeklemmt (Fig. 5).
Das Werkstück -p wird nunmehr auf die Nadelreihe aufgesteckt (Fig. 6), wodurch über dem Tuch je eine Schlaufe entsteht, die an der einen Seite zufolge der Nadelkrümmung ein Öhr q bildet. Durch alle Öhre der Reihe gemeinsam wird ein Stab r gesteckt und bis an die Leiste f bewegt, wobei er den Faden von der Spule weg nachzieht; dann hängt man den Stab „in die ösen k, I ein (Fig. 7). Die Entfernung zwischen Nadel und Leiste f be-
stimmt die Büschellänge; durch· Verstellung des Bolzens e im Schlitz d kann diese Entfernung und damit die Büschellänge beliebig eingestellt werden. Jetzt folgt ein Abheben des Tuches von den Nadeln; dabei erfolgt ein weiteres Nachziehen des Fadens (Fig. 8), und wenn nunmehr der Faden in der vorgesehenen Büschellänge hinter dem Tuch abgeschnitten wird, so ist mit jeder Nadel ein
ίο vierfacher Strang gebildet worden.
Der Stab r wird herausgezogen, die Klemmung f, Ji wird geöffnet, und das Werkstück wird zum Knoten usw. weitergegeben. Das neue Fadeneinlegen zwischen f und h erfolgt nun einfach durch Nachziehen des verbliebenen Endes, und ist kein frisches Einfädeln erforderlich, sondern es wird endlos fortgearbeitet.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung geknüpfter Fransen unter Verwendung einer Nadelreihe zum Aufstecken des Gewebes, dadurch gekennzeichnet, daß. nach dem Einfädeln der von Spulen ablaufenden Fransenfäden bzw. Fransenbüschel in die Öhre der Nadeln und nach dem Festklemmen des freien Endes des Fransenfadens bzw. des Büschels das Gewebe auf die Nadeln aufgesteckt und dann bis unter die öhre geschoben wird, so daß an jeder Nadel eine aus je einem Fransenfaden bzw. Büschel gebildete Schleife entsteht, worauf dann alle Schleifen nach Durchstecken eines Stabes auf die gewünschte Fransenlänge ausgezogen werden, in welcher Länge dann noch das von der Spule kommende Ende des Fransenfadens abgeschnitten wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil jeder Aufstecknadel in Richtung nach der Fadenklemme für den Fransenfaden gekrümmt ist, um die Bildung der für das spätere Ausziehen der Fransen herzustellende Fadenschleife zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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